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Mitte April 2019 – was ist da bei Fährmannssand los?

Sonntagmorgen, Sonnenschein, frischer Ost- / Nordostwind. Zwischen Fährmannssand und Carl Zeiss Vogelstation erlebe ich Nonnengänse wie noch nicht zuvor in unserer dreijährigen Wedeler Historie.

Mehrfach habe ich hier im Blog erwähnt, dass die ca. 14.000 grob gezählten / geschätzten Nonnengänse der ersten beiden Jahre in der jetzigen Rast-Saison 2018 / 19 nicht hier vor Ort waren. Bei Rundfahrten kam ich jeweils auf etwa 8.000.

Irgendwie sieht das heute anders aus.

Querab der Carl Zeiss Vogelstation ist allerhand los.

Eigentlich nichts Besonderes. Aber irgendwie erscheint mir die Vogelzahl viel größer als bisher in dieser Saison.

Wo gefressen wird, bildet sich die typische, dicht gedrängte Fressfront.

Diesmal fallen an den Seiten viele ruhende Tiere auf.

Ruhen, Äsen, emsiger Anflug kennzeichnen das Erlebnis.

Und fortwährend kommen, flach über den Elbdeich, neue, große Schwärme hinzu.

Luftiges hin und her, Landung.

Luftiges hin und her, Landung – Detail.

Unten Äsen, oben An- und Überflug.

An- und Überflug, Detail.

Die „dichte Packung“ wird immer dichter.

Äsen in dichter Packung.

Beeindruckt von diesem Erlebnis radele ich weiter Richtung Hetlingen – will ja noch nachsehen, wie weit die Schachblumen sind (vgl. vorigen Beitrag).

Die ganze Zeit des Radelns hinterm Deich rauscht es über mir. Auffällig ist, wie flach die Nonnengänse über den Deich kommen. Vielleicht überrascht über den dicht drunter Radelnden kommt es mehrfach zu Störungen in der Flugformation mit merkwürdigem Gerumpel und Geraschel – leichte Flugunfälle?

Mir scheint, hier ist der Flug aus südwestlicheren Rastgebieten in vollem Gang. Ein Teil der Vögel macht einen abgekämpften Eindruck, als würde sie der fortwährend blasende nordöstliche Wind, der jetzt auch stürmische Böen aufweist, beeinträchtigen.

So reime ich mir die heutige Ansammlung zusammen als erzwungenen Zwischenstopp, Ruhe im Lee-Bereich der Geest.

Noch einmal, ich habe Hetlingen passiert, bin auf dem Weg Richtung Idenburg, bestätigt sich die heute besondere Zahl der Vögel. Ein weiterer dichter Schwarm, panikartig aufgebracht, verdunkelt den Himmel – nördlich von den bisher beobachteten Vögeln.

Ich schätze die gesehenen Vögel auf eine Stückzahl weit über 20.000.

Wie im vorigen Beitrag beschrieben, kämpfe ich mich gegen heftigen Wind, dann im Windschatten der Geest leicht radelnd und anschliessend mit schrägem Seitenwind entlang der B 431 driftend zurück nach Wedel.

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Sonntagmorgen, Sonnenschein – schnell mal an den Hafen, dann angesichts des frischen Nordostwinds weitersehen.

Fast wie am Vortag – am Horizont naht von Westen ein Containerfrachter gen Hamburg.

Saugbagger Scheldt River im Sedimentfang, jüngster Flachwasserverlust mit ökologischen Folgen – Stint weg …

Scheldt River fährt gegenwärtig seewärts bis nach Brokdorf, verklappt dort seine Ladung. Daraufhin naht Saugbagger HAM 316, saugt seinerseits und verklappt seine Ladung in der Elbmündung. Das verstehe, wer will – als Steuerzahler muss man`s nur zahlen.

QARN, 368 x 51 m, TG 13 m passiert Scheldt River.

QARN, nahe bei, Bug vor Elbinsel.

Lühe-Schulau-Fähre legt ab.

Zweimal Schiffsbug.

… und Heck.

In schneller Fahrt erreicht die Fähre den Saugbagger.

Stopp im Wegradeln – im Augenwinkel … Das geht doch nicht!? Schachbrettblumen blühen am Schulauer Hafen, nette Pflanzidee.

Mal sehen, wie lange die sich halten. – Was machen eigentlich die Schachbrettblumen in Hetlingen? Das Schachblumenfest ist doch erst am 28. April 2019.

Da gucke ich jetzt – egal, wie der Wind weht.

Also auf, Richtung Fährmannssand. Schafe und Lämmer bevölkern den Deich.

Auf die Osterlämmer ist auch kein Verlass, kommen einfach nach Kalender – aber nicht zum diesjährig späten Ostern.

Eine Schwalbe – zufällig im Foto erwischt.

Zwar macht die eine Rauchschwalbe noch keinen Sommer, aber ich habe 2 – ultratief fliegende – Paare (?) gesehen. Der Sommer kann also kommen.

Meine Güte – das gibt einen eigenen Bericht – Nonnengansmassen nahe der Carl Zeiss Vogelstation.

Fast in Hetlingen, querab Hetlinger Heuhafen – Schlehe blüht, Kopfweide wartet, Altweiden im Auwaldrest schlagen aus.

Eine der Schachblumenwiesen, wie erwartet. Hier ist doch ein härteres Kleinklima als am Schulauer Hafen. Stängel und Blütenknopsen rauen gerade mal die Wiese etwas auf.

Wir dürfen gespannt sein, ob das angesagte warme Wetter die Schachblumen über Ostern schon in voller Blüte besichtigen lässt – egal, wann das Schachblumenfest stattfindet. – Weiter Richtung Idenburg.

Ein weisser Bussard sticht vor grünender Landschaft hervor.

Und da ist auch der berühmte „weisse Schimmel“.

Der Schimmel, eine Stute, ist nicht allein, hat eine Kollegin und Frühjahrsfohlen dabei.

Wie sich das gehört, sind die Fohlen aufmerksam und munter.

So manche Runde geht es um die Wette.

Meine Runde muss ich jetzt zu Ende bringen – erst gegen den teils heftigen Wind, dann im Windschatten der Geest und anschliessend mit schrägem Seitenwind entlang der B 431 driftend.

Das ist gelungen, ein hervorragendes, in Richtung und Länge nicht vorhergesehenes HerzKreislaufTraining.

Frischer Wind aus Ost / Nordost, Temperaturen deutlich im einstelligen Bereich. Nachtfrost lässt Magnolien nach Blühstart als traurig-braune Gestalten zurück.

Hauseingangs-Mahonie, leider kein Insektenflug, zu kühl.

Cool Coon – wohl dem, der richtig angezogen ist.

Wer stört – so früh?!

Hmmh, gleich kommt Herrchen mit dem Frühstück.

Wenn ich lese, dass so eine Maine Coon auch fast ein Hund ist, wundere ich mich nicht, dass ich dies Urviech gut finde.

So langsam spriesst Grün, verdeckt Entwässerungswunden im Anmoorigen des Wedeler Autals.

Rehe äsen noch in aller Ruhe auf freier Wiese, bevor sie ihre Verstecke im Röhricht aufsuchen.

Ein Bock geniesst den Morgen unter alten Eichen.

Merk (anderer Sprech: „Die Berle“) und gut Algen in besonntem Graben – Kaulquappen können Nahrung finden.

Erste Moorfroschmännchen zu sehen ist aber eher eine – sonnige – Ausnahme.

Die Amphibien-Spezis im Bekanntenkreis berichten angesichts wieder kalt gewordener Abend- und Morgenstunden von nur geringen Wanderbewegungen von Frosch und Kröte. Wo sonst an die 2.000 Individuen gezählt werden, sind es Mitte April 2019 größenordnungsmäßig man gerade 20. – Das kann besser werden.

Frischer Wind auch an der Elbe. Sinkender Abfluss und Ostwind lassen Flut bis zu einem Meter geringer auflaufen, die Ebbe bis zu einem m unter Tideniedrigwasser tief ablaufen.

Es ist nahe Tidehochwasser. Yang Ming Wisdom, 366 m, 51 m, Tiefgang 12,5 m fährt gen Hamburg.

Nur 3 Blondinen am Strand.

Schon im Vorbeifahren an den Parkplätzen fiel mir ein allzu bekanntes rotes Auto auf – ganz einsam.

Blick Richtung Hafen Hamburg – die Lühe-Schulau-Fähre hat ihre Saison aufgenommen. Da fahren wir gern mal wieder mit, rüber nach Niedersachsen, radeln.

Schnell ist es den Blondinen zu kalt geworden. Sie verlassen den Strand, ziehen sich ins Windgeschützte zurück.

So verpassen sie die Vorbeifahrt von Yang Ming.

Aufwärmen der Blondinen, Trainieren des Gleichgewichtssinns.

Vom Spielplatz aus ist YM Wisdom nur als Kastenwanderung jenseits HolzMüllEventCenter in Vorbeifahrt zu sehen.

Ich radele über den Stranddeich heimwärts – der Containerfrachter verlässt den Wedeler Horizont.

Autalstraße – hoch reitet Batavia auf der Wedeler Binnenelbe.

Wir freuen uns auf den Frühling in warm – nächste Woche soll er wieder eintreffen.

Der vorige Artikel endete mit dem Stichwort Laubbläser. Ja, heutzutage wird vielerorts ALLES geblasen, von Blütenblättern ab Frühling über irgendwas auf Wegen, gern durch alle Rabatten alle 14 Tage durch. Feinstaub lässt grüssen! – Egal, ob Trockenes, egal, ob Nasses – bei Letzterem bräuchte es vorher einen Föhn, um das Zeug zu bewegen. Macht nix, wird trotzdem geblasen. Spitzenleistung im Herbst ist, wenn dicke Packen nasses Laub so angegangen werden, dass sie mit dem Hochleistungsbläser (it might get loud ! ! ! – und stinkt, nach Motorabgas) in Form einer Teppichrolle mühsam vorangetrieben werden. – Besen, Schaufel, Harke scheinen heute unbekannt ?!? Gern wird die Mär vom „… Laubbläser zeitlich schneller …“ wiederholt – egal, wie falsch.

Ich weiss, wer es nicht gesehen hat, wird mir nicht glauben (das geschieht alle Jahre wieder, weiss nicht, ob es ein Spezialist am Lärmgerät ist oder immer ein neu Testender).

Zurück zum Thema. Wer vom Einfamilienhaus mit großem, jahrzehnte entwickelten Garten in bunter und tonreicher Vielfalt sich zum „Down-Sizen“ entschliesst und eine Eigentumswohnung kauft, macht völlig neue Erfahrungen. Vieles findet sich inzwischen in Film, Funk und Fernsehen, ganze Sammlungen auf speziellen Internet-Seiten (Link als Beispiel). Manch überkommener Irrwitz liegt einfach an der Beschlussunfähigkeit unserer Politiker, hier: das überholte Wohnungseigentumsgesetz aus dem Jahr 1951 endlich für zukunftsfähige Entwicklungen zu bereinigen (dem nähern sich bruchstückartige Teilnovellierungen bis heute nicht im Geringsten).

Ich bin immer noch nicht beim Thema. – Neuer Versuch. Im Garten wirkt der Gärtner (der Berufsstand wird unter anderem von Reinhard Mey besungen). Es gilt also im neuen Heim, den Gärtner lebensfreundlich zu stimmen. Was hier für Privatflächen beschrieben wird, gilt mindestens genau so für städtische Bauhöfe und ihren oft überzogenen Maschineneinsatz. Gut, dass es inzwischen in etlichen Kommunen, Kreisen, Bundesländern „Belebungs-Aktivitäten“ gibt.

Seit 3 Jahren  nun gelingt es schrittweise. – Laub z.B. wird mindestens auf Teilflächen nicht mehr raus-, sondern REIN geblasen. Im Gegensatz zu vielfältigen Behauptungen bleibt es dort liegen, kompostiert. Plötzlich, spätestens Ende April, Anfang Mai ist es weg. Nicht weggeblasen. (Für alle, die derzeit wanderndes, fliegendes Laub sehen – es kommt in der Regel gerade aus den Hainbuchenhecken, die es erst jetzt beim neuen Laubaustrieb abstossen.)

Lebendige Natur arbeitet mit Bodenschutz, beschattet und hält trickreich feucht. Wir lernen ein umfassenderes Verständnis von Wasser im Umfeld (kostenloses Download eines auch für Laien gut verständlichen Buchs möglich). – Gut war der vorige, trockene Sommer. Eindeutig zu erkennen war, dass „unsere“ Büsche, die nicht nur die herbstliche Laubschicht behalten, sondern auch zusätzlich von Frühjahr bis Herbst mit Rasenschnitt gemulcht werden, die besseren Chancen haben.

Und so geht es auch mit dem ganzen Drumrum, Vögeln und anderem Getier. Die natürliche Kette des Lebens und Vergehens wirkt, Millionen Mitwirkende arbeiten, vom Bakterium und Pilz bis zum Regenwurm – und werden verarbeitet. Das Beispiel Meise in den folgenden Fotos steht stellvertretend für Amsel, Buchfink, Rotkehlchen, Zaunkönig, Heckenbraunelle und viele mehr.

Da bewegt sich doch was.

Eifrig sucht die Meise – und findet.

Ein Quadratmeter beschäftigt sie ohne Ende.

Letztes Foto, ich höre dann mal auf.

Mehr Leben im Umfeld – wie hier im Blog fortwährend für Bäche und kleine Flüsse gezeigt – ist eigentlich ganz einfach. Wir müssen uns nur Mal besinnen, Unsinniges unterlassen – da haben wir schon „die halbe Miete …“.

 

 

Neulich gingen und radelten wir hier noch unter geschlossener Blütenpracht Japanischer Kirschen, vorbei.

Demnächst wird die dröhnende Laubbläser-Saison einsetzen. Mit 200 km / Stunde drauflos.

Wer stoppt Unsinn ?

Auch wenn der Elbstrand von heftiger Erosion geplagt ist …

Bei gutem Frühlingswetter muss man einfach hin                                                       (Foto: blühender Ahorn vor Elbhang) !

 

Und so rollen wir Menschen an, ohne oder mit Kind und / oder Hund.

Die Hunde lasse ich mal weg.

Ein Osterbaum ist auch schon geschmückt.

An der Wasserkante – immer wieder spannend.

Expedition der Kleinen ans Fahrwasser.

Im Gänsemarsch, zweibeinig.

Und, noch mehr Spaß, im Vierfüssergang.

Hier sind auch große Menschen klein.

So schön, wie es hier ist, leider wird die Gewässerökologie auch gerade wieder noch kleiner gemacht, als sie schon seit der vorigen Elbvertiefung und der Zerstörung des Mühlenberger Lochs ist. Die Elbe westlich Hamburg verkommt mehr und mehr zum reinen Schifffahrtskanal.

Ostwind, Morgensonne, das ist eine von etlichen Varianten, bei denen wir gern nach Wittenbergen radeln. Dann wollen wir mal den Vormittag geniessen, so lange der Elbhang noch steht. (Auf unserem Weg fahren wir unten am Wasser, vorbei am Otto-Sokoll-Höhenweg – da hat sich Mensch schön verkalkuliert, alle hangsichernden Bäume mit Wurzeln entfernt. Geologie, Hangwasser und mehr sorgen für Bewegung – der Höhenweg ist seit Langem gesperrt …)

Ein Schiff wird kommen … – wir sind kurz vor dem Leuchtturm Wittenbergen.

Hier, wo das tiefe Fahrwasser der Containerriesen dicht am Elbhang und auf der Südseite dicht an der Elbinsel liegt, wird jeweils durch 20 m-Verbreiterung des tiefen Kanals eine „Begegnungs-Box“ gebaggert.

Darauf wird sich die Unterwasserböschung natürlich einstellen. Wir dürfen auf die zugehörigen Erosionen gespannt sein.

Frei liegende Historie – in Wedel wird immer gerufen: „Wo bleibt unser Sandstrand?!“

Grundwasseraustritt im Sandbereich.

Hangwasser, gefasst – Zufluss zum Strand verrohrt, mit Aufschlagschutz.

Wir sind erstaunt – flächenhaft extreme Prielbildung im Sand oberhalb des Tideniedrigwassers.

Wurde da schon vorweg gebaggert, die Fahrwasserkante näher gebracht?

Mäander – so zahlreich und so tief, so kennen wir die Strecke hier bisher nicht.

Containerfrachter querab vom Leuchtturm Wittenbergen.

Noch`n tiefer, mäandrierender Priel, Höhenstufen mit stärkerem Gefälle am Strand.

Gen Hamburg.

Größenverhältnis – Mensch und Maschine.

Anleger Wittenbergen – Motorschiff und Segler.

Der Segler, zwischen den Fahrwassertonnen, ist auch ein Motorschiff – wir vermuten, ein umgenutzter Finkenwerder Fischkutter.

Zum Wochenendgenuss am Strand demnächst hier mehr.