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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Die Elbe ist ja immer eine Reise wert, sei es der Kultur oder der Natur wegen. Meist interessieren größere Städte wie die Partnerstädte Hamburg – Dresden – Prag (oder umgekehrt). Wenn man das Elbe-Einzugsgebiet nimmt, wird aus der Fluss-Linie eine Fläche, in die dann auch Berlin und viele andere Städte mehr, auf die man zunächst vielleicht gar nicht käme, einbezogen sind.

Da kann man viele Jahre verreisen …

Uns hat es diesmal nach Wittenberge, Priegnitz, hingezogen.

Wittenberge an der Elbe, ein guter Ausgangspunkt, die Umgebung in überschaubaren Touren kennen zu lernen.

Wittenberge, Brandenburg – Achtung, nicht verwechseln – liegt zwischen Wittenberg, Sachsen-Anhalt, und Wittenbergen, Hamburg (mal suchen hier im Blog).

Ich witzele, dass die Ortsnamen mit den Fluss-Kilometern jeweils einen Buchstaben dazu gewonnen haben. Die „Berge“, die da weiss sind (waren!), sind sicherlich gleichermaßen frühere (Wander-)Dünen, die je nach Windlage Äcker, Dorf- und Stadtgebiete heimgesucht haben, bis sie zur Schadensbegrenzung durch Aufforstung mit Kiefern festgelegt wurden. Seitdem sind mehrere Baum-Generationen ins Land gegangen, teils sind die historischen Starts noch zu erkennen, teils wechselt es – so der Boden und der örtliche Bodenwasserhaushalt es inzwischen zulassen, Richtung Misch- / Laubwald.

In mehreren Beiträgen folgt demnächst Verschiedenes zu unseren Radtouren und Erlebnissen dort.

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Wassermangel? Und das in unserer angeblichen Wasserüberschusslandschaft, wie uns jahrzehntelang weisgemacht wurde?!

Ja, Wassermangel. Und in den Medien kommt das so in der Aussage eines Wasserversorgers: Leute, sprengt doch nicht alle gleichzeitig bei dieser Hitze den Rasen! Menschen an diversen Enden unseres Versorgungsnetzes haben keinen Druck mehr auf der Leitung, bekommen kein Wasser.

Ja, schöne technikbezogene Welt!

Holla, haben wir da etwa in einer Schlagfalle am Balkon ein Eichhörnchen erlegt?!

(Durch`s Mückengitter etwas milchig geworden.)
Ach, das Tierchen guckt ja – steht auf dem unteren Teil unserer von Gefiederten gut besuchten Vogeltränke / -badewanne und trinkt oben, was das Zeug hält!

Nun fühlte es sich doch gestört, oder ist fertig – verschwindet im Gebüsch.

Was bringt dieses Tier an diesen Ort? Ganz offenbar Wassermangel in unseren Gärten, im bebauten Raum. Vogelfütterung allerorten – leider wird das Wasser vergessen.

Also, liebe Leserinnen und Leser, nichts leichter als das, Trinkstellen basteln oder im Baumarkt oder sonstwo besorgen. Das ist – eigentlich – ganz einfach.

Und bei uns? – (Auch) hier scheint es keinen Wassermangel zu geben. Mit vorgestriger Beregnung bei Mittagssonne und -hitze immer drauflos. Ob mit Totalherbizid (achten Sie auf den orangen Blitz) …

… oder ohne, auf vom Hochmoor „befreiten“, armen Mineralgrund. Kein Wassermangel?!

Irgendwie reimt sich das Nebenan nicht auf solch technikbezogene Wasserbetrachtung.

Der Krabatenmoorbach, gleich nebenan – pfurztrocken!

An diesem Mäander, dem einzigen weit und breit in kanalisierter Strecke, habe ich zu Beginn des Jahres (Beitrag vom 14. Januar 2018) noch erläutert, dass Moränenbäche Kies- / Steinbäche waren / wären und dass sie in diese Richtung zu restaurieren sind. Das gilt im Übrigen auch für sommertrockene Strecken. Für diese sollte allerdings einmal die Grundwasserbilanz überprüft werden. Eine nachhaltige Wassernutzung findet in dieser, unserer Landschaft nicht statt.

Handlungsnotwendigkeit allüberall.

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Hier die Backofen-Version.

Zwanglos fallen Stichworte ein, wie z.B.

  • Überhitzung bebauter Räume
  • Insektensterben
  • Rückgang der Vogelwelt
  • Biodiversität
  • Nachhaltigkeit
  • Anpassung an den Klimawandel (schon klar, die funktioniert ganz anders, nämlich durch Kühlen.)

Die Reihe der Begriffe kann beliebig verlängert werden.

Gartenbauer antworten, befragt: Natürlich würde ich viel lieber einen artenreichen, bunten Hausgarten anlegen. Die Auftraggeber heutzutage wollen aber genau das, was das Foto widergibt.

Angesichts der vorstehenden Stichwortreihung und unserer (angeblich) daran ausgerichteten Baugesetzgebung stellt sich die Frage, ob derlei „freie“ Entfaltung der Persönlichkeit – fachlich sowieso nicht – rechtlich gedeckt ist.

Prima Kühlen kann man z.B. mit lichtem Schatten, wie es die Natur oder naturbezogene Garten- und Landschaftkunst vormachen.

Unglücklich dran dagegen ist man am und auf dem Deich. – Doof sind Deichschafe aber nicht, drängen sich zum Schatten, z.B. an dieser Sonnenbank.

Für den Notfall tun`s auch Schattenspender, die im Rahmen von Baumaßnahmen zeitweise zur Verfügung stehen.

Das Deichschaf als solches allerdings ist bei Hitze und krallem Sonnenschein eine arme Sau.

Kühlung, Schatten – bitte her damit, in der Stadt und auf dem Land.

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Umfeld Seeve, Hittfeld – Meerforellenwetter.

Hauptsache, die Meerforellen wissen das auch !?

Oha, ein halber Meter Wasser „fehlt“ – kein Wunder bei andauernder Trockenheit.

Wie man sieht, fehlen streckenhaft auch Bäume, d.h. wichtige Fischunterstände.

Blick durch noch `ne Baumverlustlücke: Das Auto habe ich so geparkt, dass Schatten drüber wandern wird.

Frühsommerfarben weiss, blau, grün, gelb, rot.

Weiss ist das neue Grün – die Gespinstmotte hat sich eine Traubenkirsche gegönnt.

Keine Angst. Es besteht Hoffnung, neues Grün entsteht bereits.

Baumlos gewordene, unerwünschte Erosionsorte sind durch Kieslenker gesichert, die Gewässersohle belebt.

Lenker-Turbulenz Richtung Seeve-Mitte.

Am Baumsaum nagt auch die Erlenkrankheit.

Turbulenz in kleinem Nebenbach.

Durch diese hohle Gasse muss er kommen.

Oha, Alterserscheinungen im „Torbogen“. Lange wird hier niemand mehr durchgehen.

Unschöner Anblick beim Angelstart. Überholte Großsteinlängsbefestigung blockiert Erlenwurzelunterstände, hält den Bach öde.

Das Niedrigwasser lässt die Bedeutung der Erlenwurzel als Fischlebensraum erahnen, Quadratmeter-große Versteckflächen, ein „Dach über dem Kopf“.

Flottierende Großwurzeln gehören dazu (manch „Saubermann“ hat die im Wahn schon abgesägt).

Totholz – schön, wo es das gibt. Über und über mit Köcherfliegenlarven besiedelt.

Es ist eine interessante Zeit, Libellen aller Kategorien fliegen – hier: Calopteryx virgo, Symbol für den sommerkühlen Bach.

Den Steinfliegen ist auch der Kragen geplatzt, die Erwachsenen sind auf Hochzeits-Tour.

So auch die Große Maifliege aus der Gruppe Eintagsfliegen.

Und noch `ne Eintagsfliege, unscharf.

Insgesamt ist diese Strecke noch erfreulich von einer alleeartigen standorttypischen Baumkulisse begleitet.

Einige Alt-Erlen könnte man glatt für alte Eichen halten.

Alt-Erle, vielfältig.

Kaum sonst zu sehende Schlupfwespen (oder was ist das) sind hier zu finden.

Die Natur stellt doch die besten Insekten-Hotels – lassen wir die Bäume wachsen, älter werden.

Zum Schluss noch ein Abbild niedersächsischer Realität: Maisacker bis an die Bachoberkante.

In Niedersachsen, aber auch anderswo, scheint sich für wirklichen Gewässerschutz niemand wirklich zu interessieren. Lobbyismus aller Orten, dort landet auch unser Steuergeld. Es ist längst überfällig, diese Zahlungen an klare Sozialverpflichtungen gemäß fachlicher und rechtlicher Anforderungen zu knüpfen.

Wo ist nun die Meerforelle, sind die guten alten Zeiten vorbei? Wenn ich dänische Lachsflüsse ansehe und die Meerforellenstatistik anklicke, ist es wohl auch bei uns noch einen Monat hin, bis sich so richtig was tut. Vielleicht kommt ja auch ein ordentlicher Regenschauer und erhöht den Lockstrom.

Bei all diesem könnte aber auch der Spruch des Junior greifen „Dem Vatter muss man die DigiCam wegnehmen – der angelt ja garnicht!“.

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Blick auf die IndustrieTransportroute Elbe vom Yachthafen aus.

Es ist ein Trauerspiel, was mit diesem Fluss passiert (ist, passieren soll).

Gucken wir schnell weiter rechts – sind wir reif für die Insel ? !

Es darf auch gern eine Halbinsel sein. Mal sehen, was es wird – demnächst vielleicht mehr.

Und wenn wir dann abgelaufen sind vom vielen Strandwandern, sehnen wir uns nach heimischen Radtouren entlang der Kopfweiden in der Wedeler und Hetlinger, oder auch Haseldorfer Marsch.

Zu den Radtouren gehört meist auch der Genuss halbschattiger Wälder auf der Geest.

Dann bis zum nächsten Mal.

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Jetzt zum Frühling, eigentlich immer, soll alles „schön sauber“ sein.

Wo das aus berufstechnischen Gründen erforderlich ist, z. B. in Schlachtereien, ist der Kärcher Hochdruckreiniger ein Gerät der Wahl. (Vorsicht, Schleichwerbung)

Heutzutage ist aber auch Herr Jedermann oft genug mit solch für ihn überdimensioniertem und für die Sache, um die es geht, völlig ungeeignetem, Gerät ausgestattet. Und so, Pardon, Fa. Kärcher, Verb hat sich so eingebürgert, „kärchert“ manch Laie munter drauflos.

Das übliche Bild: von Privat wird der Dreck ins Öffentliche gespült – und dort hinterlassen.

Anderes Beispiel.

Einmal abgesehen vom Dreck, der dem Nachbarn, uns allen, überlassen wird: Manch Pflasterstein rauht auf, lässt Moose und Flechten jetzt erst recht wachsen – so`n Schiet aber auch! Die Pflasterfugen werden freigespült, das Pflaster wackelig, Samen siedeln „unten“ fast besser, als vorher oben – auch so kann man Grün fördern.

Häufig genug ist der nächste Gully zum Regenwasserkanal nicht fern. Der oft genug kleine Bach, der diesen organisch reichen Dreck empfängt, knickt in seinem Sauerstoffgehalt ein.

Wer stellt sich vor, dass bei vorgefundenem Einbruch an Besiedlung mit Lebewesen „der Hochdruckreiniger“ Schuld ist?!

Ganz blöd wird`s, wenn nicht die Summe an Laien, sondern die Summe an „Professionellen“ den Dreck produziert.

„Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ – Ich frage mich, was sagt die LAWA im förderalen Deutschland zu dieser Art Gewässerverschmutzung (meine Suche brachte kein Ergebnis, Behördenversagen?). Unerlaubte Gewässerverschmutzung nach Strafgesetzbuch? – Vielleicht ist es aber eine nicht genehmigte Indirekteinleitung und der Bürgermeister haftet – was sagt der Städte- und Gemeindebund (auch dort wurde ich nicht fündig)?

Dann man ran. Nicht zuletzt Fortbildung tut Not. Damit es nicht einmal mehr heisst „Der Mörder ist immer der Gärtner„.

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Über uns dreht der Regenschwanz eines stürmischen Tiefs. Die unter 10 Grad C fühlen sich wie 5 an.

Blick aus dem Küchenfenster – ja, hat es denn geschneit?! Dieser Apfelbaum, weiss in voller Blüte.

Die Deichschafe üben noch durch Rubbeln an der Bank, das Apfelbaumweiss zu erreichen.

Nachher, auf dem Marktplatz, wird es bunter, wenn der Maibaum aufgestellt wird.

Morgen wird die Welt wieder ganz anders aussehen, die Temperatur auf das Doppelte ansteigen.

Dann leuchten wieder die Sumpfdotterblumen im Elbe-Deichvorland in der Sonne.

Die Auwaldbäume werden sich anstrengen, das Grünen der Ränder einzuholen.

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