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Archive for the ‘Reisen’ Category

Schleswig-Holstein hat konsequenter als andere Bundesländer Wert auf die Durchgängigkeit der Fliessgewässer für Wanderorganismen gelegt. Hindernisse wie Wehre wurden gelegt. Allerdings wurde dabei fast durchweg aus einem Punkthindernis eine technische Punkt-Durchgängigkeit, statt im eher gefällearmen Norddeutschen Tiefland den lokalen Höhenunterschied für Kolk-Rauschen-Abfolgen in längerer Strecke zu nutzen. Letzteres, am Lebensraum Fliessgewässer orientierte Handeln, wird – soweit möglich – seit Jahrzehnten in Dänemark praktiziert . Die Vorkommen an Kleinfisch-Arten sowie die Fangstatistiken von z.B. Lachs und Meerforelle sprechen eine deutliche Sprache. Letztere Links stammen von den Beispielflüssen Skern Au und Kolding Au. Die Zahlen dürften auch dem nicht des Dänischen Kundigen die stark verbesserten Fluss-Situationen verdeutlichen.

In Deutschland warten wir auf vergleichbar überzeugenden Daten ganzer Fluss-Systeme. In Einzelstudien werden die sehr positiven Auswirkungen – richtig ausgeführter – lebensraumverbesserndernder Maßnahmen bestätigt.

Wie zu Beginn des ersten Absatzes erläutert, ist beim Stichwort „Durchgängigkeit für wandernde Organismen“ vielerorts in Deutschland ein „Entschärfen“ kurzer (oder gar langer), steiler Sohlrampen erforderlich, damit auch hydraulisch schwache, standorttypische Organismen wieder ihre ehemaligen Lebensräume besiedeln können.

Mit geringem Aufwand zu gutem Erfolg, das ist die Devise der hier Handelnden. Die jüngsten Frostnächte liessen den Start 2018 Mitte Februar zu.

Raue Rampe Mühlenau Bönningstedt, Norderstedter Straße – vorher.

Detailansicht bachauf.

Der Kies ist bachab der rauen Rampe eingebracht.

Detailansicht – die Mühlenau hat einen Überschuss Kies „zum Spielen“ erhalten. Standorttypische Wasserpflanzen, Wirbellose und Kieslaicher werden profitieren.

Das Ganze bachab betrachtet. Wir werden sehen, ob weitere Kiese erforderlich sind.

Auf geht`s zur nächsten Stelle, an der 3 Ladungen Kies bereit liegen.

Auch hier wartete die Strecke auf einen standorttypischen Gewässergrund, die raue Rampe auf Entschärfung.

Vorher – Ein Lkw war direkt bachab der Rampe, einer kurz vor der Kurve und einer weiter bachab in der nächsten Geraden vorgesehen.

Ich bin verspätet – der Bagger arbeitet, fachlich angeleitet , bereits kurz vor der Kurve.

Der Inhalt jeder Baggerschaufel wird gezielt platziert.

Durch die Schräglage des „Kies-Nackens“ entschärfen wir den Erosionsdruck in der Kurve.

Auf zum dritten Standort – da die Wiese hier nur bedingt befahrbar war, musste der Lkw weiter oben abkippen. Heftiger werdendes Schneetreiben setzt ein.

Zum Start setzen wir einen Überschuss Kies quer. Der Bach räumt ihn munter ab.

Pfahlreste alter Stackung bieten der Strömung Widerstand. Das lassen wir mal so.

Der „Überschuss“ ist entschärft.

Neuer Lebensraum – Detail aufwärts.

Neuer Lebensraum, Detail abwärts.

Hier erwarten wir demnächst Flussneunaugen – mal sehen …

Der in seinem Verhalten weiter zu beobachtende Unterwasserlenker vor der Kurve.

Die nun nicht mehr zu scharf überströmte Rampe.

„Wir haben fertig.“

Bachab wartet eine mäandrierende Strecke auf Bekiesungen.

Zur Belohnung: Der Himmel klart auf.

Auf dem Rückweg – Blick auf die Rellinger Kirche, hinter „Am Markt“.

Radelwetter am Nachmittag.

Da sehen wir die Alpen am Horizont – aber warum im Norden (Norwegens Fjells)?

 

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Von Westen wird unsere „helle Wohnung“ hell erleuchtet – Morgensonne, super!

Im Osten braucht die Sonne noch ein Bisschen.

Eis am Haus – physikalische Studien an Vogeltränke und -bad.

Die Vogeltränke zeigt auch interessant, wie trockene Frostluft Wasser verdunsten lässt. Der Verkehrsbericht meldet gerade mancherorts dementsprechend Nebel.

Radelnde Beobachtungen von gestern:

Mühlenau Pinneberg – unsere Bachaktionstag-Kiese haben die Hochwässer gut überstanden. Der Abfluss zeigt Mittelwasser.

Teils sind Laichaktivitäten sichtbar – vermutlich von Meerforellen. Andere Kiese liegen tiefer, noch „unsichtbar“.

Gläsernes Eis auf Moorgraben. Grün – Entenflott ist bereits sonnenaktiv.

Luftiges Milch-Eis – LandArt.

Das sind Bedingungen, auf die wir gewartet haben. Bislang heftig durchfeuchteter, nasser bis überschwemmter Grund ist befahrbar. 5 Lkw Kies standen bereit, 3 sind bereits am Mühlenauufer, Bönningstedt, abgekippt. Montag geht`s los – 2 weitere Lkw kommen direkt ins Geschehen. – Bald mehr davon.

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Es gab und gibt selbstverständlich auch gutes Wetter, Sonnenschein – manchmal muss man halt nur die richtigen Zwischenräume abpassen. Die nächsten Tage ist – zumindest nachts – winterliche Kälte und tags Sonne angesagt. Und das sieht dann so aus, wie auch im Januar zu sehen war.

In der Sonne: Nonnengänse, Deichwanderer in Schleswig-Holstein, Leuchtfeuer in Niedersachsen.

Regelmäßige Leserinnen und Leser meines Blog kennen ja den Begriff der „dichten Packung“ …

Da sind gut gerüstete Fotografen meist nicht fern.

Der Sandstrand neben dem Schulauer Hafen, Elbe, Wedel.

Derselbe Sandstrand zwischen Ebbe und Flut – steile Böschungsneigung. Wo bleibt „unser“ Sand, wird oft gefragt.

Dann gibt es an die Politik Wedels Verlautbarungen mit dem Inhalt, das wisse man nicht.

Erstaunlich, wo wir doch der homo sapiens sind, oder?!

Sand, das Internet ist voll davon – „Sandhaufen“ z.B. mit dem Hinweis zur „Paradoxie des Haufens„.

„Sand-Physik“ ist auch interessant, hier Seite 3 (gern auch mal nach vorn oder hinten klicken in dem Link).

Dass sich Sand über Wasser anders verhält als unter Wasser, schliesst der Laie unschwer aus Abbildung 6 auf Seite 301 (keine Angst, der Link beginnt kurz davor) dieser Veröffentlichung. – Unter Wasser wird`s extrem flach geböscht.

Wer etwas von der Baggerei ringsum kennt, vielleicht hier im Blog schon die Saugbagger- und Verklappschiffe gesehen hat – und dann noch Ebbe und Flut einbezieht -, wundert sich nicht, dass der Sand „oben“ verschwindet. Fast beim Zugucken …

Bei steifer Brise verlassen wir die Marsch, das Theaterschiff „Batavia“ passierend.

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Die Elbe vor Wedel – vom Tor zur Welt ist nichts zu sehen. Was naht da aus dem Nebel?
Ein Polizeiboot.

Kaum ahnt man im Süden die Elbinsel.

Sonnenstrahl, auf Kielwasser des Polizeiboots reitend.

Fast wünscht man, der Nebel hätte sich nicht gelichtet – Blick zur Landesgrenze.

Ein Saug- / Verklapp-Bagger, wohl die Ijsseldelta, Hamburg-seitig an der Landesgrenze HH – SH, seine Fracht entladend (schnell zurückfahrend, bevor das verklappte Sediment seinen Baggerort vor ihm wieder erreicht [von einem alten NL-Bagger-Profi gelernte Weisheit, so wird Geld bewegt] ). Der Baggerwahn geht weiter, wird sich mit der nächsten Elbvertiefung mengen- und kostenmäßig noch unkontrollierter entwickeln.

Was trübt den Hauptdeich-Horizont?

Binnendeichs liegende Gehöfte werden aussendeichs weit überragt.

Großcontainerfrachter – rauchend und stinkend gen Nordsee.

Man sieht nach Lichten des Nebels aber auch Besseres, demnächst dazu mehr.

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Radeln zwischen Geest und Marsch.

Auf der Kante zwischen Geest und Marsch – Blick ins platte Land.

Der Übergang Marsch – Geest.

Der Geesthang, hier bestanden mit Eichenwald.

Erlebnisse auf der Tour – Überweidung, leider oft genug auch bei Robustrassenhaltung.

Übergang Geest-Marsch, Holm. Ein Wächterschaf mit Trupp, trocken auf Altdeich – die Wiesen NASS, zum See gewandelt.

Mancherorts weren alte Kopfweidenalleen durch Eschenalleen ersetzt, wie hier querab vom Klärwerk Hetlingen.

Kleinklima – Schnee am Nordhang des Elbdeichs, Hetlingen.

Auf der Elbseite Treibsel im Hochwassersaum – wegzuräumen, bevor der Deich Schaden nimmt.

Treibselbeseitigung, Großgerät ist gut beschäftigt.

Auf der Elbe bei Tnw Containerfrachter im Auf und Ab.

In Schutzgebieten wird das Wasser Oberkante Unterlippe toleriert bzw. gefördert.

Kopfweidenschnitt Langer Damm.

Nach dem Schnitt – und der (SO nötigen?) Grabenunterhaltung.

Eine weitere Extensivfläche mit Überweidungsspuren, vollgestauter Entwässerungsmulde.

Nebendran ist die Wassersituation der laufenden Nutzung angepasst, Graben neu gefräst, Abfluss zum Hauptgraben wieder hergestellt.

Vorsicht, Jungs – kennt ihr nicht „Vom Bübchen auf dem Eise“?

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Bis Ende des Monats ist noch Sägen frei. „HuSt“-Aktivität für 2018 will vorbereitet sein. Dabei handelt es sich nicht um eine Erkältungskrankheit, sondern, auch „H&St“ geschrieben, um das abkürzende Fachchinesisch für „Hölzchen und Stöckchen„. Wer sich an derart Profanem stört, sagt gern „Treibselsammler“ dazu. – Es soll nicht passieren, dass in der Restaurierungssaison das Sägeverbot = nicht qualitäts- und mengenmäßig gut vorbereitetes Material Arbeiten mit Holz am und im Wasser verhindert.

So ging denn die Reise – diesmal mit dem Auto wegen Transportnotwendigkeit – über die Nachbardörfer, um mit Gleichgesinnten einen Knick an einer Naturschutzfläche zu pflegen. Wegen „HuSt“ haben wir uns auf Hasel konzentriert (man kann auch anders).

Geeignete Sägen, Handsägen, Ast- und andere Scheren waren vorhanden.

Einen Teil der geraden Haselstecken zwischen 1,0 und 1,5 m habe ich an eine Kooperationsschule zur trockenen Lagerung transportiert.

Da warten sie nun auf`s nächste WasserCamp oder eine andere Gelegenheit, einen Bachlebensraum zu verbessern.

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Schnee … – oder kein Schnee, das ist nicht nur hier im Norddeutschen Tiefland die Frage.

Was selbst im bergigen Willingen vor Jahrzehnten noch gängig war, lässt heute Ski-Begeisterte zittern. Immerhin, dort fliegen die Asse wieder, wie vor Jahren.

Zurück aber nach Wedel am Nordufer der Tide-Elbe, zweite Januarhälfte 2018.

Alles weiss. Rad- und andere Fahrer, seid vorsichtig!

Wechselndes am Himmel über weissem Grund.

Lee-Wirkung des Bewuchses – nix gesalzen.

Das Krokodil – weiss.

Kopfweiden im Park – schön, dass der Baumstamm weiter altern darf. Allzu schnell wird die Säge ganz unten angesetzt.

Aaaber, es taut wie verrückt.

Schnell ist das Krokodil im Original-Grün sichtbar.

Bevor sich nun Radler und andere Fahrer zu früh freuen, schlubbert es im 45-Grad-Winkel schon wieder von oben.

Wieder weiss – ein steter Wechsel.

Ein paar Farbtupfer im weissen Foto-Grund.

Wir Tieflandbewohner kennen das, achten auf die Zwischenräume.

Da kann man nicht meckern – Kopfweidenschnitt weitgehend abgeschlossen, Sonne auf der Marsch – im Hintergrund neu und alt Gebautes in Wedel auf der Geest.

Die Bachrestaurierer-Szene hofft nun auf den angesagten Frost. Vielleicht wird zur Zeit Unbefahrbares befahrbar und es können erste Bekiesungen bald starten – selbstverständlich abseits von den gut genutzten Laichbetten. – Ansonsten müssen wir an einigen Stellen im krassesten Fall warten bis nach dem ersten Grasschnitt im Juni.

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