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Archive for Dezember 2018

2018 mit seinem Niederschlagsdefizit ab April bis Ende des Jahres hatte insofern Vorteile, dass uns Bäche und kleine Flüsse mehr denn je zeigten, was sie benötigen.

Und so trafen sich Unentwegte am Sonnabend, 5. Januar, zum ersten Kies-Harken oder -Schaufeln an Pinnebergs Mühlenau (vgl. Beitrag vom 6. Januar 2019).

Dem Kies mal zeigen, was eine Harke / ein Rechen ist.

Genügend Kies ist vor Ort.

Je nach Teilnehmerzahl wird der Einsatzort ggf. auch anderswo gewählt.

Wir sind gespannt, was uns die Gewässerorganismen an Arten- und Individuenzahl 2019 als Reaktion auf besseren Lebensraum berichten werden.

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Am 20. Dezember 2017 hatte ich hier über die extrem lebensunfreundliche Gewässerstruktur der Moorbek bachab der Bebauung Norderstedts berichtet. Spuren von Fischen, die so gut wie vergeblich nach Laichmöglichkeiten suchten, stellten einen makabren „Höhepunkt“ dar.

Die Moorbek kommt von Norderstedt und ist der Hauptbach der Mühlenau, die über die Pinnau der Elbe zustrebt. Bachab Norderstedt liegen, verschärfend zur schlechten Sohlstruktur, noch ein einfacher und ein doppelter Absturz, die bachauf wandernden Orgismen den Weg versperrten. Dem kann grundsätzlich abgeholfen werden.

Im Beitrag vom 10. Oktober 2018 sehen Interessierte, wie im Stadtpark Norderstedts („Moorbek-Park“) erstes Restaurieren durch den NABU mit Unterstützung von Stadt und Kreis sowie weiteren Aktiven aus der Bevölkerung stattfand.

Bereits 2017 für die bachab liegenden Abstürze besprochene und 2018 vorgesehene Verbesserungen verzögerten sich zunächst wegen Nichtbefahrbarkeit des Umfelds, dann wegen Bedenken während der Sommertrockenheit 2018. Nun veranlasste ein erheblicher Uferschaden am oberen Bauwerk den Wasserverband, dort im Rahmen der Gewässerunterhaltung für Abhilfe zu sorgen. Dies konnte genutzt werden, beide Bereiche naturnäher zu gestalten.

Der untere Teil des Doppelabsturzes – vorher.

Die erhebliche, am oberen, verfallenden Teil des Doppelabsturzes stattfindende Ufererosion führte zur Gesamtaktion.

Ein verabredeter Anruf, ich möge doch mal „zur Abnahme“ kommen, liess mich anfahren, anwandern. – Holla, das sieht ja wirklich nach was aus …

Blick bachauf – der Doppelabsturz nach Bauwerks- und Uferreparatur sowie naturnaher Beschickung mit Kies.

Mitten im Geschehen – Blick bachab.

Mitten im Geschehen – Blick bachauf.

Gesamteindruck des ehemaligen Doppelabsturzes – Blick bachab.

Bachauf des Doppelabsturzes kommt die Moorbek um eine 90-Grad-Kurve. Die galt es zu entschärfen.

Der Kies bietet – wie am Absturz – nun Möglichkeit zu standorttypischerer Eigendynamik.

Der Ausklang der scharfen Kurve, Blick bachab.

Wechselnde Wasserstände werden den Kies profilieren. An den Abstürzen werden sich (Beginn bereits zu sehen) Kolke bilden. Das ist Natur und erwünscht.

Beobachten der Entwicklung über die Zeit und ggf. Nachschütten der Folge-Rausche wird die Situation für Wanderorganismen durchgängig halten.

Das Umfeld ist ebenfalls im Blick. „Wilde Reiterfurten“ werden geschlossen, Reiten im Bach geht gar nicht!, eine offizielle Furt wird bleiben.

Fast habe ich den bachab liegenden Absturz erreicht. Hier ist die wackere Strukturierungsmannschaft noch am Werk.

Wie hier vorgesehen, blieb der Absturzkolk zum Teil erhalten. Hochwasser wird ihn dynamisch anpassen.

Der Höhenunterschied ist stufig angepasst. Das wird in den nächsten Jahren bachab ergänzt.

Letzte Kiesreste vom Transportwagen werden vom Bagger in die Böschung geschüttet.

Statt „Keep your boots muddy!“, Version 1 …

… hiess es gestern „Keep your boots wet.“, Version 2.

Die anderen sind schon auf dem Trockenen. Gemeinsam sind wir der Auffassung, dass für 2018 Vorgesehenes erfolgreich erledigt ist.

Blick bachab – wir haben 2019 noch was vor.

Auf dem Weg zum Auto – auch bachab des Doppelabsturzes werden wir 2019 den lebensfeindlichen Canyon zum lebendigen Bach gestalten.

Dank gebührt dem Wasserverband, dem NABU Norderstedt und – nicht zuletzt – den fachkundig geschulten und praktizierenden Mitarbeitern der Unterhaltungsfirma. Allen Beteiligten wünsche ich an dieser Stelle eine schöne Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2019!

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Im Beitrag vom 9. Dezember hatte ich berichtet, dass etliche Forellen die Kiese der Mühlenau beim Laichgeschäft bewegt hatten. Die typischen „Schlaglöcher“ und die bachab aufgehäuften Laichhügel charakterisieren wieder einmal die neue Bachlandschaft.

Nachdem ein kleiner Regenschub passierte (der in vielen Fällen kaum Mittelwasserabflüsse erreichte oder nur kurz überschritt), habe ich mir die Stellen und weitere Punkte noch einmal angesehen – und war überwältigt.

Der „lange Schuss“, im Frühjahr 2018 durch Bekiesen hergestellt, ist nun per „Bio-Turbation“ zweigeteilt.

Mittendrin ist ein Laichbett entstanden.

Mitte „langer Schuss“, neues Laichbett – Blick bachab.

Das Laichbett im Anstrom „langer Schuss“ ist erheblich vergrößert.

Was haben die Forellen aus meiner Lenkbuhne gemacht!?

Unter Verwendung jeglichen habhaften Kieses haben die Forellen eine Rausche quer über die gesamte Bachbreite gebastelt. Da müssen wahre Riesen am Werk gewesen sein.

Bachab der örtlichen rauen Rampe ist zwischen Röhricht ein weiteres großes Laichbett entstanden.

Beeindruckend!

Und weiter geht`s, zu in dieser Laich-Saison noch nicht begangener Strecke.

Schon auf Distanz ist Oberflächenturbulenz zu erkennen. Irgendwer hat da gearbeitet.

Ein großes Laichbett.

Im Anstrom der bachab folgenden rauen Rampe haben sich ebenfalls Forellen versucht – die hätten gern mehr Kies gehabt.

Bachab der rauen Rampe fanden die Forellen hier ausreichend Material zur Landschaftsgestaltung.

Und ein Stück weiter Mühlenau-abwärts …

Ein spezieller Ort liegt an einer Wiesenüberfahrt. Hier hatten wir einen Lkw Kies platziert.

Der gelbe Rahmen hebt den Eindruck des vorigen, identischen Fotos hervor: wahre Riesen müssen das gewesen sein, die hier den Kies aus dem Grund „gefräst“ und zum Laichhügel haben. aufgetürmt.

Direkt bachab der „Riesen-Laichbank“ liegt eine alte Kiesbank, die 2017 belaicht war. Ihre durch Algenwuchs verursachte dunkle Ansicht zeigt, dass hier dieses Jahr (noch) nicht gelaicht wurde.

Auch oberhalb der Wiesenüberfahrt befindet sich ein Laichbett.

Blick bachab von der Wiesenüberfahrt, an der Turbulenz erkennbar das Riesenlaichbett und die alte, (2018 noch) ungenutzte alte Kiesbank.

Sowas muss man gesehen haben. Gewässer-Restaurieren macht nicht nur Spass, sondern lohnt sich auch für die Natur ringsum.

All diese aufbereiteten Kleinlandschaften werden nicht nur den sich entwickelnden Jungforellen, sondern auch allen Kleinlebewesen des Bachs Lebensraum bieten. Im Frühjahr erwarten wir die Neunaugen, zumindest Bach- und Fluss-.

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Die Grundeigentümer und die anderen Beteiligten waren vom Bekiesen im Oktober so begeistert, dass ein weiteres Lkw-Äquivalent in Form von 14 t Kies angeliefert wurde. Gestern wurden damit verschiedene Stellen im Ufer beschickt. Wir werden beobachten, was der Bach damit anstellt, ggf. nacharbeiten – und uns Richtung Frühjahr über die Besiedlung mit Gewässerorganismen informieren.

Parken an der Kleinen Twiete, Uetersen.

Die Überfahrt über den Ohrtbrooksgraben dient nun Fußgängern und Radfahrern als Umleitung für die Sperrung an der Großen Twiete (abgängige Brücke! Heutzutage nach Jahren des Aussitzens fast überall anzutreffen).

Überfahrt Kleine Twiete – der Ohrtbrooksgraben fliesst frei ab. Das muss weiter sichergestellt sein.

Da liegt der neue Kies, arbeitstechnisch günstig platziert.

Blick bachauf. Unser Oktober-Kies liegt prima. Wir ergänzen an zwei Stellen an der Böschungsoberkante Erosionsschutz.

Blick bachab über die aktuell zu beschickende Strecke.

Schnell wird der Kieshaufen kleiner.

Mehrere volle Frontladerschaufeln wurden am Ende der heutigen Bearbeitungsstrecke eingebracht.

Damit wird in der rechtwinkligen Kurve mit erheblicher Uferunterspülung das Ausbrechen des Bachs in die Mähwiese gemindert. Diese Stelle werden wir speziell im Blick behalten, ggf. 2019 eine Lenkbuhne ergänzen. Material, was dem Bach hier „nicht gefällt“, wird er in Eigendynamik transportieren und an geeigneter Stelle in der Gewässersohle platzieren.

Kurve folgt Kurve – erstaunlich für solch ausgebauten „Graben“.

Solche Stellen bringen für Restaurierungen anderswo immer den besten Lerneffekt.

Blick bachab zur Grundstücksgrenze – es bleibt für 2019 genug an zu verbessernder Strecke.

Der Lagerplatz wird blank geräumt. Später wird verbliebener Kies mit Rechen per Hand von der Mähwiese entfernt.

Vorhandene Lenkbuhnen / Rauschen werden geprüft. Hier wurde die starke Anströmung vom Baumstubben am Ufer weg etwas Richtung Bachmitte dirigiert.

Der Baumstubben als eine der wenigen Uferstrukturen soll möglichst lange erhalten bleiben. Wir sind gespannt, was die Samen bachauf stehender Bäume uns an Natursaat auf den Kiesschüttungen präsentieren werden.

Überfahrt Kleine Twiete nach Abschluss der Arbeiten – alles ok, das Wasser fliesst weiter frei ab.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten! Wir sehen uns im nächsten Jahr.

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Bis vor Kurzem wartete die städtische Mühlenau, Pinneberg, noch auf Kies (vgl. Situation im Bericht vom 1. Dezember) – nun ist neuer da.

Ins Ufer geschüttet, teils auf der Böschung, liegt an einer zunehmenden Zahl von Stellen wieder Material zur Mühlenau-Lebensraumverbesserung.

Eine weitere Beispielstelle.

So ein Kieshaufen stellt jedes Mal ein „Denk-Mal“ dar – Passanten denken darüber nach, was das zu bedeuten hat.

Kindern ist das schnell klar – der Kies muss ins Wasser!

Kreise und Wellen lassen anschliessend den spritzenden Spass noch eine Weile erahnen – bevor es wieder platscht.

So sehen inzwischen die mit neuer Lieferung im Juni aufgestockten Lenkbuhnen-Depots aus.

Wie sich das gehört, wird der Hochwasserabfluss nicht beeinträchtigt (die „Bremse“ hier bildet die Brücke Mühlenstrasse). Der Gewässergrund ist inzwischen vielfältiger, der benachbarte Bereich am Ufer liegt Erosions-geschützter als vorher – „win win“ sagt man heutzutage dazu.

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Wir waren überrascht, als wir bei unserer kleinen „Kies-Bereisung“ an der ersten Stelle ankamen.

Unser oberstes Kiesbett hat leider noch keinen zweiten Lkw zum seitlichen Einengen und damit Entstehen von Strömungsturbulenz erhalten. Träge fliesst die Mühlenau drüber hin.

Aber der helle Fleck oben links zeigt, dass da jemand Landschaftsgestaltung begonnen hat. Rechts davon wurde ein Kuhle gegraben, die Strömung hat den hellen Kieshügel aufgeworfen. Darin liegen nun (Meer-/Bach- ??)Forelleneier. Kuhle und Hügel sind klar erkennbar im durch Draufklicken vergrößerten Foto.

Zweite Station – im Anstrom dieser Schussrinne aus Kies hat sich etwas getan.

Eindeutig, ein Meerforellen-Laichplatz.

Auch im Anstrom der Lenkbuhne etwas bachauf – ein weiterer Meerforellen-Laichhügel.

Hier in Draufsicht.

Und hier neben Röhricht – hervorragende Fotobedingungen …

Irgendwie haben wir den Eindruck: die Arbeit hat sich gelohnt.

Oft nicht gewusst, nicht gesehen, unterschätzt: Fische gestalten ihre eigene Unterwasserlandschaft.

Blick zurück über die Strecke.

Mehr brauchen wir nicht zu sehen – zufrieden steuern wir andere Ziele an.

Dazu, städtische Mühlenau Pinneberg, folgt Neues im nächsten Beitrag.

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Das „Hurra“ mag manchen etwas pervers erscheinen. Aber angesichts des Wasser-Defizits seit April tut es gut, einen Blick in die Nachbarschaft zu werfen. Regenzeug muss dazu spätestens jetzt aus dem Schrank geholt werden.

So also sieht es auf der Geesthöhe bei Wedel aus, ein „Enten-Pfuhl“ / eine Pferdetränke ist für uns ein guter Anzeiger.

Ende November 2018 – seit April ist dieser in feuchten Jahren nicht austrocknende Tümpel völlig leer. Kein Wassergeflügel zeigt sich, die Pferde erhalten ihr Wasser anderswo.

Nach dem Nikolaustag war dann erstmals wieder ein Teil des Bodens mit Wasser bedeckt.

Und heute endlich, nach ergiebigerem Regen über Nacht, entwickelt sich der Tümpel auch im Volumen.

Was sich hier abzeichnet, ist so deutlich an den Gewässerpegeln von Bächen noch nicht abzulesen (Beispiel Mühlenau, Pegel Rellingen). Mittlerer Abfluss ist noch lange nicht erreicht.

Was wohl laichwillige Forellen dazu sagen? Die brauchen doch mindestens einen Zentimeter Wasser „unterm Kiel“, besser noch, auch einen überm Rücken. – Dazu mehr im nächsten Beitrag.

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