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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Wir parken südlich, nicht weit vom Schloss Ludwigslust.

Auf dem Weg Richtung Schloss – jede Menge neue Bäume.

Überlauf Bassin – „die Kaskaden“, im Hintergrund die Alte Wache.

Das Schloss – wir erleben den sich leerenden Vorplatz als Rennpiste – hoppel, hoppel, holterdipolter.

Als Potentat ist es immer gut, wenn man die Kirche im Blick hat – Sichtachse Schloss – Kirche.

Gebäude-Ensemble im Schlosspark, Parkteich.

Da ist er, der angesagte Regen – wir stellen uns kurz am Waldrand unter.

Unser Ziel ist die Steinbrücke.

Nach bachauf sieht es kanalartig, aber fast naturnah aus (es fehlt der beidseitige Baumsaum …).

Aber (der Mensch meint) Wasser in einem Schlosspark will gestaltet sein.

Bittesehr, Wasser im Park – vermutlich einst ein wesentliches Element des Stolzes.

Die Waldpartien dagegen bieten das gesamte Spektrum des Baumlebens – hier: Wurzeln in der Krone eines vermutlich früher geschneitelten Baums mit Abriss einer Teilkrone.

Sichtachse zwischen zwei Waldpartien.

Stehendes Buchentotholz. Leider weisen städtische Bauhöfe selten solchen Mut auf, was die Höhe stehenbleibenden Stamms bei Sicherheitsentfernen von Kronen betrifft.

Am Fuß einer AltEiche.

Potentielle neue AltEichen, jüngste Kinder.

Richtung Ende des Lebens – da lebt immer noch was im toten Baum.

Selten so erlebbar – riesige Hainbuche.

Bach-Mäander, gut geputzt, trocken.

Ooooh, grooooß !

Allee-Sichtachse zum Schloss bzw. vom Schloss weg.

Gebaute Ruine – musste sein !

Kontrast gebaute Ruine und lebendiger Wald.

Klare Zeichen des Wassermangels auch im Großen Teich.

Ist den Enten egal – „Schwänzchen in die Höh`“.

Einer der Charakterbäume am Rand der großen Wiese vor dem Schloss.

Abendsonne im Schlosspark.

Auf dem Rückweg, vorbei am Schloss.

Lange Schatten, Schlossplatz.

Blick in die ruhige Schlossstraße.

Schlossstraße, Abendhimmel. – Wie die Zeit vergangen ist!

Sonnenuntergang, Rückfahrt Richtung Rüterberg.

Die Elbe, Rüterberg, drüber steht der Halbmond.

Den Besuch im Schlosspark Ludwigslust empfanden wir als ausserordentlich abwechslungs- und lehrreich, wir haben ihn genossen. Genossen haben wir zum Abschluss auch noch je einen Eisbecher in der Alten Wache (genauer gesagt, angesichts des angenehmen Wetters, davor sitzend). Ludwigslust wird sicherlich eins der nächsten Ziele bei unseren Städtebesuchsreisen 2020 sein. Zu sehen gibt es reichlich, das Umfeld ist interessant und etliche Radtouren (die ich gerade auf der Stadtseite nicht wiederfinde – ah, die stehen auf der Amt-Seite) locken.

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Auch dieses Jahr kamen um die 100 Schülerinnen und Schüler diverser Unterelbeschulen in den Wildpark Eekholt für ihr jährliches Wassercamp. Während das Beproben, Messen und Interpretieren des Gewässers und seiner Bewohner bereits mehr als 10 Jahre Tradition hat, startete das Restaurieren des Lebensraums Osterau mit Kies und Holz erst 2017. Die Gewässerorganismen reagierten mit Arten- und Individuenzahlen sehr positiv, laichende Flussneunaugen und Meerforellen nahmen die neu angebotenen Laichplätze sofort in der ersten Laichsaison nach Einbau an (zu finden hier im Blog über die Suchfunktion, z.B. mit „Wassercamp [ xy Jahr]„).

Kurz zuvor, siehe voranstehender Beitrag, war Kies zum Ergänzen alter Schüttungen sowie an neuen Plätzen in die Osterau gegeben worden.

Am Eingang des Wildparks begrüsst eine Tafel die tagesaktuell angemeldeten Gruppen.

Die Ausrüstung ist vollständig, der Transport geradezu professionell organisiert.

Was hier fast wie eine Morgenandacht aussieht, ist die Erläuterung für das anstehende Restaurieren im Gewässer.

Anschliessend verteilen sich die Gruppen mit ihren „Teamern“ auf die diversen Untersuchungsstellen sowie die Restaurierungsorte.

Die Holzarbeiten sind schnell erledigt. Ein Treibselsammler bekommt eine Ergänzung seiner unvollständigen Einbindung ins Ufer.

Das sieht gut aus – der Treibselsammler bindet nun ins Ufer ein.

Zur Wirkung der Treibselsammler („Hölzchen und Stöckchen“) gibt es ein schickes Foto im vorigen Beitrag (und auf jede Menge „Hölzchen und Stöckchen“-Beiträgen sowie z.B. in dieser Veröffentlichung).

Arbeitsaktiv im oberen Bereich des Osterauwanderwegs. Aus dem geschütteten Kiesdepot wird der Unterwasserlenker, leicht stromauf gerichtet, geharkt.

„Leicht stromauf gerichtet“ bewirkt am Unterwasserteil der Lenkbuhne, dass sich das überströmende Wasser mittig orientiert, zu schützende Ufer beruhigt sind und ggf. vom Bach neu aufgebaut werden.

Die oberste Lenkbuhne ist bereits fertig.

Im darauf folgenden, oberen Bereich wurde weiterer Kies angeliefert. Es wird weiter geharkt.

Die scharfe Kurve am Medizinalgarten mit mehreren Kiesschüttungen ist nun sehr tiefenvariabel in Quer- und Längsrichtung gestaltet.

Die Arbeitenden mit ihren Wathosen und leuchtenden Schwimmwesten erregen die Aufmerksamkeit vorbeikommender Wildparkbesucher. So manche Frage wird gestellt und beantwortet. Die Schülerinnen und Schüler sind sichtlich beeindruckt über das Interesse und stolz auf ihre Arbeit für ein lebendigeres Gewässer.

Auch das am weitesten bachab liegende Kiesdepot ist umgestaltet.

Mittagspause für die Wassercamp-Aktiven, auch die Messgruppen finden sich nach und nach ein. Ich danke allen für die gute Arbeit und fahre ab.

Im Verlauf Herbst – Winter – Frühjahr werde ich gelegentlich vorbeigucken, ob Laichaktivitäten festzustellen sind.

Gelegentlich werde ich mich auch als „Gehörnter“ mit prächtigem Geweih fotografieren lassen.

 

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Ein Bisschen Seevekanal ist ja bereits im Beitrag zum Taubenfütter-Hotspot Seeveplatz gezeigt.

Bachauf, jenseits der Bahngleise geht es weiter.

Hier hat das Bezirksamt Harburg vor etlichen Jahren mit Einbautests mit Holz begonnen, Bachpaten brachten später auch Kies ein.

Die so entstandene neue Struktur und Strömungsvielfalt haben dem Gewässer gut getan. Beeindruckend an dieser Strecke führen Erle, Esche und Weide vor, wie sich ein standorttypischer Baumsaum mit lichtem Schatten aufbaut. So sollte es überall an unseren Bächen und kleinen Flüssen aussehen.

Bachauf der Brücke – oha, offenbar schlägt wieder harte Gewässerunterhaltung mit häufiger Mahd über den Querschnitt zu. Der kleine Igelkolben, gelbgrün, das „Rasenmäher-Gras des Bachs“ zeigt die Artenreduzierung in falsche Richtung an. Vom standorttypischen Wasserstern, hellgrün links unten, ist nur ein flottierendes Polster verblieben.

Wir fahren zum Elbdeich, zur Seevemündung.

Die internationalen Studenten sind immer wieder beeindruckt, wie vielfältig die Landschaft zwischen Geest und Marsch in unmittelbarer Umgebung Hamburgs wahrgenommen werden kann.

Auf dem Elbdeich – an und auf der Elbe üben Feuerwehren.

Wir parken am Seevesiel, am Deich ein seltener Gast – ein Weissstorch.

Vorm Elbdeich, Tidehochwasser – die Klapptore des Seevesiels sind geschlossen. Erst wenn die Elbe tiefer abläuft, ist die Durchgängigkeit Seeve – Elbe wieder vorhanden.

Auwaldreste und Röhricht vorm Elbdeich.

Bachauf in Hörsten – unfassbar. Weiterhin Maisäcker im Naturschutzgebiet Untere Seeveniederung.

Und, wie im vorigen Foto, keinerlei Ackerrandstreifen. Eine Ahndung dieser bis auf die Böschungskante intensivierten und den früher vorhandenen Baumsaum weggepflügten Situation findet nicht statt.

Seeve Maschen, Bereich DB-Güterbahnhof – die hellen, faustgroßen Steine zeigen, dass bereits Meerneunaugen aktiv waren. Bis zum fertigen Laichplatz haben sie noch schwer zu arbeiten.

„Und hier, seitlich der flottierenden Wassersternpolster haben sonst um diese Zeit die Flussneunaugen bereits abgelaicht.“

Während ich das sage, die Studenten, sprachlos, sehen es wie ich im Augenwinkel, windet sich ein Flussneunauge um ein Wassersternpolster bis an die Wasseroberfläche – und schraubt sich fix drumrum wieder Richtung Gewässergrund. – Der Bruchteil einer Sekunde, alle sind begeistert.

Immer noch nicht abgestellte Ärgernisse – das Seevewehr ohne zeitgemäßen Umlauf und der Erosionsabriss am Fundament der Fußgängerbrücke.

Abhilfe wäre einfach. Kies-Geröllschüttungen würden als Sofortmaßnahme den Abriss an der Fußgängerbrücke und am Fischpasseinstieg so entschärfen, dass auch schwache Schwimmer diese Stellen passieren könnten. Nix zu machen.

Ein mäandrierender Umlauf um das Wehr wäre möglich, die benötigte Fläche ist in öffentlicher Hand. Nein, in Deutschland wählt man nicht die naturnahe „dänische“ Variante. Es wird – seit Jahren – über eine technische Prothese fabuliert.

So steht also das Wehr bei Sonne und Regen …

Hier, an seinem Startpunkt, treffen wir den Seevekanal wieder. Was „unten“ als Vermutung / Befürchtung erschien, erweist sich hier als Realität: harte Gewässerunterhaltung hat wieder zugeschlagen.

Flächig ausgemäht ohne Bedarf, die Bäume weitgehend entfernt – zurück in die Vergangenheit.

Nein, dies ist keine schöne, parkartige Landschaft. Aufgeastete Bäume, so überhaupt vorhanden, Überheizen des sommerkühlen Bachs – Maisäcker im Überschwemmungsgebiet. Nachhaltigkeit sieht anders aus (und dennoch subventionieren wir solches Tun).

Falsche Idylle.

Baum ab, ja bitte – falsch verstandener Hochwasserschutz.

Rezo hat ganz Recht. Mit solch Entscheidungsträgern ist kein Staat zu machen. Hiesiges Handeln ist rückwärtsgewandt.

Erfolgreich – der Neophyt Drüsiges Springkraut überwächst alle Freiflächen.

Aber es gibt auch gute Zeichen für gutes Handeln. Zielgerichtete Abwasserreinigung führte zum Anstieg der „guten“ Gewässerindikatoren in Arten- und Individuenzahl, hier eine kurz vor dem „an die Luft-Gehen“ stehende (ganz dunkel, harte Aussenhaut kurz vor dem Verlassen des Wassers) runde Eintagsfliegenlarve.

Und, aus derselben Gruppe, ein besonderes Anzeichen – 3 Wachstumsstadien der als Larve im Sediment grabenden Großen Maifliege. Solche Langzeitentwickler benötigen stabile Wasserqualität – ja, Abwasserreinigung konnten und können wir.

Wir sind – bei all den Handlungsnotwendigkeiten – begeistert über immerhin Erreichtes. – Ich unterquere die Elbe und fahre im Westen Hamburgs Richtung Wedel – beeindruckende Alt-Eiche in Sülldorf.

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Berlin-Besuch wollte „Äktschn“ – das können wir bieten, in „unberührter Natur“, wie es im Fernsehen immer so schön falsch heisst.

Blick durchs Brückengeländer, Verwunderung: da ist ja fast kein Wasser, das soll ein Bach sein ? !

Nach kurzer Wanderung durch Buchenmischwald – Niedrigstwasserführung.

Weite Teile des in die Wedeler Au eingebrachten Restaurierungs-Kieses und -Holzes liegen frei. Immerhin ist zu sehen, dass verbesserte Struktur entstanden ist. Die Farbe wie Waschmaschinenwasser ist dem gestörten Bodenwasserhaushalt (übermäßige Entwässerung von Randflächen) geschuldet. Massiv tritt gelöstes Eisen ein und fällt als Eisenocker aus. Der ergibt in geringer Konzentration bzw. in Entstehung diese milchige Trübung. In dünner Schicht auf ruhigen Wasserpartien täuscht er schon mal Öl vor – vgl. Broschüre, S. 6 unten. „Fett“, in hoher Konzentration bzw. Ansammlung, leuchtet er orange-rot.

Nach gutem Beobachten sind eigene Aktionen erwünscht – früh übt sich …

Das Sieb ist voll – mit Hölzern, Blättern. Ob da auch Leben drin ist?

Gut beobachtet! – Der Siebinhalt wird in eine mit Wasser leicht gefüllte Schale geklopft.

Allerlei wimmelt herum – verschieden alte Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven.

Auch eine Steinfliegenlarve krabbelt über den Schalenboden.

Köcherfliegenlarven sind auch dabei.

Und immer wieder die Bachflohkrebse und Eintagsfliegenlarven.

Eine die stillen Bereiche anzeigende Wasserassel wollte nicht aufs Foto. – Wir wollen nicht weiter stören. Jede noch so kleine Beprobung zerstört Mini-Lebensraum. Die Tierchen werden schnell wieder behutsam in ihr Element zurückgesetzt. – Beeindruckt wandern alle durch die Wald-Partie zum Auto zurück.

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Wir sind auf dem Rückweg, Richtung Busse. Einen Hinweis auf den Fischotter habe ich am Ende des vorigen Beitrags per Foto gezeigt.

Erle auf Stelzwurzeln wie Mangrove – Zeugin der Vergangenheit. Einst standen hier 5-10 Alt-Erlen mehr, die Este floss nach links in großem Mäanderbogen herum und kam am Horizont des Fotos wieder an. – Grober Unsinn beseitigte die anderen Erlen, diese wurde freigespült – klares Zeugnis, wie Erlenwurzeln in Wasserhorizonte hinunter wachsen – Erosionsschutz „at it`s best“.

In der Nähe der Butterbergbrücke gucken wir in holzigem Treibsel strömungsruhiger Bereiche und in Kiesbänken mit starker Turbulenz, wer sich angesiedelt hat.

In der Ruhe – Wohnröhren von Zuckmückenlarven und Kleinwürmern aus Feinsediment nach Siebprobenahme ausgespült, runde Eintagsfliegenlarven dabei.

Im holzigen Treibsel: Köcherfliegenlarve und Bachflohkrebs.

Turbulenz-Anzeiger – eine flache Eintagsfliegenlarve, wie ein aerodynamischer Rennwagen.

Wir verlassen den Bötersheimer Forst Richtung Süden.

Fahrt durch Agrarland – hier: Kartoffeln.

Aus Otters Wümme- und Oste-Niederung hoch auf die Moränenhöhe – Windmühle in Kampen.

Intensives Grün auf der Höhe – allüberall Agrarland. Wo sind Wege- und Gewässerrandstreifen?

„On Top of the World“ – höchste Stufe des Agrar-Subventions-Wahns. Sand-Wüstenei auf dem Todtshorner Berg. Selbst minimal verbliebene grüne Wegeränder sind inzwischen weggespritzt und -gepflügt.

Blick vom hiesigen Dach der Welt, Todtshorner Berg, mit noch glimmenden Osterfeuerresten in die Wümmeniederung.

Hier kann man trefflich über Einzugsgebiete informieren. Vom Umfeld Lüneburger Heide, Wilseder Berg, her fliessen die Seeve und die Este (je ca. 50 km lang, Mündung östlich bzw. westlich HH in die Elbe), die Oste (Quelle in Tostedt, im Foto „rechts voraus“ ca. 150 km bis fast zur Mündung der Elbe in die Nordsee – alle 3 genannten Bäche also Elbe-EZG) und die Wümme (ca. 150 km bis zur Weser bei Bremen).

Ja, klar – und alles, was im Einzugsgebiet passiert, teilt sich den Flüssen und somit dem Meer mit. Wir sollten endlich nicht zuletzt die Agrar-Subventionen zwingend an entsprechende Randbedingungen koppeln.

Blick von der Hügelkuppe zurück auf die Freudenthalstraße – bis dahin nicht witzig.

Ebenfalls nicht witzig der Ackerrand zur Freudenthalstraße. Hier ist nicht sonnenverbrannte Fläche, sondern verbotener Glyphosat-Einsatz zu sehen, grüner Rand, totgespritzt.

Glyphosat-Tod, zum besseren Erkennen durch gelbes Oval gekennzeichnet. – Das kostet ca. 300 € Bußgeld.

Die Tragik des Verwaltungsvorgangs: Wer gegen das Bußgeld widerspricht (das ist insbesondere die abgesprochene Praxis der Hardliner), landet vor dem Gericht. Wenn das Zeugnis die Richter überzeugt, legen sie dem Verursacher nahe, das Bußgeld zu akzeptieren. – So weit, so gut. Da der Verursacher somit aber nicht bestraft ist, trägt der Steuerzahler die Gerichtskosten. Das dürfte in Summe Arbeitsstunden, Kostenerstattung für Zeugen uvm. so bei 5.000 € liegen – zu Recht ärgert sich der Steuerzahler.

Wieder an der Este.

Otterberme B3 – der Landkreis Harburg hat konsequent Brücken mit trockenen Wanderwegen für Wanderorganismen an Land versehen. So entfällt der Verkehrstod, eine der häufigsten Todesursachen für den Fischotter.

Und wieder Tierchen – Köcherfliegenlarve, schwarzer Strudelwurm und Bachflohkrebs.

… und noch eine „nackte“ Köcherfliegenlarve dazu.

Detail nackte Köcherfliegenlarve – zahlreich, die Kiemen an der Körperunterseite.

Hier gibt`s auch Turbulenz – neben der runden eine der bekannten, flachen / platten Eintagsfliegenlarven, Gammarus-Kind ebenfalls im Bild.

Die mehrjährig grabende Eintagsfliegenlarve Ephemera darf nicht fehlen.

Blick bachauf – Breiten- und Strömungsvarianz, Erlenallee, Aufrechter Merk, Otterbermen.

Jetzt aber schnell zu den Bussen – der Metronom nach Hamburg wartet nicht.

Zurück in Wedel, Ampel rot. – Was für eine Exkursion bei solchem Wetter! Die Regenfront hat den Horizont erreicht. Prima! Es gibt tatsächlich nennenswert Regen!

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Zum vierten Mal im April 2019 reiste ich zur TUHH – Vorlesung „Hydrobiology“. Es grünte, langsam aber sicher.

Neben Fachlichem wurden letzte Fragen zur Exkursion an die Este geklärt.

Früh am Exkursions-Sonnabend, Treppe und Fahrstuhl Bahnhof Tostedt.

Das sieht ja gut aus – ab Mittag ist eine Regenfront angesagt.

Die Busse sind auch schon da – müssen nur noch die Studenten rechtzeitig mit dem Metronom ankommen.

Es kann losgehen.

An der Vorlesung nehmen 17 Studenten aus 7 Ländern teil (nach Zahlen bzw. alphabetisch: Frankreich, Indien, Deutschland, USA, Ghana,  Kolumbien, Mexico).

Unser erster Stopp wurde inzwischen mit Leitplanken derart gesichert, dass wir ein wenig anmarschieren müssen.

Von dichtem sieht das noch willkürlicher aus.

Bewegter Sand, Blick von der Este-Überfahrt B 75, das Leichentuch des Gewässergrunds.

Aufrechter Merk (Berula erecta) engt „als Wasserbaumeister“ die überbreite Wüstenei ein und bietet so bessere Gewässerstruktur, schafft lebendige, turbulente Strömung.

Heller Kies – ein Bachforellenlaichbett aus November / Dezember ist offenbar frisch von laichenden Bachneunaugen geputzt (und genutzt) worden.

Totholz im Luftraum – gut, dass es (wenn auch nur punktuell) so weit akzeptiert wird. Wirklich wirksam wird es aber erst im Gewässer selbst.

Wir sind nach Bötersheim weiter gefahren, Landschafts- und Baum-Historie ist hier gut vermittelbar. Die verbreiterte Schneise entstand beim Bau der Nordeuropäischen Erdgasleitung NEL – mal unter Suche nachschlagen.

Gut lässt sich der Waldumbau von Nadelforst zu gemischtem Laubwald nachvollziehen.

Gutes Beispiel, ein durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen NEL in Grund und Ufer dynamisierter Mäander.

Teils wandern wir durch Bäume wie durch Torbögen.

Seltener Anblick: Ein natürliches Meerforellenlaichbett. Die Este hat die Steine am Mäanderprallhang aus der Moräne herauspräpariert, die Fische „verarbeiten“ sie weiter.

Alt-Erle, Zeugin der Vergangenheit. Sie tritt nicht in den Fluss, wie mal ein vorgestriger Wasserbauer behauptete, der solch Baum am liebsten mit Stamm und Wurzel entfernt hätte.

Diese Erle, als letzte ihrer Art in dieser Ansicht, zeigt vielmehr, wie schmal die Este einmal von Natur aus war. Bis eben ein Baum nach dem anderen nicht toleriert und entfernt wurde. Leicht lassen sich Hunderte von m³ bachab transportierter Mutterboden und Sand, durch unnatürlich geförderte Erosion bachab transportiert und teuer im Mühlenteich Buxtehude gebaggert, abschätzen. – Mehr zum Thema hier.

Ohne Jungwuchs … – Vergehen einer Alt-Erle.

Normal würden keimende Erlensamen wie Unkraut freie Flächen bedecken. Inzwischen gibt es Schnellere: hier einartig der „Neophyt“ Drüsiges Springkraut. Da haben andere Lichtkeimer keine Chance mehr.

Über Neophyten allgemein und speziell findet sich reichlich Information – wer sucht, der findet.

Und wieder Totholz, diesmal im Wasser. Es stabilisiert einen Steilhang – Düne auf Moräne – in einem Prallufer der Este.

Der nächtliche Regen hat eine kleine Abflussspur durch den Dünensand hinterlassen. Unten, im Wasser, lässt sich Kies erahnen, die Moräne ist gerade vom Sand zeitweise unsichtbar gemacht.

Hier, hoch über der Este, blicken wir (in den Vorjahren abgebildet) ebenfalls auf eine NEL-Ausgleich-und-Ersatzfläche. Großflächig wurde standortuntypischer dichter, dunkler Nadelforst abgeholzt. Teils wurden kleinflächig Laubhölzer gesetzt, flächig soll die Natur über die Zeit zeigen, was hier hingehört.

Wir gehen zurück Richtung Busse.

Immer mal ein kleiner Stopp – fast hätten wir Zeichen des Fischotters übersehen: Scharrhaufen aus Sand und Fuß- sowie Krallenabdrücke am anderen Ufer.

Beim nächsten Stopp – im nächsten Beitrag – werden wir die Besiedlung von holzigen und kiesigen Stellen untersuchen. Danach fahren wir gen Süden, unter anderem „auf`s Dach der Welt“.

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Kürzlich im Wildpark Eekholt – Partie Stellbrookgraben, kleiner Nebenbach zur Osterau.

Mäander – wer Augen hat, zu sehen.

Gesehen !

Das gibt eine treffliche Arbeitsaufgabe.

Ermittle alle Daten!
Miss zusätzlich die standortuntypische Sedimentdicke (Sand, Schlamm) in Dezimeter.

Wir sind auf die Ergebnisse gespannt. Je nachdem, wird mit Kies und / oder Holz restauriert.

Da freut sich der Otter, da Fische und mehr über Lebensraum für Fischfutter vervielfacht wird.

Super Sache, das!

Schöne Ostertage !

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