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Archive for 19. Dezember 2018

Am 20. Dezember 2017 hatte ich hier über die extrem lebensunfreundliche Gewässerstruktur der Moorbek bachab der Bebauung Norderstedts berichtet. Spuren von Fischen, die so gut wie vergeblich nach Laichmöglichkeiten suchten, stellten einen makabren „Höhepunkt“ dar.

Die Moorbek kommt von Norderstedt und ist der Hauptbach der Mühlenau, die über die Pinnau der Elbe zustrebt. Bachab Norderstedt liegen, verschärfend zur schlechten Sohlstruktur, noch ein einfacher und ein doppelter Absturz, die bachauf wandernden Orgismen den Weg versperrten. Dem kann grundsätzlich abgeholfen werden.

Im Beitrag vom 10. Oktober 2018 sehen Interessierte, wie im Stadtpark Norderstedts („Moorbek-Park“) erstes Restaurieren durch den NABU mit Unterstützung von Stadt und Kreis sowie weiteren Aktiven aus der Bevölkerung stattfand.

Bereits 2017 für die bachab liegenden Abstürze besprochene und 2018 vorgesehene Verbesserungen verzögerten sich zunächst wegen Nichtbefahrbarkeit des Umfelds, dann wegen Bedenken während der Sommertrockenheit 2018. Nun veranlasste ein erheblicher Uferschaden am oberen Bauwerk den Wasserverband, dort im Rahmen der Gewässerunterhaltung für Abhilfe zu sorgen. Dies konnte genutzt werden, beide Bereiche naturnäher zu gestalten.

Der untere Teil des Doppelabsturzes – vorher.

Die erhebliche, am oberen, verfallenden Teil des Doppelabsturzes stattfindende Ufererosion führte zur Gesamtaktion.

Ein verabredeter Anruf, ich möge doch mal „zur Abnahme“ kommen, liess mich anfahren, anwandern. – Holla, das sieht ja wirklich nach was aus …

Blick bachauf – der Doppelabsturz nach Bauwerks- und Uferreparatur sowie naturnaher Beschickung mit Kies.

Mitten im Geschehen – Blick bachab.

Mitten im Geschehen – Blick bachauf.

Gesamteindruck des ehemaligen Doppelabsturzes – Blick bachab.

Bachauf des Doppelabsturzes kommt die Moorbek um eine 90-Grad-Kurve. Die galt es zu entschärfen.

Der Kies bietet – wie am Absturz – nun Möglichkeit zu standorttypischerer Eigendynamik.

Der Ausklang der scharfen Kurve, Blick bachab.

Wechselnde Wasserstände werden den Kies profilieren. An den Abstürzen werden sich (Beginn bereits zu sehen) Kolke bilden. Das ist Natur und erwünscht.

Beobachten der Entwicklung über die Zeit und ggf. Nachschütten der Folge-Rausche wird die Situation für Wanderorganismen durchgängig halten.

Das Umfeld ist ebenfalls im Blick. „Wilde Reiterfurten“ werden geschlossen, Reiten im Bach geht gar nicht!, eine offizielle Furt wird bleiben.

Fast habe ich den bachab liegenden Absturz erreicht. Hier ist die wackere Strukturierungsmannschaft noch am Werk.

Wie hier vorgesehen, blieb der Absturzkolk zum Teil erhalten. Hochwasser wird ihn dynamisch anpassen.

Der Höhenunterschied ist stufig angepasst. Das wird in den nächsten Jahren bachab ergänzt.

Letzte Kiesreste vom Transportwagen werden vom Bagger in die Böschung geschüttet.

Statt „Keep your boots muddy!“, Version 1 …

… hiess es gestern „Keep your boots wet.“, Version 2.

Die anderen sind schon auf dem Trockenen. Gemeinsam sind wir der Auffassung, dass für 2018 Vorgesehenes erfolgreich erledigt ist.

Blick bachab – wir haben 2019 noch was vor.

Auf dem Weg zum Auto – auch bachab des Doppelabsturzes werden wir 2019 den lebensfeindlichen Canyon zum lebendigen Bach gestalten.

Dank gebührt dem Wasserverband, dem NABU Norderstedt und – nicht zuletzt – den fachkundig geschulten und praktizierenden Mitarbeitern der Unterhaltungsfirma. Allen Beteiligten wünsche ich an dieser Stelle eine schöne Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2019!

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