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Archive for the ‘An der Elbe’ Category

Die Elbe ist keine Wetterscheide sagen Meteorologen in Zeitung, Film, Funk und Fernsehen.

Dass Örtliche ein anderes Empfinden entwickeln, muss die Beitragsüberschrift vielleicht nicht unbedingt bestätigen, steht aber den Meteorologenaussagen auch nicht zwanghaft entgegen.

Gestern war wieder so ein Tag, zu erleben zwischen Geest und Marsch.

Tief hängende Tief-Wolken über der Geest – Radeln oder nicht Radeln, das ist hier die Frage!

Am Elbe-Hauptdeich bei Fährmannssand sieht die Sache ganz anders aus.

Aber nur, wenn man nicht nach Norden guckt.

Oha! – Freuen wir uns, im Sonnigen zu radeln.

Südwestlich des Deichs, Tideniedrigwasser, das Süßwasserwatt liegt bis zur seeschifftiefen Fahrrinne frei.

Stadtkulisse Wedel zwischen Wetterfronten.

Silbern glitzert die Sonne auf der Elbe, kurz vorm Elbstrand querab des Schulauer Hafens.

Sieh an, Herbstwinde haben die Elbe offenbar bei der vorigen Flut über die Normalmarke gebracht. Allerlei Treibsel liegt als Strandgut an der Westseite des Schulauer Hafens.

Schaumsaum zwischen Ruhe und Wellenaufruhr – der Wind steht gegen ablaufendes Wasser.

Traumstrand Elbinsel, Schaumkronen auf der Elbe.

Ähnliches wie vor.

Küste vs. Geest – Sonne und Tiefschwarz.

Hilft ja nix – wir müssen wieder nach Hause.

 

Glück gehabt – wir sind zwischen zwei Schauern in der Sonne geradelt. Das „zwischen“ wird uns heute hoffentlich auch gelingen. Das mit der Sonne eher nicht – heute keine Wetterscheide Elbe, gestern zumindest scheinbar, vielleicht auch anscheinend.

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Wie seit Jahren gut eingeübt, reise ich zum zweiten Mal auch in diesem Jahr als Gastvortragender zu einem Bildungsurlaub Elbe der Volkshochschule Hamburg. Da das Wetter gut ist, nehme ich genug Zeit mit, den Fortgang an der Baustelle Kreetsand an der Norderelbe anzusehen. Hier hat eine Planergruppe mit breitem fachlichem Hintergrund gewirkt – möge es immer und überall so sein.

Zu Kreetsand ein persönlicher Jokie, den vielleicht nicht jeder witzig findet. Als in den 1980ern die Notwendigkeit bestand, die Qualität des zu baggernden Hafenschlicks zu beschreiben – Labors übten sich in neuer Analytik, Ringversuche folgten, Verwaltung und Politik entwickelten Rahmenbedingungen für Müll bis Sondermüll – habe ich, später andere, alle solche Flächen beprobt und untersuchen lassen. Bald stellte sich heraus, dass die übermäßige Belastung von Hafenschlick mit Schwermetallen (mit wachsender Untersuchungserfahrung der Labore kamen Organische Schadstoffe hinzu) eine weitere landwirtschaftliche Nutzung solcher, aus nassen Marschwiesen durch Aufhöhung als Ackerflächen gewonnenen, großflächigen Areale nicht mehr zuliess. Sofort wurde Nahrungsmittelerzeugung für den Menschen eingestellt, spätere Erkenntnisse brachten auch die Futtermittelproduktion auf diesen Flächen an ihr Ende. – Damals, lang ist`s her, schlug ich vor, angesichts der Einzwängung des Tidegewässers Elbe solche Flächen dem Fluss zurückzugeben. Angesichts unserer mit der TU Hamburg-Harburg und Wirtschaftsunternehmen entwickelten Methoden zur Sand-und-Schlick-Trennung könnten die Schadstoffbodenanteile Richtung Deponie gehen, während die sauberen unterliegenden Aufhöhungssande baulich genutzt werden könnten. – Von Zweifel bis Hohn gingen die Reaktionen aus unterschiedlichsten Blickpunkten und Beweggründen – war wohl noch zeitlich zu dicht an der kaum bewerkstelligten Realisierung der sturmflutsicheren Hauptdeiche, die kurzstreckig dicht an die Elbe gelegt worden waren.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass meine Ideen, die verlacht wurden, immer die Allerbesten waren. Genug davon sind inzwischen umgesetzt worden – so gerade diese Baustelle: aus dem ehemaligen Hafenschlick-Acker wird wieder für die Tide offener Raum für die Elbe mit Flora und Fauna. Bei allen damit verbundenen Kosten muss allerdings auch erwähnt werden, dass dies angesichts der für die Elbe verlorenen Flächen erst einem Tropfen entspricht. Angesichts des verschärften Tidegeschehens durch gut hundert Jahre Wasserstraßenausbau und der bereits absehbaren Klimaänderungsfolgen muss und wird weit mehr geschehen (müssen).

Quer über die Marsch der Elbinsel Wilhelmsburg fahre ich, vorbei an bunten Salat- und Gemüsefeldern Kreetsand entgegen.

Wie üblich – sehr wichtig bei solch gutem Exkursionswetter – parke ich im Baumschatten am alten Einlagedeich, gleich querab der Deichbude.

Der Blick über den Deich zeigt, dass ich gerade Tideniedrigwasser erwischt habe, Tiefpunkt der Ebbe.

Blick nach Norden, Richtung Baustelle in breit – Deich, neuer Flutraum, Tide-Auwaldreste, Norderelbe.

Da, zur Baustelle wandere ich hin.

Gerade ist wenig der Massen Großgerät zu sehen, aber es herrscht emsiges Treiben.

Manch einer meint angesichts der riesigen Sandberge, dort auf der Baustelle bewege sich nichts. Dieser statische Eindruck des Kurzbesuchers trügt. Ich bin überrascht, wie viel seit meinem vorigen Besuch Anfang Juni schon wieder geschehen ist.

Zur Zeit ist auf Google Earth übrigens noch der beginnende Bauzustand zu sehen – das bereits abgetragene, ehemals landwirtschaftlich genutzte Altspülfeld mit „Mutterboden“ aus Hafenschlick und das intensive Wirken in den verbliebenen Sandflächen in unterschiedlichem Abbauzustand.

Die Verbindung zur Elbe hin war schon vor geraumer Zeit geöffnet worden.

Nun ist bereits ein Großteil der Fläche, im Juni noch durch einen Damm getrennt, dem Tidegeschehen freigegeben worden.

Beeindruckt gehe ich zurück. Am Deich sortieren sich die Schafe.

Fast alle haben die Deichkrone angesichts des intensiven Sonnenscheins als Platz ausgesucht. Bevor sie am besonnten Hang gebacken werden, geniessen sie lieber das heute eher schwache Lüftchen, das ganz oben über sie zieht.

Nochmals über den Deich geguckt: die Flut hat eingesetzt. – Oha! Man sieht das menschenverursacht verschärfte Strömungsgeschehen. Das Wasser schiesst nur so in den neuen Flutraum hinein.

Erstaunlich, wie schnell das Wasser minütlich steigt – hier am vorn gezeigten Deichsiel.

Junge, Junge … steigt das Wasser …

Die Deichbude muss natürlich auch innen besucht werden. Verschiebbare Transparente verdeutlichen die Landschaft.

Und hier im Original – sommerlich verkrauteter Marschgraben am Einlagedeich („Wettern“, wie die örtliche Bezeichnung auf dem Transparent eben zeigt).

Schön im Schatten am (in heutiger Sicht erstaunlich niedrigen) alten Einlagedeich wartet mein Auto. Daneben sind die traditionellen Anbauflächen zu erkennen.

Auf geht`s Richtung Wanderfischvortrag – vorbei an einem zur Vogel-, Fledermaus- und Insektenherberge umgewandelten Trafohäuschen.

Der Blutweiderich leuchtet in der Sonne.

Alte Bäume, in der Marsch allzu selten, stehen auf der anderen Seite.

Am Vortragsort bleibt mir noch ein wenig Zeit.

Wolken-Meditation, hinter mir Gesang.

Wolken-Tiere fliegen vorbei. – Zeit, was für ein Luxus!

Nach (Ansehen der früheren) Arbeit kommt nun das Vergnügen. Hoffentlich sehen das die ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses auch so.

Wie üblich zum Thema Wanderfische der Elbe konzentriere ich mich auf die Meerforelle als Indikator des Gewässerzustands im gesamten Einzugsgebiet. Die baulichen Veränderungen der Elbe im Nahbereich Hamburgs, vorige Elbvertiefung und Aufhöhung wichtiger Teilflächen des früheren Flachwassergebiets Mühlenberger Loch sowie daraus (und anderem) resultierende wesentlich erhöhte Baggermengen und der Umgang damit werden vorgestellt. Sie sind die Ursache, dass die Ökologie dieses Stroms seit der Jahrtausendwende nach überraschend hoher Gesundungsanzeige (in den 1990ern) durch konsequente Abwasserreinigung und  Folgen der Wiedervereinigung einen erneuten Einbruch anzeigt. Wenige Handlungen Ende der 1990er reichten aus, ein Gutteil der mit Milliardenaufwand bei Abwasserreinigung erreichten Verbesserungen schlagartig zunichte zu machen.

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Ein kurzfristiger Hinweis liess mich abendlich das Rad besteigen.

Durch städtische Strukturen ging es Richtung ländlichem Raum zwischen Geest und Marsch.

Die Geestkante runter – zu schnell auf rumpeligem Untergrund, Foto verwackelt.

Vorsicht in der Kurve, Eicheln haben schon so manchen zu schnell Radelnden zu Fall gebracht.

Fast „unten“ angekommen. Rechtzeitig, die Sonne steht noch über dem Horizont.

Hinter dem Deich fährt auf der Elbe ein Containerfrachter seewärts.

Ein Bisschen müssen wir noch warten.

Eine Wasserfläche – wir sind auch auf Wasserfledermäuse gespannt.

Dazugelernt – in solch größeren, dick isolierten Behausungen bestehen durchaus Winterquartiere der Fledermäuse.

Dämmerung über der Marsch – jetzt müssen sie jeden Moment kommen.

Horizont im Detail.

Na gut, mit der untergehenden Sonne auf den Geesthang geguckt, ist es noch ganz schön hell.

Es wird dunkler, die Spannung steigt. Wann werden die Bat-Detektektoren anschlagen?

Am Rand der Wasserfläche lauern eine Vielzahl weiterer Räuber auf potentielle Fledermausnahrung.

Es geht los. Als erste zeigen sich Abendsegler.

Was für eine Leinwand – was für ein optimaler Hintergrund zur Fledermausbeobachtung.

Schnell habe ich den Abendseglerflug im Gefühl. Zwar unscharf, aber immerhin – ich „treffe“ die Dinger.

Zu guter Letzt haben uns auch die Wasserfledermäuse beglückt – zwar nur 2, aber besser als nichts.

Insgesamt haben wir in dieser im wahrsten Sinn guten Stunde den Abendsegler, die Breitflügel-, die Rauhaut-, die Zwerg- und die Wasserfledermaus beobachten können. Hören konnten wir alle mit ihren unterschiedlichen Lauten sowie das schmatzende Knacken nach Beutefang über die Bat-Detektoren. Fünf Arten, mehr konnten wir nicht verlangen.

Der seit Kurzem abnehmende Mond zeigt mir den Rückweg.

Was für ein Erlebnis – ganz herzlichen Dank an den kundigen Fledermausologen!

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Mitleid mit meiner durch Stürze linsenverkratzten DigiCam (bzw. mit dem Besitzer) brachte den Junior dazu, mir seine durch Stürze „nur“ im Display gerissene neuere Kamera zu vermachen. Da muss ich losradeln und testen, ob ein Unterschied zu sehen ist.

Ja! Ganz neue Fernsicht – Blick über das Süßwasserwatt Fährmannssand.

Auch der Farbtest beeindruckt. Diverses Grün der Pflanzensukzession im Tidebereich der Elbe, Hetlinger Wattbereich.

Die Wasseroberfläche eines Marschgrabens ist bewegt. Rotfedern nehmen Oberflächennahrung auf, wohl schlüpfende Insekten.

Von klein bis größer, hier Letztere, sind etwa 3 Jahrgänge klar zu unterscheiden. Gibt es einen Grund, dass sie den Ostrand des Grabens bevorzugen, während sie anderswo flächig aktiv sind?

Auf Distanz – die Rotfedern kennen ihren Nachbarn am anderen Ufer.

Ein „Grashecht“, Junghecht von ca. 35 cm Länge, lauert auf Beute.

DigiCam-Test gelungen – ein herzlicher Dank geht an den edlen Spender! 🙂

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Morgens – Herbstanfang in der Hetlinger Marsch.

Gut ausgerüstet – Beobachter auf dem Hauptdeich am Nordufer der Elbe.

Graugänse auf dem Süßwasserwatt bei Fährmannssand.

Demnächst werden auch die über 10.000 Nonnengänse eintreffen.

Der HalunderJet prescht an der Lühe-Schulau-Fähre vorbei, schon westlich der Lühemündung.

Bald fährt das Schiff im Pazifik, wird hier durch ein größeres, schnelleres ersetzt. Mal sehen, ob sich das dann an die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Elbe hält.

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Alle reden über das Wetter, dabei begleitet es uns doch jeden Tag.

Ein kleiner dänischer Moränenbach durchbricht die Dünenkette in Mäanderform vor seiner Mündung ins Meer.

Bei der Henne Mølle Å sieht es ganz ähnlich aus. Kolke wechseln ab mit kiesigen Rauschen.

Wohl dem, der die Zeit für Strandbesuche dieses Jahr glücklich wählt.

Regelhaft ziehen in recht kurzer Folge Sturmtief-Schwänze über den Norden hin.

Da weiss man das Dach über dem Kopf erst richtig zu schätzen.

Die Dauerfeuchte bei warmem Wetter lässt die Kröten und andere Lebewesen gefährlich leben – intensiv wandern sie umher.

Tags drauf, oder unmittelbar nach Durchzug solchen Regengeschehens kann man aber durch einen Regenbogen entschädigt werden. (Wer hat den Goldtopf am linken Start weggenommen?!)

Auch auf der Rückfahrt nach Deutschland haben wir Glück. Die große Sturmtiefwelle ist schüttend West-Ost vorbei gezogen. Wir fahren Nord-Süd in ihrem Rücken – hier die alte Königsstadt Ribe passierend.

In Deutschland hat es uns dann doch noch erwischt. Schlagregen – fix vom Gas! – Mit Normaltempo geht es dann weiter.

Gut am Geestrand am Nordufer der Elbe angekommen starten wir zu einer Radtour – nach einer weiteren Regenfront. Und was sehen wir?

Aus anderer Sicht beginnt dieser Regenbogen nördlich der Elbe an der Wedeler Au. Das südliche Ende liegt etwa bei der Estemündung am Südufer der Elbe.

 

Sonne-, Regen-, Wind- und generell Wetter-erprobt sehen wir Kommendem interessiert entgegen.

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Nun warte ich Radler also, inzwischen mit weiteren Interessierten am Tor zum Deichvorland, dass die erste der beiden geführten Gruppen vom offiziellen Treffpunkt Hetlinger Schanze auftaucht. Die zweite Gruppe wird einen Bogen am Strand entlang wählen und dort andere Spezialitäten geboten bekommen als wir Direktanwanderer. Mal sehen, vielleicht bin ich nächstes Jahr bei den „Strandies“ dabei.

Die Deichschafe nehmen unsere Anwesenheit inzwischen gelassen, käuen wider – vorn eine geschorene Mutter mit ihrem dick bewachsenen Wolllamm.

Ah, hinterm Deich wandert ein dunkler Fleck an. Als sie das Gattertor unter uns erreichen, zähle ich grob 100 Menschen (mit uns Wartenden).

Was für eine Teilnehmerzahl (da ist ja, wie beschrieben, noch eine Gruppe unterwegs)!

Wir sind im Vorland. Die Priele liegen angesichts des Tideniedrigwassers trocken, der fette, angeschnittene Marschboden ist gut sichtbar.

Weit voraus sehen wir weiss in der Morgensonne leuchtend das ehemalige Leuchtfeuer Julssand, links davon ein Containerfrachter der Linie Hamburg Süd, am stillgelegten KKW Stade vorbeifahrend.

Uns wird was geboten, nicht nur Natur. Vier bunt bewimpelte Masten schieben sich jenseits eines Auwaldrests Richtung Nordsee vorbei. Wie später zu erkennen ist, handelt es sich um das peruanische Segelschulschiff BAP Union, das in Hamburg zu Gast war.

„Nanu,“ fragt sich eine Kuhherde, „so viele auf einen Streich haben wir hier lange nicht gesehen“.

Ein kleiner Trupp Schafe wundert sich, dass unsere Vorhut schon kommt.

Blick auf die Elbe. Hier, an einer Schmalstelle, wurde eine Vielzahl unterschiedlich gebauter Buhnen angelegt – der Mensch muss lernen.

Mit der vorigen Elbvertiefung und den immer größer werdenden Schiffen ist neben dem veränderten Tideverhalten – insbesondere starkes Absinken des Tideniedrigwassers über die diversen Vertiefungen des Flusses (ja, man „verliert“ ein Gutteil der Vertiefung durch Wasser“verlust“ !) – die Schwell-Sunk-Thematik der schnell fahrenden Großschifffahrt verschärft. Lebensgefahr und erhöhte Erosion (und Ablagerung an unerwünschten Stellen!), Deichsicherheit sind Themen, die Wasserbauer zu neuen Untersuchungsaufträgen verhelfen.

Auf die Auswirkungen z.B. auf Wanderfische sei hier nur am Rand hingewiesen.

Mehrere, speziell ausgerüstete Messmasten scannen mehrfach über die Tide Veränderungen im Buhnenbereich. – Möge es nützen.

Wir wandern weiter, sonnenbeschienen. – Über uns … rasen die Wolken dahin, eine große schwarze Front dabei.

Und da kommt einer der inzwischen „Normal-Großen“, die 366 m-Klasse, „Cosco Netherlands“, Tiefgang bei ca. 12 m.

Vielleicht sollte man Schiffsgrößen und ihr Fahrtempo nach dem Fluss richten und nicht umgekehrt. Vielleicht sollte Deutschland endlich ein abgestimmtes Hafenprogramm HABEN, das solch Ozeanriesen an den Häfen „aussen“ an der Küste hält, statt 120 km Fluss fortwährend mit UNmengen Steuergeld hinzurichten.

Schön im Sonnenschein glitzernd sehen wir die Turbulenzen über die Buhnen schiessen, riesige, sich ständig verändernde Strudelbildungen in den Buhnenfeldern ihre Kräfte entfalten.

Cosco Netherlands, die neuen Containerfrachter sind 40 m länger, im Größenvergleich zum Spezialtanker links, zu einem Messboot und einem Segelschiff.

Wir haben das ehemalige Leuchtfeuer erreicht, die Stader Industriekulisse wirkt klein hinter dem Containerfrachter.

Tatsächlich, manche hatten schon gemunkelt, das Museumsschiff Cap San Diego hat seinen Liegeplatz im Hamburger Hafen verlassen, lässt seine Maschinen arbeiten. – Uns wird heute aber was geboten!

Den nun doch über uns ergehenden Schauer ertragen wir angesichts des Windes auch ohne Regenzeug gut, indem wir uns auf die Leeseite des kleinen Leuchtfeuergebäudes stellen. – Cosco Netherlands und Cap San Diego befinden sich, am Horizont verschwindend, schon wieder in bestem Wetter.

Es ist später geworden, als planmäßig vorgesehen. Ich muss zurück. Irgendwer hat Gänseschwärme am Horizont aufgescheucht, sie fliegen über der Binnenelbe.

Blick zurück – man wartet noch auf die zweite Gruppe, die Strandwanderer. Jemand soll einen Schlüssel haben. Vielleicht winkt den Zurückbleibenden ein Blick ins Gebäude.

Munter marschiere ich der Wetterfront hinterher.

Das Jahr schreitet fort, bald flusen Disteln.

Ich bin nicht allein. Meine „Vorgänger“ haben die letzte lange Gerade vor dem Deichtor erreicht. Das Rad ist nah.

Die Schafe haben, teils sich schubbernd, mit sich selbst zu tun. Wir interessieren sie nicht mehr.

Gleich erreiche ich mein Rad. Die Wege trennen sich.

Mit starkem Rückenwind bin ich sehr schnell in Hetlingen angekommen. Stundenlanges Radeln, Wandern, Radeln lassen Essen und Trinken schmecken.

Zufrieden passiere ich das im vorigen Beitrag beim Anradeln bereits erwähnte Weizenfeld.

Wie kann ich ahnen, WAS für ein Spektakel mich wenige hundert Meter voraus erwartet. – Dazu demnächst mehr.

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