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Archive for the ‘An der Elbe’ Category

Ohlau, Kreis Segeberg, Richtung Bad Bramstedt – nein, ich war das nicht!

Der Wasserverband Ohlau ist dabei, dem kanalartigen Moränen-Bach mehr Struktur zu geben. Da die Ohlau zu den Prioritätsgewässern gehört, war hier bereits vor Jahren mit eiszeitlichem Gestein und Holz Diverses verändert worden. Allerdings, wie bei fast allen planungsgesteuerten Maßnahmen (Planen – Machen – Weggehen), in seiner Wirkung über die Zeit nahe Null verblieben.

So hatte der Verband angesichts meiner bekannten Historie und inzwischen mehrjährigen auch schleswig-holsteinischen Erfahrungen nachgefragt, wie die Ohlau wieder in Bewegung gebracht werden könne. Einige Hinweise führten jetzt zu Kieszugaben, die weiter gestaltet werden können – vom Bach selbst oder / und vom Menschen.

Und so sieht der obere Teil nun aus.

Blick bachauf, erste Strömungs-Anregung ist erkennbar.

Blick bachab.

Sommerliches Suchbild – wie viele Männchen der Prachtlibelle Calopteryx sind erkennbar?

Noch dominiert hier im fast gar nicht (mehr) baumbestandenen Bachabschnitt C. splendens, die bereits erwärmte, eher flussartige Strecken bevorzugt. Die Restaurierung inklusive Entwickeln des standorttypischen Baumbestands wird den Bachoberlauf-Charakter fördern. Somit wird C. virgo, die Blauflügel-Prachtlibelle, Anzeiger für den örtlichen, eigentlich sommerkühlen Bach, dann ebenfalls zu finden sein – in absoluter Zahl und prozentual zunehmend.

Massen von Fadenalgen zeigen stellenweise den bachuntypischen Lichtüberschuss, gekoppelt mit Nährstoffeintrag.

Stein und Pflanze – vorn, bachauf des Wasserstern-Polsters ist Kies und Geröll der Erstmaßnahme erahnbar. Der neue Kies wird mehr Dynamik vor Ort bewirken.

Schon startet die linienhafte Sortierung des massenhaft vorhandenen Erosions-Sands.

Die punktuellen, neuen Kies-Depots werden die interne, aus von Baumwurzeln ungesicherten Uferpartien resultierende übermäßige „Sand-Produktion“ verringern.

Der Fischotter ist schon da – „Scharrhaufen“ und „Trittsiegel“ (Fußabdrücke).

Turbulenz im Gegenlicht – so soll es weitergehen.

Wir arbeiten weiter am munteren, lebendigeren Tieflandbach.

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Am Besten hält man sich im Schatten auf, Wasser nicht vergessen.

Eine andere Variante wäre „an de Waterkant“.

Bei Tidehochwasser dicht an der Wasserkante – Rinderherde aussendeichs,Familienhaltung.

Und bei Bullenhitze folgt die schlaue Leitkuh mit der ganzen Bagage dem Wasser – rauf auf`s Watt bei Ebbe.

Ja, und wie bekannt, liegt man da prima.

Uns fällt bestimmt auch was Geeignetes ein.

 

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Zwischen all den Kies-Hark-Aktivitäten zur Verbesserung von Moränenbächen muss auch mal Muße sein. Radeln, den Geesthang runter zum Deich – Sonnenschutz nicht vergessen. Ganz schön warm.

Die folgenden, gemixten Fotos stammen aus zwei Tagen hintereinander.

Blick über`n Hauptdeich auf die Elbe – Tideniedrigwasser, das Süßwasserwatt Fährmannssand liegt trocken.

Sperrwerk Wedeler Au – Schattensucher Deichschafe drängen sich.

Schwache Brise auf der Deichkrone – Schatten kann man sich auch selbst erzeugen. Containerfrachter gen Nordsee im Hintergrund.

Mündung Wedeler Au in die Elbe, Lühe-Schulau-Fähre und Fischer im Hintergrund.

Anderer Blick auf die Wedeler Au-Mündung in die Elbe.

Etwas Weisses auf dem Süßwasserwatt vor der ultralangen Buhne fängt das Auge: die Rinderherde weiss, wo man es sich bei solch Sonneneinstrahlung gemütlich macht.

Die Lühe-Schulau-Fähre dreht zum Anleger vor der Lühemündung.

Ich bin vor dem Yachthafen angekommen. Die Bänke sind frei – zu heiss? Weiss leuchtet der Sand der Elbinsel Hanskalbsand bei Tnw.

An den richtigen Tagen und bei geeigneter Tide kann man schonmal einer Schule Optimisten hier auf der Elbe zugucken.

Offenbar sind das Fortgeschrittene, segeln Richtung Lühemündung auf der anderen Elbseite.

Alles in Butter, alles in Blau? Vorn verläuft ein brauner, von Wellen aufgewühlter Schlicksaum.

Der Tide-Elbe hier im Hamburg-nahen Bereich und ihren Bewohnern geht es angesichts ihrer Einengung auf den Seeschiff-tiefen Kanal bei Tideniedrigwasser gar nicht gut.

So lange nicht überall tote Fische herumliegen und -stinken merkt das im Zweifelsfall niemand. Die wenigen verbliebenen Elbfischer sehen aber am (Nicht-)Vorhandensein oder Verhalten der Fische, dass die Situation kritisch ist – und das seit geraumer Zeit.

Wer selbst sehen möchte, wie sich die Lage verhält, kann das im Wassergütemessnetz an 3 Messstationen im Hamburger Raum verfolgen.

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Richtung wie gehabt – gen Osten, zurück mit Rückenwind.

Der Elbstrand Wittenbergen lockt.

Der Sonne entgegen.

Tief unten, radele ich vorbei an Menschenwerk (oben), vergänglich, am entbaumten Elbhang. (Der Berg rief „Ich komme.“) – Der Weg ist erstmal weg. Pflanzen-Pioniere erobern die Rutschung.

Leuchtturm voraus.

Anleger Wittenbergen – Tideniedrigwasser.

Altbuchenstumpf, Hüter des Elbhangs.

Die wahren Hüter sind natürlich die breit altersgestaffelten Bäume und Büsche mit ihrem ausgedehnten Wurzelwerk – mögen wir ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Kandelaber-Bäume Wittenbergen, Grünstart – Fahrwassertonne dicht vorm Ufer.

Wittenbergen – Fahrrinne, Elbstrand, 2 Blondinen, Leuchtturm, Hangwald.

Wo ist der Strand geblieben, starkes Ufergefälle, nahe Niedrigwasser Schlickwatt mit Priel. Elbinsel gegenüber.

Blick gen Hamburg, der Buhnenkopf steht fast frei.

Schlickwatt statt Elbstrand – tiefer Priel-Mäander.

Wir werden das Gefühl nicht los, hier tut sich was Neues. Liegt das womöglich an der (schon ?!?) verbreiterten tiefen Schifffahrtsrinne, „Begegnungs-Box“ für Containerriesen?

Blick übern Priel – Elbinsel Neßsand gegenüber.

Wat`n Buhnenkopf, fast frei.

Noch`n Buhnenkopf, mehr Priele.

Schlick-Kinder, knietief.

Wir sehen „Schwermetalle an Füßen und Zehen“, erinnernd an den Titel des nun 45 Jahre alten Buchs von Förstner und Müller. Auch hier und anderswo. – Das brachte damals die Sondermüllforschung und -reglementierung in Gang. Fast scheint es, wir wären wieder auf dem Niveau des „Spurenelement“-Wegdiskutieren angekommen. Vielleicht sollte Hamburg in Wittenbergen Kurtaxe nehmen, wegen Fangopackung und so.

Apropos Fangopackung …

Zum Glück – es machte keinen Sinn, gegen den Ostwind anzuschreien – kommen die Erwachsenen „oben“ endlich auf die Idee, die Kinder da wegzurufen.

Schlick teils bis hoch zur Tidehochwassergrenze auf dem Untergrund. Ist das ein Geheimplan zur Ansiedlung des Schierlingswasserfenchels?

Fragen über Fragen – ich kühle meinen Kopf beim Rückradeln in Frühlings-Elbhangwald.

Vor dem Endspurt rufe ich von hoher Warte den beiden Blondinen (bedauernswert, die müssen per Auto im Stau nach Hause) tief drunten zu, dass der Otto-Schokoll-Höhenweg immerhin von der Landesgrenze bis zur Straße Am Leuchtturm begeh- und -radelbar ist.

Wie im zweiten Foto zu Anfang gezeigt, ist der Weg weiter östlich gesperrt. Der Aussichtswahn („Tragt die Alpen ab, wir wollen das Mittelmeer sehen!“) mit Abholzen des gelegentlich durch Hangdruckwasser instabil beweglichen Steilhangs hat seine Konsequenzen gezeigt.

In Wedel erreichen Ostermarschierer, die gleichzeitig auf nötiges Handeln angesichts Klimawandel hinweisen, ihre Verpflegungsstation.

Es folgte der Abend. Egal, Klima oder was – es muss brennen. Es stinkt.

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Mitte April 2019 – was ist da bei Fährmannssand los?

Sonntagmorgen, Sonnenschein, frischer Ost- / Nordostwind. Zwischen Fährmannssand und Carl Zeiss Vogelstation erlebe ich Nonnengänse wie noch nicht zuvor in unserer dreijährigen Wedeler Historie.

Mehrfach habe ich hier im Blog erwähnt, dass die ca. 14.000 grob gezählten / geschätzten Nonnengänse der ersten beiden Jahre in der jetzigen Rast-Saison 2018 / 19 nicht hier vor Ort waren. Bei Rundfahrten kam ich jeweils auf etwa 8.000.

Irgendwie sieht das heute anders aus.

Querab der Carl Zeiss Vogelstation ist allerhand los.

Eigentlich nichts Besonderes. Aber irgendwie erscheint mir die Vogelzahl viel größer als bisher in dieser Saison.

Wo gefressen wird, bildet sich die typische, dicht gedrängte Fressfront.

Diesmal fallen an den Seiten viele ruhende Tiere auf.

Ruhen, Äsen, emsiger Anflug kennzeichnen das Erlebnis.

Und fortwährend kommen, flach über den Elbdeich, neue, große Schwärme hinzu.

Luftiges hin und her, Landung.

Luftiges hin und her, Landung – Detail.

Unten Äsen, oben An- und Überflug.

An- und Überflug, Detail.

Die „dichte Packung“ wird immer dichter.

Äsen in dichter Packung.

Beeindruckt von diesem Erlebnis radele ich weiter Richtung Hetlingen – will ja noch nachsehen, wie weit die Schachblumen sind (vgl. vorigen Beitrag).

Die ganze Zeit des Radelns hinterm Deich rauscht es über mir. Auffällig ist, wie flach die Nonnengänse über den Deich kommen. Vielleicht überrascht über den dicht drunter Radelnden kommt es mehrfach zu Störungen in der Flugformation mit merkwürdigem Gerumpel und Geraschel – leichte Flugunfälle?

Mir scheint, hier ist der Flug aus südwestlicheren Rastgebieten in vollem Gang. Ein Teil der Vögel macht einen abgekämpften Eindruck, als würde sie der fortwährend blasende nordöstliche Wind, der jetzt auch stürmische Böen aufweist, beeinträchtigen.

So reime ich mir die heutige Ansammlung zusammen als erzwungenen Zwischenstopp, Ruhe im Lee-Bereich der Geest.

Noch einmal, ich habe Hetlingen passiert, bin auf dem Weg Richtung Idenburg, bestätigt sich die heute besondere Zahl der Vögel. Ein weiterer dichter Schwarm, panikartig aufgebracht, verdunkelt den Himmel – nördlich von den bisher beobachteten Vögeln.

Ich schätze die gesehenen Vögel auf eine Stückzahl weit über 20.000.

Wie im vorigen Beitrag beschrieben, kämpfe ich mich gegen heftigen Wind, dann im Windschatten der Geest leicht radelnd und anschliessend mit schrägem Seitenwind entlang der B 431 driftend zurück nach Wedel.

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Sonntagmorgen, Sonnenschein – schnell mal an den Hafen, dann angesichts des frischen Nordostwinds weitersehen.

Fast wie am Vortag – am Horizont naht von Westen ein Containerfrachter gen Hamburg.

Saugbagger Scheldt River im Sedimentfang, jüngster Flachwasserverlust mit ökologischen Folgen – Stint weg …

Scheldt River fährt gegenwärtig seewärts bis nach Brokdorf, verklappt dort seine Ladung. Daraufhin naht Saugbagger HAM 316, saugt seinerseits und verklappt seine Ladung in der Elbmündung. Das verstehe, wer will – als Steuerzahler muss man`s nur zahlen.

QARN, 368 x 51 m, TG 13 m passiert Scheldt River.

QARN, nahe bei, Bug vor Elbinsel.

Lühe-Schulau-Fähre legt ab.

Zweimal Schiffsbug.

… und Heck.

In schneller Fahrt erreicht die Fähre den Saugbagger.

Stopp im Wegradeln – im Augenwinkel … Das geht doch nicht!? Schachbrettblumen blühen am Schulauer Hafen, nette Pflanzidee.

Mal sehen, wie lange die sich halten. – Was machen eigentlich die Schachbrettblumen in Hetlingen? Das Schachblumenfest ist doch erst am 28. April 2019.

Da gucke ich jetzt – egal, wie der Wind weht.

Also auf, Richtung Fährmannssand. Schafe und Lämmer bevölkern den Deich.

Auf die Osterlämmer ist auch kein Verlass, kommen einfach nach Kalender – aber nicht zum diesjährig späten Ostern.

Eine Schwalbe – zufällig im Foto erwischt.

Zwar macht die eine Rauchschwalbe noch keinen Sommer, aber ich habe 2 – ultratief fliegende – Paare (?) gesehen. Der Sommer kann also kommen.

Meine Güte – das gibt einen eigenen Bericht – Nonnengansmassen nahe der Carl Zeiss Vogelstation.

Fast in Hetlingen, querab Hetlinger Heuhafen – Schlehe blüht, Kopfweide wartet, Altweiden im Auwaldrest schlagen aus.

Eine der Schachblumenwiesen, wie erwartet. Hier ist doch ein härteres Kleinklima als am Schulauer Hafen. Stängel und Blütenknopsen rauen gerade mal die Wiese etwas auf.

Wir dürfen gespannt sein, ob das angesagte warme Wetter die Schachblumen über Ostern schon in voller Blüte besichtigen lässt – egal, wann das Schachblumenfest stattfindet. – Weiter Richtung Idenburg.

Ein weisser Bussard sticht vor grünender Landschaft hervor.

Und da ist auch der berühmte „weisse Schimmel“.

Der Schimmel, eine Stute, ist nicht allein, hat eine Kollegin und Frühjahrsfohlen dabei.

Wie sich das gehört, sind die Fohlen aufmerksam und munter.

So manche Runde geht es um die Wette.

Meine Runde muss ich jetzt zu Ende bringen – erst gegen den teils heftigen Wind, dann im Windschatten der Geest und anschliessend mit schrägem Seitenwind entlang der B 431 driftend.

Das ist gelungen, ein hervorragendes, in Richtung und Länge nicht vorhergesehenes HerzKreislaufTraining.

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Frischer Wind aus Ost / Nordost, Temperaturen deutlich im einstelligen Bereich. Nachtfrost lässt Magnolien nach Blühstart als traurig-braune Gestalten zurück.

Hauseingangs-Mahonie, leider kein Insektenflug, zu kühl.

Cool Coon – wohl dem, der richtig angezogen ist.

Wer stört – so früh?!

Hmmh, gleich kommt Herrchen mit dem Frühstück.

Wenn ich lese, dass so eine Maine Coon auch fast ein Hund ist, wundere ich mich nicht, dass ich dies Urviech gut finde.

So langsam spriesst Grün, verdeckt Entwässerungswunden im Anmoorigen des Wedeler Autals.

Rehe äsen noch in aller Ruhe auf freier Wiese, bevor sie ihre Verstecke im Röhricht aufsuchen.

Ein Bock geniesst den Morgen unter alten Eichen.

Merk (anderer Sprech: „Die Berle“) und gut Algen in besonntem Graben – Kaulquappen können Nahrung finden.

Erste Moorfroschmännchen zu sehen ist aber eher eine – sonnige – Ausnahme.

Die Amphibien-Spezis im Bekanntenkreis berichten angesichts wieder kalt gewordener Abend- und Morgenstunden von nur geringen Wanderbewegungen von Frosch und Kröte. Wo sonst an die 2.000 Individuen gezählt werden, sind es Mitte April 2019 größenordnungsmäßig man gerade 20. – Das kann besser werden.

Frischer Wind auch an der Elbe. Sinkender Abfluss und Ostwind lassen Flut bis zu einem Meter geringer auflaufen, die Ebbe bis zu einem m unter Tideniedrigwasser tief ablaufen.

Es ist nahe Tidehochwasser. Yang Ming Wisdom, 366 m, 51 m, Tiefgang 12,5 m fährt gen Hamburg.

Nur 3 Blondinen am Strand.

Schon im Vorbeifahren an den Parkplätzen fiel mir ein allzu bekanntes rotes Auto auf – ganz einsam.

Blick Richtung Hafen Hamburg – die Lühe-Schulau-Fähre hat ihre Saison aufgenommen. Da fahren wir gern mal wieder mit, rüber nach Niedersachsen, radeln.

Schnell ist es den Blondinen zu kalt geworden. Sie verlassen den Strand, ziehen sich ins Windgeschützte zurück.

So verpassen sie die Vorbeifahrt von Yang Ming.

Aufwärmen der Blondinen, Trainieren des Gleichgewichtssinns.

Vom Spielplatz aus ist YM Wisdom nur als Kastenwanderung jenseits HolzMüllEventCenter in Vorbeifahrt zu sehen.

Ich radele über den Stranddeich heimwärts – der Containerfrachter verlässt den Wedeler Horizont.

Autalstraße – hoch reitet Batavia auf der Wedeler Binnenelbe.

Wir freuen uns auf den Frühling in warm – nächste Woche soll er wieder eintreffen.

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