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Archive for the ‘Reisen’ Category

In einem Beitrag vom 15. Mai wies ich auf die Stichworte „Wilde Weiden“ und „Nationalpark Hainich“ hin – Auerochsen und – fast – flächig blühenden Bärlauch gab es in ersten Fotos zu sehen. Nach und nach folgen nun Teil-Aspekte dieser für uns ausserordentlich spannenden Unternehmung – wir haben die Zeit genossen (Positives wie Negatives gleichsam feststellend).

Wir sind über Land gefahren – im Lüneburg-Uelzener Raum beherrschten die Farben Blau, Grün, Gelb und Braun flächig das Bild – gelegentlich unterbrochen von Dreidimensionalem. Intensive Nutzung der Böden kennzeichnet unser Land. E- und Immissionsschutz ist dabei nicht festzustellen.

Schön bunt – zweifellos, und da hört für Nur-Hingucker die Angelegenheit wohl auf. Aber das Fehlen von Schutzstreifen allerorten und das halbjährliche ungeschützte Freiliegen des Bodens bei Mais-Anbau schreit seit Jahrzehnten (die Situation verschlimmert sich immer weiter, man mag es kaum glauben) nach Verbesserung. Einmal ganz davon abgesehen, dass eine Ahndung klarer Rechtsverstöße von zuständigen Verwaltungen oft genug unterbleibt. – Gerade erst hat in einem Hilfeschrei in anderer Sache eine Gerichtsvertreterin auf die Grundlagen unseres Landes hingewiesen – Legislative – Judikative – Exekutive. Wenn die zuständige Verwaltung geltendes Recht (UND Gerichtsurteile) nicht mehr beachtet bzw. „lieber reden“ möchte, dürfen wir uns über früher Unglaubliches wahrhaft nicht wundern.

Horizonte – Mais auf höchsten Punkten, flächenhaft. Der Boden – Wind- und Wassererosion das halbe Jahr schutzlos ausgeliefert.

Gleichartige Horizonte im Detail.

Je weiter wir nach Süden kommen, zeigt uns Löwenzahn als ein Anzeiger, dass die Jahreszeit dort weiter fortgeschritten ist als an unserem „Küsten“-Wohnort.

Wir nähern uns dem Harz, die Farben bleiben.

Der Brocken, frontal in der Ferne – wir umrunden den Harz auf der Ost-Route.

Raps in voller Blüte – angesichts vorangegangener Regentage und der steigenden Tagestemperatur entwickelt sich ein intensiver Geruch, der unsere Fahrt begleitet.

Es sind sogar Insekten da – angesichts des Verlusts von ca. 80 % der Populationsstärken ein lange nicht gesehenes Bild an der Autofront. Uns schien, die Windschutzscheibe war ein wahrer Bienen-Killer – alles voll Nektar …

Angekommen in Jena – hinter dem Hotel grüßt der Hummelsberg mit Mäusekopf.

Ein Zeichen – ah deshalb „begrüßten“ uns so zahlreiche Menschen vor dem Hotel.

Nach der Fahrt mit nur kurzen Pausen gönnen wir unseren Beinen Bewegung. Die Teufelslöcher, Naturdenkmal in Muschelkalk, liegen nicht weit entfernt.

Kleine Quelle aus Muschelkalk am Naturdenkmal Teufelslöcher.

Und noch eine Quelle – abhängig von Nährstoffen und Licht wachsen hier andere Algen als im Ablauf der ersten.

Uns erwarten in den folgenden Tagen lange Wanderungen. So trainieren wir ein wenig am Hang – eindeutig: Einheimische, ob mit oder ohne Hund, kraxeln deutlich schneller. Schon hier sind wir beeindruckt von der ausserordentlichen Fülle an Baum-, Strauch- und Stauden-Arten.

Gegen Abend strahlt die Sonne Regen – wir werden sehen, sind jedenfalls gut ausgerüstet.

Blick Richtung Saale auf Auwaldreste – dort, so nehme ich mir vor, werde ich gleich morgen früh vor dem „Offiziellen“ hingehen.

Nanu, zittrige Finger? – Demnächst folgt mehr zu unseren Aktivitäten. Gute Nacht!

 

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Wir waren südwärts – haben die (Un)wetter (weitgehend) nachts überhört, sind dran vorbei, auf der Rückfahrt-Route um den Ostharz teils auch drin gefahren. Das Auto war gut sauber.

Beeindruckend, eine Auerochsenherde (auch Wildpferde beleben die Fläche) in offener Auenlandschaft. Wichtig aber zu beachten: geringe Viehdichte muss eingehalten werden – sonst ist das Ziel futsch.

Anschliessend Wanderung im Nationalpark Hainich.

Der Bärlauch war dieses Jahr nicht ganz so weit wie bei Planung der Reise erwartet, aber auch so ein Erlebnis.

Das alles – und noch viel mehr – steht demnächst detaillierter hier im Blog.

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Nachdem im Beitrag vom 25. April die Exkursion im Este-Einzugsgebiet beschrieben wurde, folgen hier Eindrücke der Exkursion zum Seevekanal, zur Elbe und zur Unteren Seeve.

Frühmorgens an der TU Hamburg-Harburg. Es ist immer noch April. Arktische Luftmassen halten die Nachttemperaturen im unteren einstelligen Bereich.

Vor TU-Gebäuden blüht unter anderem die Heimische Traubenkirsche, haushoch. Die werden wir als Auwaldpflanze auch an Seevekanal, Elbe und Seeve sehen.

„Seevekanal“ (Kies- und Totholz-Einbau) hat etliche Beiträge im Blog – einfach mal über „Suche“ einsteigen. – Schnelle Kiesbeprobung durch kick-sampling.

Platte Eintagsfliegenlarve, Indikator für die durch Kies- und Holzeinbringen provozierte Gewässerturbulenz. Vielfalt ist so simpel zu erreichen – man muss nur mal statt Dauerreden handeln.

Blick von der Geestkante über die Marsch (Richtung BAB 1). Hier im Windschatten bei Sonne …

Wir sind zur Seevemündung in die Elbe weiter gefahren. Auf dem Deich zieht ein kaltes Lüftchen. Schwarze Wolken zeigen eine heftige Front.

Kleine Strömungsstudie an Elbe-Buhne. Es war gerade Tidehochwasser, (menschengemachte) 3,60 m wird sich der Wasserspiegel bis zum Tideniedrigwasser nun senken.

Winzige Reste des einst mächtigen Süßwasser-Tide-Auwalds lassen frühere Dreidimensionalität erahnen.

Blick in lückigen Auwald-Restbestand.

Zeugin der Vergangenheit – was für eine gefurchte Rinde! Zeit, Historie achten wir in unserer Hektik viel zu wenig.

Kleiner Stopp, kleine Farbstudie – über den Seevedeich geht es landeinwärts.

Was ist da auf ungedüngten Seeve-Marschwiesen zu sehen – kleine Knubbels?! Schnell kurz den Deich runterklettern.

Ah, Schachblumen! – Dies ist ein Gruß aus der Hetlinger Marsch. Ich berichtete z.B. am 14. und 20. April darüber (über die Kalenderfunktion schnell anzusteuern).

Eifrige Deichpfleger – die Studenten waren erstaunt, wir haben aber nicht fotografiert. Daher als Ersatz Deichschafe und Lämmer vom Nordufer der Elbe, SH.

Es geht weiter. Beispiele unserer unsäglichen Agrar-Subvention, Düngen und Pestizidieren bis an die Gewässerkante, Maisacker auf Flächen für Dauergrünland. Armer zwangsveranlagter Steuerzahler …

Ein Fasanenhahn leuchtet bunt in der Sonne.

Wir sind auf den Beobachtungsturm am Junkernfeldsee, tiefer Baggersee mit meist steilen Ufern, gestiegen – WasserpflanzenSalat leuchtet durch klares Wasser.

Nochmal das Blässhuhn – mit Blässhuhn-Wellen.

Da die Erläuterungstafeln neben vielen anderen Wasservögeln Schwäne zeigen und meine Studenten danach fragten: hier Schwäne vom Wedeler Au-Mühlenteich – abends nach der Exkursion nach Genuss guten Essens aufgenommen.

Nein, die wollten uns nichts tun, sind – wie die Enten – völlig domestiziert. Wer die Vögel liebt, sollte sie NICHT füttern.

Bitte füttern Sie nicht die Wasservögel (Tauben auch nicht)!

Zurück zur Seeve, NSG Untere Seeveniederung – IM Naturschutzgebiet weitere Beispiele unserer Agrar-Schande. Keine Einforderung des seit 1989 gesetzlich geschützten mindestens 5 m-Randstreifens am Gewässer.

Meine Studenten aus 15 Ländern bekommen einen schlechten – den leider realen – Eindruck vom Umgang Deutschlands mit dem Steuerzahler – milliardenschwerere Agrar-Subvention ohne gesellschaftspolitische Mindestnormen. Und wenn es sie gibt, werden sie nicht eingefordert. – Es leuchten die Goldenen Kälber, Agrar und Kfz-Verkehr.

Immer noch im Naturschutzgebiet … – wir wundern uns, dass die EU Deutschland mit Strafe bedroht (angesichts Nicht-Einhaltens – Deutschland-mitinduzierter – Gesetze)?

Wir sind am Fischpass Maschen angekommen. Durch Sohlerosion der Seeve ist der Einstieg für fast alle Organismen unmöglich geworden. Leider ergreift niemand die – mehrfach angeregte – simple Möglichkeit, sie Sohle bachab durch zwei große Kieslaichbänke anzuheben und den Einstieg zu ermöglichen.

Statt dessen setzt man seit Jahren auf „die große Lösung“ – was immer das an Alternativen sein könnte … Zwischenzeitige Verbesserung ist wohl zu einfach – da lassen wir`s lieber ganz.

Und wer schnitzte an diesem Weidenast, im Bereich des Fischpasses liegend? – Zahnspuren! Später dazu mehr.

Beispiel zwischenzeitiger Verbesserung: In den 1980ern wurden die fehlgeplanten „Ruhebecken“ = Wirkung Sandfang durch Seiteneinengung verändert. Seitdem fliesst turbulentes Wasser, der Fischpass selbst ist durchgängig. Mehr als das: Die breiten Sandeinöden haben einer vielfältigen Wasser- und Sumpfpflanzenflora Raum gegeben.

Wir gehen Seeve-abwärts, mal gucken, was in Geröll-Einengungen so lebt.

Zuerst sehen wir eine unschöne Zeugin der Vergangenheit, künstlicher Abfall, der einst als wichtiger Bauteil eines Brückenfundaments gedacht war – Kunst-Vlies, vom Bach freigelegt. Das ist immer so, kann man wissen, auf den Einsatz verzichten.

Hydraulischer Abriss unter einer noch nicht ersetzten Fußgänger-/Radfahrer-Brücke, Hindernis für schwache Wanderer im Bach: wie beim Fischpass-Auslauf wäre dies leicht durch Kies-Geröll-Laichbetten bachab zu ändern.

So, da ist nun endlich einer von drei Geröllströmungslenkern, den wir beproben wollen. Standorttypische Wasserpflanzen haben gut Halt gefunden.

Es wimmelt – Flohkrebse, platte Eintagsfliegenlarven, Egel.

Auch runde Eintagsfliegenlarven leben hier.

Die runden Eintagsfliegenlarven bevorzugen die Wasserpflanzen. Das dunkle Tier wird bald als erwachsenes Insekt im Ufergebüsch seine Flügel aufpumpen und anschliessend zum Hochzeitsflug starten.

Eine junge Köcherfliegenlarve. Sie hat für den Hausbau offenbar keine geeigneten Totholzstöckchen gefunden, nahm was da war – Pflanzenteilchen.

Keine Tannennadeln – zwei kleine, feine Köcherfliegenlarven in Feinsedimentköchern.

Flohkrebse und platte Eintagsfliegenlarve, im Detail.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Seeve hier seit den 1980ern beprobt wird. Volkshochschulkurse Hamburgs und der VHS Landkreis Harburg, Intensivkurs-Teilnehmer aus wasserbezogenen Berufen, angehende Umwelttechniker, Studenten der TU Hamburg-Harburg und viele Gruppen mehr haben die Entwicklung bzw. den jeweiligen Zustand der Seeve bachab der Einleitung gereinigten Abwassers aus dem Klärwerk Untere Seeve kennen gelernt. Während anfangs noch die typische Abfolge der Gewässerindikatororganismen von schlechter in Richtung guter Wasserqualität über etliche Zehner Meter verfolgt werden konnte, zeigen die Tierchen seit einigen Jahren den stets fortentwickelten, hohen Stand der Abwasserreinigung im Klärwerk Untere Seeve. Solch Leistung kann in Führungen und Fortbildungen studiert und übernommen werden – meisterlich.

Wir sind weitergefahren, zu unserem letzten Punkt. Naturnaher, wenn auch rechts nur einreihig geduldeter Baumsaum, die Turbulenz im Vordergrund ist durch eine Lenkbuhne angeregt.

Wer mehr dazu wissen möchte, gibt bei „Suche“ das Wort „Lenkbuhne“ ein.

Hier – hätte auch an anderen Stellen bei der Schnellbeprobung geschehen können – sehen wir einen schwarzen Strudelwurm, die „Öhrchen“ aufgestellt – wie die übrigen Tiere ein Anzeiger guter Wasserqualität.

Auch eine Steinfliege sehen wir. – Bei intensiverer Beprobung habe ich schon bis zu 5 für mich Halb-Laien optisch unterscheidbare Arten gefunden.

Die nackte, scheinbar hauslose Köcherfliegenlarve Hydropsyche darf nicht fehlen.

Und da sind sie wieder – Dank ihrer Krallen können sich die hydraulisch starken platten Eintagsfliegenlarven auch an der Probenschale gut festkrallen, müssen geradezu zwanghaft ihrem Zuhause zurück gegeben werden.

Leider wird dieser wertvolle Lebensraum auch an dieser Stelle von falsch subventionierter Landwirtschaft rechtswidrig bedrängt. Agrar-Lobby schlägt Umweltschutz, so ist das nun seit Jahrzehnten in Deutschland.

Zum Schluss komme ich auf die Frage zum angenagten Weidenzweig neben dem Fischpass Maschen zurück. Hier hat jemand, der zwischen Wasser und Land wechselt, sogar die Rinde der Bäume im Winter angenagt.

Einiges weiter finden Findige mit gutem Blick das versteckte Heim des Seeve-Bibers. (Dass der einen so offensichtlichen landseitigen Zugang zu seiner Burg hat, wundert uns.)
Aber die Zeichen ringsum sind eindeutig.

Als wir im Auto sitzen prasselt ein stürmischer Hagelschauer aus finsterer Wolke herunter. So schnell er kam, so schnell scheint die Sonne wieder. Immerhin hat dieser April sein Regensoll geschafft – es wurde angesichts der Entwicklung in den vergangenen Jahren schon gemunkelt, der April entwickele sich zum Steppen-/Wüsten-Monat. – Wir sind gespannt auf`s nächste Jahr.

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Früh morgens geht`s los zur Exkursion der Vorlesung „Hydrobiology“ an der TU Hamburg-Harburg. Das Wetter sieht vielfältig, vielversprechend aus – Mal sehen, ob auch Vielfalt in den Gewässern herrscht.

Ein buntes Völkchen aus aller Welt ist am Bahnhof Tostedt angekommen. 24 Studenten aus 15 Ländern – für sie gibt es heute Neues zu sehen.

„Den Spiegel brechen“ ist ein wichtiger Begriff, wenn aus öden Sandwüsten – auch wenn`s drumrum vielleicht schön grün aussieht – lebendige Bäche werden sollen.

Und so kann das beispielsweise im Detail aussehen. Wo vorher kaum Organismen auf 100 m² lebten, sind jetzt an die 10.000 auf EINEM m² zu finden.

Standorttypische, gesunde Bachoberläufe weisen  eine geradezu unvorstellbare Produktionskraft bei Arten- und Individuenvielfalt auf.

Turbulenz auf Kiessohle – die hellen, von Algen befreiten Stellen lassen ahnen, dass hier die Bachneunaugen zu laichen begonnen haben.

Erhöhte Strukturvielfalt mit der Schwarzerle am Ufer und Gewässerpflanzen in der Sohle. Flache und tiefe Stellen wechseln sich durch wieder erzeugte, hohe Strömungsvielfalt ab.

In Minibussen und Pkw geht`s weiter.

Die Historie der Eiszeitlandschaft, Moränen, Dünen, übernutzte Heide, arme (und reiche) Menschen, Waldentwicklung, heutige Zeit seit Erfindung des Kunstdüngers werden vermittelt.

Durch selektive Nutzung von Einzelbäumen wird der früher dunkle Nadelwald lichter, Heidelbeeren bedecken den Boden, Laubbäume folgen.

Eine Alt-Erle als Zeugin der Vergangenheit zeigt den früher schmalen Bach. Durch vielerlei menschengemachte Gründe ist diese, die Gewässerturbulenz erhaltende Breite einer Überbreite, vor dem Baum sichtbar, gewichen. – Es handelt sich um ein Schadbild, keine „schöne Bucht“.

Das Drüsige Springkraut, ein alles überwuchernder Neophyt, hat sich auch in der Este teils flächenhaft ausgebreitet.

Da das Drüsige Springkraut so gut springen kann, ist es auch im Wald zu finden – wenn es dort nicht vielleicht durch Imker gesät worden ist.

Noch sehen wir heimische Frühblüher wie das Wechselblättrige Milzkraut.

Auch Sauerklee blüht auf moosigem Moränenwaldboden.

Zur besseren Gewässerentwicklung sind am Ufer der Este einst angelegte Nadelholzforsten entweder inzwischen abgeholzt worden, oder es ist, wie aktuell hier, zumindest ein Randstreifen frei geschlagen, damit heimische Laubbäume wachsen können.

Hier ist – Wechsel links nach rechts – der Weg vom dunklen Nadelforst zum standorttypischen Auwald (im Hintergrund bereits ausgeprägt) vorstellbar.

Kolk-Rauschen-Abfolge, entwickelt durch die Este selbst, eingeleitet durch wiederholt aufgefüllte Kies-Depots am rechten Ufer (vorn, ausserhalb des Fotos). Laichende Meerforellen gestalten die vielfältige Morphologie aktiv mit.

Meerforellenlaichbett-Morphologie von rechts nach links: Laichkolk, bachab Kieshügel mit den Eiern / dottersacktragenden Jungfischen drin, die anschliessend herauskommen und sich verstecken.

Bachflohkrebse, runde und strömungsstarke, flache Eintagsfliegenlarven diverser Altersstufen sind in großer Zahl – in geringerer Zahl auch Steinfliegen – angesichts der entstandenen Kleinlebensraumvielfalt anzutreffen.

Wermutstropfen an beispielhafter Vorführstrecke: frühere Großfischunterstände am unterspülten Waldufer sind durch Großsteinschüttung vernichtet. SO, ohne die Verstecke, wird die weitere Nutzung der hervorragenden Laichbettstruktur künftig in Frage gestellt. – Fortbildung tut Not!

Lernende Gewässerunterhaltung – wo der Abfluss nicht beeinträchtigt wird, kann Totholz liegen gelassen und in seiner Wirkung beobachtet werden. Der Bachlebensraum gewinnt ganz erheblich.

Wir sind zum „top of the world“ gefahren, Wasserscheide zwischen Elbe und Weser. – Oha, ein Hagelsturmschauer zieht gewaltig vorbei. Wir warten in den Fahrzeugen.

Typisch April – die Front ist über uns hinweggejagt. Wir können vom Hügel aus die beiden Großeinzugsgebiete sowie die exzessive, ohne Boden und Wasser schützende Rahmenbedingungen versehene, hoch subventionierte Landnutzung studieren.

Agrarlandschaft, fehlsubventioniert: Randstreifen- und damit Lebensraumvernichtung, Erosion leichter Böden durch Mais ohne Untersaat und vieles mehr.

Die Busse warten, weiter geht`s.

Este oberhalb der Brücke B 3: Sturmwind aus West bläst gegen den Wasserabfluss Wellen auf.

Der nächste Schauer – wir konzentrieren uns, unter der Brücke geschützt, auf Gewässerstruktur und -leben.

Wellenansicht unter der Brücke – nicht durch Wind, sondern rau hergestellte Gewässerkiessohle provoziert.

Und schon scheint nach Durchgang des Regensturms wieder die Sonne – wir tauchen auf.

Maigrün mitten im April – die Exkursion hat allen gefallen. Der Metronom nimmt die Teilnehmer am Bahnhof Tostedt mit, zurück nach Harburg.

 

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Im Beitrag vom 14. April habe ich von der Entwicklung der besonderen Flora in der Hetlinger Marsch berichtet. Heute präsentiert sich die Situation fortgeschritten. Demnächst wird eine Menge Ansässiger und Anreisender erwartet.

Wie bei eigentlich Allem kommt es auch bei Schachbrettblumen auf die Perspektive an.

Ja, es hat sich gelohnt, noch einmal hierher zu kommen.

Die Blüte ist gut voran geschritten.

Na dann – viel Spaß auf dem Schachblumenfest am Sonntag.

 

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Die Sonne lacht, rauf auf`s Rad! Wir sind zwar nicht aus Zucker, aber zwingend nass werden wollen wir nicht. Also wird die Tour-Länge spontan entschieden.

Wasser-Erlebnisbereich Wedeler Autal – immer wieder verlängerte Tour brachte uns weiter, als beim Start vorgesehen.

Leider mangelt es dem Wassererlebnis an Kieseln, die Kinder – plupp, plupp – in die Wedeler Au werfen könnten. Mal sehen, ob eine angeboten Ladung Kies akzeptabel ist. Zur Zeit scheint es: auf keinen Fall. Eine große Menge „Fallschutzsand“ solle aufgefüllt werden. Davon, dass Fallschutzsand / -kies dem Gewässer, der Verbesserung seiner Dynamik oder dem Wassererlebnis diente, habe ich jedenfalls bisher noch nie etwas gehört. Man lernt nie aus.

Oha, heftiger Wind und geschlossene Regenfront von vorn – Start des Rückwegs.

Nicht mehr weit vom trauten Heim – aber auch nicht mehr weit bis zum Start des Regensturms.

Geschafft. Das Wetter gucken wir uns weiter von drinnen an.

Die 3-Generationen-Ostereiersuche fand selbstverständlich auch statt – erfolgreich.

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Das Jahr schreitet voran. Auch wenn gerade Polarluft unsere Tagesmaxima bei um die 10 Grad Celsius hält, legen Flora und Fauna ordentlich los. So auch die Schachbrett- oder Schachblumen (Fritillaria meleagris), bald wird in Hetlingen an der Elbe das Schachblumenfest gefeiert.

Wir haben mal geguckt, ob schon etwas zu sehen ist.

Einige Teppiche Wiesenschaumkraut zeigen, das es in der Natur voran geht.

Wer weiss, wie`s aussieht, erkennt, die Blüte ist auf gutem Weg.

Da geht`s lang – und bitte auf schmalem Pfad bleiben. Es ist schon etwas Besonderes, was es hier zu sehen gibt.

Zwei Schachblumenwiesen sind ausgeschildert. Angesichts des frühen Zustands und des kühlen Wetters ist die Besucherzahl heute früh gering – wir geniessen das.

Die Masse der Blüten ist noch nicht aufgegangen.

Neben der roten Hauptvariante gibt es in kleinem Anteil auch weisse Exemplare.

In den Wiesenflächen sind offene Blüten noch dünn gesät.

An windgeschützten Stellen, z.B. vor Reet, blüht ein Großteil der Pflanzen bereits.

Gleich nochmal – der Reet-Aspekt.

Und das Gleiche vor Weide.

Das wird eine Pracht, wenn in wenigen Tagen die gesamte Fläche rot leuchtet.

Als wir den Blick wieder vom Boden lösen, sehen wir die noch nicht gen Norden gezogenen über zehntausend Nonnengänse – wer immer sie gerade wieder einmal aufgebracht haben mag.

Den Trupp Rehe haben wir – auf große Distanz – in Bewegung gebracht.

Distanz halten ist auch im Deichvorland angesichts der beginnenden Brut-Saison angebracht. Schilder kann man durchaus lesen – und beachten.

Nebem dem Rot und Weiss der Schachbrettblume beginnt Löwenzahn, großes Gelb in die Landschaft zu bringen. Hmhh, lecker Löwenzahnhonig gibt`s demnächst auch wieder.

Für Gelb stehen auch die zahlreichen Hahnenfuß-Arten bereit.

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