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Archive for November 2018

Noch ist der Regen nicht in der Mühlenau angekommen. Sie sieht nach wie vor so aus wie auf den folgenden Fotos.

Die Nacht war kalt, das fast unbewegte Wasser nicht restaurierter Strecken überfroren.

Mühlenau-Eis, Detail.

Da „oben“ unter dem Eis sieht es fast so aus, als hätten erste Fische eingebrachten Kies beim Laichen bewegt, „aufgeschüttet“.

Ein kleiner Waldbach, trocken.

Wo restauriert wurde, fliesst das Bisschen Wasser munter, literweise.

Ein Bisschen Wasser, Bönningstedt.

Die neue Struktur der Bachsohle, von der Mühlenau selbst geformt.

Noch liegen die prima Laichbetten mit ihrer Oberfläche an dieser Stelle frei.

Turbulenz auf neuer Rausche. Von der anderen Uferseite betrachtet, Strömung von links.

Rausche im Übergang zum Kolk.

Ein Zug der AKN, wichtiger Teil hier im Öffentlichen Nahverkehr, zieht vorbei.

Bachab in Rellingen. Das hier viel tiefer liegende, riesig breite Bett weist kaum mehr Wasser als weiter bachauf auf. Es scheint zu stehen.

Nur unmittelbar an den Kies-Depots mit Unterwasserlenknasen ist ein Bisschen Strömung zu erkennen.

Es bleibt viel zu tun, nicht zuletzt bei einer Neuregelung des städtischen und ländlichen Wasserhaushalts.

Im nächsten Beitrag zeigt sich die Mühlenau bachab, städtisch in Pinneberg. Bei Niedrigstabfluss wartet sie geradezu auf die demnächst anstehende Fortsetzung der Bekiesungen.

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„Dry to the bones“, so nennen Forellen- und Lachs-Angler z.B. in Wales, England und Schottland  den Zustand ihrer meist unmittelbar Regen-abhängigen Gewässer in niederschlagsarmen Perioden. Die Steine und Felsspitzen gucken raus. Kaum noch Wasser fliesst.

Bei uns, wo uns über Jahrzehnte der Begriff „Wasserüberschussgebiet“ eingebläut wurde, werden Bäche und Flüsse meist durch im Grundwasser gespeicherten Regen das ganze Jahr über beschickt – zwar mit Hoch- über Mittel- bis Niedrigwasser. Aber „dry to the bones“?

2018 konnten wir es nun erleben. Seit April zeigen die Pegel durchgängig extremes Niedrigwasser an.

Am vielleicht letzten „schönen“ Tag war ich gestern an der Mühlenau, Pinnau-, Elbe-Einzugsgebiet, unterwegs. Es steht an, dass Grundwasserentnahmen stärker überprüft werden. Anderswo haben Landkreise bereits im Sommer begonnen, illegale Direktentnahmen systematisch ausfindig zu machen und abzustellen.

„Dry to the bones“, Bönningstedt.

„Dry to the bones“, Ellerbek. Sieht fast so aus, als hätten uns „die alten“ Wasserbauer hier „LandArt“ hinterlassen wollen …

Dieser schöne Tag war bei pfeifendem Ostwind bei angesagten knapp über Null Grad wind-chillig und, ebenfalls angesagt, als  Minus 8 Grad empfindbar.

Wäre da nicht die Sonne gewesen …

Na ja, jetzt regnet es ja endlich. Hoffentlich finden die Wanderfische auf dem Weg zu ihren Laichplätzen genug Wasser unter dem Kiel.

Zu den Niedrigwassereindrücken folgen demnächst ein paar Strömungsbilder, Längs- und Querprofileindrücke.

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Am 12. November hatte ich kurz über die gut besuchte Tagung des Vereins zur Revitalisierung der Haseauen e.V. berichtet.

Alle Teilnehmer erhielten die gedruckte Fassung einer praxisorientierten „Baustellen-Mappe: Baggern für Naturnähe in Bach- und Flusslandschaften“ (Deckblatt hier). In Erweiterung des Titels geht es ganz wesentlich um die richtigen Herangehensweisen für einen besseren Lebensraum in Fliessgewässern. Das Unterlassen von Baggern sowie Restaurierungsmaßnahmen gehören dazu.

Da die anschliessende Nachfrage so groß war, dass sie mit Druck-Exemplaren nicht gedeckt werden konnte, steht die Baustellen-Mappe inzwischen zum Download online.

Standorttypische Wasserpflanzen folgen auf Restaurierungen mit Kies und Geröll.

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Der Ostwind pfeift weiter kalt durchs Land – wind chill. Da freuen sich Viecher, die auf Busch- und Baum-umsäumten Weiden stehen.

So das Schaf, hier unter einer alten, zerzausten Esche.

Wo`s groß- und freiflächiger zugeht, steht das Vieh gern hinter Röhricht – oder liegt flach, wiederkäuend.

Beim Radeln trifft man gelegentlich auch Nonnengänse direkt im Weg.

Die nehmen Unsereinen nicht als Gefahr, landen gleich wieder nebendran.

Anders ist das woanders. Zwar knallen die Bauern noch nicht mit Allerlei, aber …

Sie fahren gern mal mit ihrem Wagen in eine dicht mit äsenden Gänsen bestückte Wiese. – Aufstieben …

Die Luft ist mit Gänse-Biomasse gefüllt.

So gelangt das gefressene Gras als Dünger natürlich woanders hin.

Mir scheint, die Nonnengänse panikken inzwischen.

Orientierend, fast wie ein Wanderzug …

… oder eher wie ein Mückenschwarm …

… landen sie erst weitab. Es bildet sich die dieses Jahr noch nicht gesehene dichte Packung. Das wird wohl zunehmend mit aktivem Vertreiben so sein.

Die alte Kopfweide erlebt das seit vielen Jahren. Nach diesem Trocken- und Sonnenjahr sieht sie selbst an ihrem Feuchtstandort ramponiert aus, verliert Rinde. Mal sehen, wie lange diese alten Individuen uns erhalten bleiben.

Ergänzung mit neu gesteckten Schnittstämmen ist angesagt.

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Da ist man zur Zeit trefflich am berichten (und kommentieren) über anstehende Elbvertiefung (viel teurer als vorgesehen) und dass 2018 in Hamburg weniger Sedimente ausgebaggert wurden als in den Vorjahren … [mögen die Links ein wenig stehenbleiben] – Letzteres kann nicht verwundern, hat doch der ultrageringe Abfluss der Elbe 2018 zwangsläufig kaum Sedimente von oben ins Hamburger Hafengebiet verfrachtet. Und flussab baggert halt die Bundeswasserstraßenverwaltung die von See kommenden Sedimente weg.

Und so sieht das in Wedel aus, wenn starker Ostwind dauerhaft bläst, wenn weiterhin „von oben“, sei`s vom Himmel oder großräumig aus Richtung der Hamburger Partnerstädte Prag und Dresden kaum Wasser die Elbe runterkommt  (aktuell in Dresden 102 m³/s, in NeuDarchau 212 m³/s). Für Interessierte hier auch der Link zu generellen Daten zum Pegel Dresden.

Im Raum Wedel „fehlen“ zur Zeit am Tidehochwasser bis zu 1,60 m, bei Tideniedrigwasser bis zu 1,20 m. Das will ich mir ansehen.

Das Absinken / Weglaufen des Tideniedrigwassers ist nicht zuletzt den zahlreichen Elbvertiefungen geschuldet, bei deren Vertiefungen und Verbreiterungen netto nicht die Tiefen entstehen, die brutto gebaggert werden. – Wenn jetzt schon solche Zustände entstehen, was bringt dann die nächste Elbvertiefung? Darüber spricht man lieber nicht.

Der Schulauer Hafen bei Tideniedrigwasser minus 1 m.

Planer Schlickgrund liegt bis zur Hafeneinfahrt frei.

Na, ganz glatt ist der Schlick jedenfalls nicht – komisch geriffelt.

Anleger Willkommhöft – die frei gefallene Böschung davor zeigt, dass der Anleger wohl etwas dicht an Land angebracht ist. Kein Wunder, dass (allzu) häufig unter ihm Sedimente entfernt werden müssen. Ganz hinten kommt ein Containerfrachter, seewärts.

„Ganz hinten“ ist genau so gemeint. Davor der dicke Pott ist ein Kohlefrachter, der das Kraftwerk Wedel bedient.

Der Yachthafen Hamburg, entbootet – westliche Ausfahrt hinten.

Da kommt der Containerfrachter UASC (Hapag-Lloyd) Al Mashrab. Hoch wie ein Segel ragt das Schiff im Wind.

Ich bin Richtung Sperrwerk Wedeler Au geradelt – Mündung der klitzekleinen Wedeler Au in die Elbe.

Das viele Wasser, das da in die Elbe mündet, ist die Differenz des Tidehubs, wie er aus der Binnenelbe abfliesst (liest sich irgendwie komisch, oder?).

Al Mashrab in Sicht – 368 x 51 m, Tiefgang 11,5 m.

Süßwasserwatt bei Fährmannssand / Lühemündung gegenüber – hier nahebei hat es bei Ruderschaden schon solch Pötte auf das Watt gesetzt.

Süßwasserwatt bei Fährmannssand, die Elbe als Schifffahrtskanal dahinter.

Weiter westlich, seewärts, sieht das so aus (anderer Tag, anderes Schiff).

Hinterm Deich – dieses Jahr grasen die Nonnengänse noch in lockerer Formation, hier mit Graugänsen durchsetzt (so vorher kaum einmal gesehen).

Vielleicht sind die Nonnengänse noch nicht so zahlreich oder noch nicht so oft (Knall-Peng-Bumm) erschreckt worden, dass sie so locker grasen.

Acker mit Zwischensaat (?), für Schafe und Gänse gleichermassen interessant – ich stehe etwas sichtgeschützt hinter einer uralten Esche.

Ein ssssteifer, eiskalter (wind chill !) Wind lässt das Schilf schwanken.

Gib niemals auf, sagt sich unsere Kapuzinerkresse am Balkon – bis zum „echten“ Frost.

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Die Flatterulme ist Baum des Jahres 2019.

Mit Bach-Bezug finden sich Beiträge zum Thema der Baum, die Bäume, der Auwald als notwendige Ausstattung lebendiger Fliessgewässer regelhaft hier im Blog. Die Flatterulme gehört dazu.

So wurde sie von uns bereits 2007 gewürdigt im Zusammenhang mit Forelle und Schwarzstorch: „Forelle, Fogel, Flatterulme – die drei magischen F erfolgreichen Gewässerrestaurierens “ .

Die nach wie vor ausstehende Anpassung an den Klimawandel, mindestens alleeartig gewässerbegleitende Auwaldbäume, besser noch Auwaldentwicklung, wo immer möglich, bieten allüberall Verbesserungsmöglichkeiten. – Am Besten im Zusammenhang mit der Umstellung der zur Zeit für den Steuerzahler völlig inakzeptablen Agrar-Subventionierung.

So kann es – in eigenem Erleben – starten, wenn man die natürliche Pflanzenentwicklung ermöglicht.

Und so kann sich – nach 35 Jahren – die lichte Gewässersituation naturnah darstellen.

Was aussteht? Mehr Mut zum Handeln, mehr Akzeptanz der Natur.

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Morgendliches Kreuz des Südens mit Tauben.

Nach dem Vergnügen mit unterschiedlich altem Getier und der Indianer-Historie im LWL-Naturkundemuseum (s. vorige Beiträge) stand nun also Arbeit an. Es folgte ein ausgezeichnetes Gewässerschutz-Seminar, das jeweils vor Ort sicherlich erhebliche Verbesserung der Lebensräume bewirken wird.

Das alles bei trefflichem Wetter …

… bis in die Abendstunden.

So ein abendlicher See (Aasee, Münster) hat ja was.

Im Gegensatz zur Anreise bei strömendem Regen konnte nun auch der Dom in Trocken und nächtlich beleuchtet betrachtet werden.

Dann zeigte sich, welche Jahreszeit wir haben und in welche Richtung es weiter geht.

Morgennebel.

Radlerstadt Münster im Nebel.

Wir passieren den Kinderbach, kurz vor unserem Ziel.

Erreicht, die Fachhochschule Münster, wo wir gute Arbeitsbedingungen vorfanden.

So hörten die Mitglieder der DWA-Arbeitsgruppe „Buhnen“ externe Experten an, welche Überlegungen zu Lebensraumverbesserungen in Gewässern führen können und werkelten an verschiedenen Kapiteln eines für ein Merkblatt zu entwickelnden Entwurfs für die öffentliche Fach-Diskussion („Gelbdruck“).

Fahrräder allerorten.

Tags drauf – wir haben doch Minustemperaturen erreicht.

Bunte Reiflandschaft, auf zum letzten Arbeitstag in Münster.

Licht und Schatten.

Die Arbeitszeit verging wie im Fluge, es blieb noch Zeit bis zum Zuge.

Ein Rundgang in Bahnhofsnähe, die historische St. Ludgeri-Kirche – imposant.

Der extra für mich im Sonnenlicht ausgerollte Teppich sieht so gelackt aus?

Ah, es handelt sich um das Museum für Lackkunst – mal vormerken für einen späteren Münster-Besuch.

Auf dem Bahnsteig – das Leben ist lebensgefährlich.

Da sitzt – ist es ein Ockergelber Blattspanner, oder was? – ein sich sonnendes Insekt auf gut belaufenem Bahnsteig. Ich überlasse ihn seinem Schicksal – „Rettungs“möglichkeit sehe ich keine – vielleicht hat er weiter Glück.

Mein IC wird an zweiter Stelle – ohne Verspätung – angezeigt.

In schneller Fahrt passieren wir dann bald den Mittellandkanal.

Wir lassen Bremen noch vor Einbruch der Dunkelheit hinter uns.

Lichter Hamburgs huschen am frühen Abend vorüber.

Gut bin ich in Wedel angekommen. Jetzt ist erstmal Reisepause, Lokales und Regionales bestimmt meine Tage – der Kalender 2019 entwickelt sich.

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