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Archive for 28. Juli 2018

Wir sind zum Deich, Elbe Fährmannssand, geradelt gegen 21.15 Uhr.

Verpasst haben wir einen blutroten Sonnenuntergang. Ein Flieger gab noch einen schwachen Abglanz.

Eigentlich hatten wir mehr Menschen erwartet.

Die Parkplätze Fährmannssand waren allerdings mit Autos gefüllt, es wanderten noch etliche Interessierte zu.

Gut Ausgerüstete richteten schnell die Technik aus.

Wir guckten Richtung Elbe übers Süßwasserwatt, Ebbe, ablaufend Wasser.

Da sich am Horizont eine dichter werdende Schicht zeigte, der Blutmond aber nicht, radelten wir zum Sperrwerk Wedeler Au weiter – Blick auf die Mündung in die Elbe.

Und weiter ging`s zum Yachthafen – gute Plätze waren auf dem Turmumgang noch zu haben.

Ich hatte zwischen Baumwipfeln einen winzigen Bruchteil Blutmond sehen können – vorbei, der dichte Horizont hielt dicht. Das Bisschen, was hier zu sehen ist, hat mit dem Mond nix zu tun.

Also auf dem selben Weg nach Hause zurück – wer weiss, wozu`s gut ist.

Die hier und vorher zu sehende Wassermenge ist ablaufendes Tidewasser der Elbe aus der Binnenelbe – die Wedeler Au selbst rieselt nur noch von der Geest herunter, ultratrocken.

Zurück am Deichstück Fährmannssand – Teufel auch, jetzt drängt es sich aber.

Fortwährend sehen wir Autos heranfahren – waren die Parkplätze nicht vorhin schon gefüllt?!

Dichte Packung. – Erwartung, kein Mond in Sicht.

Dies ist nur eine Reihe geparkter Wagen an Stellen, wo niemand stehen soll …

Mit diesen Geparkten, ständig von vorn neu Dazukommenden, von hinten abfahren Wollenden, verstocktem Drängeln und gegenseitig behindern, können wir uns vorstellen, was da im Februar 2016 durch die Presse ging, als sich der Containerfrachter CSCL Indian Ocean (ca. 400m lang, 59 m breit, 14,8 m Tiefgang) auf dem Süßwasserwatt hier festgefahren hatte und tagelang festsaß. Katastrophentourismus at it`s best. Die Landwirte hatten gut zu tun, bei der damaligen Nässe im Seitenraum und in Gräben festgefahrene Pkw aus dem Mega-Stau rauszuziehen. – Diesmal wird die Trockenheit das wohl verhindern und es werden hoffentlich nicht allzu viele Kratzer produziert. Besonders krass fanden alle Beteiligten die uns entgegen kommenden Mitradler ohne Licht, als wir gerade von Ungeduldigen überholt werden sollten …

Immerhin haben wir das beleuchtete Theaterschiff Batavia gesehen. 🙂

Und den Blutmond habe ich auch noch fotografieren können – im TV, super! Solch Fotos darf ich aus copyright-Gründen ja aber nicht hier hinstellen – hat jeder ohnehin selbst im Fernsehen und in Zeitungen gesehen.

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Also wieder rauf auf`s Rad. Der Blick nach Norden zeigt inzwischen verschiedenfarbene Wolken.

In ähnlicher Entwicklung neulich auf Rück-Tour Wedel-Buxtehude wurden wir zweimal beregnet, trockneten aber gleich wieder angesichts Sonne und hoher Temperaturen.

Gleich sind wir auf der Elbdeich-Strecke.

Im Niedersächsischen, Radweg auf der anderen Straßenseite, haben wir sogar streckenweise Schatten – sehr angenehm.

Und nun geht`s los, früher Feierabend in Hamburg. Die Pendlerkarawane zieht an uns vorbei, oft genug einstauend.

Gelegentlich sind neben vorherrschenden Kirschen- und Apfel-Plantagen auch Birnbäume zu sehen.

Frostschutzberegnungsanlagen – in diesen Tagen gut nutzbar zur Bewässerung.

Ein wesentlicher Grund, warum die Bewohner dieses Landschaftsraums gegen weitere Vertiefungen der Elbe sind. Es steht zu erwarten angesichts des bereits sedimentologisch aus dem Gleichgewicht geratenen Systems Elbe (Berichte hier im Blog und beim salmonidenfreund), dass sich die Brackwasserzone aufwärts verschiebt. Das Wasser wäre dann für Land, Pflanzen und Vieh ungeniessbar.

Wir queren den Hauptdeich. KKW Wedel hinter Stacheldraht (JVA Hahnöfersand).

Eine rauchende Stadt hinter einer Elbinsel? Wohl eher ein Containerfrachter von an die 400 m Länge.

Punktschüttungen voraus – Wen`s trifft …

Die Lühe-Schulau-Fähre naht.

Die Lühemündung mit dem Fähranleger ist fast erreicht.

Lühemündung gequert.

… und anlegen.

Tidehochwasser – etwas mehr als im Mittel.

James Cook, der Hamburger Hafen-Baggergut querab Helgoland verklappt, fährt leer flussauf – neues Klappmaterial aufsaugen.

Auch auf der Schleswig-Holstein-Seite zeigt sich „Wetter“.

Und was ist das denn – frischer Westwind (vgl. Start-Beitrag, Ost – wir hofften auf Rückenwind beim Radeln für die Rückfahrt) – deshalb mussten wir so strampeln.

Die wehende Niedersachsenflagge wird scheinbar unterflogen.

Heute bekommen wir Großschiffe geboten – Containerfrachter seewärts.

Gut Betrieb an Wedels kleinem Sandstrand.

Die Möwen auf der Ostmole des Schulauer Hafens haben Ruh`. Bei der Hitze zieht es kaum Fußgänger, nur wenige Radler hierher.

Da sind wir also glücklich (und trocken) hin und her gekommen. Später erfahren wir, dass wenige hundert Meter von unserer Adresse ein Gewitter ordentlich Wasser gebracht hat. [Das war immerhin so viel, dass ich nachmittags drauf auf Radtour noch die Verdunstungskälte im Gebiet westlicher Klövensteen und Wedel Nordost im Halbschatten der Bäume geniessen konnte.]

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