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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Bis vor Kurzem wartete die städtische Mühlenau, Pinneberg, noch auf Kies (vgl. Situation im Bericht vom 1. Dezember) – nun ist neuer da.

Ins Ufer geschüttet, teils auf der Böschung, liegt an einer zunehmenden Zahl von Stellen wieder Material zur Mühlenau-Lebensraumverbesserung.

Eine weitere Beispielstelle.

So ein Kieshaufen stellt jedes Mal ein „Denk-Mal“ dar – Passanten denken darüber nach, was das zu bedeuten hat.

Kindern ist das schnell klar – der Kies muss ins Wasser!

Kreise und Wellen lassen anschliessend den spritzenden Spass noch eine Weile erahnen – bevor es wieder platscht.

So sehen inzwischen die mit neuer Lieferung im Juni aufgestockten Lenkbuhnen-Depots aus.

Wie sich das gehört, wird der Hochwasserabfluss nicht beeinträchtigt (die „Bremse“ hier bildet die Brücke Mühlenstrasse). Der Gewässergrund ist inzwischen vielfältiger, der benachbarte Bereich am Ufer liegt Erosions-geschützter als vorher – „win win“ sagt man heutzutage dazu.

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Wir waren überrascht, als wir bei unserer kleinen „Kies-Bereisung“ an der ersten Stelle ankamen.

Unser oberstes Kiesbett hat leider noch keinen zweiten Lkw zum seitlichen Einengen und damit Entstehen von Strömungsturbulenz erhalten. Träge fliesst die Mühlenau drüber hin.

Aber der helle Fleck oben links zeigt, dass da jemand Landschaftsgestaltung begonnen hat. Rechts davon wurde ein Kuhle gegraben, die Strömung hat den hellen Kieshügel aufgeworfen. Darin liegen nun (Meer-/Bach- ??)Forelleneier. Kuhle und Hügel sind klar erkennbar im durch Draufklicken vergrößerten Foto.

Zweite Station – im Anstrom dieser Schussrinne aus Kies hat sich etwas getan.

Eindeutig, ein Meerforellen-Laichplatz.

Auch im Anstrom der Lenkbuhne etwas bachauf – ein weiterer Meerforellen-Laichhügel.

Hier in Draufsicht.

Und hier neben Röhricht – hervorragende Fotobedingungen …

Irgendwie haben wir den Eindruck: die Arbeit hat sich gelohnt.

Oft nicht gewusst, nicht gesehen, unterschätzt: Fische gestalten ihre eigene Unterwasserlandschaft.

Blick zurück über die Strecke.

Mehr brauchen wir nicht zu sehen – zufrieden steuern wir andere Ziele an.

Dazu, städtische Mühlenau Pinneberg, folgt Neues im nächsten Beitrag.

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Das „Hurra“ mag manchen etwas pervers erscheinen. Aber angesichts des Wasser-Defizits seit April tut es gut, einen Blick in die Nachbarschaft zu werfen. Regenzeug muss dazu spätestens jetzt aus dem Schrank geholt werden.

So also sieht es auf der Geesthöhe bei Wedel aus, ein „Enten-Pfuhl“ / eine Pferdetränke ist für uns ein guter Anzeiger.

Ende November 2018 – seit April ist dieser in feuchten Jahren nicht austrocknende Tümpel völlig leer. Kein Wassergeflügel zeigt sich, die Pferde erhalten ihr Wasser anderswo.

Nach dem Nikolaustag war dann erstmals wieder ein Teil des Bodens mit Wasser bedeckt.

Und heute endlich, nach ergiebigerem Regen über Nacht, entwickelt sich der Tümpel auch im Volumen.

Was sich hier abzeichnet, ist so deutlich an den Gewässerpegeln von Bächen noch nicht abzulesen (Beispiel Mühlenau, Pegel Rellingen). Mittlerer Abfluss ist noch lange nicht erreicht.

Was wohl laichwillige Forellen dazu sagen? Die brauchen doch mindestens einen Zentimeter Wasser „unterm Kiel“, besser noch, auch einen überm Rücken. – Dazu mehr im nächsten Beitrag.

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Blick aus dem Fenster – das Bisschen Regen ist in den Gewässern nicht angekommen.

Entsprechend sauer ist der Sauerbek / Sauernbeek – er bleibt weiter trocken.

Die Mühlenau, Blick Mühlenstraße Richtung Mündung in die Pinnau, fliesst immerhin noch.

Deutlich zu sehen ist, wie schmal das Niedrigwasserbett sein müsste, damit lebendige Strömung aufkäme.

Eine der unteren unserer Einengungen aus 2017, aufgestockt Juni 2018. Alle liegen prima – können zur Bachbelebung weiter entwickelt werden.

Blick bachauf – lange Strecken warten noch auf erste Bekiesung.

DEN Hundebesitzer wollen wir auch gern kennenlernen … Uferzerstörung auf Kosten des Allgemeinwohls.

Blick bachab von einer Kies-Einengung querab B-Plan Mühlenauquartier – auch hier erheblicher Bedarf an „Erst-Kies“.

Demnächst soll es weitergehen. Hoffentlich macht uns das Wetter für „letzten Kies 2018“ keinen Strich durch die Rechnung. „Kies 2019“ steht jedenfalls bereit.

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Noch ist der Regen nicht in der Mühlenau angekommen. Sie sieht nach wie vor so aus wie auf den folgenden Fotos.

Die Nacht war kalt, das fast unbewegte Wasser nicht restaurierter Strecken überfroren.

Mühlenau-Eis, Detail.

Da „oben“ unter dem Eis sieht es fast so aus, als hätten erste Fische eingebrachten Kies beim Laichen bewegt, „aufgeschüttet“.

Ein kleiner Waldbach, trocken.

Wo restauriert wurde, fliesst das Bisschen Wasser munter, literweise.

Ein Bisschen Wasser, Bönningstedt.

Die neue Struktur der Bachsohle, von der Mühlenau selbst geformt.

Noch liegen die prima Laichbetten mit ihrer Oberfläche an dieser Stelle frei.

Turbulenz auf neuer Rausche. Von der anderen Uferseite betrachtet, Strömung von links.

Rausche im Übergang zum Kolk.

Ein Zug der AKN, wichtiger Teil hier im Öffentlichen Nahverkehr, zieht vorbei.

Bachab in Rellingen. Das hier viel tiefer liegende, riesig breite Bett weist kaum mehr Wasser als weiter bachauf auf. Es scheint zu stehen.

Nur unmittelbar an den Kies-Depots mit Unterwasserlenknasen ist ein Bisschen Strömung zu erkennen.

Es bleibt viel zu tun, nicht zuletzt bei einer Neuregelung des städtischen und ländlichen Wasserhaushalts.

Im nächsten Beitrag zeigt sich die Mühlenau bachab, städtisch in Pinneberg. Bei Niedrigstabfluss wartet sie geradezu auf die demnächst anstehende Fortsetzung der Bekiesungen.

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„Dry to the bones“, so nennen Forellen- und Lachs-Angler z.B. in Wales, England und Schottland  den Zustand ihrer meist unmittelbar Regen-abhängigen Gewässer in niederschlagsarmen Perioden. Die Steine und Felsspitzen gucken raus. Kaum noch Wasser fliesst.

Bei uns, wo uns über Jahrzehnte der Begriff „Wasserüberschussgebiet“ eingebläut wurde, werden Bäche und Flüsse meist durch im Grundwasser gespeicherten Regen das ganze Jahr über beschickt – zwar mit Hoch- über Mittel- bis Niedrigwasser. Aber „dry to the bones“?

2018 konnten wir es nun erleben. Seit April zeigen die Pegel durchgängig extremes Niedrigwasser an.

Am vielleicht letzten „schönen“ Tag war ich gestern an der Mühlenau, Pinnau-, Elbe-Einzugsgebiet, unterwegs. Es steht an, dass Grundwasserentnahmen stärker überprüft werden. Anderswo haben Landkreise bereits im Sommer begonnen, illegale Direktentnahmen systematisch ausfindig zu machen und abzustellen.

„Dry to the bones“, Bönningstedt.

„Dry to the bones“, Ellerbek. Sieht fast so aus, als hätten uns „die alten“ Wasserbauer hier „LandArt“ hinterlassen wollen …

Dieser schöne Tag war bei pfeifendem Ostwind bei angesagten knapp über Null Grad wind-chillig und, ebenfalls angesagt, als  Minus 8 Grad empfindbar.

Wäre da nicht die Sonne gewesen …

Na ja, jetzt regnet es ja endlich. Hoffentlich finden die Wanderfische auf dem Weg zu ihren Laichplätzen genug Wasser unter dem Kiel.

Zu den Niedrigwassereindrücken folgen demnächst ein paar Strömungsbilder, Längs- und Querprofileindrücke.

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Der Ostwind pfeift weiter kalt durchs Land – wind chill. Da freuen sich Viecher, die auf Busch- und Baum-umsäumten Weiden stehen.

So das Schaf, hier unter einer alten, zerzausten Esche.

Wo`s groß- und freiflächiger zugeht, steht das Vieh gern hinter Röhricht – oder liegt flach, wiederkäuend.

Beim Radeln trifft man gelegentlich auch Nonnengänse direkt im Weg.

Die nehmen Unsereinen nicht als Gefahr, landen gleich wieder nebendran.

Anders ist das woanders. Zwar knallen die Bauern noch nicht mit Allerlei, aber …

Sie fahren gern mal mit ihrem Wagen in eine dicht mit äsenden Gänsen bestückte Wiese. – Aufstieben …

Die Luft ist mit Gänse-Biomasse gefüllt.

So gelangt das gefressene Gras als Dünger natürlich woanders hin.

Mir scheint, die Nonnengänse panikken inzwischen.

Orientierend, fast wie ein Wanderzug …

… oder eher wie ein Mückenschwarm …

… landen sie erst weitab. Es bildet sich die dieses Jahr noch nicht gesehene dichte Packung. Das wird wohl zunehmend mit aktivem Vertreiben so sein.

Die alte Kopfweide erlebt das seit vielen Jahren. Nach diesem Trocken- und Sonnenjahr sieht sie selbst an ihrem Feuchtstandort ramponiert aus, verliert Rinde. Mal sehen, wie lange diese alten Individuen uns erhalten bleiben.

Ergänzung mit neu gesteckten Schnittstämmen ist angesagt.

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