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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Früh morgens geht`s los zur Exkursion der Vorlesung „Hydrobiology“ an der TU Hamburg-Harburg. Das Wetter sieht vielfältig, vielversprechend aus – Mal sehen, ob auch Vielfalt in den Gewässern herrscht.

Ein buntes Völkchen aus aller Welt ist am Bahnhof Tostedt angekommen. 24 Studenten aus 15 Ländern – für sie gibt es heute Neues zu sehen.

„Den Spiegel brechen“ ist ein wichtiger Begriff, wenn aus öden Sandwüsten – auch wenn`s drumrum vielleicht schön grün aussieht – lebendige Bäche werden sollen.

Und so kann das beispielsweise im Detail aussehen. Wo vorher kaum Organismen auf 100 m² lebten, sind jetzt an die 10.000 auf EINEM m² zu finden.

Standorttypische, gesunde Bachoberläufe weisen  eine geradezu unvorstellbare Produktionskraft bei Arten- und Individuenvielfalt auf.

Turbulenz auf Kiessohle – die hellen, von Algen befreiten Stellen lassen ahnen, dass hier die Bachneunaugen zu laichen begonnen haben.

Erhöhte Strukturvielfalt mit der Schwarzerle am Ufer und Gewässerpflanzen in der Sohle. Flache und tiefe Stellen wechseln sich durch wieder erzeugte, hohe Strömungsvielfalt ab.

In Minibussen und Pkw geht`s weiter.

Die Historie der Eiszeitlandschaft, Moränen, Dünen, übernutzte Heide, arme (und reiche) Menschen, Waldentwicklung, heutige Zeit seit Erfindung des Kunstdüngers werden vermittelt.

Durch selektive Nutzung von Einzelbäumen wird der früher dunkle Nadelwald lichter, Heidelbeeren bedecken den Boden, Laubbäume folgen.

Eine Alt-Erle als Zeugin der Vergangenheit zeigt den früher schmalen Bach. Durch vielerlei menschengemachte Gründe ist diese, die Gewässerturbulenz erhaltende Breite einer Überbreite, vor dem Baum sichtbar, gewichen. – Es handelt sich um ein Schadbild, keine „schöne Bucht“.

Das Drüsige Springkraut, ein alles überwuchernder Neophyt, hat sich auch in der Este teils flächenhaft ausgebreitet.

Da das Drüsige Springkraut so gut springen kann, ist es auch im Wald zu finden – wenn es dort nicht vielleicht durch Imker gesät worden ist.

Noch sehen wir heimische Frühblüher wie das Wechselblättrige Milzkraut.

Auch Sauerklee blüht auf moosigem Moränenwaldboden.

Zur besseren Gewässerentwicklung sind am Ufer der Este einst angelegte Nadelholzforsten entweder inzwischen abgeholzt worden, oder es ist, wie aktuell hier, zumindest ein Randstreifen frei geschlagen, damit heimische Laubbäume wachsen können.

Hier ist – Wechsel links nach rechts – der Weg vom dunklen Nadelforst zum standorttypischen Auwald (im Hintergrund bereits ausgeprägt) vorstellbar.

Kolk-Rauschen-Abfolge, entwickelt durch die Este selbst, eingeleitet durch wiederholt aufgefüllte Kies-Depots am rechten Ufer (vorn, ausserhalb des Fotos). Laichende Meerforellen gestalten die vielfältige Morphologie aktiv mit.

Meerforellenlaichbett-Morphologie von rechts nach links: Laichkolk, bachab Kieshügel mit den Eiern / dottersacktragenden Jungfischen drin, die anschliessend herauskommen und sich verstecken.

Bachflohkrebse, runde und strömungsstarke, flache Eintagsfliegenlarven diverser Altersstufen sind in großer Zahl – in geringerer Zahl auch Steinfliegen – angesichts der entstandenen Kleinlebensraumvielfalt anzutreffen.

Wermutstropfen an beispielhafter Vorführstrecke: frühere Großfischunterstände am unterspülten Waldufer sind durch Großsteinschüttung vernichtet. SO, ohne die Verstecke, wird die weitere Nutzung der hervorragenden Laichbettstruktur künftig in Frage gestellt. – Fortbildung tut Not!

Lernende Gewässerunterhaltung – wo der Abfluss nicht beeinträchtigt wird, kann Totholz liegen gelassen und in seiner Wirkung beobachtet werden. Der Bachlebensraum gewinnt ganz erheblich.

Wir sind zum „top of the world“ gefahren, Wasserscheide zwischen Elbe und Weser. – Oha, ein Hagelsturmschauer zieht gewaltig vorbei. Wir warten in den Fahrzeugen.

Typisch April – die Front ist über uns hinweggejagt. Wir können vom Hügel aus die beiden Großeinzugsgebiete sowie die exzessive, ohne Boden und Wasser schützende Rahmenbedingungen versehene, hoch subventionierte Landnutzung studieren.

Agrarlandschaft, fehlsubventioniert: Randstreifen- und damit Lebensraumvernichtung, Erosion leichter Böden durch Mais ohne Untersaat und vieles mehr.

Die Busse warten, weiter geht`s.

Este oberhalb der Brücke B 3: Sturmwind aus West bläst gegen den Wasserabfluss Wellen auf.

Der nächste Schauer – wir konzentrieren uns, unter der Brücke geschützt, auf Gewässerstruktur und -leben.

Wellenansicht unter der Brücke – nicht durch Wind, sondern rau hergestellte Gewässerkiessohle provoziert.

Und schon scheint nach Durchgang des Regensturms wieder die Sonne – wir tauchen auf.

Maigrün mitten im April – die Exkursion hat allen gefallen. Der Metronom nimmt die Teilnehmer am Bahnhof Tostedt mit, zurück nach Harburg.

 

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Zum 7. Hamburger Umweltstiftungs-FORUM trafen sich 14 Stiftungen, um sich über Aufgaben, Ziele, Arbeitsschwerpunkte und Zusammenarbeit auszutauschen. Die Veranstaltung fand auf Einladung der Buhck-Stiftung und der Edmund Siemers-Stiftung im Hanna Reemtsma Haus, Rissen, statt. Ort, Ausstattung und Umgebung begeisterten.

Themenschwerpunkt waren Bäche und kleine Flüsse, die 80 % unserer Fliessstrecken ausmachen, gleichwohl immer noch nicht die nötige Aufmerksamkeit für notwendige Verbesserungschritte erhalten. Barbara Engelschall trug im zweiten Vortrag über den Regionalpark Wedeler Au vor, in dem ebenfalls anhand der Gewässerachse Düpenau – Mühlenau – Pinnau der Gewässerlebensraum einschliesslich seiner Erlebbarkeit über Wander- und Radrouten verbessert werden soll.

Zum Abschluss fand eine Begehung einer vom NABU Hamburg-West restaurierten Strecke der Wedeler Au statt.

Die Wedeler Au bachab der Zufahrt zum Hanna Reemtsma Haus zu Beginn der Veranstaltung. Aus dem überbreiten Kanal (vorn noch wahrnehmbar) ist mit Kies, Geröll und Totholz wieder ein sich windender Bach entstanden.

Abendlicher Aspekt der Wedeler Au mit neu geschaffener Turbulenz. Der Bach ist wieder als Lebensraum verbessert und über Auge und Ohr erlebbar.

Das nächste Umweltstiftungs-FORUM wird im Herbst stattfinden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich auf den Duvenstedter Brook.

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Alles auf Grün, es kann losgehen!

Alles auf Grün, es kann losgehen!

Allen Leserinnen und Lesern meines Blogs wünsche ich mit dem Roland, Wedel, ein interessantes, gesundes 2017 ! (Der Richtungspfeil ist nur einer von vielen – möge das Wahljahr vor Abgabe der Wahlzettel die Gedanken erleuchten.)

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Wasser braucht das Land! Bei Regen startet unsere Exkursion entlang der Alb in Karlsruhe. - Was für ein Startpunkt, Symbol für sauberes Wasser ...

Wasser braucht das Land! Bei Regen startet unsere Exkursion entlang der Alb in Karlsruhe. – Was für ein Startpunkt, Symbol für sauberes Wasser …

Schon interessant, was uns die örtlich Fachkundigen erzählen. Diese Parkstrecke in Karlsruhe ist ein innerstädtisches FFH-Gebiet.

Schon interessant, was uns die örtlich Fachkundigen erzählen. Diese Parkstrecke in Karlsruhe ist ein innerstädtisches FFH-Gebiet.

Restaurierungen, wohl überlegt, baut man hier bis an die Mittelwasserlinie - so auch Infrastruktur. Der Regen hat die Alb auf über Mittelwasser ansteigen lassen.

Restaurierungen, wohl überlegt, baut man hier bis an die Mittelwasserlinie – so auch Infrastruktur. Der Regen hat die Alb auf über Mittelwasser ansteigen lassen.

Diese Buhne allerdings ist höher angelegt, daher noch nicht überströmt.

Diese Buhne allerdings ist höher angelegt, daher noch nicht überströmt.

Wie gut, dass eine Erle das Ufer sichert und das Ufer steinreich ist. - Da mit der Strömung ausgerichtet, wird bei höheren Wasserständen überschiessendes Wasser voll in die Böschung gehen.

Wie gut, dass eine Erle das Ufer sichert und das Ufer steinreich ist. – Da mit der Strömung ausgerichtet, wird bei höheren Wasserständen überschiessendes Wasser voll in die Böschung gehen.

Da in vielen Veröffentlichungen, ja auch Fachbüchern, oft genug nur die Einbauten, leider aber nicht Rahmenbedingungen hinreichend dargestellt werden, würde solch Einbau wie hier in Gegenden mit „weicheren“ Böden und womöglich ohne standorttypischen Gehölzsaum eine massive Ufererosion provozieren. – Wo „geht“ so etwas in meist intensiv genutzter Landschaft? Wer zahlt die Ausbaggerung in Gang gesetzter Bodenbestandteile bei ihrer Ablagerung andernorts? – Wie gesagt, bei Karlsruher Randbedingungen kein Problem.

Große Steine, inzwischen alle überströmt, beleben das Strömungsbild.

Große Steine, inzwischen alle überströmt, beleben das Strömungsbild.

Löcher in der Park- / Au- / FHH-Wiese - wohl von Hunden auf Wühlmaus- oder Maulwurfsuche verursacht. Wildschweine sollen es hierher noch nicht geschafft haben. (Kommt mit Sicherheit noch.)

Löcher in der Park- / Au- / FHH-Wiese – wohl von Hunden auf Wühlmaus- oder Maulwurfsuche verursacht. Wildschweine sollen es hierher noch nicht geschafft haben. (Kommt mit Sicherheit noch.)

Am anderen Ufer ein Erosionshang, Zeichen hohen Besucher- und Nutzungsdrucks.

Am anderen Ufer ein Erosionshang, Zeichen hohen Besucher- und Nutzungsdrucks.

Auf dem Rückweg sehen wir noch drei Kolkraben, die einen großen Greif so hartnäckig ärgern, dass er aus den Auwaldbäumen abfliegt.

Auf dem Rückweg sehen wir noch drei Kolkraben, die einen großen Greif so hartnäckig ärgern, dass er aus den Auwaldbäumen abfliegt.

Zeichen unserer Zeit - die Brücke sieht neu genug aus, das zu tragen.

Zeichen unserer Zeit – die Brücke sieht neu genug aus, das zu tragen.

Nach getaner Arbeit und Mittagessen haben wir Gelegenheit, in der Versuchshalle Aufbauten für hydraulisch-ökologische Untersuchungen anzusehen. Wir sind auf die Veröffentlichung gespannt, wie sich die Fische im Versuchsgerinne verhalten haben - angesichts dessen Sterilität sicher nicht gewässerkonform, oder?

Nach getaner Arbeit und Mittagessen haben wir Gelegenheit, in der Versuchshalle Aufbauten für hydraulisch-ökologische Untersuchungen anzusehen. Wir sind auf die Veröffentlichung gespannt, wie sich die Fische im Versuchsgerinne verhalten haben – angesichts dessen Sterilität sicher nicht gewässerkonform, oder?

Ab geht`s mit dem Zug, pünktlich gen Norden.

Ab geht`s mit dem Zug, pünktlich gen Norden.

Bevor wir allerdings Mannheim erreichen, zwingt uns ein "Personenschaden im Gleis", zurückzufahren und unplanmäßig den Bahnhof Bruchsal als zeitweiligen Standplatz kennenzulernen.

Bevor wir allerdings Mannheim erreichen, zwingt uns ein „Personenschaden im Gleis“, zurückzufahren und unplanmäßig den Bahnhof Bruchsal als zeitweiligen Standplatz kennenzulernen.

Die Fahrt geht dann bald weiter, nordwärts, und ich lande glücklich in Hamburg, habe eine gute Weiterfahrt. – Bei dieser Fahrt habe ich mich über Hin- und Rückfahrt an jeweils ca. 90 Minuten Verspätung gewöhnt. Schnell tags drauf die Formulare ausgefüllt, kleine Entschädigung folgt. Danke, Bahn (der Service ist ok)!

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Und noch ´ne Reise – auf nach Karlsruhe unter den Stichworten „Buhnen zur Lebensraumverbesserung“ und „Instream River Training“. Zu Ersterem wird gearbeitet, beim Zweiten trage ich – mal wieder – vor „Viel Lebensraum für wenig Geld: Instream Restaurieren“.

Wer`s hören und sehen möchte, wie mit wenig Aufwand die heutigen Gewässerwüsten wieder Lebensraum-Paradiese werden, verabredet einen Termin mit mir.

Ich hatte die Reise gen Süden ja schon im Schnee-Blog vom 8. November angekündigt, irgendwie wirkte der Schnee noch weiter …

Vor Sonnenaufgang geht`s in Wedel los. Kamera und Kameramann sind nur zu unscharfem Foto in der Lage.

Vor Sonnenaufgang geht`s in Wedel los. Kamera und Kameramann sind nur zu unscharfem Foto in der Lage.

Super, der ICE läuft pünktlich im Hamburger Hauptbahnhof ein.

Super, der ICE läuft pünktlich im Hamburger Hauptbahnhof ein.

Uuuups, erster Stopp auf der Süderelbbrücke.

Uuuups, erster Stopp auf der Süderelbbrücke.

Was hat das zu bedeuten? ! ?

Was hat das zu bedeuten? ! ?

Die Ansage verspricht uns eine Verspätung von 50 Minuten: Da der recht frühe Schneefall mit gut Wind auf noch beblätterte Bäume stiess, kamen überreichlich Kräfte in Aktion, die die Bahnstrecke Hamburg-Hannover durch Oberleitungsschäden weitgehend lahm legten. Wir fahren also über Bremen – nach Hannover.

In Karlsruhe - bei Regen - angekommen. Ich wohne nahe dem Ludwigsplatz. Der falsche Genetiv im Foto ist einem Firmennamen geschuldet (es gibt auch Firmen mit richtigem "Ludwigs").

In Karlsruhe – bei Regen – angekommen. Ich wohne nahe dem Ludwigsplatz. Der falsche Genetiv im Foto ist einem Firmennamen geschuldet (es gibt auch Firmen mit richtigem „Ludwigs“).

Der Nachmittag konnte Dank dann 90minütiger Zugverspätung für Arbeiten etwas geringer genutzt werden als vorgesehen.

Ein paar bunte Vögel beleben den Abend.

Ein paar bunte Vögel beleben den Abend.

Tags drauf sieht das Wetter freundlicher aus. Eine Rabenkrähe weist mir den Weg: links rum.

Tags drauf sieht das Wetter freundlicher aus. Eine Rabenkrähe weist mir den Weg: links rum.

Ziel erreicht.

Ziel erreicht.

Gestern texteten wir hier unterm Dach - morgen wird das wieder der Fall sein.

Gestern texteten wir hier unterm Dach – morgen wird das wieder der Fall sein.

Heute aber ist Seminartag - mit 65 Teilnehmern gut besucht.

Heute aber ist Seminartag – mit 65 Teilnehmern gut besucht.

Halle IV bietet alles, was wir brauchen.

Halle IV bietet alles, was wir brauchen.

Teilnehmerschlange auf dem Weg zum Mittagessen - hindurch durch die Wasserbauhalle mit Großmodellen.

Teilnehmerschlange auf dem Weg zum Mittagessen – hindurch durch die Wasserbauhalle mit Großmodellen.

Das freut den Fachmann - und der Laie wundert sich.

Das freut den Fachmann – und der Laie wundert sich.

Zum Schluss noch gute Vorträge zur uferschonenden und lebensraumverbessernden Wirkung des Instream River Training - hier ein Hochwasserdurchgang.

Zum Schluss noch gute Vorträge zur uferschonenden und lebensraumverbessernden Wirkung des Instream River Training – hier ein Hochwasserdurchgang.

Ein anderer Umgang mit unseren Gewässern macht gut Sinn.

Ein anderer Umgang mit unseren Gewässern macht gut Sinn.

Es ist Abend geworden. Morgen wartet noch eine Exkursion (und weitere Text-Arbeit).

Es ist Abend geworden. Morgen wartet noch eine Exkursion (und weitere Text-Arbeit).

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Schritt für Schritt geht das Restaurieren der Bach-Lebensräume weiter. Am 12. November war ein weiteres Teilstück der Wedeler Au auf Hamburger Landesgebiet dran. Hier im Blog ist bereits am 4. Juni über die vorige Aktion berichtet worden. Ein Besuch des jetzigen Aktionstages lohnt also.

Puh, kalt - "wind chill" - ich erreiche das Wedeler Autal.

Puh, kalt – „wind chill“ – ich erreiche das Wedeler Autal.

Das Norddeutsche Tiefland ist nicht überall flach. Immer "bergan" geht es Richtung Treffpunkt, die Sonne durchbricht den Hochnebel.

Das Norddeutsche Tiefland ist nicht überall flach. Immer „bergan“ geht es Richtung Treffpunkt, die Sonne durchbricht den Hochnebel.

Angekommen, Blick bachaufwärts - hier wird im Frühjahr 2017 eine größere Baumaßnahme mit Bagger das Bachumfeld verbessern, auch Hochwasserrückhalt schaffen.

Angekommen, Blick bachaufwärts – hier wird im Frühjahr 2017 eine größere Baumaßnahme mit Bagger das Bachumfeld verbessern, auch Hochwasserrückhalt schaffen.

Herbstlich - ein kurzes Stück Stein-befestigter Uferweg entlang der Wedeler Au.

Herbstlich – ein kurzes Stück Stein-befestigter Uferweg entlang der Wedeler Au.

Sehr gut sehen sie aus, die inzwischen 2jährigen Windungen des nun belebten Bachs.

Sehr gut sehen sie aus, die inzwischen 2jährigen Windungen des nun belebten Bachs.

Auch hier zeigt sich, wie das früher überbreit kaputt gebaggerte Niedrigwasserprofil von den Restaurierungen mit Stein und Holz profitiert. Turbulente Strömung kennzeichnet das nun belebte Niedrigwasserprofil.

Auch hier zeigt sich, wie das früher überbreit kaputt gebaggerte Niedrigwasserprofil von den Restaurierungen mit Stein und Holz profitiert. Turbulente Strömung kennzeichnet das nun belebte Niedrigwasserprofil.

Wie üblich transportieren fleissige Helferinnen und Helfer standorttypische Kiese in den Geestbereich der Wedeler Au.

Wie üblich transportieren fleissige Helferinnen und Helfer standorttypische Kiese in den Geestbereich der Wedeler Au.

Auch für "Stör-Steine" ist gesorgt.

Auch für „Stör-Steine“ ist gesorgt.

Einer von vielen gekennzeichneten Einbauorten.

Einer von vielen gekennzeichneten Einbauorten.

Es hat sich als segensreich herausgestellt, wenn Aktionstage wie hier in guter Vor- und Zusammenarbeit zwischen einem fachkundigen Büro, der Wasserbehörde und dem die Restaurierung voranbringenden Umweltverband verlaufen. Alle wissen um Ziel und Weg, die Wedeler Au und ihre Bewohner freut`s.

Auf diese Einengung mit Laichplatz-Charakter kann noch depotartig weiterer Kies platziert werden. Wenn es dem Bach "zu viel" ist, wird er es bei höheren Abflüssen an geeignetere Plätze verwirbeln.

Auf diese Einengung mit Laichplatz-Charakter kann noch depotartig weiterer Kies platziert werden. Wenn es dem Bach „zu viel“ ist, wird er es bei höheren Abflüssen an geeignetere Plätze verwirbeln.

Mal was anderes - Kies-Hümpel.

Mal was anderes – Kies-Hümpel.

Alle sind eifrig, Verpflegung wartet seitwärts auf geeigneter Fläche.

Alle sind eifrig, Verpflegung wartet seitwärts auf geeigneter Fläche. – Da kann ich ja getrost nach Hause fahren.

Bärig, diese Extensiv-Rinder im Winterfell - die können gut draussen bleiben.

Bärig, diese Extensiv-Rinder im Winterfell – die können gut draussen bleiben.

Eine Rabenkrähe begutachtet Baumaterial und -gerät für die Wegeverbesserung im Autal - war wohl in einem früheren Leben ein Tiefbau-Ingenieur.

Eine Rabenkrähe begutachtet Baumaterial und -gerät für die Wegeverbesserung im Autal – war wohl in einem früheren Leben ein Tiefbau-Ingenieur.

Ich verlasse das Wedeler Autal - noch immer mit Raureif überzogen.

Ich verlasse das Wedeler Autal – noch immer mit Raureif überzogen.

Vor dem Anstieg des Moränenhangs passiere ich einen Zufluss - schwimmender Auwaldsaum und wegen fehlender Störung lebendige Pflanzen kennzeichnen solch Lebensraum.

Vor dem Anstieg des Moränenhangs passiere ich einen Zufluss – schwimmender Auwaldsaum und wegen fehlender Störung lebendige Pflanzen kennzeichnen solch Lebensraum.

Mit dem Rad raus aus der Aue, aufwärts. Das nenne ich Lebensqualität - wo gibt es schon solche Naturvielfalt. Es gilt, sie zu erhalten und zu verbessern.

Mit dem Rad raus aus der Aue, aufwärts. Das nenne ich Lebensqualität – wo gibt es schon solche Naturvielfalt. Es gilt, sie zu erhalten und zu verbessern.

 

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Auf kleiner Rundreise westlich Hamburgs – da kann man was erleben.

Wohin man guckt, Herbstliches. Gleichwohl werden Temperaturrekorde geknackt, wie seit Tagen werden an die 30 Grad C erreicht.

Wohin man guckt, Herbstliches. Gleichwohl werden Temperaturrekorde geknackt, wie seit Tagen werden an die 30 Grad C erreicht.

Der Bewuchs wirft auch am späteren Vormittag noch lange Schatten auf den Radweg.

Der Bewuchs wirft auch am späteren Vormittag noch lange Schatten auf den Radweg.

Schafe schwitzen in ihrem Fell, kein Schatten am Deich.

Schafe schwitzen in ihrem Fell, kein Schatten am Deich.

Da sieht es im Wald doch bei Gegenlicht gleich ganz idyllisch aus ...

Da sieht es im Wald doch bei Gegenlicht gleich ganz idyllisch aus …

Igitt, die Idylle trügt! Es stinkt bestialisch, schräg links von mir lodern bis halbe Baumhöhe rote Flammen.

Igitt, die Idylle trügt! Es stinkt bestialisch, schräg links von mir lodern bis halbe Baumhöhe rote Flammen.

Jetzt bloß nicht weiter fotografieren – Luft anhalten und vorbeiradeln!

Information „Im Wald brennt es – da wird doch keiner bei dieser Trockenheit etwas abfackeln?!“ an eine Firma am Wegesrand gegeben – zu Hause zur Sicherheit noch die 112 gewählt. Es kam zum Einsatz, nicht nur die Feuerwehr, auch die Polizei war vor Ort.

Was für ein schöner Regenbogen! ? ? ?

Was für ein schöner Regenbogen! ? ? ?

Man glaubt es nicht! Wasserverschwendung mit unangepasster Technik und Beregnung zur heissesten Mittagszeit! Wird dafür wenigstens, messend, eine Abgabe fällig?!

Man glaubt es nicht! Wasserverschwendung mit unangepasster Technik und Beregnung zur heissesten Mittagszeit! Wird dafür wenigstens, messend, eine Abgabe fällig?!

Schliesslich sind die umgebenden Bachoberläufe durch verschienderlei Ursachen seit Monaten trocken!

Schliesslich sind die umgebenden Bachoberläufe durch verschiedenerlei Ursachen seit Monaten trocken!

Was dieses Gewurschtel am Ende dieses Blog-Beitrages soll?

Ganz einfach: Aus derselben Berufsgruppe, die so mit Wasser umgeht, kommt immerhin mindestens einer, der wie vorn gezeigt mit Feuer umgeht, wie der Feuerwehrbericht belegt, Einsatz Nr. 281 vom 14.09.2016.

Die Polizei erkundigte sich noch telefonisch bei mir, ob ich beim Passieren der Örtlichkeit Schäden an Lunge, Augen oder sonstige gesundheitliche Auffälligkeiten davon getragen hätte. Danke der Nachfrage, das Luft anhalten und schnelle Durchradeln hat`s – jedenfalls für mich – gut ausgehen lassen.

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