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Die „Unterelbeschulen“ sind seit Langem für bessere Gewässerlebensräume im Elbe-Einzugsgebiet Schleswig-Holsteins aktiv. So halten sie z.B. jährlich ein Wassercamp in der Bildungseinrichtung Wildpark Eekholt ab. Dieses Jahr, 2017, wird das 10. Jubiläum begangen. Neben Gewässeruntersuchungen wird erstmals mit Kies und Holz restauriert. Der Wildpark, der Gewässerpflegeverband Osterau und die zuständige Wasserbehörde haben zugestimmt.

Bevor das Restaurieren des Gewässerlebensraums mit über 75 Schülerinnen und Schülern kommenden Freitag startet, wurden heute Absprachen zum maschinellen Vor-Bekiesen getroffen – dazu im Folgenden ein paar Fotos.

Wildpark Eekholt – den Eisvogel sieht man hier nicht nur auf Schildern.

Geeignetes Gerät für weichen Boden bringt geeigneten Kies zu den Einbringorten ans Ufer.

Wo möglich, wird direkt vom Wagen / Anhänger geschüttet.

Unter anderem ist unser Ziel, (noch) vorhandene alte Uferbäume zu schützen. Weitere sollen Ansiedlungsmöglichkeit neu finden, ggf. werden auch einige gepflanzt.

Der artenreiche Insektenbestand der Osterau wird in seiner Populationsstärke durch unsere Lebensraumverbesserungen aus Kies und Holz wesentlich vergrößert. Fische, aber auch Vögel und Fledermäuse werden hiervon profitieren.

Eine Startschüttung als Beispiel – solche Kiese werden wir kommenden Freitag profilieren, um die Osterau weiter zu beleben.

Innerhalb der Gehege werden später Restaurierungen durch den Wildpark selbst vorgenommen.

Genug für heute – das hölzerne Adlerauge bleibt wachsam.

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Vor meinen längeren Eder- und Ederseewanderungen standen Einladungen. Ein Bauernhof und ein Treffen mit guter Aussicht auf den Edersee waren recht lebendig.

Aufmerksamer Hahn mit Hühnern auf dem Mist – gleich kommt ein Konkurrent.

Den Konkurrenten lasse ich weg – statt dessen hier Gänse und Laufenten.

Aus dem Sauerland – die Wildsau im Garten.

Tierische Werbung für den Nationalpark Kellerwald in Bad Wildungen.

Bad Wildungen – das ist ja ein dicker Hund!

Kellerwaldzentrum – Wildsau und Waschbär (und noch viel mehr), gefilzt.

Nun aber zur schönen Aussicht – findet manch einer gar nicht (angesichts des folgenden Motivs), ich schon.

Im Diesigen nur schwach erkennbar – jede Menge Kormorane in Jagdformation und -aktivität.

Nach offensichtlich erfolgreichem Fang sammelt sich der gut 200 Tiere starke Schwarm zum Trocknen direkt an der Uferkante, über dem inzwischen wieder überstauten Edertalsperren-Modell.

Später wird die Sicht klarer – schon beeindruckend, solch Profi-Fischer.

Einen Rothirsch und einen Fischadler hebe ich mir für den nächsten Edersee-Beitrag auf.

Herbstliche Eder, Hecht.

Dieses Jahr ist mit der Steuerung der Edertalsperre etwas schief gelaufen. Schon bevor die Tourismus-Saison so richtig begann, war der See extrem leer. Irgendwie hat irgendwer offenbar das Verdunsten von Schnee im oberen Einzugsgebiet unterschätzt und gemeint, riesigen Speicherraum für eine Schneeschmelze vorhalten zu müssen … – Vielleicht lag auch gar nicht so viel Schnee?

Dafür ist nun im September der See nach regnerischem Sommer so schnell angestiegen, dass die Hopfenberge nahe der Sperrmauer nicht mehr von Land aus erreicht werden können. Etliche Meter ist das Verbindungsstück, die „Durchfahrt der Schleppbahn bei der Stollenmühle“ schon wieder unter Wasser. (Zu dieser Örtlichkeit mehr in einem späteren Beitrag.)

Das Gebiet des Edersees ist aber immer einen Besuch wert. Von den vielen Wanderwegen im Umfeld wähle ich vom Urwaldsteig den Knorreichenstieg von Asel aus.

Der Urwaldsteig – Zeichen am altem Ahorn. Die Vielzahl an Baumarten und die weite Spanne ihres Alters machen das Besondere dieses langen Wanderweges aus.

Hier geht`s seitwärts in die Büsche. Es sind nicht alles (Knorr)Eichen, die am Wegrand stehen.

Heute interessiert mich – für die Planung des Folgetages – aber vor allem der Wasserstand des Edersees. „Atlantis“ – die Eder fliesst noch munter unter der trocken gefallenen Aseler Brücke.

Wohl denen, die bei plötzlich einsetzendem Schlagregen dort unten einen Unterstand gefunden haben.

Wohl mir, dessen Regenhut und -jacke in der nachfolgenden Sonnenpartie schnell trocknen.

Tags drauf – St. Kilian, der Tylenturm und Korbachs Rathaus stehen vor grauem Horizont.

In der zunächst angesteuerten Werbebucht fliegen die Schwalben tief, der Regen fliegt im 45-Grad-Winkel. – Weg hier!

Beim Rotkreuzlager gehe ich durch Buchenwald Richtung Eder. Der Regen hat mäandernde Rinnen ins Laub gewaschen.

Aaaah, DAS ist doch mal was! Mein Blick geht Eder-abwärts Richtung Asel Süd.

Die Aseler Brücke von flussauf gesehen – gestern stand ich noch oben am Waldhang gegenüber, Horizont.

Wenn man die riesigen, von der Eder freigespülten Geröllflächen sieht, wundert es nicht, dass die Eder einst DER Lachs-Laichfluss der Weser war.

Auch weiter aufwärts im frei fliessenden Fluss sind solche Geröllflächen überall zu bemerken. Mitglieder des englischen Königshauses, die Familie Mountbatten („Battenberg“) angelte im 19. Jahrhundert dort noch mit der Fliege auf Lachs.

Ich klettere den Hang hinunter. Der Blick zurück zeigt den Uferrand bei Vollstau – dort dann im Wasser flottierende Weidenwurzeln, die hervorragende Verstecke für Kleintiere und Fische bieten.

Eine schicke Landschaft und ein inzwischen – nach Abwasserreinigung – schicker Fluss. Auch die Eder sollte allerdings endlich vom Übermaß agrarischen Düngers befreit werden.

Noch sind die Wälder grün, aber schon die Farben der Pflanzensukzession im trocken gefallenen Seebett begeistern.

Und da kommt er, ein 65 cm langer Ederhecht – immerhin.

Wie die IG Edersee fachkundig darstellt, ist der Hecht heutzutage einer der wichtigsten Fische in der Edertalsperre.

Schon höre ich die Stimmen „Aber der Hecht ist doch so grätenreich!“. – Richtig zubereitet – längs filetiert, bitte nicht quer zerstückeln, das „vermehrt“ die Gräten – ist der Hecht auf dem Teller (im Link weit genug runterrollen) nur von wenigen anderen Arten zu schlagen.

Man stelle sich vor, die obere Eder würde dem Lachs wieder zugänglich gemacht …

Zum Abschied erfreut mich noch eine Lenkbuhne am Steilhang einer Eder-Aussenkurve.

Auch hier hat sich also herumgesprochen, wie ökologisch optimierter Erosionsschutz mit Lenkbuhnen funktioniert.

Sympathisch, bunt, goldrichtig“ – das Motto für den Hessentag 2018. Nein, das zog mich nicht in meine Geburtsstadt, sondern die Einladung zu einem Vortrag bei den Lions Korbach – Waldecker Land über instream-Restaurieren. Der Forellenbach ist möglich – überall, wo Grundwasser unsere Fliessgewässer speist.

Mit der Kurhessenbahn bin ich gut von Kassel-Wilhelmshöhe nach Korbach gelangt. Die Anfahrt Hamburg-KS-Wilhelmshöhe mit dem ICE ist heutzutage ja ein Klacks.

Erste Herbstzeichen – frühes Rot beim Ahorn.

Erste Herbstzeichen – leuchtendes Gelb an Esche (habe nicht näher hingesehen – glaube, es ist wohl eher eine Robinie).

Blick aus der alten Neustadt – St. Kilian steht noch, der Umgang wird restauriert.

Blick auf St. Nikolai – mein kurzer Schulrückweg vom alten Standort des Gymnasiums „Alte Landesschule“.

Aber wie bin ich da hingekommen?! Irgendwie scheint mir in Korbach gegenwärtig der Fußgänger den Baustellen gegenüber völlig nachrangig zu sein.

Baustelle DB, der Korbacher Hauptbahnhof.

Bahnsteig Hauptbahnhof – völlig frei. Kein Unterstand, kein Windschutz – und das in dieser Jahreszeit mit „gut Wind“ und im 45-Grad-Winkel treibendem Regen (habe gerade mal Glück gehabt).

Angst vorm schwarzen Mann? Alles gesperrt. – Pardon, das ist ja ein offizielles Verkehrszeichen. Über unwegsames rau-geschottertes, auf Umweg-Länge maximiertes Terrain darf der Rollkoffer malträtiert werden. Meine Güte!

Jenseits der Gleise – Bahnhofsumfeld als einzigartige Baustelle. Wenn`s mal fertig ist, wird`s bestimmt schön – hoffen wir mal.

Das alte, bunte Kleinpflaster hat offenbar ausgedient.

Es weicht „großzügiger“ Plattierung – grau – grauer …

Irgendwie will mir das Ganze nicht zum Motto des Hessentags 2018 passen – „Sympathisch, bunt, goldrichtig“. – Vielleicht verstehe ich das alles aber auch bloß nicht.

Was ich noch weniger verstehe: Angesichts der Restaurierung des Kuhbachs bachauf ist eine Öffnung der verrohrten Strecke beim Umbau der Fußgängerzone Bahnhofstraße unterblieben – eine vergebene Chance, die andernorts nach Möglichkeit genutzt wird. Schade, eigentlich!

Das Westende der Baustelle ist erreicht – beeindruckend.

Später. – Der Vortrag wurde allgemein gelobt – herzlichen Dank für das Interesse.

Mein Korbacher Schwerpunkt wird 2018 das Schulzentrum sein – nicht mehr ganz neuer Standort des Gymnasiums „Alte Landesschule“, das 50jährige Abitur-Jubiläum wird rufen.

Mal sehen, ob die Zeitplanung so liegt, dass ich auch den Hessentag 2018 noch „mitnehmen kann“. Auf jeden Fall soll die Edertalsperre nebenbei eins der Besuchsziele sein, wie auch dieses Jahr – mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.

Wetterscheide Elbe.

Die Elbe ist keine Wetterscheide sagen Meteorologen in Zeitung, Film, Funk und Fernsehen.

Dass Örtliche ein anderes Empfinden entwickeln, muss die Beitragsüberschrift vielleicht nicht unbedingt bestätigen, steht aber den Meteorologenaussagen auch nicht zwanghaft entgegen.

Gestern war wieder so ein Tag, zu erleben zwischen Geest und Marsch.

Tief hängende Tief-Wolken über der Geest – Radeln oder nicht Radeln, das ist hier die Frage!

Am Elbe-Hauptdeich bei Fährmannssand sieht die Sache ganz anders aus.

Aber nur, wenn man nicht nach Norden guckt.

Oha! – Freuen wir uns, im Sonnigen zu radeln.

Südwestlich des Deichs, Tideniedrigwasser, das Süßwasserwatt liegt bis zur seeschifftiefen Fahrrinne frei.

Stadtkulisse Wedel zwischen Wetterfronten.

Silbern glitzert die Sonne auf der Elbe, kurz vorm Elbstrand querab des Schulauer Hafens.

Sieh an, Herbstwinde haben die Elbe offenbar bei der vorigen Flut über die Normalmarke gebracht. Allerlei Treibsel liegt als Strandgut an der Westseite des Schulauer Hafens.

Schaumsaum zwischen Ruhe und Wellenaufruhr – der Wind steht gegen ablaufendes Wasser.

Traumstrand Elbinsel, Schaumkronen auf der Elbe.

Ähnliches wie vor.

Küste vs. Geest – Sonne und Tiefschwarz.

Hilft ja nix – wir müssen wieder nach Hause.

 

Glück gehabt – wir sind zwischen zwei Schauern in der Sonne geradelt. Das „zwischen“ wird uns heute hoffentlich auch gelingen. Das mit der Sonne eher nicht – heute keine Wetterscheide Elbe, gestern zumindest scheinbar, vielleicht auch anscheinend.

Wie seit Jahren gut eingeübt, reise ich zum zweiten Mal auch in diesem Jahr als Gastvortragender zu einem Bildungsurlaub Elbe der Volkshochschule Hamburg. Da das Wetter gut ist, nehme ich genug Zeit mit, den Fortgang an der Baustelle Kreetsand an der Norderelbe anzusehen. Hier hat eine Planergruppe mit breitem fachlichem Hintergrund gewirkt – möge es immer und überall so sein.

Zu Kreetsand ein persönlicher Jokie, den vielleicht nicht jeder witzig findet. Als in den 1980ern die Notwendigkeit bestand, die Qualität des zu baggernden Hafenschlicks zu beschreiben – Labors übten sich in neuer Analytik, Ringversuche folgten, Verwaltung und Politik entwickelten Rahmenbedingungen für Müll bis Sondermüll – habe ich, später andere, alle solche Flächen beprobt und untersuchen lassen. Bald stellte sich heraus, dass die übermäßige Belastung von Hafenschlick mit Schwermetallen (mit wachsender Untersuchungserfahrung der Labore kamen Organische Schadstoffe hinzu) eine weitere landwirtschaftliche Nutzung solcher, aus nassen Marschwiesen durch Aufhöhung als Ackerflächen gewonnenen, großflächigen Areale nicht mehr zuliess. Sofort wurde Nahrungsmittelerzeugung für den Menschen eingestellt, spätere Erkenntnisse brachten auch die Futtermittelproduktion auf diesen Flächen an ihr Ende. – Damals, lang ist`s her, schlug ich vor, angesichts der Einzwängung des Tidegewässers Elbe solche Flächen dem Fluss zurückzugeben. Angesichts unserer mit der TU Hamburg-Harburg und Wirtschaftsunternehmen entwickelten Methoden zur Sand-und-Schlick-Trennung könnten die Schadstoffbodenanteile Richtung Deponie gehen, während die sauberen unterliegenden Aufhöhungssande baulich genutzt werden könnten. – Von Zweifel bis Hohn gingen die Reaktionen aus unterschiedlichsten Blickpunkten und Beweggründen – war wohl noch zeitlich zu dicht an der kaum bewerkstelligten Realisierung der sturmflutsicheren Hauptdeiche, die kurzstreckig dicht an die Elbe gelegt worden waren.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass meine Ideen, die verlacht wurden, immer die Allerbesten waren. Genug davon sind inzwischen umgesetzt worden – so gerade diese Baustelle: aus dem ehemaligen Hafenschlick-Acker wird wieder für die Tide offener Raum für die Elbe mit Flora und Fauna. Bei allen damit verbundenen Kosten muss allerdings auch erwähnt werden, dass dies angesichts der für die Elbe verlorenen Flächen erst einem Tropfen entspricht. Angesichts des verschärften Tidegeschehens durch gut hundert Jahre Wasserstraßenausbau und der bereits absehbaren Klimaänderungsfolgen muss und wird weit mehr geschehen (müssen).

Quer über die Marsch der Elbinsel Wilhelmsburg fahre ich, vorbei an bunten Salat- und Gemüsefeldern Kreetsand entgegen.

Wie üblich – sehr wichtig bei solch gutem Exkursionswetter – parke ich im Baumschatten am alten Einlagedeich, gleich querab der Deichbude.

Der Blick über den Deich zeigt, dass ich gerade Tideniedrigwasser erwischt habe, Tiefpunkt der Ebbe.

Blick nach Norden, Richtung Baustelle in breit – Deich, neuer Flutraum, Tide-Auwaldreste, Norderelbe.

Da, zur Baustelle wandere ich hin.

Gerade ist wenig der Massen Großgerät zu sehen, aber es herrscht emsiges Treiben.

Manch einer meint angesichts der riesigen Sandberge, dort auf der Baustelle bewege sich nichts. Dieser statische Eindruck des Kurzbesuchers trügt. Ich bin überrascht, wie viel seit meinem vorigen Besuch Anfang Juni schon wieder geschehen ist.

Zur Zeit ist auf Google Earth übrigens noch der beginnende Bauzustand zu sehen – das bereits abgetragene, ehemals landwirtschaftlich genutzte Altspülfeld mit „Mutterboden“ aus Hafenschlick und das intensive Wirken in den verbliebenen Sandflächen in unterschiedlichem Abbauzustand.

Die Verbindung zur Elbe hin war schon vor geraumer Zeit geöffnet worden.

Nun ist bereits ein Großteil der Fläche, im Juni noch durch einen Damm getrennt, dem Tidegeschehen freigegeben worden.

Beeindruckt gehe ich zurück. Am Deich sortieren sich die Schafe.

Fast alle haben die Deichkrone angesichts des intensiven Sonnenscheins als Platz ausgesucht. Bevor sie am besonnten Hang gebacken werden, geniessen sie lieber das heute eher schwache Lüftchen, das ganz oben über sie zieht.

Nochmals über den Deich geguckt: die Flut hat eingesetzt. – Oha! Man sieht das menschenverursacht verschärfte Strömungsgeschehen. Das Wasser schiesst nur so in den neuen Flutraum hinein.

Erstaunlich, wie schnell das Wasser minütlich steigt – hier am vorn gezeigten Deichsiel.

Junge, Junge … steigt das Wasser …

Die Deichbude muss natürlich auch innen besucht werden. Verschiebbare Transparente verdeutlichen die Landschaft.

Und hier im Original – sommerlich verkrauteter Marschgraben am Einlagedeich („Wettern“, wie die örtliche Bezeichnung auf dem Transparent eben zeigt).

Schön im Schatten am (in heutiger Sicht erstaunlich niedrigen) alten Einlagedeich wartet mein Auto. Daneben sind die traditionellen Anbauflächen zu erkennen.

Auf geht`s Richtung Wanderfischvortrag – vorbei an einem zur Vogel-, Fledermaus- und Insektenherberge umgewandelten Trafohäuschen.

Der Blutweiderich leuchtet in der Sonne.

Alte Bäume, in der Marsch allzu selten, stehen auf der anderen Seite.

Am Vortragsort bleibt mir noch ein wenig Zeit.

Wolken-Meditation, hinter mir Gesang.

Wolken-Tiere fliegen vorbei. – Zeit, was für ein Luxus!

Nach (Ansehen der früheren) Arbeit kommt nun das Vergnügen. Hoffentlich sehen das die ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses auch so.

Wie üblich zum Thema Wanderfische der Elbe konzentriere ich mich auf die Meerforelle als Indikator des Gewässerzustands im gesamten Einzugsgebiet. Die baulichen Veränderungen der Elbe im Nahbereich Hamburgs, vorige Elbvertiefung und Aufhöhung wichtiger Teilflächen des früheren Flachwassergebiets Mühlenberger Loch sowie daraus (und anderem) resultierende wesentlich erhöhte Baggermengen und der Umgang damit werden vorgestellt. Sie sind die Ursache, dass die Ökologie dieses Stroms seit der Jahrtausendwende nach überraschend hoher Gesundungsanzeige (in den 1990ern) durch konsequente Abwasserreinigung und  Folgen der Wiedervereinigung einen erneuten Einbruch anzeigt. Wenige Handlungen Ende der 1990er reichten aus, ein Gutteil der mit Milliardenaufwand bei Abwasserreinigung erreichten Verbesserungen schlagartig zunichte zu machen.

Ein kurzfristiger Hinweis liess mich abendlich das Rad besteigen.

Durch städtische Strukturen ging es Richtung ländlichem Raum zwischen Geest und Marsch.

Die Geestkante runter – zu schnell auf rumpeligem Untergrund, Foto verwackelt.

Vorsicht in der Kurve, Eicheln haben schon so manchen zu schnell Radelnden zu Fall gebracht.

Fast „unten“ angekommen. Rechtzeitig, die Sonne steht noch über dem Horizont.

Hinter dem Deich fährt auf der Elbe ein Containerfrachter seewärts.

Ein Bisschen müssen wir noch warten.

Eine Wasserfläche – wir sind auch auf Wasserfledermäuse gespannt.

Dazugelernt – in solch größeren, dick isolierten Behausungen bestehen durchaus Winterquartiere der Fledermäuse.

Dämmerung über der Marsch – jetzt müssen sie jeden Moment kommen.

Horizont im Detail.

Na gut, mit der untergehenden Sonne auf den Geesthang geguckt, ist es noch ganz schön hell.

Es wird dunkler, die Spannung steigt. Wann werden die Bat-Detektektoren anschlagen?

Am Rand der Wasserfläche lauern eine Vielzahl weiterer Räuber auf potentielle Fledermausnahrung.

Es geht los. Als erste zeigen sich Abendsegler.

Was für eine Leinwand – was für ein optimaler Hintergrund zur Fledermausbeobachtung.

Schnell habe ich den Abendseglerflug im Gefühl. Zwar unscharf, aber immerhin – ich „treffe“ die Dinger.

Zu guter Letzt haben uns auch die Wasserfledermäuse beglückt – zwar nur 2, aber besser als nichts.

Insgesamt haben wir in dieser im wahrsten Sinn guten Stunde den Abendsegler, die Breitflügel-, die Rauhaut-, die Zwerg- und die Wasserfledermaus beobachten können. Hören konnten wir alle mit ihren unterschiedlichen Lauten sowie das schmatzende Knacken nach Beutefang über die Bat-Detektoren. Fünf Arten, mehr konnten wir nicht verlangen.

Der seit Kurzem abnehmende Mond zeigt mir den Rückweg.

Was für ein Erlebnis – ganz herzlichen Dank an den kundigen Fledermausologen!