Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Nun scheinen wir mit der Kälte durch zu sein. In Knicks blühen Buschwindröschen.

Das Scharbockskraut überlegt noch ein Bisschen.

An offenbar ganz besonderen Stellen prägt das Scharbockskraut-Gelb schon Marschwiesen.

Immer mehr Lämmer bevölkern die Marschwiesen. – Bestes Futter an entferntestem Ort.

Obacht, das wäre fast schiefgegangen. Wer da reinfällt kommt (so leicht) nicht wieder raus.

Es grünt und blüht in der Marsch.

Auch vor der Carl Zeiss Vogelstation wissen die Schafe: mehr und besseres Futter ist meist „auf der anderen Seite“.

Andrang, als freuten sich die Lämmer auf das Kiebitzfest. – Noch`n Bisschen warten, nächsten Sonntag ist es soweit.

Weiter Blick Richtung Sperrwerk Wedeler Au. Bald ist beides weg: die Baustelle wird abgeräumt, die Nonnengansmassen machen sich zum Abzug in die Brutgebiete bereit.

In wärmeren Tümpeln haben inzwischen Moorfrösche gelaicht.

Suchbild Moorfrösche.

Zweimal Kirchturm Wedel, einmal im Marschgraben, original auf der Geest.

Advertisements

Read Full Post »

Über Lebensraumverbesserungen an der Mühlenau, Pinnau-Nebenbach, Schleswig-Holstein, wurde 2017 für den ländlichen Raum Bönningstedt und für den städtischen Bereich Pinneberg berichtet. Es sollte die Reaktion des kanalartigen Bachs auf Strukturveränderungen getestet werden. Maschinell und per Hand wurden Kieseinengungen als Depots, Strömungslenker und Turbulenzanreger eingebracht.

Was sagen nun die Eingeborenen dazu, z.B. Krebse, Insektenlarven und andere? Das schöne Wetter und auf Mittelwasserführung zurückgegangener Abfluss boten hervorragende Bedingungen für einen Ausflug.

Mit dabei: weisse Blumentopfuntersetzer – prima Grundlage zur Betrachtung der hoffentlich kommenden Viechereien.

Das Haushaltssieb am Besenstiel. Jetzt per Stiefelbewegung bachauf davon den Untergrund etwas aufwühlen („Kick-Sampling“) und gucken, was da so kommt.

Los ging`s mündungsnah zur Pinnau, bachauf der Mühlenstraßenbrücke in Pinneberg.

Hier hatten wir mit 4 Lkw Kies im Oktober 2017 auf dem ersten Bachaktionstag Mühlenau gewirkt.

Wenn auch Bachsohle und -ufer eine völlige Einöde darstellen, immerhin steht rechtsseits noch so etwas wie ein Auwald-ähnlicher, dreidimensionaler standorttypischer Naturrest.

Bachauf, am oberen Ende der Bachaktionstag-Strecke wird rechtsseitig gerade ein B-Plan realisiert. Möge der Uferrand (wieder) naturnäher werden.

Die Sache mit den Bäumen am Bach wird nach wie vor nicht zur Kenntnis genommen und unter verschiedensten Blickwinkeln kaputtdiskutiert. Dabei wäre gerade hier am Beispiel der Natursituation „abzukupfern“, wie bachbezogene Anpassung an den Klimawandel aussehen könnte und müsste.

Die erste Probestelle ist bereits gut besiedelt. Jede Menge Pärchen Bachflohkrebse werden für ordentlich Nachwuchs sorgen, Wasserasseln in strömungsruhigen Bereichen finden in den Resten abgebauter Blätter gut Nahrung. „Runde Eintagsfliegenlarven“, wie sie für Laien beschrieben werden, häufig Primärbesiedler, sind bereits dunkel gefärbt. Bald werden sie das Wasser als Fluginsekt verlassen, ihren Hochzeitstanz absolvieren und jede Menge Jungvolk strukturierte Bachstrecken beleben lassen.

Für Fisch-Orientierte: die dreidimensionalen, strukturierten Kiese bieten jede Menge Fischfutter. Über Tausend Individuen pro m², wo vorher auf 100 m² so gut wie nichts vorkam.

Die aktiven Bürgerinnen und Bürger des Bachaktionstages haben also in ihrem Wohnumfeld geradezu segensreich gewirkt.

Nach diesem Test geht`s gen Nordosten, zum obersten Bekiesungspunkt, gerade im Februar mit neuer Struktur versehen. Von dort stammen die beiden ersten Fotos dieses Beitrags.

Überraschung beim Aussteigen: ein winziger Waldbach nebendran hat auf kleiner Fläche Feinkies gesammelt.

Obwohl hier regelhaft alles ausgeschaufelt wird, lebt da etwas. Ein Steinfliegenweibchen hat offenbar diese Stelle entdeckt. Nur ihre Kinder sitzen hier – zahlreich.

Die Stelle, strukturiert und turbulent, im Gegenlicht. – Schade, dass Quellbäche in Deutschland nicht den Funken der Aufmerksamkeit erhalten, der ihrer Bedeutung in der Gewässerökologie zukommt.

Auch in der Mühlenau findet sich auf dem Kies diese Steinfliege. Daneben eine Köcherfliegenlarve.

Eingedriftete runde Eintagsfliegenlarven können sich hier geschützt entwickeln. Dunkle Färbung: bald wird das Insekt den Bach verlassen.

Da sind aber auch jüngere Exemplare vorhanden, die noch bleiben.

Noch kleiner geht`s Methoden-bedingt nicht. Kleinere Exemplare fallen durchs „Raster“ (Sieb).

Hier ein „Rennwagen“ der Eintagsfliegen-Szene – platte Eintagsfliegenlarve, mit Oberflächenanpressung und Klauen turbulente Stellen besiedelnd.

Da sage man, im Norddeutschen Tiefland gäbe es keine (Forellen-)Bäche.

Jüngste Bachflohkrebsstadien zeigen, dass hier eine gute Kinderstube entstanden ist.

Die nächste Probenstelle – eine Kiesladung variiert den früher überbreiten Kanal, entschärft abwärts einer Sohlrampe deren steilen Übergang – jede Menge neues Dreidimensionales.

Und da halten sie sich nun in Mengen auf – Herr und Frau Bachflohkrebs.

Das wird ja ordentlich Nachwuchs geben.

Auch Steinfliegenlarven sind vorhanden.

Turbulenz und Ruhe im Wechsel, kleinräumig umgesetzt.

Dunkle Flügelscheiden an runder Eintagsfliegenlarve. Alle wissen es: bald geht`s an die Luft.

Das gelbe Teil verwundert mich – Fachkollegen werden mich schlauer machen.

Hydropsyche, eine köcherlose Köcherfliegenlarve findet sich auch gelegentlich in den Proben.

Ich bin wieder im Städtischen angekommen – Mühlenau Pinneberg querab Bad und Rosengarten.

Hier wurden die ersten Kiese im Frühsommer 2017 geschüttet.

Die Tierwelt verhält sich erwartungsgemäß. Im Strömungsschatten Wasserasseln.

Im Anstrom und Überströmten leben Bachflohkrebse und Eintagsfliegenlarven.

Für solch eine Schnellbeprobung hat sich allerhand Tierwelt eingefunden. Zur Gesundung der Mühlenau braucht es aber etliches mehr als „unsere Punkte“.

So soll, mit Unterstützung aus dem Regionalpark Wedeler Au die Bekiesung streckenhaft in Pinneberg 2018 und 2019 fortgesetzt werden.

Genau so wichtig bleibt es, das Wissen um „zu viel Licht im Bach“ zu verankern. Der lichte Auwald, mindestens Allee-artige Baumsaum ist unverzichtbares Element lebendiger Bäche und Flüsse.

Read Full Post »

Nun hat es also endlich geklappt. Vom erneuten Kälteeinbruch ging`s aufwärts  – 0 – 10 – 20 Grad. Das lassen wir uns gefallen. Und Pflanzen und Tiere ringsum gefällt das auch. Gestern war eine Elbe-Tour gegen den Uhrzeigersinn dran.

Überm Hauptdeich zur Elbe bei Hetlingen blauer Himmel.

Vorher hatte ich am Holmer Berg Jungschafe, ich schätze, Skudden, ansehen können.

Am Alten Heuhafen Hetlingen spiegeln sich trefflich die Weiden des winzigen Rest-Auwalds.

Kleines Rätsel mit Lösung: Diese scheinbar von Links nach Rechts fliegende Gans ist in Wahrheit ein entgegengesetzt fliegender Graureiher.

Blick übern Deich. Auf der Elbe nix los mit Schiffen. Nur der im Auftrag der Bundeswasserstaßenverwaltung rastlos Sedimente seewärts verklappende Hopperbagger HAM – was für ein zweifelhaftes „Vergnügen“.

Und es soll ja immer weiter gehen.

Ich wähle den bequemeren Weg hinterm Deich – Schafe und Nonnengänse vor typischem Marschgehölz.

Die Osterlämmer, schon schön plüschig, sind hofnah ins Grüne gelassen worden.

Schafe und Nonnengänse, noch einmal.

Der Knubbel da auf der Weide – ist das der Osterhase? Der putzt sich die Nase.

Zusätzlich zu diesem, sich mit einer Möwe neckenden, tauchen während eines Plauschs mit deichwandernden Freunden noch weitere drei auf. Schön, dass sie den Treibjagden entgangen sind.

Dann wollen wir die kommenden Tage mal geniessen – Vorsicht vor Sonnenbrand!

Read Full Post »

Vom Bagger geht`s weiter auf den nächsten Aussichtspunkt.

Mit Fernrohr.

Von da hinten kamen wir hierher.

Einen in der Morgensonne freundlich leuchtenden Birkenbruchwald haben wir passiert.

Frühlingstümpel am Waldrand im Kleinen Knust.

Neben dem Aussichtspunkt variierendes, tieflliegendes Gelände. Tafel nicht gelesen – wir tippen auf alte Torfstiche, damals noch Handarbeit?

Über einen Holzsteg geht`s zurück.

Vorbei am Rand des Kleinen Knust – alles Hochmoortorf.

Eine Tafel erläutert die Historie des Standorts.

Zur Linken Bruchwald, zu trocken, um wieder Moor zu sein.

Moos, Heide, Flechten auf Hochmoortorf.

Es ist weiter kalt – aber hier im Windschatten gut auszuhalten.

Im Verlauf des Rundweges sind wechselnde interessante Informationen eingestreut – hier ein sehr luxuriöses Insektenhotel.

Der Blick fokussiert auf ehemalige und heutige Geländehöhen – schön umgesetzt.

Nassstellen auf Extensivweiden warten auf die Moorfrösche – sobald es etwas wärmer ist, wird es mit der Hochzeiterei losgehen.

Wir sind beeindruckt.

Unser Mittagessen geniessen wir direkt neben der Pinnau in Pinneberg, sehr empfehlenswert.

„Sehr empfehlenswert“ im vorigen Foto bezog sich auf das Restaurant, Hindenburgdamm. Ende der 60er Hausnummern. Die Pinnau ist vor allem für intensives Restaurieren empfehlenswert.
So schliesst sich der Eindruck, der bereits im ersten Himmelmoor-Beitrag weiter bachauf entstand.

Mal sehen, wann die Pinnau konsequent als Lebensraum entwickelt wird.

Read Full Post »

So ein Hochmoor ist schon etwas ganz besonderes. Pflanzen bauen über Jahrtausende Berge – und der Mensch entwässert sie und baggert sie in maximal 150 Jahren hinweg.

Die Fläche des Himmelmoor bei Quickborn beträgt ca. 600 ha. In etwa gleicher Größe plus ein paar gleichgroße drumrum haben wir, ca. 60 km Luftlinie südsüdwestlich davon, die jüngere Entwicklung des Tister Bauernmoors von unserem früheren Wohnort aus mitverfolgen können.

Wenn die Abtorfung des Himmelmoor 2020 beendet sein wird und die Gesamtfläche restauriert ist, ist zu erwarten, dass hier eine ähnlich stürmische Veränderung bei Pflanzen- und Tierwelt einsetzen wird. Das Tister Bauernmoor, nass, hat seit der Jahrtausendwende Tausende Gänse und Kraniche in ihrem Zug- und Aufenthaltsverhalten verändert. Ein eindrucksvolles, recht neues Erscheinen, wenn die V-förmigen Formationen der Kraniche zu 50ern, Hundertern, gar Tausendern in Frühjahr und Herbst über besiedelte Landschaft ziehen.

Wir sind gespannt auf das Himmelmoor.

Bei der Anfahrt queren wir die Pinnau – sie ist einer der vielen weiter baumfrei gehaltenen Bäche Schleswig-Holsteins.

Weder Wasserrahmenrichtlinie noch notwendige Anpassung an den Klimawandel haben die standorttypischen Baumsäume bisher zurückgebracht. Es bleibt viel zu tun.

Wir parken am Torfwerk. Loser und verpackter Torf – noch bis 2020.

Start zur Rundwanderung, diverse Wegeführungen warten. Wir gehen linksrum.

Am Karfreitag hat die Torfbahn Ruh`.

Lange Rampen ermöglichen ein angenehmes Besteigen von Aussichtspunkten.

Wer kann und will, kann auch die Steilkante per Treppe rauf oder runter.

Schön am Himmelmoor: viele gekammterte Teilflächen sind der Natur bereits zurückgegeben und entwickeln sich.

Viel verschiedenartige Struktur prägt die Ränder.

Ein Stück folgen wir noch der Trasse der Feldbahn.

Und biegen dann zwischen bereits der Natur übergebenem und noch abzutorfendem Gelände rechts ab „ins Freie“.

Ein weiterer Aussichtspunkt – auch hier wandern wir rauf.

„Himmelmoor“ – nur Himmel und (abgetorftes) Moor.

Sehr schön kann die gut überlegte Wasserhaltung mit unterschiedlichen Niveaus zwischen den Flächen erkannt werden.

Dunkelbraun liegen noch abzutorfende Flächen vor uns.

Leider kümert sich fast kein Hundehalter um die Anleinpflicht.

So sieht heute – in Weiterentwicklung der früheren Handarbeit – eins der Werkzeuge beim Abtorfen (und Restaurieren) aus.

Wir haben die Hälfte des Weges hinter uns und biegen rechts ab in den bereits seit Längerem der Natur überlassenen Teil.

Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Read Full Post »

Nein, nicht, was Sie denken! Nonnengans gibt es hier bei uns eigentlich nur im Plural – nicht in der Bratröhre.

Die Sonne lacht, die zu Hause gebliebenen Menschen schwärmen aus.

Wer schlau ist, meidet besondere Anziehungspunkte – aber was bleibt? Auch Strecken sind bevölkert, der Deich, die Deichwege, ortsnahe Wege in der Marsch.

Das Weisse da, zwischen Willow Henge und Hauptdeich, ist im wahrsten Sinn des Wortes Schnee von gestern.

Was ist nun mit der Nonnengans?

Wie gesagt, nur im Plural: Nonnengänse.
Wie Mücken scheinen sie den scheinbar einsamen Deichwanderer zu umschwärmen.

Maximal einen Monat noch wird das Spektakel zu sehen sein – dann erst wieder ab Oktober/November.

Aber es gibt auch Gans in kleinerer Anzahl.

Wir waren am Vormittag zum Himmelmoor bei Quickborn.

Hier bestimmen zur Zeit Graugans- und Kanadaganspaare das Bild.

Mehr zum Himmelmoor demnächst.

Read Full Post »

Gründonnerstag, Überraschung beim Aufstehen. – Film, Funk und Fernsehen berichten, dass die Straßendienste von der Schneemenge überrollt wurden.

Vorn hat schon jemand das Haus erfolgreich verlassen.

Der neue Marienkäfer kommt voll zur Geltung.

Schlubber – Vogeltränke auffüllen ist angesagt.

Da die Vormittagsradtour wohl ausfällt, fege ich den Ausgang gen Norden.

Mal sehen, ob unser Gärtnerdienst verspätet mit Massen Salz erscheint (irgendwie scheint dieser Irrwitz nicht austreibbar zu sein).

Es taut mächtig, die Ostereier können doch wohl bunt versteckt werden.

Read Full Post »

Older Posts »