Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 26. April 2021

Nachdem eindeutige Spuren zunehmend in der städtischen Mühlenau, Pinneberg, zu finden sind, warteten wir auf Zeichen in der Pinnau. Dort hatte kürzlich – bei andauerndem Niedrigwasserabfluss – das Schliessen der Wehre an der Wulfsmühle zerstörte Durchgängigkeit zu den oberen Laichplätzen sowie kilometerlanges Trockenfallen der Pinnau bis Pinneberg ins Tidegebiet verursacht. – Was für katastrophale Zeichen am Ende des ersten Verlängerungszeitraums der Wasserrahmenrichtlinie! Werden wir die Ziele (je) erreichen? [Die Ziele sind kontinenteübergreifend einheitlich klar. Manch Handeln, soweit es nicht ganz aussteht, nicht.]

Meinen gestrigen Impftermin (Hurra, ich bin erstgeimpft!) im Zentrum Prisdorf nutzten wir, der Pinnau einen Besuch abzustatten. Aus 2020 waren immerhin 2 der städtisch im Tidegebiet gelegenen Brückenkiese als angenommene Laichplätze bekannt.

Hindenburgdamm, Tideniedrigwasser, aah, ooh ? !

Blick von oben – ja, da sind die bekannten kreisförmigen Kuhlen, 2 davon gen Tnw trockengefallen, mehrere dauerhaft unter Wasser, an der Strömungskante lange Aktivitätsfläche hell erkennbar.

Andere Perspektive – vom rechten Ufer schräg bachab.

Im Detail – schon irre, was so Tierwelt künstlerisch anstellt!

Fragen über Fragen – haben die Übung, seit Jahrmillionen in Süßwasser-Tidegebieten, wo sie geeignetes Substrat finden auch oberhalb Tideniedrigwasser aktiv zu werden? Muss wohl so sein, nehme ich an.

Und weiter geht`s – um die Elmshorner Straße liegen die Kieskegel, die wir als „Denkstätten“ für den Fischotter dahin platziert hatten, von Flussneunaugen unberührt („Denkstätten“: Aufenthaltstellen für bewegte Fischotter. Meist meiden die das Unterschwimmen von Brücken, laufen auf die Straße – und … platsch, sind sie ein Plotter, Platt-Otter, tot. Deshalb werden, wo hydraulisch möglich und finanzierbar, „Otterbermen“ [wie an der Jahreszahl des verlinkten Beitrags zu sehen, Nix Neu`s – schon damals nicht] angelegt, die das trockene Unterqueren von Brücken ermöglichen.).

Fix aufwärts gegangen zur Friedrich Ebert-Straße, von da kennen wir angelaichte Kieskegel.

Tatsächlich, da ist was!

Detail des bachab am linken Ufer liegenden Kieskegels. Da sind wohl an die 5 Kuhlen erkennbar.

Und bachauf der Brücke – wieder LandArt (hier eher: UrbanArt, made by River Lamprey)!

Womit wir wieder bei der Jahrmillionenfrage von oben sind.

Inzwischen werden auch aus dem ländlichen Raum erste Sichtungen von neu belegten Flussneunaugenlaichplätzen gemeldet. Wie schön!

Read Full Post »