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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Bunter Spitzahorn am Hamburger Yachthafen, Wedel.

Der Auwaldrest westlich des Yachthafens färbt sich erst langsam, startend mit gelben Weiden.

Die Saison geht zu Ende, der Yachthafen leert sich.

Die Parkplätze sind gut belegt, emsiges Treiben – alle 20 Minuten wird eine Yacht aus dem Wasser geholt und reiht sich in die wachsende Zahl aufgebockter Schiffe ein. Manche Motor- oder Segelyacht wird per Transporter verfrachtet und überwintert anderswo.

Auf der Elbe – fast könnte man den Eindruck gewinnen, der Saug- und Klappbagger über dem Schlickfang baggere nur für „Absegler“.

Im Gegenlicht.

Die Wasserfläche füllt sich.

Mit der Sonne im Rücken sieht`s bunter aus.

Auch Paddler geniessen den sommerlichen Herbst.

Der Elbfischer (einer der letzten verbliebenen) fährt an, die Reusen zu kontrollieren.

Im Detail. Neben Wollhandkrabben sind einige wenige Aale und gleich über Bord gehende Weissfische in der Reuse.

Der Fang wechselt. Mal sehen, was das nächste Jahr bringt, ob der – mit anderem Gerät gefangene – Stint wieder seinen riesigen Laichzüge Elbe-aufwärts startet. Oder ob die Situation des Tideflusses durch Ausbau und Unterhaltung endgültig lebensfeindlich geworden ist.

Zum Abend Eschen-Gelb auf dem Geestrand.

Was für ein Herbst 2018!

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Wieder geht`s von der Geest (Esche, gelb) …

… durch die Marsch …

Der Erlkönig (real: Kopfweide) zeigt nach Blattfall wieder sein markantes Profil.

Rinder-Farbspiel in der Morgensonne.

… zum Schulauer Hafen, Spitze Ostmole, Blick Richtung Hafen Hamburg.

Kurz vor Abfahrt der Lühe-Schulau-Fähre (vgl. div. Berichte hier im Blog) komme ich an. Im Hintergrund naht vor Elbhang Blankenese – Wittenbergen ein Containerfrachter.

2 Minis schieben sich rechts durchs Foto.

Blick nach Nordwest – die beiden Paddler kommen voran, besonnt.

Der Containerfrachter MOL Truth naht.

Pünktlich legt die Fähre ab, rechts rum?

Ach nee, Stopp, lieber rückwärts, dann links rum.

Junge, Junge, da ist ja auch noch ein Binnenschiff dazwischen.

Nachdem alles gerichtet und eingefädelt ist, fährt die Fähre dem Containerfrachter davon.

Und liefert sich anschliessend mit dem Binnenschiff ein Wettrennen.

Der Containerfrachter zieht an der Elbinsel langsam vorbei.

Leuchtfeuer auf niedersächsischer Seite voraus.

Containerfrachter MOL Truth gen Nordsee, Lühe-Schulau-Fähre kurz vor dem Erreichen der Lühemündung am Horizont.

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Nun geht es also doch jahreszeitlich voran, auch wenn letztes Hochsommeraufflackern von den Tagestemperaturen her anderes zu zeigen scheint. Ab Ende nächster Woche soll es dauerregnen – wissen wir noch, wie das geht? Dringend nötig ist es ja, wie die Beiträge hier im Blog zu den Gewässerlebensräumen zeigen. Wer sprach da früher immer von Wasserüberschussland?! Lobby-Interessenten. Durfte man kaum sagen … – Dieses Jahr haben wir gesehen, wie schnell es andersrum gehen kann.

Weil das „oben“ mancher nicht wahr haben wollte, sehen wir, wie schnell es gehen kann, auch gerade an den aktuellen Politik-Umfragen (in den Ländern und im Bund). Liebe Leute, besinnt euch wieder, Notwendiges auf Grundlage von Wissen zu erledigen. Das Wissen ist seit Jahrzehnten hinreichend vorhanden. Die Konsequenz, mit der wir uns aus den „Abwasserjahrzehnten“ befreit haben, fehlt anderswo allerorten nach wie vor.

So ging und geht das Jahr. Der Herbst ist da.

Auf der Geestkante – das Rot von Kirschen und das Rot-Orange von Felsenbirnen wechselt inzwischen vom Luft- zum Bodenleben.

In der Marsch – Kopfweide mit Weissdorn (die rot-grüne Kugel, die aus dem hohlen Weidenstamm über Wasser wächst).

Vor dem Deich zur Elbe – wechselnde Röhrichtfarben (Schilf, Rohrkolben, Binsen) und aufwachsender Weidenauwald.

Mündung Wedeler Au vor Sperrwerk – man könnte meinen, HAM 316 wäre blau.

Da ist neben der Fahrrinne ein permanent zu baggernder „Schlickfang Wedel“ in einem Flussgleithang übertieft worden, vernichtete ein weiteres, für das Jungfischaufkommen der Elbe wichtiges Flachwassergebiet. Der Fluss tut, was er muss am Gleithang, füllt das Teil auf. Das freut die Baggerunternehmen, trifft den Steuerzahler hart.

Bunter Spitzahorn am Yachthafen.

Mehr zum herbstlichen Yachthafen in einem folgenden Beitrag.

Graugänse ruhen, hier mal im Windschatten.

Auf dem Rückweg, vor Einbiegen zur Wedeler Badebucht – zweistämmiger Spitzahorn erfreut mit Doppelleben. Der eine früh rot, der andere erstmal noch grün. Weidenauwaldreste.

Was ist mit den Nonnengänsen (voriges Jahr berichtete ich bereits am Tag der Deutschen Einheit über ihr Erscheinen)? Auf Flächen sehen wir sie zumindest noch nicht, meinen sie aber nachts mindestens in kleinen Gruppen beim Überfliegen Wedels gehört zu haben. Vermutlich äsen sie tagsüber im Hinterland, kehren zur Übernachtung auf die Elbe zurück.

P.S., tags drauf:

Blick über`n Deich bei Fährmannssand: da sitzen nun die ersten paar hundert Nonnengänse.

Zufällig erwischt: 10er-Formation Nonnengänse über dem Schulauer Hafen.

Mit diesen in kleineren Gruppen sitzenden und fliegenden Hundertern vor Ort dürfen wir sicher bald die „restlichen“ 13-Tausend plus X hier erwarten.

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Über erstes Restaurieren im Pinnau-Einzugsgebiet am Bilsbek, anstehend am Ohrtbrooksgraben sowie mit Schwerpunkt an der Mühlenau in Bönningstedt, Rellingen und Pinneberg wird hier im Blog fortlaufend berichtet.

Das Extremjahr 2018 mit seinem gefühlten Sommer von April bis Oktober und ultrageringen Niederschlägen zeigt, dass das Mühlenau-System dauerhaft Wasser vom „Nebenbach“ Moorbek, von Norderstedt aus, bezieht. So ähnlich wie die Elbe als kleinerer Nebenfluss statt der Moldau den Flussnamen gegeben hat, verhält es sich hier im Kleinen also auch mit der (zur Zeit trockenen oberen) Mühlenau.

Trotz Besingens von Quellen und Bächen in Deutschland werden die Oberläufe unserer Fliessgewässer im täglichen Leben eher gering geschätzt. Auch die staatlichen Programme im Gewässerschutz setzen mit ihren Prioritäten anderswo an. Da ist es um so beachtenswerter, wenn sich jemand den quellnahen Bächen widmet und sie wieder in die hoch produktive Kinderstube der bachab liegenden Strecken versetzt.

Der NABU Hamburg hat hierin langjährige Erfahrung. Das Pinnau-Einzugsgebiet profitiert insofern davon, als NABU-Gruppen Hamburg-naher Städte aus historischer Entwicklung zu diesem Landesverband gehören. Die Bachaktionstage können also auch hier stattfinden – so geschehen kürzlich in Norderstedt. Die Moorbek „entspringt“ mitten in der Stadt, läuft durch den von Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzten Moorbekpark Richtung Mühlenau – Pinnau Geest-abwärts.

Wir betreten den Moorbekpark durch einen der vielen Zugänge.

So vielgestaltig sieht das Bachbett der Moorbek nun nach Aktion von über 40 Aktiven mit Kies, Stein und Holz inzwischen aus.

Ende des ersten Bachaktionstags – bachab wird der nächste ansetzen.

Richtung Forst Styhagen bietet sich noch ein trostloses Bild, besonders ins Auge fallend angesichts der 2018er Niedrigstwasserführung.

Unstrukturiertes, überbreites Niedrigwasserbett, dominiert von Erosions-Sand. Leblos.

Angesichts umgebender Nutzung ultratief und überbreit vom Menschen in die Landschaft eingeschnittenes Gewässerprofil. Hochwasser tobt sich hier im Bett aus.

Wer Augen hat zu Sehen … – aus der umgebenden Moräne wäscht die Moorbek Kies aus.

Solange nicht neuer Erosionssand kommt, „konzentriert“ der Bach den Kies durch Sandabtransport – hier herrscht der Gewässertyp „Kiesbach“, immer noch oft genug nicht verstanden.

Niedrigstwasserführung querab Forst Styhagen – „Alles fliesst“, auch wenn`s wenig ist.

Gegen solcherlei Wüsteneien lässt sich etwas tun, wie die Gewässerschutzbeiträge hier im Blog zeigen.

Niedrigstwasser Mühlenau Rabenhorst – wie gut, dass wir hier schon Kiesstrukturen wieder hergestellt haben.

Und es wird weiter gehen.

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Vor Kurzem war mal wieder „viel Wasser“ – so nennt man Sturmfluten, wenn die Sturmflutsaison noch nicht offiziell ausgerufen ist. Jedenfalls blies ordentlich Wind von See, am Hamburger Fischmarkt wurden gewässerte Pkw geborgen. Später blies es stürmisch auch per Kaltfront aus NordNordWest.

Runter von der Geest, rein in die Marsch – holla, da ist ja das ganze Entenflott auf dem Marschgraben dicht zusammen geschoben.

Sturm im Wasserglas, das also war und ist die Schiebekraft.

Elbe-seitig ist „viel Wasser“, gut 1 m über normalem Tidehochwasser. Aussendeichflächen sind weitgehend überflutet.

Fährmannssand, ca. 1 m unter dem Hochwasserstand. Die Rinderherde untersucht mögliche Fluchtstrecken.

Voriges Jahr – oder war es dieses Frühjahr – hatte es den Bullen nicht im Gelände gehalten, er war durch den Marschgraben geschwommen und wanderte auf der Deichkrone „nach Hause“.

Buntes vor dem Sperrwerk Wedeler Au.

Dann hoffen wir mal, dass das Hellgelbe nichts mit Pestiziden zu tun hat, sondern von der Sturmflut durch Treibselversatz (rechts davon) freigelegt wurde. Länger liegendes Treibsel hat das Gras hell werden lassen.

Schafe werden umgetrieben.

Hinter dem Deich konzentrieren sich die Vögel, hier Graugänse. Die Nonnengänse sind noch nicht aus Norden angekommen.

Blick zur Elbe – hoch ragt der Containerfrachter über den Deich.

Sturm auch auf der Wasserfläche, frühere Kleientnahme für den Deichbau, an der Carl Zeiss Vogelstation.

Auf den frisch freigelegten Kies-Inseln rasten nicht nur Kormorane.

Auch Höckerschwäne, Grau- und Silberreiher sowie Enten sind hier zu beobachten.

Auf den Wiesen ringsum tummeln sich Kiebitze, subjektiv scheint ihre Zahl in den vergangenen Jahren gestiegen, vermutlich zurückzuführen auf die Vielzahl der Feuchtgebietswiederherstellungen in Dänemark.

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Bunter Herbst – Anfahrt von Wedel aus.

Der Ohrtbrooksgraben ist ein kleiner Bach, der durch Tornesch und Uetersen Richtung Pinnau fliesst. Unter anderem aufgrund der Wasserspeisung aus der Liether Kalkgrube führt er auch in Trockenzeiten Wasser, obwohl Regenrückhaltebecken im Sommer eifrig sein Wasser aufwärmen und verdunsten (vielleicht ändert sich diese Temperaturstörung und Durchgängigkeitsunterbrechung ja einmal mit Neuplanung der Becken und dann freiem Fliessen des Bachs). Bachab erreicht er die Pinnau und stellt für Wanderorganismen von der Elbe aus den ersten potentiellen Laich- und Aufwuchsbach dar. Daher wollen wir einen ersten Test wagen, haben ihn wie üblich mit Grundeigentümern, Wasserverband und Wasserbehörde abgestimmt. Der Grundeigentümer wird den Kies in die Böschung schütten, Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums werden dann erosionsschützende und lebensraumverbessernde Feinarbeiten sowie Gewässeruntersuchungen durchführen.

Blick bachab durch den Durchlass Kleine Twiete.

Im Gegensatz zu anderen Aktionen werden wir das Umfeld des Durchlasses nicht bekiesen. Für das Bauwerk wird gerade eine Erneuerung geprüft.

Teststrecke bachab.

Haupteinbringort, beide Uferseiten – Schütten am Westufer vorgesehen, Schaufeln eines Teils rüber in die Ostuferböschung.

Teststrecke, Blick bachauf.

Anfang November folgen Fotos von der Aktion. Die Besiedlung des Kieses wird in der Folge untersucht – mal sehen, ob sich schon diesen Winter oder dann im Frühjahr 2019 Kieslaicher einfinden. Auf jeden Fall werden standorttypische Wirbellose den neuen Lebensraum schnell besiedeln.

Im Abgang, Kleine Twiete: Rot! Kirschbaum oder verwilderte Felsenbirne (dafür eigentlich zu hoch)?

Näheres Betrachten: Es handelt sich um eine im Windschatten von Eiche und Schwarzerle sehr groß gewordene Eberesche / Vogelbeere, die mangels Störungen noch fast alle ihre bunten Blätter hat. Das Umfeld ist ein Beispiel für Baumvielfalt auf kleinem Raum mit Weissdorn und Holunder im Untergeschoss. Hornissen patroullieren eifrig und suchen nach Beute.

Demnächst mehr zum Ohrtbrooksgraben, sobald der Kies angeliefert ist.

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Komisch, nun sind wir schon so oft in Wernigerode gewesen, aber den Lustgarten (einst Barock-Garten, heute Landschaftspark) haben wir uns noch nicht angesehen. Das wollten wir nachholen, letzter Urlaubstag im Harz.

Los geht`s bei gutem Wetter in der Grünen Straße.

Am Wegesrand – wohl ein Efeu-Herz.

Durch lauschigen Eingang betreten wir von der Lindenstraße den Lustgarten.

Vielstämmige Bäume weisen auf ältere, mehrfache Nutzung hin.

Die Baumvielfalt des Lustgartens wird ergänzt durch offene Rasen- und Wiesenflächen.

Herbst-Aspekt.

Schattenblick unter Buchen, ahnbar im Hintergrund das Landesarchiv Sachsen-Anhalt.

Ja, Sichtachsen – selbstverständlich auch zum Brocken – sind vorhanden.

Charakter-Buche.

Misteln in luftiger Höhe.

Alt und Jung – Feldahorn.

Alles Grün – dreidimensionales Grün in Waldpartie.

Blick auf die Stadt.

Das Schöne hier ist die Arten- und Altersvielfalt der Bäume und Büsche – bis hin zum Vergehen. Boden-, Busch- und Höhlenbrüter unter den Vögeln danken es.

Alte Buche und alte Hainbuche.

Altes, Vergehendes. Hornissen (nicht auf dem Foto) patroullieren eifrig.

Und wieder ein Kratt-Baum.

Nadelbäume gibt`s auch, hier symbolisiert durch eine Kiefer.

Efeu-umkränzte Riesen.

Vielfältige Esche mit Baumpilz.

Im Vergleich zu anderen Orten immer wieder beeindruckend: der Mut zum Altbaum.

Altbaum-Erhalt – Uralt-Linde.

Wenn`s denn gar nicht anders geht …

Wenn der Wirt stirbt, stirbt auch der Abhängige.

Hier ist noch Leben in beiden.

Uralt-Kastanie.

Wir verlassen den Lustgarten durch das Löwentor.

Man darf ja keine Menschen fotografieren … – Auch wenn der Lustgarten in diesem Beitrag menschenleer erscheint, er wird eifrig genutzt. Fußgänger mit und ohne Hund, mit und ohne Kind, Wanderer, Radfahrer, Jogger, Konditionstrainierende und viele andere Interessenten mehr bevölkern diesen attraktiven Landschaftspark. – Wernigerode, wir kommen wieder, mal sehen, wann. Dann werden wir sicher auch einen Abstecher vom Lustgarten ins Kastanienwäldchen machen.

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