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Archive for the ‘Klima’ Category

Ganz klar: Am Weltwassertag muss ich „Wasser gucken!“.

Wir sind angesichts Corona angehalten, keine Ansammlungen zu bilden und Abstand zu halten. Weitere Entscheidungen richten sich nach der Entwicklung der Lage und unserem Verhalten.

Bewegung an frischer Luft ist für die Gesundheit unverzichtbar, mögen die kommenden Beschlüsse von Bund und Ländern nicht zuletzt hierauf Bezug nehmen.

Das Wetter ist gut, der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Dazu wird mir beim Radeln sicherlich etwas einfallen, zumal ich im „Baumschulland“ unterwegs bin. Für die Grüne Zunft, die den Boden bearbeitet und zwingend auf hinreichend Wasser (aber nicht mehr) angewiesen ist, hat die WHO auf maßvollen Umgang, die dringend erforderliche Anpassung an den Klimawandel hingewiesen (diverse Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen haben sich in breitem, praxisbezogenem Themenspektrum auch damit befasst, Download Zusammenfassung).

Kleiner Rückblick auf den gestrigen Frühlingsanfang: angesichts geringer angesagter Windstärken als bisher haben wir die „Marini-Saison“ eingeleitet. Familie und Vorübergehende freuen sich.

Auf nach Pinneberg – es ist noch früh, ein ssssteifer Ostwind brrrist.

Und schon geht`s los – die WHO hat Recht. Im Umgang mit Boden und Wasser müssen die „grünen Berufe“ endlich durchweg Grundlagen akzeptieren und sich anpassen. Der bisherige Umgang mit Wasser und Boden ist allzu häufig inakzeptabel.

Es ist ein Kreuz! – Wo Landschaft ausgeräumt und zu Gegend gemacht wird (die Bundeslandwirtschaftsministerin hat die Begriffe verwechselt!), wird für „Agrar“ kein Platz mehr sein. Die Akzeptanz der Steuerzahler, pauschal zu subventionieren, schwindet.

Das ist Pinneberg, sonntags Richtung high noon – nicht normal?

Ja, wer die Ecke kennt, meint, sich zu vergucken! Der Blick geht von der Friedrich-Ebert-Straße Richtung Hans-Hermann-Kath-Brücke, nach rechts zweigt die Elmshorner Straße ab.

Für Nichteingeweihte und Fremde: das ist eine wesentliche Kreuzung in dieser verkehrsreichen Stadt. Normal sieht man hier nur „Blech“. – Offenbar halten sich alle sehr gut an die Corona-Hinweise. Wir sind gespannt, ob Bund und Länder das zu würdigen wissen.

Das vorherige Foto habe ich vorgezogen wegen des grundlegenden Eindrucks. – Real kreuze ich zunächst die belebte Mühlenau, Nebenflüsschen der Pinnau, über die Christiansenwegbrücke. Wo es vorher schlapp vor sich hin floss, beherrscht jetzt Turbulenz das Bild.

Blick bachauf nach Unterqueren der Bahntrasse – die belebte Mühlenau in der bekannten, gefällereichen Kurve.

Durch den Stadtwald Fahlt bin ich weiter geradelt, erreiche die Pinnau an der Brücke Hindenburgdamm. Der Kies ist noch da! Gut sieht er aus.

Dazu gibt es eine kleine Geschichte. Einer der Kies-Aktiven sprach mich in den vergangenen Wochen an, er sei bei Tideniedrigwasser hier auf der Brücke gewesen – der Kies sei nicht mehr da! Die Lösung des Rätsels: Seit Februar hatten die wiederholt starken Niederschläge den Abfluss der Gewässer bis vor Kurzem stark erhöht. Dreimal wurde mittleres Hochwasser erreicht, erhalten gebliebene Hochwasserstauräume pufferten, so dass in Städten bachab keine Schäden entstanden. Dazwischen wurden mittlere Verhältnisse nicht erreicht, reale Tideniedrigwasserstände lagen über mittlerem Tidehochwasser, so dass auf online-Abbildungen die Tnw-Marke gar nicht sichtbar war. Dementsprechend war auch der Kies „weg“. [Falls jemand den Link nutzt: aktuell, 22. März, ist angesichts des Ostwinds und der niedriger als normal ausfallenden Flut- und Ebbe-Stände der Elbe hier in der Pinnau fast gar keine „Flut“ erkennbar.]

Wie gut, dass die Pinnauwiesen bachauf der Stadt – sie laufen nun langsam leer – vor Bebauung geschützt wurden. Die Hochwasserlage, wie in fast allen Städten mit Gier als Lenker der Bebauungsplanung, ist auch schon vor erkanntem Klimawandel weitgehend prekär gewesen.

Möge inzwischen allen ein Licht aufgegangen sein.

Bachab Hindenburgdamm: Hilfsweiser Hochwasserschutz an fehlgeleiteten Planungen der Vergangenheit – das ist wohl nochmal gutgegangen.

Von der Friedrich-Ebert-Straße blicke ich Pinnau-aufwärts. Möge auch hier für engste Innenstadtbebauung angesichts neuer Bauaktivitäten hilfsweise neue Rückhaltung von Niederschlägen und Abflüssen entstehen!

Auf dem Rückweg komme ich noch einmal an der Mühlenau vorbei. Wie in diversen Blog-Berichten zu lesen, hat hier am B-Plan Mühlenauquartier nicht nur die Planung mit Gewässerrandstreifen und Hochwasserrückhalt, sondern auch die Kooperation für eine lebendigere Mühlenau beispielhaft funktioniert. Besten Dank nochmals!

Auf der Piste Richtung Wedel begegne ich noch einem ganz wesentlichen Symbol.

Scharfen Auges wollen wir die Entwicklung unseres Umfelds, unserer Umwelt konstruktiv-kritisch weiter begleiten.

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Vom Sperrwerk Wedeler Au aus, vgl. voriger Beitrag, bin ich auf der Westmole des Schulauer Hafens, Wedel, angekommen.

Blick nach Nordwest, seewärts – vorn rechts im Bild obere Sandpartie mit WindErosionSchutz, dahinter rechts: kein Sand.

Der Sandstrand, Wasser- und Uferpartie zwischen Flut und Ebbe – kein Sand, dafür Freigespültes in diverser Ausführung.

Vor dem Schulauer Fährhaus, Willkommhöft, kommt ein Großcontainerschiff in Sicht, auf dem Weg Richtung Nordsee.

Wie sich später auf marinetraffic.com zeigt, ist es die Cosco Shipping Libra, ca. 400 m lang – also eins der größeren Schiffe, die hier inzwischen ein und aus fahren und die – zusammen mit der Folgegeneration ca. 420 m langer Containerriesen – Ursache der derzeitigen Aktivitäten in Sachen Baggerei und zugehörigem Finanzierungsbedarf sind.

Mit ablaufend Wasser zeigt sich nur eine kleine Bugwelle, vom gegenstehenden Wind angebrist.

Da der Frachter einen Großteil des Fahrwasserquerschnitts, nicht zuletzt in die Tiefe, in Anspruch nimmt, bewegt sich was auch weit entfernt vom Schiff, s. Hafeneinfahrt.

„Schwall und Sunk“ – oder wie immer das Phänomen genannt wird, können nicht ernst genug genommen werden im Umfeld einer Seeschifffahrtsstraße. Im Umzugsjahr nach Wedel habe ich das anhand der Vorbeifahrt kleiner Containerfrachter gezeigt. – Rings um das Schiff ist scheinbar Ruhe.

Das Schiff ist vorbei – an der Hafeneinfahrt ist weiter „action“.

Im Folgenden zeige ich zunächst die Hafen-, dann die Süßwasserwatt- / Sandstrand-Fotos. (Leider habe ich die höchsten Turbulenzen und Wellen an der Hafeneinfahrt zu Fotografieren verpasst, stand wohl ein paar Sekunden mit offenem Mund tatenlos herum.)

Eine dichte Abfolge sich auftürmender Wellen läuft in den Schulauer Hafen ein, vorn zeigt sich bereits ein scharfer, turbulenter Gegenstrom nach draussen.

So geht es weiter.

So pittoresk, schön besonnt, wie es aussieht, so ultragefährlich ist das Ganze.

An der Hafeneinfahrt mahlt der Strom weiter.

Wild wühlt die unmittelbar vor mir auswärts laufende Strömung.

Das Schiff ist schon weit Richtung Lühemündung vorangekommen.

Da höre ich es hinter mir rauschen – die Wellen hatten das Hafenende erreicht, laufen jetzt zurück.

Mit rücklaufenden Wellen und dem turbulenten Schlickstrom ist die Hafeneinfahrt weiter beschäftigt.

Wir springen zeitlich etwas zurück, gucken das Geschehen auf dem Watt / am Sandstrand an.

Da tut sich was, bevor und während das Schiff vorbeifährt.

Nach Sog und Wellenaufbau laufen die Schlickwellen schräg gegen den Wind auf die Wattfläche.

Später dreht die Wellenfront und läuft breit Richtung Westmole des Schulauer Hafens.

Auch hier entwickelt sich entlang des Ufers, Elbe-wärts, ein scharfer, schlickiger Strom.

Man kann sich angesichts des steilen Ufergefälles vorstellen, wie mit jeder Schiffspassage Feinmaterial und Strandsand weggespült werden.

Überraschend IM Hafen, auf der Elbe-seitigen Spundwand, die oberhalb Thw liegt, ist die dicke Schlickauflagerung.

Wie kommen solche Schlickmengen in solche Höhenlage?

Oder hat die „Akke“ oder ein vergleichbares Schiff hier bei hohen Tidewasserständen ihre Spülarbeiten ausgeführt?

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Vom Sturmflutsperrwerk Wedeler Au im Hauptdeich an der Elbe zeige ich hier im Blog öfter Fotos – schliesslich liegt das auf einer unserer HauptRadelRunden, wird auch bei Kurz-Touren „runter von der Geest, an die Küste“ schnell erreicht.

Vorgestern hatten es sich eine Silber- und eine Mantelmöwe dort gemütlich gemacht, wo meist Kormoran und Lachmöwe anzutreffen sind.

Und es gab mehr zu sehen – die kleine Hochfläche östlich des Sperrwerks wird gerade für die nächste Bau-Aktivität hergerichtet.

Büro- und Sozialcontainer sind binnendeichs aufgestellt.

Hier wird bis zum Beginn der nächsten Sturmflutsaison 2020/21 Verbesserung hergestellt. Höhere Fluttore sollen eingebaut werden.

Die Silbermöwe hat einen guten Ausblick.

Die Mantelmöwe fühlt sich beobachtet, muss ihre Bedeutung klarstellen.

Sie fliegt los.

Und zeigt der Silbermöwe, wer hier das Sagen hat, die besten Plätze besetzt.

Ich radele weiter Richtung Schulauer Hafen.

Blick über den Sandstrand Richtung Schulauer Hafen.

Angesichts der Morphologie, wieso heisst das hier Sandstrand und was ist das für ein steiler Winkel, stellt sich die bekannte Frage „Wer hat unseren Sand geklaut?“.

Darüber habe ich bereits geschrieben, stelle das vor-Ort-Geschehen angesichts einer aktuellen Container-Großfrachtervorbeifahrt aber demnächst noch einmal vor.

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Blick vom Elbe-Hauptdeich, Hetlingen – ein Turmfalke hält Ausschau, z.B. nach Mäusen, die der Nässe im Boden entgehen wollen.

Marschwiesen Giesensand, gut nass.

Da schreiben sie vom nassen Januar und Februar 2020 – und weisen gleichwohl darauf hin, dass im tieferen Bodenhorizont auf der Geest und in höheren Lagen der norddeutschen Bundesländer nach wie vor etliches Wasser fehlt.

Ich radele weiter – Silhouetten hinterm Deich, Giesensand-Eichen, Fährmannssand-Pappeln, Deichschafe.

Die Kopfweiden am Parkplatz Fährmannssand – bald wird die neue Brücke Langer Damm eingehängt. Dann wird hier wieder Betrieb sein.

Auf dem Sperrwerk Wedeler Au, ablaufend Wasser – dicke Reetpackung, flächig über mittlerem Tidehochwasser, erinnert an die Abfolgen von Sturmfluten.

Das Material muss schnell abgefahren werden, damit die Grasnarbe auf dem Deich nicht leidet. Die gelbe Linie weist auf Entfernen des Reet aus einem älteren Flutsaum hin.

Ordentlich Reet spült unter dem offenen Sperrtor Richtung Binnenelbe. Verursacht haben das die Wellen einiger vorbeigefahrener kleiner Containerschiffe.

Binnendeichs – ein äsendes, aufmerksames Grauganspaar.

Ein sich zurückziehendes Nilganspaar ist hörbar verärgert.

Zum mittäglichen Abschluss der Tour, Blick über die Tide-Wedeler Au Höhe Theaterschiff Batavia, gibt es noch ein Spektakel zu sehen. Ein großer Schwarm Nonnengänse, aufgeschreckt einige Hundert Meter entfernt, gesellt sich zu einem ebenso großen, in Ruhe äsenden Schwarm.

Angesichts des trockenen Wetters bin ich nachmittags nochmal bis Fährmannssand geradelt – dazu demnächst mehr.

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Das Sturmtief Sabine ist durch – Rekord wurde vermeldet mit 5 hintereinander verlaufenden Sturmfluten. Zum Glück waren die nicht extrem hoch. Gleichwohl fordern sie den Deichschutz. (Ich warte angesichts Meeresspiegelanstiegs eigentlich parallel auf zukunftsweisende Diskussionen in Politik und Verwaltung. Ein „weiter so“ wird auf Dauer nicht die Lösung sein.)

Die Sturmflut-Sperrwerke von Pinnau und Krückau waren jeweils bis zu 8 Stunden geschlossen. Wohl den Städten und Gemeinden im Hinterland, die Überschwemmungsflächen frei gehalten haben, weiter frei halten – und möglichst jede Erweiterungsmöglichkeit nutzen. Die Tide-Niedrigwasserhöhen und -zeiten waren so knapp bemessen, dass kaum Wasser zwischen den Fluten abfliessen konnte. – Jetzt fliesst es wieder (die nächsten Sturmfluten sind absehbar, s.o.).

Zwei Vorträge über Möglichkeiten für Lebensraumverbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen liegen hinter mir. In Barmstedt und Kölln-Reisiek  waren 50 bzw. 30 Interessierte mit lokalem Schwerpunkt aus dem Krückau-Einzugsgebiet, aber auch von weiter her, z.B. aus Dithmarschen und Ostholstein, anwesend. Sie diskutierten anschliessend eifrig über Pro und Kontra, das Was und das Wie.

Der Graureiher steht im Wappen von Kölln-Reisiek. Nicht nur er profitiert von Lebensraumverbesserungen in Fließgewässern und ihrem Umfeld.

Demnächst, wenn die Hochwassersaison halbwegs rum ist, werden diverse neue Stellen, an denen Grundeigentümer Verbesserungen gut finden, angesehen. Das Jahr 2020 entwickelt sich interessant weiter.

Nun liegt als nächstes Sturmtief Victoria vor uns. Da gilt es, die Zwischenzeit zu nutzen. Ich radele in diesem Beitrag von Wedel über Holm bis auf den Elbe-Hauptdeich Hetlingen. Der zweite Teil der Tour, weiter über Fährmannssand zurück nach Wedel folgt demnächst.

Vor der Holmer Geest, Marschgewässer Lanner – das Hinterland wird entlastet, das Wasser läuft langsam ab.

Etwas näher ran – wenn da man nicht auf der Stange ein Seeadler einen Graureiher am Gewässer beäugt …

Feuchtwiese? – Sehr feuchte Wiese …

Wenn man eine Feuchtwiese umbricht – wird ein ((zeitweise sehr) feuchter) Acker daraus. Wir Steuerzahler zahlen dafür höhere Subvention.

Bio-Chemische Reaktionen, Faulschlamm aktiviert, Schwefelwasserstoff-Umsetzungen bilden zeitlich wechselnde Farbvariationen. Ob solch Baggerung hydraulisch notwendig ist (die angrenzenden Rohre an Überfahrten liegen völlig frei) darf bezweifelt werden.

Feuchtwiesen zu Bauland – mögen die Bodenplatten hoch genug über Wasserhorizonten gegossen werden.

Marschgraben zwischen Wedel und Elbe-Hauptdeich – nun seit Langem wieder Wasser drin.

Hoch fliegender Nonnengansschwarm, die Sonne bricht durch.

Ein Graureiher fliegt ins Bild.

Der dunkle Fleck am Wegesrand (zum Gehöft Giesensand) stellt sich als dösender Fasanenhahn heraus, der hier abtrocknet.

Als ich diesen Weg wieder verlasse und Richtung Deich radele, wird er wach und krakeelt hinter mir her.

Zum Wassererlebnisbereich? – Nein, heute nicht. Ich radele doch die ganze Zeit durch einen Wassererlebnisbereich.

Baumspiegelung im Alten Hetlinger Heuhafen.

Auf dem Hauptdeich – die Sonne bescheint Spot-artig Elbe und Deichvorland.

Mit der Sonne geguckt, Elbe-Querung der Hochspannungsleitung – viel Wasser in der Luft!

Der zweite Teil folgt demnächst.

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Erster Vortrag 2020 – Barmstedt, Krückau-Einzugsgebiet.

Das war gestern Abend. Herzlichen Dank den gut 50 Interessierten für spezielle Hinweise, Kontaktaufnahme und informative Diskussion! – Bessere Bäche und kleine Flüsse? Wir schaffen das.

Der Inhalt des Vortrags ist – ohne lokale Besonderheiten, die jeweils nach Vortragsort wechseln – veröffentlicht und hier nachzulesen.

Wer den Vortrag (noch) einmal hören und sehen möchte, hat im Februar die Möglichkeit dazu:

Interessierte sind herzlich willkommen.

Wer kein Exemplar der ausgelegten Broschüre „Bessere Bäche – Praxistipps – Bereits geringer Aufwand bringt große Erfolge für den Lebensraum“ abbekommen hat, kann den Inhalt online ansehen, ggf. die pdf-Datei herunterladen.

Nach der gestrigen Veranstaltung wies mich Gerd Janssen auf eine Arbeit zu Meerforellen Schleswig-Holsteins aus dem Jahr 1974 hin. Darin hat Claus Gehlhaar die früher reiche ökologische Situation und Produktion hiesiger Bäche und kleiner Flüsse dargestellt. Das Wissen um deren vom Menschen zwischenzeitig zerstörten Reichtum sollte Grundlage und Ziel unseres Handelns bestimmen.

Dieses Wissen darf nicht in Vergessenheit geraten. Es baut auch falschen Einstufungen vor, die durch bloßen Besuch und Fehlinterpretationen der heutigen Wüsteneien ansonsten allzu leicht entstehen.

In diesem Sinn wünsche ich allen Freundinnen und Freunden unserer Bäche und kleinen (auch der großen) Flüsse gutes Gelingen im Jahr 2020.

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Die Route entsteht beim Radeln – manchmal. Das war gestern angesichts dunkelgrauem Himmel und angesagtem, aber zunächst nicht fallenden Regen jedenfalls so. Die Luft war feucht bis z.T. tropfig, aber als Niesel empfand ich das nicht. So wurde meine Rundtour immer ausgedehnter – Wedeler Autal nach Osten, Richtungswechsel vorbei Wassererlebnisbereich Wedeler Au, rein nach Hamburg, auf der Veloroute 1 weiter, Rheingoldweg Rissen, vorbei Schöns Park, links rum in den Klövensteenweg, erneutes Queren der Wedeler Au.

Links rum entlang des weitgehend von Kiefern frei gestellten Schnaakenmoors.

Nun ist das mit Mooren so eine Sache. Freistellen ist schon prima. Am Wichtigsten ist aber, bis zu erwünschter Zielvernässung Abflüsse zu minimieren bzw. zu stoppen – und vor allem, dass es einen Niederschlagsüberschuss gibt. Das war bekannter Maßen in 2018 und 2019 nicht der Fall. – Inzwischen, ablesbar an online-Gewässerpegeln, reichen die Niederschläge immerhin seit Oktober zwar aus, regelhaft Mittelwasser zu halten (das war z.B. im Vorwinter „einen tiefer“, durchweg bei Niedrigwasser – Wahnsinn, für die „nasse“ Jahreszeit!). Aber Forstleute weisen regelhaft darauf hin, dass für „Normalverhältnisse“ auch weiterhin noch allerhand Wasser fehlt, den Wurzelhorizont der Bäume zu durchfeuchten.

Immerhin, wo oberflächig wasserundurchlässige Schichten anstehen, staut sich bereits mehr oder weniger ein.

Im östlichen, vor einigen Jahren entbaumten Moorbereich dominiert Pfeifengras. Für Moorverhältnisse fehlen noch 2-4 Dezimeter Wasser.

Nördlich des Weges erscheint die Optik günstiger, immerhin stauen die Gräben inzwischen ein.

Tümpel, Heide, Moor – solch Kulturlandschaft will ständig beobachtet und unterhalten sein.

Angesichts oberflächennah undurchlässigem Untergrund stauen sich die jüngeren Niederschläge in diesem Tümpel großflächig.

Ein anderer, vor jüngerer Zeit angelegtere Tümpel – hier fehlen sichtlich die 2-4 dm, auch leidet sein Umfeld offenbar unter häufigem Besuch frei laufender Hunde.

Auch und gerade als Hundefreund muss immer wieder klar sein: Gegen Trinken am Rand wird kaum jemand etwas einzuwenden haben. Aber das flächige Herumstöbern („meiner tut nix!“) stört Flora und Fauna erheblich und ist daher aus gutem Grund verboten.

Der Tümpelrand, Wasserdefizit, Heide, Kiefernwald.

Andere Wegseite, Reste eines Birkenbruchs, Pfeifengras.

Wunsch nach Heide – was früher Zeichen der Flächenübernutzung war, ist heute mangels Ursache und neuer Ursache Nährstoffüberschuss über den Luftpfad ein mühsamer Kampf um Verjüngen und Erhalt.

Wald, Heide, Moor, Fliess- und Stillgewässer – der abwechslungsreiche Klövensteen ist eins meiner Lieblingsziele. Das muss sich nicht mit meinem Bevorzugen von standorttypischer Sukzession, z.B. bei meinem Bach-Tick hin zum standorttypischen Uferbaum, zur Baumallee, zum Auwald beissen – alles zu seiner Zeit an seinem Ort.

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