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Archive for the ‘Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach’ Category

Erster Vortrag 2020 – Barmstedt, Krückau-Einzugsgebiet.

Das war gestern Abend. Herzlichen Dank den gut 50 Interessierten für spezielle Hinweise, Kontaktaufnahme und informative Diskussion! – Bessere Bäche und kleine Flüsse? Wir schaffen das.

Der Inhalt des Vortrags ist – ohne lokale Besonderheiten, die jeweils nach Vortragsort wechseln – veröffentlicht und hier nachzulesen.

Wer den Vortrag (noch) einmal hören und sehen möchte, hat im Februar die Möglichkeit dazu:

Interessierte sind herzlich willkommen.

Wer kein Exemplar der ausgelegten Broschüre „Bessere Bäche – Praxistipps – Bereits geringer Aufwand bringt große Erfolge für den Lebensraum“ abbekommen hat, kann den Inhalt online ansehen, ggf. die pdf-Datei herunterladen.

Nach der gestrigen Veranstaltung wies mich Gerd Janssen auf eine Arbeit zu Meerforellen Schleswig-Holsteins aus dem Jahr 1974 hin. Darin hat Claus Gehlhaar die früher reiche ökologische Situation und Produktion hiesiger Bäche und kleiner Flüsse dargestellt. Das Wissen um deren vom Menschen zwischenzeitig zerstörten Reichtum sollte Grundlage und Ziel unseres Handelns bestimmen.

Dieses Wissen darf nicht in Vergessenheit geraten. Es baut auch falschen Einstufungen vor, die durch bloßen Besuch und Fehlinterpretationen der heutigen Wüsteneien ansonsten allzu leicht entstehen.

In diesem Sinn wünsche ich allen Freundinnen und Freunden unserer Bäche und kleinen (auch der großen) Flüsse gutes Gelingen im Jahr 2020.

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Neben anderen Restaurierungen ergab sich 2012 die Möglichkeit, ca. 400 m³ Kies und Geröll im Rahmen einer Ausgleich- und Ersatzmaßnahme als Lebensraumverbesserung in die Seeve einzubringen. Aus mehreren Alternativvorschlägen wurde eine Strecke bachab Wiedenhof ausgewählt. Nach den an der Este mit Lenkbuhnen gesammelten Erfahrungen sollte diese Variante auch hier zahlreich angewendet sowie eine große, flächige Kiesbank angelegt werden.

Das sah im Januar 2013 dann so aus. Jetzt, Anfang Januar 2020, bestand die Gelegenheit, der Strecke einen kurzen Besuch abzustatten. Einige markante Eindrücke folgen hier.

Wo der Blick bis 2013 noch eintöniges Fliessen zeigte, ist nun kleinräumige Turbulenz über die ganze Strecke erkennbar.

Das Ziel, mit den Lenkbuhnen Lebensraumverbesserung herzustellen und gleichzeitig die angrenzenden Nutzungen unberührt zu lassen, wurde erreicht.

Damals neu geschaffene, interne Turbulenz geht nicht mit Ufererosion und Nutzungsschaden einher.

Jede Lenkbuhne ist belaicht, teils mehrfach – Beispiel rechtes Ufer.

Auch am linken Ufer ist etwas zu erwarten.

Beispiel Meerforellen-Laichbett linkes Ufer.

Das Umfeld der großen, flächigen Kiesbank mit Kolk bachab.

Beeindruckende AltErlen haben sich in der Strecke halten dürfen.

Was angesichts Fachgrundlagen, Gewässerschutzerkenntnissen im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Landschaft sowie nötigen Handelns im Klimawandel hier aussteht, sind ein Randstreifen und der standorttypische Gehölzsaum.

Gleiches gilt für so gut wie jegliche, bisher „nicht verbessernd angefasste“ Örtlichkeit unserer Bäche und Flüsse. Wir gehen im ersten Verlängerungszeitraum zum Erreichen der fachlich und rechtlich verankerten Ziele bereits Richtung Ende, Dez. 2021 – ohne dass sich angesichts des (fast) Nicht-Handelns der ersten 15 Jahre Wasserrahmenrichtlinie Entscheidendes geändert hätte.

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Erstmal einen Guten Rutsch!

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Dänemark rief zur Konferenz „Land Use and Water Quality 2019“ nach Aarhus. Da mein Vortragsvorschlag (Leser dieses Blogs ahnen die Inhalte) angenommen wurde, stand einer Bildungsreise nichts im Weg. Darin inbegriffen bestand die Möglichkeit, die dänische Eiszeitlandschaft zu begehen und zu begreifen und den einen oder anderen Kontakt aufzufrischen. Für die Anfahrt nahmen wir uns die Besichtigung der – für mich – neuen Zentrale des Dansk Sportsfiskerforbund sowie des neuen „Vorführ-Mäander“ an der Vejle Å vor.

Bewegungspause und Fahrerwechsel auf der BAB 7. Der Horizont Agrar-intensiv – gute Einstimmung für die Konferenz. – Der besitzerlose Becher steht für ein weiteres Umweltthema.

In zügiger Fahrt mit kleiner Stockung an der Grenze (wohin sind wir geraten ? !) gelangen wir ans Zwischenziel, Vingsted.

Da hat sich der dänische Anglerverband nicht lumpen lassen. Großzügige Büros mit Konferenz- und Schulungsräumen und – das Beste am Ganzen – einem hervorragenden, restaurierten Umfeld.

Der neue Mäander – so sieht ein lebendiger Bach aus, wo vorher ein öder kanalartiger Flusslauf aus Agrarzwecken angelegt war.

Varianz ist das Leben – Ruhe und Turbulenz, Wasserpflanzen als Wasserbauer und mehr.

Ab in die Unterwelt …

… Eintauchen ins Leben des Forellenbachs (man beachte die Baumwurzeln im Foto).

Und da steht tatsächlich eine kleine Forelle in der Strömung, eifrig antreibende Insekten bzw. deren Larven fressend.

Im Gelände auch zu sehen: die standorttypischen Bäume, hier Erlen, des naturnahen Bachlaufs. Die Kleinheit zeigt, dass sie regelhaft runtergeschnitten werden – auch hier also sind Entwickeln von Naturnähe und Anpassung an den Klimawandel („Keep your river cool“) noch nicht so ganz vollständig in der Realität angekommen.

Ohne Altbäume keine flottierenden Wurzeln – als Lebensraum für eine Vielzahl Kleintiere und Unterstand für Fische (vgl. Plakat 2 Fotos vorher).

Suchbild Rauchschwalbe – nicht nur die Fische, auch die Vögel (und nachts die Fledermäuse) profitieren von der nun wieder reichhaltigen Produktion im Gewässer.

Zur Zeit unseres Besuchs schlüpft gerade die Große Maifliege sehr zahlreich. Die Rauchschwalben sind geradezu verrückt nach ihnen. [Dass wir anderswo noch ganz andere Maifliegenzahlen erleben werden, ahnen wir hier noch nicht.]

Rauchschwalbe, Suchbild 2 – was für ein Tempo, der Fluss und seine Turbulenz sind scharf abgebildet.

Wasserhahnenfuß, blühend – unterschiedliche Unterwasser- und Schwimmblätter. Ruhe und Turbulenz wechseln auf kleinem Raum.

Brunnenkresse im feuchten Übergang zum Land.

Strömungsbild Wasserstern (gelbgrün) und Hahnenfuß, hier unter Wasser flottierend.

Und dann steht da noch ein Salmonide aus Holz.

Den wollte ich nicht so allein da stehen lassen.

Gleich nebenan, wenige Hundert Meter entfernt, entstand ein „Eisenzeitdorf“, vorgestellt von den Vejle-Museen. Wir machten noch schnell eine Kurzbesichtigung.

Hier geht`s rein.

Eins der Häuser von aussen.

… und von innen. Büschen dunkel, aber ungemütlich sieht`s nicht aus.

Wir wollen weiter.

Am Auto angekommen: Besuch vom Feuerkäfer.

Der Feuerkäfer ist nicht allein! Als wir uns das von den heutigen Eisenzeitdorf-Bewohnern zu verarbeitende Holz ansehen, leuchtet es vielerorts rot (im Foto nicht erkennbar).

Das fanden wir alles sehr interessant und spannend. In kurzer Fahrt geht es nach Vejle, Soft Ice ist angesagt.

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Im Beitrag vom 9. Dezember hatte ich berichtet, dass etliche Forellen die Kiese der Mühlenau beim Laichgeschäft bewegt hatten. Die typischen „Schlaglöcher“ und die bachab aufgehäuften Laichhügel charakterisieren wieder einmal die neue Bachlandschaft.

Nachdem ein kleiner Regenschub passierte (der in vielen Fällen kaum Mittelwasserabflüsse erreichte oder nur kurz überschritt), habe ich mir die Stellen und weitere Punkte noch einmal angesehen – und war überwältigt.

Der „lange Schuss“, im Frühjahr 2018 durch Bekiesen hergestellt, ist nun per „Bio-Turbation“ zweigeteilt.

Mittendrin ist ein Laichbett entstanden.

Mitte „langer Schuss“, neues Laichbett – Blick bachab.

Das Laichbett im Anstrom „langer Schuss“ ist erheblich vergrößert.

Was haben die Forellen aus meiner Lenkbuhne gemacht!?

Unter Verwendung jeglichen habhaften Kieses haben die Forellen eine Rausche quer über die gesamte Bachbreite gebastelt. Da müssen wahre Riesen am Werk gewesen sein.

Bachab der örtlichen rauen Rampe ist zwischen Röhricht ein weiteres großes Laichbett entstanden.

Beeindruckend!

Und weiter geht`s, zu in dieser Laich-Saison noch nicht begangener Strecke.

Schon auf Distanz ist Oberflächenturbulenz zu erkennen. Irgendwer hat da gearbeitet.

Ein großes Laichbett.

Im Anstrom der bachab folgenden rauen Rampe haben sich ebenfalls Forellen versucht – die hätten gern mehr Kies gehabt.

Bachab der rauen Rampe fanden die Forellen hier ausreichend Material zur Landschaftsgestaltung.

Und ein Stück weiter Mühlenau-abwärts …

Ein spezieller Ort liegt an einer Wiesenüberfahrt. Hier hatten wir einen Lkw Kies platziert.

Der gelbe Rahmen hebt den Eindruck des vorigen, identischen Fotos hervor: wahre Riesen müssen das gewesen sein, die hier den Kies aus dem Grund „gefräst“ und zum Laichhügel haben. aufgetürmt.

Direkt bachab der „Riesen-Laichbank“ liegt eine alte Kiesbank, die 2017 belaicht war. Ihre durch Algenwuchs verursachte dunkle Ansicht zeigt, dass hier dieses Jahr (noch) nicht gelaicht wurde.

Auch oberhalb der Wiesenüberfahrt befindet sich ein Laichbett.

Blick bachab von der Wiesenüberfahrt, an der Turbulenz erkennbar das Riesenlaichbett und die alte, (2018 noch) ungenutzte alte Kiesbank.

Sowas muss man gesehen haben. Gewässer-Restaurieren macht nicht nur Spass, sondern lohnt sich auch für die Natur ringsum.

All diese aufbereiteten Kleinlandschaften werden nicht nur den sich entwickelnden Jungforellen, sondern auch allen Kleinlebewesen des Bachs Lebensraum bieten. Im Frühjahr erwarten wir die Neunaugen, zumindest Bach- und Fluss-.

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Wir waren überrascht, als wir bei unserer kleinen „Kies-Bereisung“ an der ersten Stelle ankamen.

Unser oberstes Kiesbett hat leider noch keinen zweiten Lkw zum seitlichen Einengen und damit Entstehen von Strömungsturbulenz erhalten. Träge fliesst die Mühlenau drüber hin.

Aber der helle Fleck oben links zeigt, dass da jemand Landschaftsgestaltung begonnen hat. Rechts davon wurde ein Kuhle gegraben, die Strömung hat den hellen Kieshügel aufgeworfen. Darin liegen nun (Meer-/Bach- ??)Forelleneier. Kuhle und Hügel sind klar erkennbar im durch Draufklicken vergrößerten Foto.

Zweite Station – im Anstrom dieser Schussrinne aus Kies hat sich etwas getan.

Eindeutig, ein Meerforellen-Laichplatz.

Auch im Anstrom der Lenkbuhne etwas bachauf – ein weiterer Meerforellen-Laichhügel.

Hier in Draufsicht.

Und hier neben Röhricht – hervorragende Fotobedingungen …

Irgendwie haben wir den Eindruck: die Arbeit hat sich gelohnt.

Oft nicht gewusst, nicht gesehen, unterschätzt: Fische gestalten ihre eigene Unterwasserlandschaft.

Blick zurück über die Strecke.

Mehr brauchen wir nicht zu sehen – zufrieden steuern wir andere Ziele an.

Dazu, städtische Mühlenau Pinneberg, folgt Neues im nächsten Beitrag.

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Nun geht es also doch jahreszeitlich voran, auch wenn letztes Hochsommeraufflackern von den Tagestemperaturen her anderes zu zeigen scheint. Ab Ende nächster Woche soll es dauerregnen – wissen wir noch, wie das geht? Dringend nötig ist es ja, wie die Beiträge hier im Blog zu den Gewässerlebensräumen zeigen. Wer sprach da früher immer von Wasserüberschussland?! Lobby-Interessenten. Durfte man kaum sagen … – Dieses Jahr haben wir gesehen, wie schnell es andersrum gehen kann.

Weil das „oben“ mancher nicht wahr haben wollte, sehen wir, wie schnell es gehen kann, auch gerade an den aktuellen Politik-Umfragen (in den Ländern und im Bund). Liebe Leute, besinnt euch wieder, Notwendiges auf Grundlage von Wissen zu erledigen. Das Wissen ist seit Jahrzehnten hinreichend vorhanden. Die Konsequenz, mit der wir uns aus den „Abwasserjahrzehnten“ befreit haben, fehlt anderswo allerorten nach wie vor.

So ging und geht das Jahr. Der Herbst ist da.

Auf der Geestkante – das Rot von Kirschen und das Rot-Orange von Felsenbirnen wechselt inzwischen vom Luft- zum Bodenleben.

In der Marsch – Kopfweide mit Weissdorn (die rot-grüne Kugel, die aus dem hohlen Weidenstamm über Wasser wächst).

Vor dem Deich zur Elbe – wechselnde Röhrichtfarben (Schilf, Rohrkolben, Binsen) und aufwachsender Weidenauwald.

Mündung Wedeler Au vor Sperrwerk – man könnte meinen, HAM 316 wäre blau.

Da ist neben der Fahrrinne ein permanent zu baggernder „Schlickfang Wedel“ in einem Flussgleithang übertieft worden, vernichtete ein weiteres, für das Jungfischaufkommen der Elbe wichtiges Flachwassergebiet. Der Fluss tut, was er muss am Gleithang, füllt das Teil auf. Das freut die Baggerunternehmen, trifft den Steuerzahler hart.

Bunter Spitzahorn am Yachthafen.

Mehr zum herbstlichen Yachthafen in einem folgenden Beitrag.

Graugänse ruhen, hier mal im Windschatten.

Auf dem Rückweg, vor Einbiegen zur Wedeler Badebucht – zweistämmiger Spitzahorn erfreut mit Doppelleben. Der eine früh rot, der andere erstmal noch grün. Weidenauwaldreste.

Was ist mit den Nonnengänsen (voriges Jahr berichtete ich bereits am Tag der Deutschen Einheit über ihr Erscheinen)? Auf Flächen sehen wir sie zumindest noch nicht, meinen sie aber nachts mindestens in kleinen Gruppen beim Überfliegen Wedels gehört zu haben. Vermutlich äsen sie tagsüber im Hinterland, kehren zur Übernachtung auf die Elbe zurück.

P.S., tags drauf:

Blick über`n Deich bei Fährmannssand: da sitzen nun die ersten paar hundert Nonnengänse.

Zufällig erwischt: 10er-Formation Nonnengänse über dem Schulauer Hafen.

Mit diesen in kleineren Gruppen sitzenden und fliegenden Hundertern vor Ort dürfen wir sicher bald die „restlichen“ 13-Tausend plus X hier erwarten.

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