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Archive for 27. April 2018

Über die Besonderheit laichender Flussneunaugen ist in jüngeren Blog-Beiträgen zweimal berichtet worden. Jetzt sollen „die normalen“ Wirbellosen wie Larven von Eintags-, Stein- und Köcherfliegen folgen sowie Bachflohkrebse und anderes Getier. Wie sieht es in den Kiesen und an den und um die Treibselsammler herum aus?

Gutes Wetter sowie mittlerer Abfluss bei glasklarem Wasser boten gute Voraussetzungen für den Besuch.

Seit dem Wassercamp 2017 der Unterelbeschulen liegen erste Strömungslenker aus Kies in der Osterau.

Jede Menge Bachflohkrebse bevölkern die neuen, dreidimensionalen Lebensräume.

Im Umfeld warten Ephemera-Larven („Große Maifliege“) auf Beute.

Auch reichlich Zweiflüglerlarven sind zu finden.

Der eine oder andere Egel zieht spannerraupenartig seine Bahn.

Die Treibselsammler haben allerhand gesammelt.

Das sollten sie auch.

Bachauf und bachab der Treibselsammler liegt die Bachsohle nun ruhig. Ufer baut sich auf, das Sandtreiben ist beendet.

Ein anderer Treibselsammler, das gleiche Bild: die Sohlberuhigung, das Aufwachsen des Uferbereichs ist ein wesentliches positives Element des Treibselsammlerbaus.

Hier findet sich nun die Tierwelt des ruhigeren Gewässerbereichs wie Würmer, Tubificiden und andere.

Diverse Zuckmückenlarven, hier eine rötlich gefärbte.

Erbsenmuscheln haben sich in großer Zahl angesiedelt.

Diverse runde Eintagsfliegenlarven, hier eine mit fadenförmigen Kiemen, finden sich in Kies und an Treibselsammlern.

Der Ohrenstrudelwurm fühlt sich an beiden Einbaugruppen wohl.

Noch ´ne junge, runde Eintagsfliege.

Und überall, wo`s turbulenter zugeht, die Rennwagengruppe aus der Gewässerökologie, die flachen Eintagsfliegen.

Weil`s so schön war, auch hier noch ein Foto der schwer arbeitenden Flussneunaugen.

Für alle Beobachter, Wildparkbesucher, -mitarbeiter und auch für mich Profi war es spannend mitzuverfolgen, wie diese Tiere Kiesel mit einem Durchmesser auch dicker als die Körperdicke aufnahmen und zum Wall um die Laichkuhle türmten.

Viele Ideen zur Verbesserung auch der Osterau-Nebenbäche innerhalb des Wildparks Eekholt warten auf ihre Umsetzung.

Und insbesondere innerhalb der Gehege sind dringend erforderliche Verbesserungen vorbesprochen.

Ansatzpunkte gibt es zur Genüge.

Es gilt, die Auswirkungen des hohen Wilddrucks auf die Ufer zu lenken mit „lebendigen Angeboten“. Die Lenkbuhnen aus Kies sind z.B. eine der möglichen guten Varianten.

Dann kann der zur Zeit erhebliche Sandeintrag gemindert und die positive Entwicklung der Osterau voran getrieben werden.

Am Osterau-Wanderweg im Umfeld der vorjährigen Startarbeiten werden die Teilnehmer des nächsten Wassercamps ihre eigenen Erfahrungen sammeln.

Kies-Lenkbuhnen optimieren, weitere Standorte bestücken – das werden Themen des nächsten Camps sein.

Einen ersten Abschluss finden die Wassercamper dann in den Übergängen des Osterau-Wanderweges zu den Wildgehegen.

Alle Beteiligten freuen sich, insbesondere angesichts der ausgezeichneten Ergebnisse der Startarbeiten 2017 auf das nächste Wassercamp im September 2018.

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