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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Wir mussten los, gespannt, was uns im Wechsel des Wetters Richtung Herbst erwartete.

Nach S-Bahnanfahrt hatten wir in Hamburg-Altona einen guten Start.

Wink des Himmels? Unerwarteter Stopp Himmelsthür – stellte sich als allzu dynamischer Autoraser durch Bahnschranken heraus. Polizei und Techniktrupps sortierten die Reste und regelten den Verkehr per Hand. Es ging weiter.

Da isser jaaaaa …
Diesmal müssen wir aber auch wirklich mal rauf.

Es soll also auf den Brocken gehen – ob Wille und Kondition ausreichen, werden wir am Ende wissen.

Der HarzElbeExpress, gesprochen „Die HEX“, brachte uns gut ans Ziel.

Immer gern wohnen wir in der Schlossstadt Wernigerode.

Diesmal bezogen wir eine Ferienwohnung in der Altstadt, Grüne Straße.

Irgendwie hatte der Urlaub etwas Meditatives.

Bernsteinfarbene Flüssigkeit – ein Genuss (aus dem Hause Hasseröder: Fürstenbräu Granat).

Farbenspiel.

Und der Wappenvogel – Auerhahn.

Auerhahn über Bernstein.

Und im Museum – das ist sehr empfehlenswert.

Nicht nur wegen des Auerhahn – mehr darüber demnächst hier im Blog.

Auf der Suche nach dem Wappentier Wernigerodes, für Stadt und Landkreis.

Wer das Wappentier Wernigerodes auf dem vorigen Foto nicht entdeckt hat, sieht es hier auf dem Gully-Deckel: die Bachforelle.

Herbstlich, Ausnahmstag feucht – für den Brockenaufstieg hatten wir einen trockenen Tag vorher gewählt.

Die Tour ab Schierke, über den Eckerloch-Anstieg, stellte sich als gute Wahl heraus.

Der Weg ist das Ziel.

Der Weg ist immer noch das Ziel.

Holziges im Anstieg.

Holz und Stein vereint.

Über Holziges und Steiniges wird es auch noch den einen oder anderen Beitrag später geben.

Ziel erreicht – trotz unzähliger Fotopausen in der angesagten Zeit von 2 Stunden.

Das Radeln zwischen Geest und Marsch, Wedel, hat doch für genug Kondition gesorgt. Die „alten“ Kletter-Trainings z.B. in der Böhmischen und in der Sächsischen Schweiz werden soviel Rest sicher nicht hinterlassen haben.

Ganz schön hoch.

Vom Brocken lässt sich`s gut tief blicken – wenn er denn nicht wolkenverhangen oder benebelt ist.

Mehr aus dem Umfeld Wernigerodes folgt demnächst.

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Nach einem Wassercamp ist vor einem neuen Wassercamp …

Aber zuerst müssen die Ergebnisse ausgewertet und präsentiert werden.

So waren an jedem Wassercamp-Tag an vielerlei Stellen scheinbar versunkene Gruppen zu sehen – nicht etwa abgeschlafft, sondern intensiv ihre biologischen und chemischen Daten diskutierend und auswertend.

Der Fischbestand wird vom erfahrenen E-Fischer geprüft.

Beim Elektro-Fischen werden Gewässerorganismen betäubt und nach Art, Zahl, Größe und vielem mehr in Bezug auf den Gewässerzustand beurteilt. Aus gutem Grund ist E-Fischen grundsätzlich verboten und nur durch fachlich Qualifizierte, die jeweils eine Erlaubnis beantragen, ggf. erlaubt. Wie hier, quasi zur Beweissicherung, gibt es eine solche Erlaubnis. Zuwiderhandeln wäre – wie Schwarzangeln generell – kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat (§ 293 StGB Fischwilderei).

Auch eine Wollhandkrabbe kam an Land bzw. ins Beobachtungs-Aquarium.

Ergebnisse des E-Fischens habe ich wegen erforderlicher vorzeitiger Abreise nur qualitativ mitbekommen. Es wurden neben Jungforellen vor allem Stichlinge, Gründlinge und Elritzen sowie Querder, Jungendstadien der Neunaugen, gefangen. Auffällig war das fast vollständige Fehlen von Aalen, Extrem-Ergebnis im überall festzustellenden Rückgang des Aalbestands unserer Gewässer. Ob das nahezu vollständige Fehlen von Großforellen eine Folge des diesjährigen extremen Niedrigwassers einschliesslich der überhöhten Maximalwassertemperatur ist, bleibt offen. Die in unserer intensiv genutzten Landschaft meist entbaumten Gewässer liegen schutzlos der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Auf diese Weise wird „effektiv“ die Lebensgemeinschaft der sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse „ausgeheizt“ (dem Link folgend kann kostenlos ein Buch zur Beschreibung unserer überheizten Landschaft und Anpassungen dagegen heruntergeladen werden).

Mehr Fotos, auch zur E-Befischung, sind im Link der Unterelbeschulen zu finden.

Wir sind gespannt, ob die Restaurierungen nächstes Jahr bei den Fischen Veränderungen zum Positiven belegen wird.

Alle Arbeitsmaterialien sind gesammelt und so sortiert, dass jede Schule ihre Ausstattung zurückerhält. Bald kommt der Bus.

Wir werden vorhandene Kiese am Ufer mit neuen Schüttungen als Depot ergänzen. Den hier abgebildeten Bach werden wir 2019 vom Kanal in einen lebendigen Bachoberlauf verwandeln.

Auch in den Gehegen soll die Struktur der Osterau verbessert werden – weniger Sand-Erosion und mehr Strukturvielfalt in Sohle und Ufer sind die Ziele.

Dies betrifft unter anderem die von Prallhängen angeschnittenen Moränenhänge. Hier werden Kies-Depots der Osterau mehr naturnahes Material zur eigenen Gestaltung bieten.

Aufmerksam beobachten Junghirsch und -kuh unsere Gespräche.

Auch ältere Hirsche wundern sich.

Das Wildparkgelände bietet gute Möglichkeiten zur Verbesserung. Die Baumkulisse ist ein wichtiger Baustein für die im Wildpark Eekholt vermittelte Umweltbildung.

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Wieder stand auch der Bau neuer Treibselsammler auf dem Programm.

Dafür waren Hölzchen und Stöckchen, vor allem aus Haselnuss und Weide, geschnitten worden. Reichlich Material.

Ganz Findige hatten auch Tragehilfen im Sinne „leichtes Gepäck“ vorbereitet.

Immerhin besteht im Wildpark Eekholt im Gegensatz zu sonst meist ausgeräumten Landschaften Akzeptanz für das Thema Totholz.

Wathosen, Hämmer, Säge, Astschere und mehr – transportiert ans obere Ende des Osterauwanderweges.

Schnell waren 2 Treibselsammler fachgerecht hergestellt.

Eine gute Hilfe beim Einrammen boten 2 neu hergestellte Metallhülsen mit Griff.

Die Treibselsammler 2017 wurden überprüft. Wo nötig, wurden ein paar Stöcke ergänzt – hier im Uferbereich, um Umströmung mit Land-Erosion zu verhindern.

Am Ende des Stegs war der Wurzelbereich des Sturzbaums so freigespült, dass ein Abdriften absehbar war. Um daraus resultierendes Wegsägen des Baums zu vermeiden, versuchen wir, Land aufzubauen.

Fachleute bei der Besprechung, wie der Treibselsammler gesetzt werden soll.

Die Entwicklung wird verfolgt. Mehr dazu im Lauf des nächsten Jahres.

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Hirschbrunft im Wildpark – Röhren zu hören, der Platzhirsch legt gerade eine Pause ein.

Wie bereits seit 10 Jahren findet auch in diesem Jahr das Wassercamp der Unterelbeschulen im Wildpark Eekholt an der Osterau statt. Voriges Jahr durften die Schülerinnen und Schüler erstmals mit Kies und Holz den Gewässerlebensraum verbessern – mit sehr gutem Erfolg.

Auch innerhalb der Gehege soll die Struktur der Osterau verbessert werden. Bei den vor-Ort-Absprachen wurden Eingeborene mit einbezogen: „Da im Prallhang am gegenüberliegenden Ufer macht eins der Kies-Depots Sinn.“ – Damhirschkuh: „Prima. Besser hätte ich es auch nicht vorschlagen können.“

Zur Vorbereitung des Wassercamps nächste Woche wurden 2 Vierachser Lkw Kies, aufgeteilt an zuvor vereinbarte Stellen am Ufer der Osterau, mit geeignetem Gerät geschüttet. Diese „Kies-Depots“ liegen als Angebot für den Bach und seine Lebewesen „zum Spielen“ bereit, werden während des Wassercamps noch ein wenig feinprofiliert als Uferschutz und Lebensraumangebot.

Der Kies, es kann losgehen.

Der Alt-Erlenbestand hinter einer scharfen Kurve soll geschützt werden. Nach 2 Kies-Lenkbuhnen 2017 wird eine dritte nun ergänzt.

Schüttung mit Frontlader-Trecker. Wichtig ist, die Strömungsturbulenz so zu lenken, dass das große Lebensraumangebot an und unter den Erlenwurzeln erhalten bleibt.

Das Depot ist fertig, wartet auf das Wassercamp.

Auch in der Kurve bachab des „Neunaugen-Laichkieses“ wird eine dritte Lenkbuhne vorbereitet.

Blick vom Flussneunaugen-Laichkies auf das neue Depot.

Querab vom Medizinalgarten herrscht an einer Haarnadelkurve Extremerosion, nimmt Fläche, gefährdet den Weg. Eine kleine Schüttung 2017 bietet weitere Ansätze.

Haarnadelkurve, Blick bachab.

Kies 2017 querab Medizinalgarten – wird ergänzt.

Depot wartet auf`s Wassercamp 2018.

Aufgrund der Flächenverluste kann hier nur der kleine Trecker mit Frontlader eingesetzt werden, neues Depot im Ausklang der Kurve entsteht.

Kurve am Ende des Osterauwanderwegs, Blick aufwärts.

Blick bachab – hier soll ein Kieslenker die Osterau schadlos Richtung Brückendurchlauf „trimmen“.

Start des Kiesdepots gut am Uferrand, damit keine Umläufigkeit bei Hochwasser entsteht.

Von der Brücke aus ist noch nichts zu sehen.

Die Kiesschüttung setzt sich, leicht gegen die Strömung gestellt, Richtung Bachmitte fort.

Ja, das wird was.

Während des Wassercamps werden Teile der Kiesdepots zu Unterwasser“nasen“ geharkt, so dass sie bei Mittelwasser turbulent überströmt werden. Das bietet, wie ganz oben im Link zu den Organismen gezeigt („mit sehr gutem Erfolg“), sowohl punktuellen Uferschutz als auch Strukturverbesserung für die Osterau. – Wir sind gespannt.

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Die Treibselsammler an der Ohlau, Bad Bramstedt, waren bei höherer Wasserführung testweise eingebaut worden, bei niedrigen Abflüssen kontrolliert und prinzipiell für gut befunden worden. Die uferschützende Wirkung und die Sandlenkung zum (Wieder-)Aufbau des Gleithangs waren erkennbar, die Besiedlung mit standorttypischen Tieren und die Ansiedlung von Pflanzen vielversprechend, wie verschiedene Beiträge hier im Blog belegen. Um ihre Wirkung zu verstärken, sollten einige am Ufer ergänzt, andere weiter in die Bachmitte verlängert werden.

Zwischenzeitig hatte dann durch buhnenartigen Umbau missverstandene Hilfeleistung stattgefunden, die die Durchlässigkeit für Wasser und die Lenkwirkung für Sand teilweise aufhob. Dies galt es rückgängig zu machen.

Trockenheit 2018 – der Pegelstand ist nun in einer Pfütze ablesbar, der Bach fliesst nebendran.

Treibselsammler bachauf – mal sehen, was uns erwartet.

So soll das nicht aussehen!

Der zu lenkende Sand wurde bereits von der obersten „Buhne“ statt im Gleithang abgelegt in den Prallhang weggedrängt – der sollte aber gerade frei gespült werden …

Mit Astschere und Muskelkraft sind die Quereinbauten entfernt, lose Stöcke der Treibselsammler wieder befestigt worden.

Damit ist die vorgesehene Wirkung wieder hergestellt.

Wo nötig, wurden ergänzende Pfähle in den Gewässergrund gerammt. Buntes auf der Wasseroberfläche zeigt, dass Interessierte die Aktion von der Brücke aus verfolgen.

Interessierten werden selbstverständlich im Gespräch die Situation der Ohlau und die Wirkungsweise von Restaurierungen mit Stein und Holz erläutert.

Bachab der Brücke haben wir eine weitere, ungewollte Erosions- und Sandquelle festgestellt. Schnell wird ein weiterer Sammler angelegt – auch hier im Blick interessierter Passanten.

Und fertig – solche Art Arbeit macht Spaß!

Dann wollen wir demnächst mal gucken, ob dieser erfreuliche Anblick erhalten bleibt und die Treibselsammler wieder die erwünschten Wirkungen für Bach, Tiere und Pflanzen erzielen.

 

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Exkursionswetter ist angesagt für Sonnabend, den 14. Juli. Wir treffen uns um 10 Uhr in Pinneberg, wo die Mühlenstraße die Mühlenau quert. Von dort gehen wir die im Vorjahr mit Kies beschickte Strecke punktweise an. Wer mit Rad kommt, erledigt das radelnd. Wer gut zu Fuss ist, ist auch ohne Rad willkommen, schafft die Strecken auch so – verpasst eventuell ein Bisschen Schnack vor der Ankunft am jeweils neuen Beprobungsstopp.

Das wird also keine Kilometer-Rekord-Tour (ca. 2 km Strecke in 2 Stunden), sondern ein näheres Kennenlernen des Lebensraums Bach und seiner Bewohner.

Kurzentschlossene melden sich bitte unter e-Mail koenen-stender@online.de

Wie die Edmund Siemers-Stiftung so schön schreibt, werde ich „mit einem Küchensieb bewaffet“ sein.

Das berühmte Küchensieb am Besenstiel.

Mit ein Bisschen Glück gelingt es mir neben dem Beschreiben der Abflusssituation und der Wasserpflanzen, diverse Tierchen zu fangen und ihr Leben zu erläutern.

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Umfeld Seeve, Hittfeld – Meerforellenwetter.

Hauptsache, die Meerforellen wissen das auch !?

Oha, ein halber Meter Wasser „fehlt“ – kein Wunder bei andauernder Trockenheit.

Wie man sieht, fehlen streckenhaft auch Bäume, d.h. wichtige Fischunterstände.

Blick durch noch `ne Baumverlustlücke: Das Auto habe ich so geparkt, dass Schatten drüber wandern wird.

Frühsommerfarben weiss, blau, grün, gelb, rot.

Weiss ist das neue Grün – die Gespinstmotte hat sich eine Traubenkirsche gegönnt.

Keine Angst. Es besteht Hoffnung, neues Grün entsteht bereits.

Baumlos gewordene, unerwünschte Erosionsorte sind durch Kieslenker gesichert, die Gewässersohle belebt.

Lenker-Turbulenz Richtung Seeve-Mitte.

Am Baumsaum nagt auch die Erlenkrankheit.

Turbulenz in kleinem Nebenbach.

Durch diese hohle Gasse muss er kommen.

Oha, Alterserscheinungen im „Torbogen“. Lange wird hier niemand mehr durchgehen.

Unschöner Anblick beim Angelstart. Überholte Großsteinlängsbefestigung blockiert Erlenwurzelunterstände, hält den Bach öde.

Das Niedrigwasser lässt die Bedeutung der Erlenwurzel als Fischlebensraum erahnen, Quadratmeter-große Versteckflächen, ein „Dach über dem Kopf“.

Flottierende Großwurzeln gehören dazu (manch „Saubermann“ hat die im Wahn schon abgesägt).

Totholz – schön, wo es das gibt. Über und über mit Köcherfliegenlarven besiedelt.

Es ist eine interessante Zeit, Libellen aller Kategorien fliegen – hier: Calopteryx virgo, Symbol für den sommerkühlen Bach.

Den Steinfliegen ist auch der Kragen geplatzt, die Erwachsenen sind auf Hochzeits-Tour.

So auch die Große Maifliege aus der Gruppe Eintagsfliegen.

Und noch `ne Eintagsfliege, unscharf.

Insgesamt ist diese Strecke noch erfreulich von einer alleeartigen standorttypischen Baumkulisse begleitet.

Einige Alt-Erlen könnte man glatt für alte Eichen halten.

Alt-Erle, vielfältig.

Kaum sonst zu sehende Schlupfwespen (oder was ist das) sind hier zu finden.

Die Natur stellt doch die besten Insekten-Hotels – lassen wir die Bäume wachsen, älter werden.

Zum Schluss noch ein Abbild niedersächsischer Realität: Maisacker bis an die Bachoberkante.

In Niedersachsen, aber auch anderswo, scheint sich für wirklichen Gewässerschutz niemand wirklich zu interessieren. Lobbyismus aller Orten, dort landet auch unser Steuergeld. Es ist längst überfällig, diese Zahlungen an klare Sozialverpflichtungen gemäß fachlicher und rechtlicher Anforderungen zu knüpfen.

Wo ist nun die Meerforelle, sind die guten alten Zeiten vorbei? Wenn ich dänische Lachsflüsse ansehe und die Meerforellenstatistik anklicke, ist es wohl auch bei uns noch einen Monat hin, bis sich so richtig was tut. Vielleicht kommt ja auch ein ordentlicher Regenschauer und erhöht den Lockstrom.

Bei all diesem könnte aber auch der Spruch des Junior greifen „Dem Vatter muss man die DigiCam wegnehmen – der angelt ja garnicht!“.

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