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Archive for the ‘Vögel’ Category

Der Ostwind pfeift weiter kalt durchs Land – wind chill. Da freuen sich Viecher, die auf Busch- und Baum-umsäumten Weiden stehen.

So das Schaf, hier unter einer alten, zerzausten Esche.

Wo`s groß- und freiflächiger zugeht, steht das Vieh gern hinter Röhricht – oder liegt flach, wiederkäuend.

Beim Radeln trifft man gelegentlich auch Nonnengänse direkt im Weg.

Die nehmen Unsereinen nicht als Gefahr, landen gleich wieder nebendran.

Anders ist das woanders. Zwar knallen die Bauern noch nicht mit Allerlei, aber …

Sie fahren gern mal mit ihrem Wagen in eine dicht mit äsenden Gänsen bestückte Wiese. – Aufstieben …

Die Luft ist mit Gänse-Biomasse gefüllt.

So gelangt das gefressene Gras als Dünger natürlich woanders hin.

Mir scheint, die Nonnengänse panikken inzwischen.

Orientierend, fast wie ein Wanderzug …

… oder eher wie ein Mückenschwarm …

… landen sie erst weitab. Es bildet sich die dieses Jahr noch nicht gesehene dichte Packung. Das wird wohl zunehmend mit aktivem Vertreiben so sein.

Die alte Kopfweide erlebt das seit vielen Jahren. Nach diesem Trocken- und Sonnenjahr sieht sie selbst an ihrem Feuchtstandort ramponiert aus, verliert Rinde. Mal sehen, wie lange diese alten Individuen uns erhalten bleiben.

Ergänzung mit neu gesteckten Schnittstämmen ist angesagt.

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Die Flatterulme ist Baum des Jahres 2019.

Mit Bach-Bezug finden sich Beiträge zum Thema der Baum, die Bäume, der Auwald als notwendige Ausstattung lebendiger Fliessgewässer regelhaft hier im Blog. Die Flatterulme gehört dazu.

So wurde sie von uns bereits 2007 gewürdigt im Zusammenhang mit Forelle und Schwarzstorch: „Forelle, Fogel, Flatterulme – die drei magischen F erfolgreichen Gewässerrestaurierens “ .

Die nach wie vor ausstehende Anpassung an den Klimawandel, mindestens alleeartig gewässerbegleitende Auwaldbäume, besser noch Auwaldentwicklung, wo immer möglich, bieten allüberall Verbesserungsmöglichkeiten. – Am Besten im Zusammenhang mit der Umstellung der zur Zeit für den Steuerzahler völlig inakzeptablen Agrar-Subventionierung.

So kann es – in eigenem Erleben – starten, wenn man die natürliche Pflanzenentwicklung ermöglicht.

Und so kann sich – nach 35 Jahren – die lichte Gewässersituation naturnah darstellen.

Was aussteht? Mehr Mut zum Handeln, mehr Akzeptanz der Natur.

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Morgendliches Kreuz des Südens mit Tauben.

Nach dem Vergnügen mit unterschiedlich altem Getier und der Indianer-Historie im LWL-Naturkundemuseum (s. vorige Beiträge) stand nun also Arbeit an. Es folgte ein ausgezeichnetes Gewässerschutz-Seminar, das jeweils vor Ort sicherlich erhebliche Verbesserung der Lebensräume bewirken wird.

Das alles bei trefflichem Wetter …

… bis in die Abendstunden.

So ein abendlicher See (Aasee, Münster) hat ja was.

Im Gegensatz zur Anreise bei strömendem Regen konnte nun auch der Dom in Trocken und nächtlich beleuchtet betrachtet werden.

Dann zeigte sich, welche Jahreszeit wir haben und in welche Richtung es weiter geht.

Morgennebel.

Radlerstadt Münster im Nebel.

Wir passieren den Kinderbach, kurz vor unserem Ziel.

Erreicht, die Fachhochschule Münster, wo wir gute Arbeitsbedingungen vorfanden.

So hörten die Mitglieder der DWA-Arbeitsgruppe „Buhnen“ externe Experten an, welche Überlegungen zu Lebensraumverbesserungen in Gewässern führen können und werkelten an verschiedenen Kapiteln eines für ein Merkblatt zu entwickelnden Entwurfs für die öffentliche Fach-Diskussion („Gelbdruck“).

Fahrräder allerorten.

Tags drauf – wir haben doch Minustemperaturen erreicht.

Bunte Reiflandschaft, auf zum letzten Arbeitstag in Münster.

Licht und Schatten.

Die Arbeitszeit verging wie im Fluge, es blieb noch Zeit bis zum Zuge.

Ein Rundgang in Bahnhofsnähe, die historische St. Ludgeri-Kirche – imposant.

Der extra für mich im Sonnenlicht ausgerollte Teppich sieht so gelackt aus?

Ah, es handelt sich um das Museum für Lackkunst – mal vormerken für einen späteren Münster-Besuch.

Auf dem Bahnsteig – das Leben ist lebensgefährlich.

Da sitzt – ist es ein Ockergelber Blattspanner, oder was? – ein sich sonnendes Insekt auf gut belaufenem Bahnsteig. Ich überlasse ihn seinem Schicksal – „Rettungs“möglichkeit sehe ich keine – vielleicht hat er weiter Glück.

Mein IC wird an zweiter Stelle – ohne Verspätung – angezeigt.

In schneller Fahrt passieren wir dann bald den Mittellandkanal.

Wir lassen Bremen noch vor Einbruch der Dunkelheit hinter uns.

Lichter Hamburgs huschen am frühen Abend vorüber.

Gut bin ich in Wedel angekommen. Jetzt ist erstmal Reisepause, Lokales und Regionales bestimmt meine Tage – der Kalender 2019 entwickelt sich.

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Im LWL-Naturkundemuseum, Münster, habe ich die Sonderausstellung Gehirn schnell begangen und mich auf anderes konzentriert. Zunächst ging es zu den Prairie- und Plainsindianern, eine Dauerausstellung, die wohl im Januar 2019 enden wird. Hier wird gut komprimiert die Geschichte der Besiedlung Amerikas dargestellt mit der Entwicklung der indianischen Völker, ihr Wandel und ihre Tradition. Die folgenreiche „Entdeckung“ Amerikas durch Europa dauert bis heute an. Mögen die jüngsten Wahlen zum Repräsentantenhaus ein Zeichen sein, dass sich die Bevölkerung in ihrer bunten Zusammensetzung ihrer Bedeutung und Macht bewusst wird – leider befördert das Mehrheitswahlrecht bislang Weiss-Schwarz-Konfrontation statt Buntes. Zum Glück bestätigen wie generell Ausnahmen die Regel.

Beispiel für historische Bekleidung als Symbol für die Ausstellung.

Der Bison und seine Bedeutung gestern und heute.

Bison-Gruppe.

Vergleichbares über den Wisent findet sich gerade im Tagesspiegel. Ich drücke der Wisent-Welt-Wittgenstein die Daumen!

Handwerkliches – Löffel aus Bison-Horn.

Genau so informativ stellt sich die Dauerausstellung „Vom Kommen und Gehen – Westfälische Artenvielfalt im Wandel“ dar. Der zweite Teil der Überschrift ist sicherlich der Örtlichkeit geschuldet, die ausgesprochen interessant vermittelten Inhalte stehen aber für unsere hiesige gesamte (Nach-)Eiszeitwelt.

Die lange Reihe Tierarten, in beide Richtungen spannend anzusehen.

Vom Kommen und Gehen, Ausschnitt.

Vom Kommen und Gehen, Ausschnitt.

Das sieht in meiner Foto-Auswahl jetzt sehr nach „Ausgestopftem“ aus. Meine Auswahl täuscht. Eine Vielzahl unterschiedlich vermittelter Informationen ist es wert, länger zu verweilen. Auch zum Thema Gewässer gibt es fachlich und didaktisch sehr schön aufgebaute Dioramen. Nicht zuletzt ein kurzer Film von AugenBlick Naturfilm mit der Äsche als Beispiel notwendigen und erfolgreichen Fliessgewässerschutzes zog mich in seinen Bann.

Geweckt: das Kind im Manne.

Alles, was die unterschiedlichen Ausstellungen beschreiben, entwickelte sich vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen unseres Planeten. Die bunte Sandkiste bietet die Möglichkeit, selbst zu schaufeln. Nebendran werkelte ein Schaufel-Team, das wohl gar nicht verstanden hatte, was da eigentlich geboten wird. Man sprach immer von „Guck mal, jetzt habe ich viel mehr Blau …“ – Dass da wahre Gebirge und Ozeane vor uns liegen, nicht erkannt? – Ich habe mir vorgenommen, das Gebirge mit einem Kratersee auszustatten.

Seh`n Sie!

Tja, und dann waren da noch …

Die Saurier – Begeisterung bei Kleinen und Großen! Freudige Begrüssung durch einen auf dem Weg zum Vogel befindlichen Saurier.

Auch die älteren Saurier sehen so aus, als hiessen sie uns willkommen (??).

Selbstverständlich steht da auch allerhand Knochiges – hier ein Iguanodon.

Dino-Knochenvielfalt.

Um mit der Zeit zu gehen, habe ich noch an einem PC-Frage-Antwort-Spiel teilgenommen (Dino-Quiz – Nächste Frage – „Yeah, das war richtig.“). Begeistert verlasse ich das Museum.

So ist der Nachmittag vergangen. Am Abend werden Kollegin und Kollegen erwartet. Wir bereiten uns auf`s Arbeiten vor.

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Bei kurzer Zwischen-Episode in Wedel, SH, tutet es im Nebel.

Mal runter in die Marsch radeln – Nonnengänse weiden ruhig zwischen Weidevieh.

Ganz schön neblig hinterm Elbedeich.

Zwar tutet es weiter gelegentlich, aber über der Elbe hat sich der Nebel bereits etwas gelichtet.

Nachmittags, Nonnengänse ziehen über unser Haus.

In der Marsch erinnert mich ein Hase an „die Hase“. Da muss ich hin.

Tags drauf in der S-Bahn Richtung Hamburg-Altona. So bunt und dicht belaubt sehe ich den Feldahorn diesen Herbst sicher kaum wieder.

Irgendwo bei Bremen (?) habe ich den Sonnenuntergang verpasst.

Die Hase, die nach NW Richtung Ems fliesst, hatte mich nach Osnabrück gezogen.

Ein vielfältiges Programm der Tagung Lebendige Bäche und Flüsse erwartete ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tags drauf im Kreishaus des Landkreises Osnabrück, innerhalb der Stadtgrenzen Osnabrück.

Wer begrüßt denn da die Besucher des Kreishauses?

Ah ja, so`n Dicker mit gelben Zähnen.

Holzspezialist anscheinend, nicht verwechseln mit dem Nutria.

Daher nochmal vollständig präsentiert, mit „Kelle“, dem Biberschwanz.

Die Tagung war hervorragend organisiert vom Verein zur Revitalisierung der Haseauen e.V. – interessante Diskussionen nach den Vorträgen und in den Pausen.

Bei all dem Sitzen drinnen ist „ein Bisschen Aussen“ ganz schön – Kunst am Kreishaus.

Und sowas wie Natur bzw. Folge von Gesundheitstechnik: auf dem Schild steht „Dornenstein aus dem Gradierwerk Bad Rothenfelde“.

Schnell ist der Tag verflogen. Etwas früher trete ich die Rückreise an.

Das ist aber auch ein verrückter November – es folgt noch eine Vortrags- und Arbeitsreise nach Münster. Später einmal mehr davon.

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Im Juni (Beitrag vom 24.06.2018) hatte ich bereits einen Sommereindruck von einer Radtour auf ehemaliger Bahntrasse vermittelt. Kaltes Frühjahr prägte meinen Ersteindruck 2012. Nun folgt der Herbst-Aspekt 2018.

Morgendlicher Blick von der Höhe hinunter auf Korbach – der Tag beginnt vielversprechend.

Früh morgens steige ich ein – wie aus dem Internet gelernt, am „Radknoten Korbach“, Start zum „Am Edersee Bahn Radweg“.

Eine Busladung Inline-Skater packt gerade die Utensilien aus.

Die Sonne lacht, aufgrund noch flachen Sonnenstandes ist der Radweg oft noch beschattet, Vorsicht, feucht, teils mit Blättern.

Licht am Ende des ersten Tunnels.

Die Industrie-Agrarsteppe Meineringhausen – Strothe.

Ein Vogelschwarm stiebt auf, von der Richtung her noch unentschlossen.

Beim Radeln hatte ich den Schwarm ganz klar als „Staren-“ angesprochen. Beim Betrachten der weissen Unterflügel auf dem Foto kamen mir dann Zweifel. Letztlich scheint es sich aber um eine erhebliche Reflektion des flach stehenden Morgenlichts zu handeln – also wohl tatsächlich Stare (mir fällt nichts Besseres ein, andere Tipps nehme ich gern entgegen).

Etwas weiter ein im Baumwipfel sitzenbleibender Schwarm.

In der Industrie-Agrarsteppe hinter Meineringhausen stehen am kleinen Bach man gerade ein paar alte Weiden. Fast muss man sich wundern. Standorttypischer Erlenaufwuchs jedenfalls wird nicht geduldet.

Der bereits in früheren Beiträgen gezeigte Rest-(oder Vorführ-?)Baum in der Agrarsteppe Strothe-Höringhausen.

Das unmittelbare Umfeld des Radwegs ist gegenüber der „freien Landschaft“ abwechslungsreich mit Bäumen, Sträuchern, Stauden gesäumt – hier ein fast waldiger Abschnitt hinter Höringhausen.

Viadukt-Querung, eine der vielen Gestaltungsformen, die es zu queren, ggf. zu bewundern gilt.

Hinter mir höre ich in bisheriger Stille zunächst fremdartig wirkende Geräusche. – Ah, die Inline-Skater nahen …

An mehreren Stellen wird – gut erkennbar – der Radweg unterbrochen. Hier heisst es aufpassen, besonders zu „rush hour“-Zeiten!

Die Geräusche hinter mir kamen zunehmend näher. Es handelte sich um den Ehrgeizigsten, allein. Während ich mich in das Zwischen-Ende des Radwegs, Vorfahrtstraße beobachtend, einfädele, versucht der Skater, mich im Engpass zu überholen. – Darauf muss man erstmal kommen. Nachdem das misslingt (kein Platz, ich bin schon drin!), erneuter Beschleunigungsversuch auf der Straße.

Hallo, blinder Vogel! Gegenüber steht die gleiche Sicherheitssperre!

Er will offenbar daran zerschellen, kann nicht einfädeln, rattert fast nebendran in den Graben … – Ich nehme mir vor, nach einem Betreuer / Verantwortlichen zu fragen, wenn der Pulk der Skater eintrifft.

Ich pausiere hinter Höringhausen auf einer freien Höhe. Einzig eine linienartige Baumstruktur belebt die Industrie-Agrarsteppe.

Hier treffen / passieren mich dann weitere Skater. Der Betreuer der Gruppe ist freundlich ansprechbar und bestätigt, dass sich – wie generell im täglichen Leben – die Menschen unterscheiden. Manch einer ist halt weniger auf Hinweise erpicht – wir sind einig, dass der Vor-Skater bei gleichartig weiterem Verhalten in 2 Jahren nach Führerscheinbezug möglicherweise „von einem Baum, der in seinen Fahrweg tritt“ aufgehalten werden wird. Detailliertere Tagesschilderungen des Betreuers erspare ich mir an dieser Stelle. –  Schlimme Sache, das.

Freundlich grüßend, teils Infos austauschend, ziehen die anderen Skater nach und nach vorbei.

Licht und Schatten – ich nähere mich dem Viadukt Selbach.

Dahinter: Rast- und Info-Platz Selbach.

Vorbei geht`s am ehemaligen Bahnhof Netze. Hier habe ich bei früheren Touren gewendet. Heute gebe ich mir noch ein Bisschen mehr Zeit – die weitere Strecke erkunden.

Talwärts Richtung Buhlen.

At the crossroads – Waldeck / Schloss Waldeck nahe bei, in den vorigen Beiträgen „von der anderen Seite“ zu finden.

Die Info-Karte zeigt eine regionale Besonderheit: „In der Bach“, wir befinden uns in einem sprachlichen Grenzgebiet.

Astern und Brombeeren leuchten in der Morgensonne.

Baumwachstum, Flechten, eine sich sonnende Fliege.

Wie schön, dass ich familiär ein E-Bike ausleihen kann. Aus schwachem Lüftchen gegenan werde ich auf der Rückfahrt später feststellen, dass mir vor Korbach steifer, fast eisiger Wind entgegensteht.

Ich kehre um – es geht bergan, vorbei an bunter Busch-Baum-Vegetation mit Herbstlaub und Früchten.

Von der Höhe Netze erblicke ich am Horizont Waldeck und Schloss Waldeck (dahinter, im Tale, liegt der Edersee).

Agrarlandschaft Netze – einzig die Straßenbaumallee verbindet grüne Lebensräume.

Nachdem ich Korbach-nah solch eine Beton-Großstruktur in der Landschaft (dort, stadtnah) für ein technisches Regenrückhaltebecken gehalten hatte, weiss ich es nun besser: Da steht eine riesige Gülleaufbewahrungskapazität (angeheiratete Agrarverwandschaft sagt: die stinkt!). – Ich hätte erwartet, dass solch Neubau mit Abdeckung, ggf. Luftfilter nicht zuletzt zum Rückhalt der Nährstoffe, errichtet würde.

Relikte der Bahn-Historie. Ich steige aus dem Radweg aus.

Hier, im ehemaligen Bahnhof Netze, jetzt „Pfannkuchenhaus“, lässt es sich trefflich rasten, essen und trinken.

So sieht z.B. eine der vielen Pfannkuchen-Kreationen aus. Neben solch eher süssen Varianten gibt es eine riesige Bandbreite bis hin zu spannend scharfen. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Und so sieht der Pfannkuchen dann bei „Halbzeit“ aus – präpariert von einem LowCarb-Esser.

Sinniges – Waldeck und Schloss Waldeck, im Vordergrund ein zum gezeigten Gülle-Reservoir passendes Klein-Transportgerät.

Essen und Trinken waren lecker – es geht, noch ohne (Gegen-)Wind Richtung Korbach.

Zur Sicherheit sind an Steilpartien, vor allem bei Brückenpassagen, seitlich Einfädel- / Schutzbauten angebracht. Bei guter Aussicht seitwärts würde sonst manche(r) leicht den Hang erwischen …

Höringhausen – Strothe.

Bunte Farben, „saubere“ Landschaft.

Am Radweg: unter anderem Schlehen.

Rastplatz Melm – den Doppelbaum hat sich noch niemand abzusägen getraut, scheint mir.

Der Tunnel vor Korbach – früher radelte man „ganz oben“ quer, eine lange Steigung vorher überwindend. Der Radweg ist wirklich schöner!

Die Zielgerade ist nah.

Wo Schlehen nicht so Wind und Wetter ausgesetzt sind, stehen die Büsche noch voll Beeren. Wacholderdrosselschwärme und viele Vogelarten mehr warten auf beginnende Süße nach Frösten auch hier.

Blau-Rot-Gelb kurz vor dem Ende der Tour – Bunt bleibt mir die Strecke in Erinnerung.

Insekten- und Vogelarmut? Der Eindruck meiner Radtour zeigt, was fehlt. Vielfältige, blüten- und früchtereiche Vegetation in der Fläche. Die Zeit ist überreif, falsche Agrar-Subvention endlich mit notwendigen Rahmenbedingungen zu versehen, ggf. zu stoppen, „Landraub“ rückgängig zu machen und Feld- und Gewässerrandstreifen wieder einzufordern. Landschaft und Gärten müssen wieder lebensfreundlich werden. Wem Information fehlt – qualifizierte Information gibt es genug.

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Das Auto ist geparkt, ich gehe Richtung Seeuferrand.

Hier ist der See schon lange nicht mehr, die freie Flussaue ist dicht mit Stauden und Gräsern bewachsen.

Wer diese großflächigen Rauschen sieht und hört, kann verstehen, dass die Eder früher der Hauptlaichfluss des Weser-Lachses war.

Weiter abwärts: die Aseler Brücke, Teil des Edersee-Atlantis. Weisse Punkte = Schwanenboot und Höckerschwäne.

Steil bin ich runter gekraxelt, hier muss ich später auch wieder rauf.

Was für ein Fluss, was für eine Herbstlandschaft.

Landschaft im Farbenspiel, mit 2 Höckerschwänen.

Den Höckerschwänen gefallen die Pool-Strecken dieses Jahr besonders gut. Durch die intensive Lichteinstrahlung und die auf weiten Strecken frei gewaschene Flusssohle haben sich dichte Bestände an Wasserpflanzen gebildet. Die dienen nun als willkommene Nahrung in der Herbst-/Winterzeit.

Kamille setzt weiss-gelbe Tupfer ins ansonsten flächige Rot-Gelb-Grün.

Jungpflanzen im unmittelbaren Uferbereich.

Eine Schmetterlingsraupe – muss noch nachschlagen, ob ich sie erkennen / benennen kann.

P.S: Es handelt sich wohl um die Meldeneule – und zwar in zweiter unvollständiger Generation. In diesem Fall gilt wohl „Pech gehabt“, mit Verpuppen zur Überwinterung im Boden ist dann Schluss. Das Ansteigen des Sees wird zum Ertrinken führen. Vielleicht buddelt ein Brassen die Puppe aus und freut sich.

Kaum zu glauben, aber: ich angele tatsächlich! Der Spinner-Drilling scheint mit unzulässigen Ködern ergänzt: Algen für Veganer, rote Zuckmückenlarven für Fleischfresser.

Im Ernst: Algen und rote Zuckmückenlarve (mehrmals hintereinander) habe ich beim Spinnen „gefangen“.

Der eine und andere kleine Hecht greift sich meinen großen Spinner. Etliche folgen ihm bis nahe ans Ufer.

Ein etwa gleich großer wie 2017 kommt nicht an Land – solch Exemplar von 65-70 cm attackiert zweimal … wohl das Stahlvorfach statt den Spinner … – Glück gehabt, Fisch. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder.

Kleine Gruppen Gänsesäger flogen vorbei, später kommen etliche Schwärme mit bis zu über 100 Kranichen über das Edertal.

Da will ich die Natur Richtung Abend nicht länger stören. Den Steilhang habe ich gut erklommen, zum Auto ist es nicht mehr weit.

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