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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Wir warten auf Schmetterlinge. Seit Frühjahr waren „gefühlt nur“ Aurora- und gelegentlich Zitronenfalter sowie Kohlweissling in der Landschaft.

Immerhin wird aus dem Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen, berichtet, dass das Pfauenauge angekommen ist.

Aber auch hier, im Umfeld von Wedel, SH, gibt es Neues dazu. Etwa seit 2 Wochen ist der Admiral zu sehen. Zwar taucht er eher in Einzahl auf, dafür aber, z.B. bei längerem Radeln „fast überall“.

Der Versuch, einen im Foto festzuhalten, stellte sich als schwierig dar. Die Flatterer scheinen dieses Jahr, jedenfalls bisher, ziemlich scheu.

So sitzt auch dieses Exemplar mit zusammengestellten Flügeln kurz besonnt im Knick, bevor es gleich wieder davonflattert.

Die ausgefransten Flügelränder sprechen wohl für Langstreckenwanderer und nicht für hier Geborene. Gleiches zeigte sich – ich mag es nach dem Rosenkäferereignis (hier im Blog) kaum schreiben -, als vorgestern ein Admiral während kurzem Balkonsitzen auf meinem sonnenbeschienenen blau-weiss-karierten Hemd landete, ausgefranste Flügelränder. Schnell setzte auch dieses Exemplar seinen flatterhaften Flug fort …

Zweibeinig Geflügeltes, leider nicht so schön, fand ich dann, nachdem obiges Foto geschossen war, beim Blick zu Boden, auf zweistreifigem landwirtschaftlichem Weg.

Flügelreste und ein paar Federn mehr – ich vermutete von einer Eule.

Die Nachfrage in die Fachwelt erbrachte die Bestätigung und Spezialaussage, dass es sich um eine Waldohreule gehandelt hat.

Ob dies die Reste eines Verkehrsunfalls oder von erfolgreicher Uhu- oder andere Nahrungssuche sind, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

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Mit der Liinsand sind wir gegen sssteife Nordwestbrise zügig am Anleger Stadersand angekommen. Per Rad geht`s zum Mittagessen in Stade.

Diverses Grün in Marschengraben – wir Biologen radeln schnell vorbei.

Stade – erstmals sehen wir hier Tidehochwasser. Die Schwinge zeigt keinerlei Fliessverhalten in den Hafen, ist eingestaut (bei Ebbe fliesst es turbulent von rechts, vorn – vgl. Stade-Beiträge aus anderen Jahren).

Vorbei am Schwedenspeicher geht es in die Altstadt.

Die Kaimauer im alten Hafen zeigt allerlei neues Buntes – sieht das nicht nach „Tetsche“ aus?

Spiegelung und – Kunst dreidimensional – Spiegelei. Leider lässt im Foto Lichtreflektion das Eigelb nicht richtig zur Geltung kommen.

Was ist da in Stade vor sich gegangen?! Diese Seite verrät es. Da gibt es auch eine Bildergalerie zur Ausstellung „Tetsche-Open-Air“.

Nach dem Mittagessen noch ein Rundblick Schwinge-abwärts über den alten Hafen, den Fischmarkt, die pittoresken Fachwerkhäuser …

Dann geht es entlang des Schwingedeichs nordostwärts Richtung Elbe – windig, mindestens oben an den Flaggen.

Starenschwärme im Alten Land – unverkennbar: Kirschen locken (wenngleich die meisten unerreichbar eingenetzt sind).

Einige Höfe, Häuser, andere Gebäude erscheinen uns … verlassen? Ist eine Arbeitssaison vorbei – oder tut sich hier Langfristigeres? Vielleicht erkennen wir mehr – oder einen Irrtum – nächstes Jahr?

Aussendeichs geht es mit leichtem Rückenwind (der kräftige Nordwest kommt hinter Schilf, Bäumen und Büschen nicht an uns ran) Richtung Lühemündung, Grünendeich. Im Gegensatz zu SH sind die Schafweiden hier gezäunt, statt heller Schafsorte herrscht hier die mit dem dunklen Gesicht.

Gelegentlich geraten wir zwanghaft wieder auf die Deichkrone. Auch wenn manch Hanseat es gern hätte, die Höhen am Horizont sind nicht die Alpen (kleiner Tipp, die heissen hier Stader Geest).

Blick voraus – hinter bebaumter Elbinsel kommt, wie bestellt, etwas hervor.

Es ist der Containerfrachter Nagoya Express, 335 x 43 m, Tiefgang 12 m.

Mit dem leichten Rückenwind schneller als gedacht, kommen wir am Zwischenziel an.

Die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit, es folgen demnächst ein paar Eindrücke von der Rückfahrt nach Wedel.

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Der Riesenbärenklau (RBK) – eine prachtvolle Pflanze!

Wenn da nicht ihre üblen Begleiterscheinungen wären. Zum Glück gibt es zuhauf gute Hinweise neben dem Drum und Dran zur Beseitigung.

Wie andere gefährliche Neupflanzen und -tiere breitet sich der RBK, vermutlich wegen geringer, aber entscheidender Temperaturerhöhungen durch den Klimawandel strecken- (entlang Wegen und Straßen, bei schwimmfähigen Samen pestartig entlang Fliessgewässern) und flächenhaft aus. Viele solcher Pflanzen sind seit dem 19. Jahrhundert in Sammlungen, Parks und Gärten eingeführt, verhielten sich bis in die 1980er „friedlich“.

Die scharf-spitzig aussehenden Blätter kennzeichnen diese „neue“ Pflanze.

Leider sieht man immer wieder – das folgende Foto wurde nur einige hundert Meter entfernt am Ufer der Mühlenau, Pinneberg, aufgenommen -, dass Aktivisten aus ihrer Sicht „helfend“ aktiv werden, ohne zu hinterfragen, was sie tun.

Hier wurden große, weisse Doldenblüten gekappt. – ACHTUNG, wie sehen die Blätter aus!? – Sie sind nicht scharf-spitzig, sondern lappig.

Gutes wollen und Gutes tun sind oft zwei ganz verschiedene Sachen. Hier wurde der heimische WIESENbärenklau seiner Blüten beraubt.

Im Übrigen hilft Blütenkappen beim RIESENbärenklau nur in dem Fall, wenn wenig später die Wurzel ausgegraben oder zerhackt wird. Bis auf Golfrasenhöhe ist nach mehrmaligem Blütenschneiden der RBK in der Lage, aus seiner kräftigen Wurzel Notblüten zu schieben. Bei erwähnter Golfrasenhöhe (in Praxis erprobt) bleiben bei einer Handteller-kleinen Notblüte immer noch 50 Samen für ein 8- bis 10-jährig keimfähiges Samenpotential im Boden. – Also: Hände weg vom WIESEN-, richtiges Beseitigen beim RIESENbärenklau!

Aktivismus ersetzt nicht genaues Hinsehen, ersetzt nicht, vorhandene Informationen zu berücksichtigen. Alles Weitere steht kurz und verständlich im obigen Link.

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Das Wetter, vgl. Schluss des vorigen Beitrags, (stark) wechselhaft – hier der Nachmittagsstart.

Es ist etliche Jahre her, dass wir im Botanischen Volkspark Blankenfelde, Berlin, waren. So begeisterten wir uns am Vorschlag, mal wieder hinzufahren. In der verlinkten Berliner Seite wird die Vielfalt dieses Parks umfassend beschrieben. Hier folgen – nach Besuch des Damwilds aufgenommen – nur einige, wenige Eindrücke.

Hoffentlich bald wieder öfter zu sehen: nicht die Landschaft eintönig verödender Ackerbau, dafür auch mit „Unkräutern“ in vielfältiger Umgebung.

Aaaah, ein optimaler Kletterbaum! – ? – NEIN.

Die Erklärung steht nebendran, wird offenbar weitgehend befolgt.

In unmittelbarer Nachbarschaft ein kleiner Teich – und wieder der Beweis: „Wasser wirkt anziehend.“

Da wurde – ohne Gerät – mit bloßen Händen im Wasser, an Pflanzen, im schlammigen Grund „getümpelt“, dass es eine wahre Pracht war. Die kleinen (offenbar) Spezialistinnen fingen und bestaunten von Insektenlarven über Wasserschnecken und Egeln auch Fische, konkret: Jungstichlinge. Interessant, die Fachsimpelei zu verfolgen – und das ordnungsgemäße Zurücksetzen der gefangenen Exemplare.

Nur wenige Tropfen störten unseren Freiluftaufenthalt. Der Sonnenhut als Beleg, eine Etage tiefer Paul, der Berliner Pflegehund (fand offenbar bei mir, wenn nötig, einen Ruheplatz).

Wer sich nur ein wenig Gedanken macht, benötigt in (Groß-)Städten bis Metropolen kein eigenes Auto. Das Angebot der Alternativen verbreitert sich.

Tags drauf – Abreisetag.

Berliner Wetter, ist es das? – Die einen sagen so …

… die anderen so.

Dazwischen, zwischen der Aufnahme der beiden Fotos, liegt oft wenig. In diesem Fall vielleicht 5 Sekunden, verbunden mit einer 180-Grad-Drehung.

Sehr gut brachten uns ICE und S-Bahn nach Wedel zurück, zur Mittagszeit, also kleine Rast am Wegesrand Richtung Wohnung.

Wir genossen nicht nur den Berlinbesuch, sondern auch Hin- und Rückfahrt – in (weniger als halb-)vollen Zügen. „Gerne wieder.“

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Vor Büsum holten wir Mitte Juni einen 2020 ausgefallenen Berlin-Kurzbesuch nach (falls so etwas möglich ist).

Das war die Zeit des Fußballerns, in der auch die Regenbogenfahne eine große Rolle spielte.

Hoch über den Dächern von Berlin – vielleicht spielte der Richtung Voll- zunehmende Mond eine Rolle.

Abendliche Wärme und Fußballgetöse von der Straße her konnten kompensiert werden.

Am ersten vollen Besuchstag verlustierten wir uns im Brandenburgischen, Altlandsberg. Das wird sicherlich bei späteren Besuchen hier im Blog gewürdigt werden.

Ohne die Berlinerinnen spazierten wir am Vormittag des darauf folgenden Tages im Mauerpark.

Archäologisches Denkmal: Reste der DDR-Grenzmauer – gut, dass die weg ist.

Zwischen Hitze und Nässe – eine JungNebelkrähe geniesst Reste einer Pfütze.

Nebelkrähen zwischen Hitze- und Nässeanzeichen.

Ein reges, familiäres Treiben.

Allen Tieren schien die Situation zu gefallen, hier ein Jungspatz.

Auch Starenfamilien nutzten den Mauerpark als soziales Event.

Gelegentlich wurde der regenfeste Hut gebraucht. Gleichwohl war das Mittagessen in der Aussengastronomie gut möglich.

Auf dem Weg zur Mittagspause, vorbei an der Kulturbrauerei.

Für den Nachmittag war ein Besuch im Volkspark Blankenfelde vorgesehen. Dazu folgen ein paar Eindrücke im nächsten Bericht.

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Das musste nach all dem Süßwasserwatt, Wedel, mal wieder sein – Kurzurlaub am salzigen Nordseewatt, Büsum.

Wir fuhren über Westerdeichstrich, Stinteck, an. Das hat sich, wie hier zu sehen, wirklich gelohnt!

Angekommen, in der ersten Reihe. Schon eingewöhnt, wie zu Hause – das Wasser ist weg, Tideniedrigwasser.

Wat sieht dat Watt so rubbelig aus (NRW, Sommerferien, bevölkert den Norden)? Das ist biogene Struktur, geschaffen von Arenicola marina, dem Wattwurm.

Und, siehe da, das Wasser, Tidehochwasser, ist wieder da – ssssteife Brise, Gischtwellen auf dem gefluteten Watt.

Das mit der Fotounterschrift „wie zu Hause – das Wasser ist weg“ stimmt ja nicht so ganz. Zur gleichen Zeit pumpten Freunde und Bekannte aus Kellern und anderen tiefliegenden Immobilienteilen die zugeflossenen Fluten der binnenländischen Gewitter ab (auch und insbesondere „weiter unten“ in D).

Demnächst mehr von Büsum, hinterm Deich.

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Die jüngste Pressemitteilung von Rettet die Elbe stellt die verheerende Situation der Tideelbe bei Hamburg umfassend dar. Wer wundert sich noch über Rot-Grün?

Wasser / lebendigere Gewässer scheinen nicht Hamburgs Thema zu sein. Nach den vorigen beiden Elbvertiefungen (Rot-Grün), die über Hamburg aufwärts wandernde Fische verheerend trafen bzw. die Stintpopulation der Elbe minimierten, geht das Gewühl auch in Zeiten des menschgemachten sommerlichen Sauerstoffmangels weiter.

Verantwortlich ist … – Niemand?

Na denn, schön` Sommer!

Und passen Sie auf die Stare auf – bald ist Kirschenzeit.

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Selbstverständlich gibt es an der Rönne im Alster-Einzugsgebiet mehr zu erleben als Landwirtschaft, Störche oder Bach-Restaurierer. Die ganze Zeit über war allerhand Leben ringsum aktiv, sichtbar vor allem die Organismen mit Flügeln.

Aus der im vorletzten Beitrag gezeigten langen Storchenreihe drehten sich plötzlich ganz links welche um – was ist da los?

Ganz offenbar ist da – rechts im Foto – mehr als die anderen Störche, ein Flügelpaar.

Dann schwingen diese Flügel einen Turmfalken – mit Maus – in die Lüfte.

Am Bach war unter anderem die Gebänderte Prachtlibelle, hier ein Männchen, aktiv.

Hoch oben kreiste einiges fortwährend.

Sieht aus wie …

… ein Milan. Etliche Rotmilane, unser Vogelfachmann sagte, auch ein Schwarzmilan, waren gut beschäftigt.

Die liessen sich nicht stören.

So verraten denn auch einige Fotos, dass da am Knick und am Waldrand etliches Kleines flog – offenbar interessante Nahrung.

Ein Festessen für Milane, geradezu ein Milan-Spektakel, hatten wir vor einem Jahr bei unserem Ludwigslust-Kurzurlaub erleben dürfen, vgl. Beitrag vom 27. Juni 2020 (das Hotel im dort gezeigten ehemaligen Jagdschloss Friedrichsmoor ist übrigens gerade umgebaut und neu eröffnet, wie die Medien berichten).

Die großen der kleinen Flieger waren offensichtlich Käfer.

Sieh an! Ein Junikäfer – auf T-Shirt – wollte sich doch mal zu erkennen geben.

Mindestens braun- und schwarzflüglige Weichkäfer waren noch zu erkennen. Die anderen Insekten waren einfach zu aktiv – oder zu weit weg.

Zusammen mit standorttypischer Vegetation, wie hier dem Aufrechten Merk, wird unser Kies künftig allerhand Arten mehr zu individuenreichem Vorkommen verhelfen.

Soweit sie – im Erwachsenenzustand – geflügelt sind, werden sie auch Vögeln und Fledermäusen als Nahrung willkommen sein.

Wir hoffen, die Rönne fällt nicht in extremere Niedrigwasserzustände, trocknet gar aus. Politik und Verwaltung, Bauherren und Landnutzung ringsum haben eine große Verantwortung in Gegenwart und Zukunft. Bei Anwenden von bekannten Entlastungen bleibt die Rönne erhalten. Schritte zum Erfüllen der Anforderungen Richtung Entschärfen des Klimawandels sowie notwendige Anpassungen überzogener Verhaltensweisen können schnell erste Verbesserungen bewirken.

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Wir waren zum ersten instream-Restaurieren an der Rönne im Alster-Einzugsgebiet verabredet. Mit Zustimmung des Grundeigentümers, des Wasserverbandes sowie der zuständigen Behörde kam dieser Einsatz zustande. Die Finanzierung des Kieses übernahm die Edmund Siemers-Stiftung, die Arbeiten der Gewässerpflegeverband Alster-Rönne – besten Dank allen Beteiligten!

Innerhalb je einer halben Stunde erlebten wir (vgl. die beiden vorigen Beiträge)

  • Schlagkräftige Landwirtschaft und
  • Störche im Restaurant.

Es wurde nun der Radlader erwartet, der den Kies platzieren sollte.

Da, Geräusche und Staub am Horizont.

Super Sache, das! Das ist ja nicht nur ein Radlader, sondern ein Telelader.

Telelader Merlo – so einer wurde bereits erfolgreich an Pinnau und Mühlenau im ländlichen Raum eingesetzt.

Schon kommt die erste Testschaufel an.

Wie üblich müssen wir uns auf Gelände und Gewässersituation einstellen.

Händisch wird zu zweit oder zu dritt Feinarbeit geleistet.

Da kann man schon mal etwas beobachten.

Was driftet da vorbei, unscharf wegen starken Zoomens? Eine Gelbbrandkäferlarve, Atemröhre an der Wasseroberfläche, die sich später an ruhiger Stelle an den Kies anlehnt.

Schon kommt die nächste Ladung Kies.

Gute Befahrbarkeit ist wesentliche Grundlage für einen Einsatz.

Bei diesem ersten Arbeiten geht es uns primär um den Schutz vorhandener Kopfweiden. Wegen fehlenden Uferschutzes durch bis unter die Wasserlinie wurzelnden Schwarzerlen sind die Weidenstandorte vom Bach erreicht, die Bäume beginnen, sich zu neigen. Dies ist ebenfalls ein Zeichen, dass die Kopfbaumpflege konsequent durchgeführt werden muss, sollen die Bäume dauerhaft erhalten werden. Kopfüberlastung würde sie frühzeitig ins Gewässer kippen lassen.

Ein Bisschen Handarbeit, ansonsten steht jetzt „nur“ Beobachten an.

Platzwechsel.

Am anderen Ufer („Telelader“ ist das Zauberwort) wird die Dränung erodiert. Uferschutz und Strukturverbesserung Sohle sind angesagt.

Erstmal erledigt, auch das diesseitige Ufer hat leichten Schutz erhalten. Die weitere Entwicklung ist zu beobachten, ggf. nachzuarbeiten.

Die nächste Kopfweide, frei erodiert …

Geschützt – wir legen den Kies nicht vor / in die Wurzeln, sondern lenken die Strömung von bachauf leicht vom Ufer weg. So stabilisiert sich die Situation von allein.

Wo es erforderlich erscheint, wird leichter Schutz, händisch, auch ans andere Ufer gelegt.

Schon erreichen wir die letzte Kopfweide. Die Rönne ist völlig von Sumpfpflanzen zugewachsen.

Lichtüberschuss wegen fehlenden standorttypischen Baumsaums / Auwalds ist – verschärft durch den Klimawandel – das Aus für quellgespeiste Bäche und ihre spezifischen Lebensgemeinschaften (Betrifft: NATUR, Heft 2/2021, S. 7-9).

Hier Abhilfe zu schaffen, steht in Deutschland noch immer nicht im Fokus. Im englischsprachigen Raum sind Programme wie „Keep your river cool“ und ähnlich längst von Überlegungen zu Taten umgesetzt.

Hier also …

Die letzte Schaufel Kies – für heute.

Tschüß, Merlo! Besten Dank an die Aktiven des Gewässerpflegeverbands Alster-Rönne!

Das sieht ja fast so aus, als hätten wir ein Herz (zwei Herzen?) aus Fahrspuren oberflächig auf dem Gelände hinterlassen …

Letzter Blick von der Straßenbrücke – extremes Niedrigwasser. Klimaschutz ist in aller Munde (leider meist nur technisch unter dem Stichwort Kohlendioxid verstanden), Anpassung an den Klimawandel tut Not (die Landschaft muss entlastet, wieder zu ihrer Leistungsfähigkeit ertüchtigt werden)!

 

Wer dazu Näheres lesen möchte:
– Die reale Situation, dass übermäßige Erosion die Gewässersohlen so vertieft hat, dass das Mittelwasser vielerorts UNTERhalb der genehmigten AusbauSOHLE fliesst, ist gut nachvollziehbar hier dargestellt.
– Was entsprechend der Analyse unserer übernutzten und überheizten Landschaften verändert werden müsste, ist für Norddeutschland am Beispiel Nordniedersachsens hier verdeutlicht.
Die Erkenntnisse beider Arbeiten können auf vergleichbare Moränenlandschaften anderswo nutzbringend übertragen werden.

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Wir waren zu einem ersten Rönne-instream-Restaurieren im Alster-Einzugsgebiet verabredet. Wie im vorigen Beitrag dargestellt, war die Wiese frisch gemäht und wurde in Windeseile Richtung Grassilo geräumt. Der Beitrag begann mit 3 ruhenden Störchen bei Ankunft in der Oberalsterniederung und endete mit ersten interessierten auf der in Arbeit befindlichen Wiese.

Die letzte Silograsfuhre verlässt die Wiese, da schwebt es heran …

Noch ein Bisschen sondieren …

Schnell landen die „neuen“ Störche.

8 Störche gesellen sich zu den zwei bereits länger die Flächen absuchenden Tieren.

8 + 2 = 10.

Eifrig, sehr konzentriert suchen die Störche die gesamte Fläche ab – und werden fortwährend fündig.

Auch der letzte Winkel, der Grenzbereich zu einem Knick, wird intensiv untersucht.

Das geht so eine halbe Stunde.

Geschafft – alle 10 heben ab.

Nach einem letzten Kreisen verlassen sie uns.

Na, wenn das nicht „timing“ war – schwaden, ernten, Verletzte und Tote „bergen“.

Von einer solchen, frisch bearbeiteten Fläche lässt sich der angrenzende Bach trefflich restaurieren. Mehr dazu demnächst.

Danach hat die Fläche wieder Ruh` – bis zum nächsten Mähtermin.

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