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Archive for Juli 2018

Wir sind zum Deich, Elbe Fährmannssand, geradelt gegen 21.15 Uhr.

Verpasst haben wir einen blutroten Sonnenuntergang. Ein Flieger gab noch einen schwachen Abglanz.

Eigentlich hatten wir mehr Menschen erwartet.

Die Parkplätze Fährmannssand waren allerdings mit Autos gefüllt, es wanderten noch etliche Interessierte zu.

Gut Ausgerüstete richteten schnell die Technik aus.

Wir guckten Richtung Elbe übers Süßwasserwatt, Ebbe, ablaufend Wasser.

Da sich am Horizont eine dichter werdende Schicht zeigte, der Blutmond aber nicht, radelten wir zum Sperrwerk Wedeler Au weiter – Blick auf die Mündung in die Elbe.

Und weiter ging`s zum Yachthafen – gute Plätze waren auf dem Turmumgang noch zu haben.

Ich hatte zwischen Baumwipfeln einen winzigen Bruchteil Blutmond sehen können – vorbei, der dichte Horizont hielt dicht. Das Bisschen, was hier zu sehen ist, hat mit dem Mond nix zu tun.

Also auf dem selben Weg nach Hause zurück – wer weiss, wozu`s gut ist.

Die hier und vorher zu sehende Wassermenge ist ablaufendes Tidewasser der Elbe aus der Binnenelbe – die Wedeler Au selbst rieselt nur noch von der Geest herunter, ultratrocken.

Zurück am Deichstück Fährmannssand – Teufel auch, jetzt drängt es sich aber.

Fortwährend sehen wir Autos heranfahren – waren die Parkplätze nicht vorhin schon gefüllt?!

Dichte Packung. – Erwartung, kein Mond in Sicht.

Dies ist nur eine Reihe geparkter Wagen an Stellen, wo niemand stehen soll …

Mit diesen Geparkten, ständig von vorn neu Dazukommenden, von hinten abfahren Wollenden, verstocktem Drängeln und gegenseitig behindern, können wir uns vorstellen, was da im Februar 2016 durch die Presse ging, als sich der Containerfrachter CSCL Indian Ocean (ca. 400m lang, 59 m breit, 14,8 m Tiefgang) auf dem Süßwasserwatt hier festgefahren hatte und tagelang festsaß. Katastrophentourismus at it`s best. Die Landwirte hatten gut zu tun, bei der damaligen Nässe im Seitenraum und in Gräben festgefahrene Pkw aus dem Mega-Stau rauszuziehen. – Diesmal wird die Trockenheit das wohl verhindern und es werden hoffentlich nicht allzu viele Kratzer produziert. Besonders krass fanden alle Beteiligten die uns entgegen kommenden Mitradler ohne Licht, als wir gerade von Ungeduldigen überholt werden sollten …

Immerhin haben wir das beleuchtete Theaterschiff Batavia gesehen. 🙂

Und den Blutmond habe ich auch noch fotografieren können – im TV, super! Solch Fotos darf ich aus copyright-Gründen ja aber nicht hier hinstellen – hat jeder ohnehin selbst im Fernsehen und in Zeitungen gesehen.

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Also wieder rauf auf`s Rad. Der Blick nach Norden zeigt inzwischen verschiedenfarbene Wolken.

In ähnlicher Entwicklung neulich auf Rück-Tour Wedel-Buxtehude wurden wir zweimal beregnet, trockneten aber gleich wieder angesichts Sonne und hoher Temperaturen.

Gleich sind wir auf der Elbdeich-Strecke.

Im Niedersächsischen, Radweg auf der anderen Straßenseite, haben wir sogar streckenweise Schatten – sehr angenehm.

Und nun geht`s los, früher Feierabend in Hamburg. Die Pendlerkarawane zieht an uns vorbei, oft genug einstauend.

Gelegentlich sind neben vorherrschenden Kirschen- und Apfel-Plantagen auch Birnbäume zu sehen.

Frostschutzberegnungsanlagen – in diesen Tagen gut nutzbar zur Bewässerung.

Ein wesentlicher Grund, warum die Bewohner dieses Landschaftsraums gegen weitere Vertiefungen der Elbe sind. Es steht zu erwarten angesichts des bereits sedimentologisch aus dem Gleichgewicht geratenen Systems Elbe (Berichte hier im Blog und beim salmonidenfreund), dass sich die Brackwasserzone aufwärts verschiebt. Das Wasser wäre dann für Land, Pflanzen und Vieh ungeniessbar.

Wir queren den Hauptdeich. KKW Wedel hinter Stacheldraht (JVA Hahnöfersand).

Eine rauchende Stadt hinter einer Elbinsel? Wohl eher ein Containerfrachter von an die 400 m Länge.

Punktschüttungen voraus – Wen`s trifft …

Die Lühe-Schulau-Fähre naht.

Die Lühemündung mit dem Fähranleger ist fast erreicht.

Lühemündung gequert.

… und anlegen.

Tidehochwasser – etwas mehr als im Mittel.

James Cook, der Hamburger Hafen-Baggergut querab Helgoland verklappt, fährt leer flussauf – neues Klappmaterial aufsaugen.

Auch auf der Schleswig-Holstein-Seite zeigt sich „Wetter“.

Und was ist das denn – frischer Westwind (vgl. Start-Beitrag, Ost – wir hofften auf Rückenwind beim Radeln für die Rückfahrt) – deshalb mussten wir so strampeln.

Die wehende Niedersachsenflagge wird scheinbar unterflogen.

Heute bekommen wir Großschiffe geboten – Containerfrachter seewärts.

Gut Betrieb an Wedels kleinem Sandstrand.

Die Möwen auf der Ostmole des Schulauer Hafens haben Ruh`. Bei der Hitze zieht es kaum Fußgänger, nur wenige Radler hierher.

Da sind wir also glücklich (und trocken) hin und her gekommen. Später erfahren wir, dass wenige hundert Meter von unserer Adresse ein Gewitter ordentlich Wasser gebracht hat. [Das war immerhin so viel, dass ich nachmittags drauf auf Radtour noch die Verdunstungskälte im Gebiet westlicher Klövensteen und Wedel Nordost im Halbschatten der Bäume geniessen konnte.]

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Es soll mal wieder über die Elbe gehen – nach Stade, Buxtehude, Lühe und Twielenfleth haben wir diesmal Cranz an der Estemündung als Ziel gewählt.

Am Willkomm-Höft – ein Bagger, hoffnungsloses Unterfangen, Sisyphos is watching us.

Der Anleger der Lühe-Schulau-Fähre ist so gelegt, dass die landseitige Längskante aufgrund des tiefer fallenden Tideniedrigwassers (verschärft bei geringer Wasserführung der Elbe und Ostwind) auf die Unterwasserböschung aufsetzt. Das ist eine unglückliche Situation, um es sehr neutral zu sagen.

Nun kann man Symptome bekämpfen statt Ursachen. Zum Beispiel durch Flachziehen der Böschung (wieder und wieder und wieder …). Genau das geschieht – bloß keine Ursachenbeseitigung in diesem, unserem Land!

Da die Fähre allerdings je nach Tide- und Windsituation mit Strahlruder, heftig turbulenzierend, ablegt …

Und dann sind da ja auch noch die Wirkungen der Großschifffahrt mit Schwall und Sunk …

Wie gesagt, „Sisyphos …“.

Also rauf auf die Fähre.

Ostwind verspricht Rückenwind für die radelnde Rückfahrt.

Vor dem Deich durch Niedersachsen ostwärts gen HH Landesgrenze.

Verblühte Disteln im Deichvorland erwecken einen verdammt herbstlichen Eindruck.

Hinterm Deich: Auch die Äpfel sind dieses Jahr weit voraus.

Entnetzte Kirschen – diese Früchte kommen jetzt aus dem Kühlhaus.

Wo sind wir denn gelandet?!

Wir vermuten mal, dass der Name nichts mit dem Nordblick auf das Wedeler KKW zu tun hat, mit Kohle betrieben.

Vor dem Grenzübertritt noch einen Blick über den Deich riskieren.

Wir sind bald am Ziel. Gegenüber voraus der Elbhang mit Blankenese.

Verlängerung unseres Weges: Hamburger Staatsgebiet mit Estesperrwerk und Sietas-Werft (was für ein Wahnwitz: eine solche Werft bei Vergrößerung an diesem Standort zu lassen – unsere Gedanken schweifen zur Ems …).

Der Grenzübergang ist gruftig! Hamburg zwingt Radfahrer auf die Straße – Vorsicht, Lebensgefahr! Wir bleiben auf dem Fußweg, kein Fußgänger in Sicht. Nach einer Weile wird auf der anderen Seite wieder ein Radweg geboten.

Die Estemündung, Mühlenberger Loch und Blankenese – Fahrgäste nahen, schnell zum Restaurant.

Blick über die Marsch Richtung „Harburger Berge“ – Obstbau heute: Intensivberegnung und zunehmende Unterdach-Produktion.

Hoppel, hoppel – einmal im Leben per Rad auf dem Neuenfelder Fährdeich die Sietas-Werft umrunden.

Der Zuweg zum Alten Estesperrwerk gefällt uns besser.

Blick vom Alten Estesperrwerk – die Flut bringt trübes, schwebstoffreiches Wasser rein.

Charakteristischer Eindruck der alten deichbegleitenden Bebauung.

Fast antiker Stuhl, zu bewundern im Gasthaus.

Wir setzen uns raus – auf Augenhöhe, Tidehochwasser, passiert ein Motorboot.

Blick gen Süden – das Alte Estesperrwerk, dass wir vor Kurzem gequert haben.

Oh, niedlich, zunehmend gibt es wieder 0,2 l-Gläser!

Weiterer Innenblick, farbenfroh.

Wir haben uns dann nicht für Goldfisch, sondern Rotbarsch entschieden. Sehr empfehlenswert, wie so Vieles hier am Ort.

Blick zum Himmel – die vom Wetterbericht angesagten Quellwolken quellen heftig.

Bezahlen und ab auf´s Rad ist unsere Devise. – Demnächst mehr.

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Trifft ´ne Rauch(oder Mehl- ?)schwalbe ´nen Ferienflieger …

Zufälliges Zusammentreffen auf meinem Foto beim Blick zum angesagten Quellwolkenhimmel.

Das war nach dem Mittagessen – wir haben es wieder getan, die Lühe-Schulau-Fähre mit den Rädern bestiegen. Diesmal sind wir nach Cranz geradelt.

Vorweggenommen: Wir sind nicht nur trocken hin, sonden auch trocken zurückgekommen. Auf dem Rückweg hätten wir nicht drauf geschworen. Die Quellwolken türmten sich auf, schwarze Fronten ringsum. Und dazwischen immer die Sonne und wir.

Heiss war`s bei schicker Brise über der Elbe. Demnächst mehr.

 

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Zufällig, aber absichtlich, fotografierte Hornisse über Pfauenauge auf Dost. Am Bullensee, Wedel.

Ich freue mich immer über diese speziellen Flieger. Wer sich angepasst verhält, kann nicht nur ihr Nest im Garten akzeptieren, sondern auch beobachtend bewundern.

Und wenn sie abends den Haus-Baum auf fressbare Insekten kontrollieren , wenn sonst keinerlei Nahrungsmengen findbar sind (speziell: im Juli / August blühender „Bienenbaum[der Link soll zur Info, nicht zur Schleichwerbung dienen, Wikipedia gibt die Taxonomie, aber einen deutschen Namen wider, den wir nicht nachvollziehen können]) , schaltet man eben mal in der Dämmerung die beleuchtete Hausnummer nicht ein (am früheren Wohnort). – Probleme kann man vermeiden – oder sie sich machen.

So hat auch der NDR, hamburg journal, versprochen, in Zukunft solch Beiträge wie aus den 1960ern – nix wie Gift – (16. Juli 2018) mit entsprechenden Erläuterungen zu versehen, damit sie nicht so brutal, Tierschutz- und Gesetz-fern wirken, wie sie rüberkommen.

Neben Pfauenauge flog vor allem Kohlweissling. Kleiner Fuchs mit wenigen Exemplaren, ein Distelfalter sowie einzelne (Hauhechel?)Bläulinge ergänzen die arten- und individuenarme Situation unserer Zeit.

Wenn wir unsere Agrar- und Gartenpraktiken nicht endlich giftfreier gestalten und gestohlene „Frei“Flächen wie Wege- und Gewässerrandstreifen zurückgeben, einseitigen Lobbyismus pro „Wirtschaft“ nicht stoppen, wird sich wohl wenig ändern.

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Auch wenn wir für verspielte Besucherinnen ein hervorragendes Umfeld um uns herum zu bieten haben, darf es gelegentlich auch gern was anderes sein. – Also wieder rauf auf die Lühe-Schulau-Fähre!

Und da kommt sie schon.

Die Lühe-Schulau-Fähre passiert bei Tidehochwasser den Schulauer Hafen – am Traditionsschiffanleger, meist verwaist, liegt sogar ein Schiff.

Hoch überragt, von See kommend, ein Containerfrachter die niedersächsische Elbmarsch inkl. Deich.

Da ist er schon neben uns.

Wir fahren. – Begeisterung greift um sich, ein Piratenschiff in Pappas Hafen!

„Pappas Hafen“ liegt in der Bau-Historie. Schliesslich ist nicht nur die Verbesserung von Heidebächen, sondern auch „hartes Bauen“ Grundlage des Wasserbauers.

Der Containerfrachter vor Hamburger Hafenkulisse, lässt den Blankeneser Elbhang niedrig erscheinen.

Turbulentes Kielwasser – unser Käptn hat ordentlich PS aktiviert.

Seglerwetter.

Lühe in Sicht – Steuermann und Käptn erhalten Anlegeunterstützung am Hilfsruder.

Ausgestiegen und schon am Spielplatz – ein vielfältiges Angebot lässt die Zeit verfliegen.

Nebendran sausen – wie wir neulich – die Radler gen Stade auf dem Elberadweg vorbei.

Bei einem Spielplatz in der ersten Reihe wird es auch Erwachsenen nicht langweilig.

Die Lühe-Mündung mit Sturmflutsperrwerk – wir sind auf dem Weg zum Mittagessen.

Eine Möwe …

Noch zwei Möwen. (Da liefen auch noch Austernfischer und andere Gefiederte im Umfeld herum.)

Stint – leider ist die Saison vorbei. Konkret: In 2018 gab es gar keine – vermutlich geschuldet den Auswirkungen der vorigen Elbvertiefung plus weiterer Flachwasserzerstörung (Schlickfang Wedel) und dem schier unglaubliche „Wooling“ an Schlickeggen, -Umlagern und „normalem“ Baggern.

Aber das will an der Elbe ja kein Offizieller hören.

Pfiffiger Restaurant-Garten – das Warten aufs Essen wird gar nicht bemerkt.

Jaaaa, Dinos! Lecker, da bleibt nichts von übrig. Kein Wunder, dass Dinos ausgestorben bleiben.

Klettern übern alten Deich – wir haben noch etwas Zeit.

Begeistert lässt sich die Deichkatze streicheln und kraulen.

Die Fähre liegt bereit.

Gratwanderung auf Beton-vergossener Affi-Schlacke.

Daaaa – See-Kajaks tauchen auf.

Die See-Kajaks hüpfen durch die Wellen, hinten: alter Elb-Segler.

See-Kajaks und Segelboot auf kabbeliger Elbe.

Zwei Finkenwerder Fischkutter warten, dass wir endlich ablegen – sie wollen eine Hochzeitsgesellschaft an Bord nehmen.

Die Rückfahrt vergeht wie im Flug.

St. Pauli grüßt, wir sind gut am Schulauer Hafen, Wedel, angekommen.

 

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Stade hat uns einmal mehr gut gefallen. Nun radeln wir zur Lühe-Schulau-Fähre zurück.

Wie gut, dass der Elberadweg stark befahrene Straßen meist meidet.

Kirschen, direkt vom Erzeuger – erstaunlich die Preisdifferenz zum eigenen Wochenmarkt auf der anderen Seite der Elbe.

Charakteristisches Bauernhaus im Alten Land.

Und die spezielle Toreinfahrt dazu.

Wieder rüber, über`n Deich.

Wir erhalten eine kleine Vorstellung, wie sich die Elbe-begleitenden Dünenketten entlang der Marsch früher wohl entwickelt haben.

Hochspannung quert, Deichpfleger Schaf pflegt den Deich.

Leuchttürme säumen unseren Weg.

Schilfröhricht-Partie.

Wieder mal auf dem Deich – ein Haus / Häuser im Hintergrund?

Höhenverhältnisse an der Elbe – buten un` binnen.

Wohl doch kein Haus.

Ein Segelboot …

Horizont gefüllt – Containerfrachter.

Und gleich dahinter eins der größeren KlappBaggerSchiffe.

Spätestens seit der vorigen Elbvertiefung vor der Jahrtausendwende ist das hydraulisch-hydrologische Tideflusssystem aus dem Ruder – es wird 5mal so viel Baggergut gebaggert wie vordem. – Wer zahlt ?! – So etwas muss man wohl Eigenverursachung, Eigenverantwortung nennen. Ich habe es auch benannt.

Ankunft an der Lühe-Mündung.

Die Fähre wartet schon am Anleger.

Ein Sportboot und ein Containerfrachter, im Hintergrund der Hamburger, Blankeneser Elbhang.

Schon ist der Containerriese heran.

Über dem Schlickfang vor Wedel – eine weitere, frühere Flachwasserfläche, die der Schifffahrt geopfert wurde, dem Ökosystem als wichtige Jungfischstätte verloren ging.

Elbinsel gegenüber Wedel – wir steigen aus.

„Eine Seefahrt die ist lustig …“ – demnächst wollen wir solch Erlebnis wiederholen.

Die Willkommhöft-Flaggen begrüssen uns.

 

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