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Archive for the ‘Reisen’ Category

Ein regelhaft im April genutztes Flussneunaugenlaichbett der Seeve liegt fast trocken – geringer Abfluss, Niedrigwasser.

An der Seeve angekommen wundere ich mich nicht über Niedrigwasser – hoffentlich regnet es mal ordentlich – aber im Sommer ist ausser einem Peak bis hin zum längeren Hochwasser keine anhaltende Wirkung zu erwarten. Unsere Bäche sind besonders: sommerkühl, Quellen-gespeist. – Das Grundwasser wird zwischen Herbst bis Frühjahr aufgehöht (so richtig schon länger nicht) – leider ganzjährig und speziell zwischen Frühjahr und Herbst wird reichlich Grundwasser für diverse Nutzungen abgeknappst. An der Gewässerökologie richten sich diesbezügliche offizielle Gutachten bis heute nicht wirklich aus.

High Noon – ich glaube, ich gucke nicht richtig.

Hier unter einer Brücke ist regelhaft im Sommer ein Meerneunaugenlaichbett zu finden. Sooo viele, sooo große Steine habe ich allerdings bisher noch hufeisen- oder kreisförmig arrangiert gesehen.

Ein genauer Blick zeigt – verschwommen – ein Meerneunauge, arbeitend, noch sind aus seiner Sicht die Steine nicht ordentlich positioniert.

Weiter gehend zähle ich 8 Laichorte in Arbeit – bisher kannte ich jährlich hier 3-4.

Und noch ein schickes Nest – gleich folgt es im Detail.

Suchbild – mal drauf klicken zum Vergrößern. Warum liegt dieses Meerneunauge (ich musste erstmal den Vorderteil erkennen!) so rechtwinklig?! Eine spezielle, angenehme Form für die Mittagspause?

Begeistert bin ich zum Seevekanal gewechselt und freue mich über solch schöne Wassersternpolster. „Der Wasserbaumeister Pflanze“, wie der Däne sagt, hat eine hohe Längs- und Quer-Variantion durch Induzieren turbulenter Strömung gebastelt.

Schöner konnte ich mir den Sommeranfang kaum wünschen. – Na gut, zu Essen gibt es demnächst Scholle …

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Mal wieder habe ich als Gast eines Kurses der Volkshochschule Hamburg über den Wanderfisch Meerforelle als Anzeiger für die Situation der Elbe vortragen dürfen. Da habe ich ein paar Vögel auf dem Schuldach gesehen, die den Kursteilnehmern noch gar nicht aufgefallen waren. – Verrückte Vögel? Von Amseln, die früher als Waldvögel galten, wissen wir ja inzwischen so einiges in Sachen Anpassung.

Was guckt die Möwe auf dem Dach – wohin, zu wem. Offensichtlich entwickelt sich die Art zum Kulturfolger, brütet prima auf bekiesten Flachdächern.

Nanu, da läuft doch ein Austernfischer – wohin des Wegs, Küstenvogel?

Ach so, da wartet schon ein anderer … (oder eine?).

Offensichtlich findet gleich eine Aufgabenübertragung statt.

Schwupps, sitzt der oder die Neue auf dem Nest.

Der bisherige Brüter (oder: die Brüterin?) kann nun die Beine lang machen.

Alle Kursteilnehmer sind begeistert (hoffentlich auch über meinen Vortrag, Inhalt in etwa: vgl. Link oben).

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Unseren letzten Nachmittag in Jena wollen wir für weitere Spezialitäten im Umfeld nutzen. Mal sehen, ob uns das Wetter lässt.

Nach einer schicken Eisschale umrunden wir die Ruine der Lobdeburg – in Restauration.

Die Restauratoren haben ordentlich zu tun. Erste beeindruckende Fensterkonstruktionen sind bereits zu bewundern.

Von der Lobdeburg starten wir zum Naturkundehain nordwestlich Jena. Hier kann auch über die örtlichen Napoleon-Erfahrungen studiert werden.

Der lichte Naturkundehain bei Closewitz – eine sehr schöne und lehrreiche Nachmittagswanderung.

Nicht weit entfernt liegt der Winterling-Edellaubholzwald. Da müssen wir hin.

Nie zuvor gesehen – der Waldboden, dicht überzogen mit Winterlingen, inzwischen mit reifenden Samen.

DAS stelle man sich in Blüte vor!

Buchen zeigen uns optimalen Boden- / Erosionsschutz – made by nature.

Hainbuchen (und viele andere Baumarten) können das genau so – wenn wir Menschen doch einfach mal durch Anschauung – UND HANDELN – daraus lernen würden.

Statt dessen – AgrarIntensivlandschaft bis an das Schutzgebiet.

Es ist längst überfällig, unsere Subventionspraxis Agrar zu ändern. Es kann nicht sein, dass zu Lasten der Gesellschaft allein die Agrarminister bestimmen, wie das Steuergeld für ihre Klientel verteilt wird.

Blick zum Himmel – über Raps-flächenhaft entsteht schon wieder „Wetter“. Ob uns das erwischt?

Zurück nach Jena, das Abschiedsessen steht an. Wir queren einen Steinbach, den Gönner Bach.

Immerhin säumt diesen, landschaftlich schön fliessenden Bach eine Baum-Allee – allerdings randstreifenlos begleitet von Intensiv-Grünland in seiner schmalen Aue.

Weiter bachab, Richtung seiner Mündung in die Saale wechselt die Intensivnutzung der Aue in Ackerland. Da es an beiden Uferstrecken jetzt – im Mai – noch offen liegt, offenbar für Mais – BIS AN DEN BACH – vorgesehen.

Solch Kultur- und Naturschande unter Vernachlässigung von Boden- und Gewässerschutz muss endlich ein Ende haben. Bevor ich mich als zwangsveranlagter Steuerzahler in Wut-Text ergehe: Laukötter dichtet dazu.

Unsere Jena-Fahrt mit der Vielzahl beeindruckender Erlebnisse nähert sich dem Ende. Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter gehabt. Regen nur nachts, mal auch während einer Fahrt von A nach B.

Wir peilen den Markt an.

Auf dem Marktplatz findet zwischen blühenden roten Kastanien ein Rummel statt. Wir besuchen eine Gaststätte.

Prima Essen und Trinken – beim Weggehen fotografiere ich diesen Steinfisch neben dem Stadtmuseum.

Zum Abschied Buntes.

An diese Reise werden wir uns noch lange, und immer wieder gern, erinnern. – Herzlichen Dank allen, die daran beteiligt waren.

 

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Unser „freier“ Tag soll uns noch die Umgebung Jenas näher bringen – beginnend mit einer Höhen- und Täler-Tour.

Uuuups, dicker Nebel beim Aufstehen – man gerade, dass die über den Hummelsberg lugende Sonne sichtbar wird.

Zum Frühstück ist klar, dass der Tag klar wird – also los.

Wir sind auf dem Hausberg neben dem Fuchsturm, blicken zur Hundskuppe und ins Saaletal.

Blick nach Süden auf Ziegenhain.

Beim Süd-Nord-Queren von Tälern und Höhen ist die intensive Nutzung der Landschaft deutlich. – Nötig wäre eine Änderung der Agrar-Subventions-Definition, damit wieder Feld- und Wegraine flächig zurückgewonnen würden.

Extensive Landnutzung ist die prozentual fast nicht ins Gewicht fallende Ausnahme.

Landschaftsverödung, überzogene Boden- und Wasserbeaufschlagung prägen das Bild. „Oh, so schön gelb-blau!“

Das „Wetter“ lassen wir links liegen.

Kirche Tautenburg, fotografiert im Anstieg zur gleichnamigen Burgruine.

Dieses idyllische Tal hat so mancher Dichter besucht.

Eine Blindschleiche sonnt sich mitten auf dem Weg.

Zugang zur Burgruine, nur der Turm steht, restauriert.

Auf dem Burg-Plateau.

Wer nicht ganz hochkraxeln will, hat gute Rastmöglichkeit etwas unterhalb der Bergspitze.

Blick vom Burg-Plateau auf die – schon gezeigte – Kirche Tautenburg.

Infotafel vor dem nur in den Aussenmauern restaurierten Turm – er ist reines Vogelrevier.

Im Dorf gibt`s Mittagessen – nein, dieses Damwild (noch) nicht.

Mittagspause, zurück in Jena – irgendwie kommt immer wieder „Wetter“ in Sicht.

Am Nachmittag werden wir uns ein paar Naturschutz-Spezialitäten im Umfeld Jenas ansehen.

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Den zweiten Höhepunkt neben den Wilden Weiden bildete, von unserem „Stützpunkt“ Jena ausgehend, die Wanderung durch den Nationalpark Hainich. Inzwischen dürften die Bärlauchteppiche durchgängig in voller Blüte stehen, bei unserer Wanderung vor zwei Wochen haben wir einfach unsere Phantasie genutzt – es gab so viel zu sehen.

Gut gestärkt nach Mittagessen in der Hainichbaude betreten wir am Craulaer Kreuz den Weltnaturerbe-Pfad.

Wir sind nicht allein – Wildschweine haben neben dem Weg Nutzbares gesucht und gefunden.

Weiter und weiter geht es in den Wald hinein, neben einer Vielzahl von blühenden Geophyten von Bärlauchteppichen begleitet.

Die sind, wie schon erwähnt, angesichts vorlaufender kühler Witterung noch nicht so weit, wie wir bei der Reiseplanung erwartet hatten.

Aber es sind doch blühende Gruppen zu bewundern.

Blühender Bärlauch im Detail.

Interessant, an etlichen Stellen blühen Buschwindröschen noch.

Der Luther hat auch hier seinen Pfad.

Sturzbaum – es wird uriger.

Totholz, fast wie Saurier-Gerippe am Wegesrand.

Eine lineare Lichtung – aufgebrochener ehemaliger Waldweg. Jungwuchs wird vom Wild zu Bonsai-Bäumchen verbissen.

Wir dringen weiter in den Buchen-Frühlingswald ein.

Hauptsache, wir finden später auch wieder raus …

So richtig geregnet hat es offenbar seit Längerem nicht. Die Wildschweinsuhle ist man gerade in der Tiefe noch feucht.

Mittendrin.

Bemooste Sturzbäume, umschlungen.

Gute Gelegenheit, eine kleine Rast einzuschieben.

Junges Grün – der gestürzte Bergahorn ist noch lebendig.

Schon interessant, was es so für Bruchformen zu studieren gibt.

Buche – Formen des Vergehens.

LandArt – made by nature.

Menschenwerk – alte Nutzungsformen, eingestellt, lassen Höhlen-artige Baumbasis entstehen.

Ein Wichtelhaus?!

Ein Bergahorn-Drilling – auch Ergebnis ehemaliger Nutzung.

In Sachen Wald kann man nie genug lernen – meint auch eine nahe Universität.

Mit Mühe gefunden – Pestwurz in Resten zeigt auch bei dieser Trockenheit einen früheren Quell-Standort.

Ein Stillgewässer im Baum – „Phytotelme“ sagt der Lateiner dazu.

Schlüsselblumen tauchen, erst einzeln, dann in Gruppen, auf. Unsere Wanderung nähert sich dem Ende.

Wir sind draussen – „Wetter“ am Horizont. Gut, dass das sich entschlossen hat, vorwiegend nachts abzuregnen.

Wenn wir schonmal in Jena sind – wann wieder ??? – nutzen wir den Folgetag für „ein Bisschen Umrum“. Das gibt es demnächst hier im Blog zu sehen.

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Rauf geht`s auf die Autobahn Richtung Erfurt, begleitet von ortstypischem Gestein.

Agrar-Gedanken – auf dem Feld nebendran wird gerade pestizidiert, sicher hier doch auch – und das direkt neben dem Obstgarten?

Erfurt, hier holen wir fachliche Leitung und Begleitung ab.

Innen allerhand Getier – einem Wildschwein müssen / wollen wir auf unserer Wanderung am Nachmittag im Hainich nicht unbedingt begegnen.

Angekommen – Wilde Weiden im Dankmarshäuser Rhäden.

Hinter uns hier im Werra-Einzugsgebiet nahe dem Bundesland Hessen dräut Salzabraum zwischen Acker und Wald, verschmutzt Landschaftsblick, Grund- und Oberflächenwasser.

Die Talaue, teils intensiv mit Raps genutzt, vorn ein Teil der Auerochsenherde mit Gänsen und anderem Vogelgetier.

Urig, diese nachgezüchteten Urviecher.

Auerochsen mit Kalb ruhen vor Schwänen, Raps und Auwald.

Eindrucksvoll, ein jüngerer Bulle mit Aalstrich.

Familienverband Auerochsen im Dankmarshäuser Rhäden.

Ein Exmoorpony grast nahe unseres Standorts.

Ein Teil der Herde erscheint kurz und drückt sich ins Buschwerk – Schubbern und Ruhen sind angesagt.

Wir sind begeistert, fahren weiter, zum Mittagessen – der Nationalpark Hainich ist unser Ziel.

Wir sind am Craulaer Kreuz. Ich dachte beim ersten Hören, das sei so etwas wie ein Autobahnkreuz. Nein, hier starten eine Reihe von Wanderwegen in den Hainich bzw. kreuzen Langwanderrouten.

Iin der Hainichbaude haben wir uns gestärkt für die lange Hainich-Wanderung.

Demnächst dann mehr über unsere Wanderung durch Bärlauchteppiche – nur Geduld!

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Vielversprechender Morgenausblick aus dem Hotelfenster.

Jena Paradies – was für ein Name! – Gleich nach dem Frühstück gehe ich ein Stück in die Saale-Aue. Mal gucken, wie sie sich so darstellt.

Gut zu wandern und zu radeln – Auwaldreste an den Sport-Stadien, teilweise fast wie ein Kunst-Parcours.

Bäume – Zeugen der Zeit.

Noch so ein Zeitzeuge – vielfältig.

Auwaldreste Richtung offene Parklandschaft – der Steuerzahler darf aufwändige „Pflege“ zahlen.

Fachliche und rechtliche Pflichtaufgaben dagegen, z.B. die herzustellende Durchgängigkeit für Wanderfische und andere an Wehren, sind längst nicht abgearbeitet.

Denk-Mal – immerhin hat jemand Sinn für Zeichen der Zeit. Altbäume sind trotz Kappens aus Sicherheitsgründen etliche Meter hoch als Stamm erhalten.

Auf dem Rückweg – Carl Zeiss und Ernst Abbe, Jena, was fällt uns dazu ein?

Gegen Mittag sehen wir die Saale noch einmal, abwärts, in Jena.

An der Saale hellem Strande – schicke Kies-Geröllbänke.

Boots-Spaß, kurze Zeit später kamen standup-Paddler vorbei.

Kiese, Gerölle, Strömungsbilder.

Und da, ein paar vom Kormoran übrig gelassene Saale-Nasen.

Der nächste Blog-Beitrag unserer Jena-Reise wird ein paar Eindrücke zum Thema „Wilde Weiden“ vermitteln.

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