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Archive for März 2021

Ich weiss nicht, ob es schlimmer wird, oder wir zu anderen Zeiten / bei anderem Wetter als früher in die Holmer Sandberge mit Kind und Kindeskind zur ruhigen Erlebniserholung gehen …

Es nimmt zu, dass wir höflich egozentrische Mitmenschen freundlich ansprechen. Die Antworten geben ein breites Spektrum eingeengten Denkens wider …

Freunde und Bekannte berichten das aus anderen Freizeitflächen und Schutzgebieten ebenso.

Fotos für 3 Beispiele:
– Temporadler auf unbefestigten Wegen (für ruhige Erholung),
– Reiter, dito.,
– frei laufende Hunde (als Hundefreunde und langjährige Hundehalter sprechen wir deren Menschen meist nicht mehr an).

Temporadler auf engsten Pfaden.

Damit Temporadeln durchgängig überall möglich ist, werden „störende“ Baumwurzeln durchgesägt und beseitigt – heftige Erosion ist die Folge.

Pferdeäpfel auf schmalsten Stiegen belegen bewusstes Missachten der Reitwege.

Frei laufender Hund – Bei Balz- und Revierverhalten gestörte Wasservögel.

Frei laufende Hunde durchstöbern flächig Röhrichtzone am Stillgewässer.

Im Flachwasser frei laufende Hunde.

Sich beobachtet fühlende Hundebesitzer sehen die Kamera, leinen die Hunde an. – Die Wasservögel haben ihre Aktivitätsflächen verlassen.

Ruhe kehrt zurück, die Wasservögel auch.

Da der Wasserstand des „Feuerlöschteichs“ noch immer ca. 1 m unter Normalfrühjahrsstand beträgt, ist abzusehen, dass die Inseln bald fußläufig erreichbar sein werden. Erfolgreiches Brüten fällt hier (auch) 2021 aus!

Alle drei Menschengruppen reagieren auf freundliche Ansprache gleich.

Wo das steht? – Ja, wo wohl ! ?

Wollen wir, dass unsere Landschaft wegen rücksichtsloser Ignoranten mit Schildern zugepflastert wird?

Interessant finden wir bei Ansehen der Autokennzeichen und aus mancherlei Reaktionen auf Ansprache, dass auch aus entfernteren Gebieten offenbar durch die (A-)sozialen Medien Herbeigelockte die Flächen bevölkern. Wer sich virtuell tummelt, sollte auch in der Lage sein, die im Zielgebiet geltenden Regeln, wenn schon nicht generell zu kennen, mindestens nachschlagen zu können …

Zuständige arbeiten an dieser Realität. Es scheint, dass wider Saison- und generelle Vorschriften Handelnde nicht nur „informiert“ werden sollten, sondern dass ihr rücksichtsloses Verhalten konsequent geahndet werden muss.

Ansonsten kann jeglicher ruhige Naturerholung in den Holmer Sandbergen und anderswo geknickt werden – von den Schutzzielen / Pflanzen- und Tierwelt einmal ganz zu schweigen.

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Im Blog vom 27. März hatte ich berichtet, dass ein dicker Hund den frisch angelegten Unterwasserlenker für sich entdeckt hatte. Auf meine Bitte, den nächsten Kies für Wasserspiel zu nutzen, hatte ich dann freie Bahn.

Eine Baumscheibe war auf dem Lenkkies gestrandet. In so jungem Zustand wollte ich noch keine „extra“ Störung zulassen.

Ohne Stiefel kam ich nicht ran. Im aufgeräumten Umfeld lag kein Ast – aber „Kies satt“. Den warf ich, immer eine Handvoll, auf die schräg stehende Oberfläche …

Stück für Stück bewegte sich die Holzscheibe …

– und erreichte Freiwasser.

Das war zugegebener Maßen kein Vergleich zur Situation im Suez-Kanal! Gute Nachricht heute: Der Containerfrachter „Ever Given“ ist frei. Im Gegensatz zu meiner Holzscheibe ist die freie Fahrt aber noch nicht wieder aufgenommen.

Immerhin konnte am Holzklotz – bei Windstille – verfolgt werden, dass unser uferschützender Kieseinsatz auch das hydraulische Ziel erreicht hat. Mittige Drift belegt, dass Hochwässer einen Kolk hier in Bachmitte entwickeln werden.

Wir werden die kanalartige Situation weiter beleben.

Auf der Weiterfahrt treffen ich Hund und Besitzerin wieder.

Wasser und Umfeld begeistern alle – Konzentration!

Und Turbulenz!

Weiter geht`s.

Ein Stück bachauf – „der Spiegel ist gebrochen“. Findling und Unterwasserkies wirken gemeinsam.

Die „gefundenen“ neuen, noch zu formenden Kiesbeschickungen bachab hatte ich am Ende des Beitrags vom 27. März bereits angedeutet.

Sonnabend Nachmittag, nix wie hin – wir wollen formen.

Wir suchten Zeitphasen zwischen Regen- bzw. Graupelschauern – und fanden sie.

Das hat geklappt. Und wieder erzeugen wir Turbulenz.

Etwas überrascht hat uns allerdings der hohe Wasserstand.

Der Pegel Mühlenau zeigte man gerade mittleren Abfluss. Hier nun, wir hatten „Pinnau Uetersen“ nicht angesehen, dokumentieren sich die heftige Windsituation und die Tidephase: Das Pinnausperrwerk hat wegen erhöhter Flutentwicklung der Elbe geschlossen, Pinnau staut so stark ein, dass auch die untere Mühlenau betroffen ist. Vor lauter Einstau ist kaum noch Strömung bachab wahrnehmbar, geschweige denn die Sohle erkennbar, die wir verbessern wollen.

Überhöhen und Lagen dicht am Weg konnten wir aber bereinigen.

Gut untergebracht ist der Kies immer, wie die Belebungssituation in anderen Blogbeiträgen zeigt.

Gut gewählte Zeit – das Wetter spielte mit.

Und zur Belohnung gab`s zu Hause noch einen netten Abendhimmel zu sehen.

 

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Weidehaltung, gern extensiv – möge die Ansage durch die Realität bestätigt werden. Angrenzende Gewässer freuen sich auf jeden Fall. – Dazu gehört vor allem eine ordnungsgemäße Herdenführung, wie das Einhalten zugehöriger Bestandsdichten. Gelegentlich kommt das erst nach Beschwerden zustande.

Im Wedeler Autal sind unterschiedliche Ansätze zu finden. Eher „Normalbestand“ herrscht östlich der Autalstraße mit Kühen, Rindern und einem Bullen. Ein Rind setzt sich seit geraumer Zeit etwas von den anderen ab. Da wird doch …

Vorgestern in der Abendsonne wurde es wohl deutlich. Nachwuchs kündigt sich an.

Ein Teil der kleinen Herde in der Abendsonne.

Das erwähnte „Abseits-Rind“ sonnt sich an ausgewählter Stelle.

Das sieht mir doch ziemlich deutlich aus – das Rind scheint nicht allein.

Wir sind gespannt – ist es bald, auch sicht- und zählbar „zu zwein“?

Kommt da noch mehr? Im Stand sieht man es den bemantelten Tieren nicht an.

Lassen wir uns überraschen.

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Das gute Wetter am Freitag – für Sonnabend angesagt Abkühlung, Regen, Graupel, nur gelegentlich Sonne – brachte mich auf`s Rad, hin zum Tatort des Mittwoch-Workouts.

Dabei gab es allerhand zu sehen, im Folgenden: das ein und andere Lebendige.

Der Krabatenmoorbach, Appen-Etz (leider völlig übersonnt), noch fliesst er lebendig – zu …

… und ab, Richtung Appener Au – Pinnau – Elbe.

Wenn das so wird wie in den Vorjahren, ist das Fliessen bald beendet. Wir werden sehen.

Einfahrt Pinneberg, Eggerstedt – die Amphibiensperre sorgt hier wie anderswo hoffentlich auch für Lebendigkeit, zahlenmäßiges Mindern plattgefahrener Frösche, Kröten, Schwanzlurche.

Die Frage ist erlaubt, wieso neue B-Planungen wie Ehemalige Eggerstedt-Kaserne mit starker Erhöhung der Auto-Frequenz in ihrem Umfeld nicht automatisch ein festes Amphibienleitsystem installieren müssen.

Blaugrün, lebendig leuchtet es vom befestigten Grund der Mühlenau. Fadenalgen, unerwünscht, nutzen des Lichtüberangebot trefflich.

Am Workout-Tatort angekommen – dat is` aber `n dicken Hund!

Frauchen und Hund entsprechen meiner Bitte, diesen Platz mit dem nächstgelegenen Kies-Depot zu tauschen. Danke! Ich habe hier zu tun. (Folgt in extra Beitrag später.)

An geschützten Randbereichen startet die Scharbockskrautblüte.

Christiansenweg – nun wird langsam klar, wieso die Überschrift so gewählt wurde. Neben Stockenten nähern sich 2 Kanadagänse aus grünem Ufer links dem „beliebten“ Fütter-Hotspot.

Vor wenigen Wochen sah das hier noch so aus. Ich hoffe mal, die Stockentenmassen haben sich flächig auf Brutgebiete verteilt (und befinden sich nicht gerade an anderem Fütter-Hotspot).

Den Stockenten ist an abweichender Färbung anzusehen, dass sie – künstlich durch Füttern am Ort gehalten – vom Wild- zum Hausgeflügel übergehen.

Direkt unter der Brücke, sieh an, die Weihnachts-Überlebenden! Wieso die angesichts weiter grassierender Vogelgrippe nicht aufgestallt sind …

Und hinten rechts sitzt … der lokale Kormoran. Mal abwarten, wie der reagiert, wenn der B-Plan Mühlenauquartier mit Menschen vollläuft. Ein Bisschen Zeit hat er noch.

Es gibt mehr Geflügeltes, frühlingshaftes. Ein Pfauenauge wärmt sich am Ufer.

So richtig toll ist das mit dem Insektenleben bisher aber nicht. Zitronenfalter, Pfauenauge, Kleiner Fuchs, die eine oder andere Hummel – alles fast nur in Einzahl. Möge sich das Insektenleben nach Arten und Individuen mehren.

Auf meiner Tour sehe ich allerhand aufgestockte Kies-Depots. Dank gilt der Edmund Siemers-Stiftung als Kies-Finanzier sowie dem Kommunalen Servicebetrieb Pinneberg als fachkundiger Platzierer!

Workout-Interessenten sind informiert. Es gibt Arbeit satt, analog dem im vorigen Beitrag Gezeigten.

Beim Rückradeln fotografiere ich dann doch noch den sonnenbeschienenen Huflattich, der Straßenseitenraum und Schutthalden gelb färbt.

Wie gewohnt wird gelegentlich über den Arbeitsfortschritt, zu gegebener Zeit auch zur Besiedlung der „neuen“ Kiese berichtet werden.

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Wir wollten den Kies in der städtischen Mühlenau, Pinneberg (Beitrag vom 24. März), nicht lange warten lassen.

Die Verabredung für Donnerstag Nachmittag scheiterte an Terminen, so änderten wir kurzentschlossen auf Mittwoch, spontanes Vorziehen.

Uns erwartete: Ein ordentliches Kies-Depot!

Hier wollten wir Hand anlegen.

Und so, in etwa, sollte das Ergebnis aussehen – Erosionsschutz punktuell am gegenüberliegenden Ufer, großflächiger Unterwasserlenker diesseits.

Vorweg wurde der Gewässergrund untersucht – kein Leben im bewegten, flächig vorherrschenden Sand.

Dafür jede Menge unterschiedlich alter Bachflohkrebse, Köcher- und Eintagsfliegenlarven im bereits seit 2017 gestarteten Kiesgrund.

Eine gelegentliche Wasserassel zeigt, dass „gut Organik“ in strömungsruhigeren Bereichen als Futter zur Verfügung steht.

Und los geht`s …

Platsch! – Und wieder schaufeln …

Wieder „fliegt“ Kies (die Optik trügt über die Menge).

Andersrum – beim Workout darauf achten, dass der Körper gleichmäßig belastet wird.

Platsch!

Es gibt noch eine, seit Bekiesungsstart 2017 belassene Hunde-Erosion neben einem Kies-Punkt.

Die ist inzwischen so extrem geworden, dass sie entschärft werden soll.

Für die Anwanderung gut geeignet: in Schülerprojekt entstandener Lastenesel.

Von vorhandenem Kies-Depot bringen wir Material per Eimer in das Erosionsloch am Ufer.

So belassen wir das erstmal – die weitere Entwicklung beobachtend.

Platsch! – Auch hier erweitern wir den Unterwasserlenker.

Kleine Pause auf dem Rückweg, Blick bachab – der schaufelt immer noch. Was für eine Kondition!

Aus der Ferne – werfen … (Super-Haltung, eins plus!)

Platsch!

Aus der Nähe – Platsch!

Der punktuelle Erosionsschutz am anderen Ufer ist erkennbar.

Nicht nur der zunehmende Mond hat uns unter Aufsicht.

Nebendran, auf dem großen Parkplatz, übt eine Hundeschule. Eine Vielzahl Stick-Walker, Spaziergänger, Wartende auf die Fußballjugend, die gegenüber trainiert, kommen vorüber. Wohl an die 50 % fragen interessiert – mit Corona-Abstand, was wir denn da so treiben – und bedanken sich für fachkundige Auskunft zu verbessertem Lebensraum und belebter wahrnehmbarem Umfeld für den Freiluft-Städter.

Das sieht gut aus, kann gelegentlich etwas verfeinert werden.

Die Sonne sinkt. Wir packen zusammen.

Och nö, ne! – Drüben geht das Flutlicht an!

Wenn wir das geahnt hätten … (Abfahrt!)

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Nein, das sind nicht wir alle – aufgrund der zurückgenommenen (danke ! Das war nötig.) „irrwitzigen Entscheidungen, die übermüdet am Ende einer Nachtsitzung“ herauskamen. – Klar bleibt: Wir müssen konsequent die AHA-L-Grundsätze einhalten, wenn wir zurechtkommen wollen.

Die Vögel des Glücks, die Kraniche, sind zur Zeit in unterschiedlich großen Gruppen auf ihrem Weg in die Brutgebiete zu hören und zu sehen.

Ob auf RadRundTour über Fährmannssand oder Hetlingen, Holm.

Kranichgruppe über dem Elbdeich, Hetlingen.

Vielleicht waren diese mit steigendem Wasser zum Auffliegen gebracht worden.

Süßwasserwatt vor dem Elbdeich Hetlingen, nahe Tidehochwasser.

Zuvor hatten wir lange einen jungen (?) Seeadler beobachten können, der die Landschaft binnen- und aussendeichs zwischen Fährmannssand und Hetlingen, dann weiter, inspizierte.

Ah ja, querab Giesensand sind auch wieder Brandgänse / -enten eingetroffen.

Über uns trällern, im Sinkflug, zahlreiche Lerchen.

Während ich, zuhause eingetroffen, die Landnahme von im Vorjahr geschenkt erhaltenen Bärlauchs und Waldmeisters (Ecke links oben) ansehe, höre ich es schon wieder.

Direkt über uns, im bebauten Raum Wedels, zieht ein großer Trupp Kraniche zielgerichtet gen Nordost.

Wir wünschen allen Brutvögeln, die von wasserbeschützten, ruhigen Brutplätzen abhängig sind, eine bessere Saison als in den Vorjahren!

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Kürzlich wurde die ländliche Mühlenau wieder von Interessierten besucht, die sich die guten Erfahrungen zu eigen machen wollen.

Begeistert sind alle Besucher – genau so wie die Gewässerorganismen – von den neuen Rausche-Kolk-Übergängen. Das lohnt sich, anderswo nachgemacht zu werden.

Da die Zeit noch reichte, statteten wir auch der Mühlenau im Städtischen, Pinneberg, einen Besuch ab – Kiese und Treibselsammler.

Intensiv durch Mensch-und-Hund-Aktivitäten belastete Ufer sind seit 2017 durch Kiesgaben entschärft. Lenkbuhnen verbessern die Gewässersohle. Gelegentlich wird Kies nachgelegt.

Daneben gibt es auch neu und / oder stärker bestückte Punkte. Da muss noch Hand angelegt werden.

„Smile“ – urban LandArt Unbekannter – Dank dafür! – Alles wartet auf Verbesserung.

 

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Besuch aus Berlin – gestern noch auf dem rauf-und-runter-Erlebnispfad der Holmer Sandberge …

… heute sollte es an der Elbe auf der Deichverteidigungsstraße per Roller und Rad je nach Wind hin- und hergehen. Ob die Berlinerinnen „ordentlich Vögel“ zu sehen bekommen?

Ich radle vor. Querab Langer Damm beobachten mich Graugänse aufmerksam.

Querab Obstparadies sind Lach- und Silbermöwen mit Lebendfutter beschäftigt, das der nassen Erde entfleucht – oder mindestens an die Oberfläche kommt. Nebenbei wird ordentlich gebalzt.

Elbe vor Fährmannssand – Hopper Uilenspiegel hat so um 20-tausend t Baggergut an der Landesgrenze aufgenommen, verklappt es, noch im Elbe-Aestuar, vor St. Margarethen.

Sowas läuft immer in der Hoffnung, dass Elbe, ihre Strömungen und die Klappsedimente den Rechenmodellen entsprechen. Jetzt, bei einem Abfluss von ca. 800 m³ / s geht man davon aus, dass die Sedimente vor St. Margarethen tendenziell Richtung Nordsee transportiert werden.

Es besteht die Vermutung, dass die Modelle – wie die Wettervorhersage ohne Luftunterstützung Dank Flugverkehrzusammenbruch in Corona-Zeiten – die Realität nicht widerspiegeln. Wie sonst wäre die enorme Schlickzunahme im Hamburger Hafen und in der Elbstrecke zu erklären? Der ökologische ist inzwischen mit dem ökonomischen Irrwitz gepaart.

Pardon, als alter Elbe-Diplomierer und -Doktorierer kann ich es nicht lassen …

Inzwischen sind die 3 Blondinen mit dem feuerroten Spielmobil an mir vorbeigefahren, haben beim Hof Fährmannssand geparkt, den Roller ausgeladen.

Das Vogelerlebnis kann findet statt. Tausende Nonnengänse rasten zwischen Hof Fährmannssand und NABU-Vogelstation.

Und es kommt noch besser. Von Westen fliegen in großen Schwärmen weitere Tausende Nonnengänse zu.

Nach und nach kreisen und landen die Schwärme, die Gänse verdichten sich in der Fläche.

Wieder und wieder – es sind wohl gut über 10.000 Nonnengänse vor Ort.

Da tut sich was …

Noch fliegen weitere Gänse zu, da hebt sich von Osten der Rand der Masse in die Luft, das Geschehen ergreift die Fläche.

Und da knallt es ultralaut, gepaart mit einem Medizinball-großen Feuerblitz, und noch einmal, Knall und Blitz (oder wohl eher umgekehrt).

In wilder Flucht gehen die Gänse flach über Land und Wasser ab.

Die Gänse formieren sich in der Luft, einem Heuschreckenschwarm immer ähnlicher entfernen sie sich.

Etwas weiter – es geschieht, was immer geschieht. Ob Knallerei, Hunde los, mit Auto reinfahren – schnell landen die Gänse nahebei, dicht an dicht, in schwarzweissem Band.

Die Knaller, Hundeloslasser, Auto-auf-Wiese-Fahrer müssen es wohl halt immer wieder tun … (Die Sinnlosigkeit des Unterfangens, nicht selten landen die Gänse wieder auf Grund desselben Eigners dürfte präsent sein.)

Unter illustren Wolken radle ich Richtung Hetlingen. Fußgängerinnen und Rollerin haben nach langer Strecke das Auto im Sinn, sind umgekehrt.

Elbdeich Hetlingen, ein kleiner Containerfrachter zieht in der Schifffahrtsrinne seewärts.

Nasses Süßwasserwatt schimmert hinter Schilfröhricht. Mal sehen, wie es mit dem weiter geht. Eis und Sturmfluten (bislang nur kleine) haben ihm bisher nicht sehr zugesetzt. Im Hintergrund links die Lühemündung mit Anleger.

Vor dem alten Elbdeich Hetlingen vergnügt sich ein Nilganspaar. Lach- und Sturmmöwen balzen, was das Zeug hält.

Auf der anderen Straßenseite bietet die Binnenmarsch ein anderes Bild. Die Gräben sind trocken.

Wie das mit dem Wasser dieses Jahr wohl weiter geht?! Auf jeden Fall wird im Horizont des letzten Fotos in gut einem Monat wieder die Blüte der Schachblumen zu bestaunen sein.

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Man muss ja sehen, wo man bleibt – in diesen, unseren Zeiten.

Nun jagen sich diverse RegenSturmTiefs, die Pegel der Bäche zeigen (zu meiner und der Gewässerökologie Freude) Abflüsse gut über dem Mittelwasser.

In Sachen Freizeitgestaltung im Freien heisst es: Aufpassen!

Es ist soweit, ein RegenSturmTief ist gerade durch …

Weiter Blick im Wedeler Autal, Wolkengebirge am Horizont – auch wenn die sehr fix sind, bleibt Zeit.

Der neue Sandfangbereich wird gut beschickt, so eingestaut habe ich ihn noch nicht gesehen. (Sooo viel zu sagen hat das nun auch wieder nicht, neu wie er ist.)

Hoch durchflossener Wassererlebnisbereich.

Sieh an, der Wassererlebnisbereich, neu bekiest. Hat man sich nach langem Zaudern doch für „meine“ Körnung entschlossen.

Und das Schönste: Wir haben keinen Cent dazubezahlt …  🙂

Bachab Autalstraße – angesichts des erhöhten Abflusses staut sich der Wedeler Mühlenteich bis hier zurück.

Autalweide querab Mühlenteich, quitschnass. So ist das charakteristisch für funktionierende Auen.

Zurück daheim – das nächste RegenSturmTief erreicht uns, hat uns erreicht.

Mal wieder Glück gehabt mit Zeit, Strecke, Verweilen …

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Neulich, gegen Ende der Nebel-Tour, hörte ich (nein, das Gekläff der Nonnengänse steht im Nebelbeitrag am 7. März) wiederholtes, metallisches Scheppern.

Mein Blick war noch gefangen vom gut gefüllten Silofutterlager Fährmannssand und – entgeistert – von der entbaumten weisser-Esel-Pony-Fläche. Die ganze Westseite der die Hof-Silhouette prägenden Pappeln, Lieblingssitz unter anderem von schnatternden und singenden Staren, ist abgesägt, die Fläche inzwischen „sauber“.

Also, es schepperte – wo?! Da kam mir ein herumspringendes, schwarzweisses Etwas links in den Augenwinkel. Es folgte gespanntes Stillliegen, das Scheppern hatte aufgehört.

Ah ja, das herumspringende, jetzt in maximaler Aufmerksamkeit liegende Etwas ist der Border Collie des Hofs.

Das Scheppern hatte wohl die Ziege durch Bearbeiten des Zaungitters erzeugt. Hier stehen Schaf und Ziege bereit, dem Hund ihre Schädel zeigend.

Na, willst Du nochwas? – Dem Schaf wird langweilig.

Ich nehme nochmal Anlauf …

Unbeeindruckt? – Na, dann beenden wir das Ganze.

Mit einem leichten Grinsen im Mundwinkel radelte ich nach Hause.

Ist schon gemein, wenn man als Border Collie einen Beruf hat und verantwortungsvoll das Hofgelände unter Wind hält – und dann ist keiner zum Hüten ringsum!

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