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Archive for 22. April 2018

Wanderfische sind hervorragende Anzeiger für funktionierende Gewässerlebensräume. So wurde angesichts der nach wir vor zahlreichen Bedrohungen der „Tag der Wanderfische“ ins Leben gerufen.

Nicht gerade Fische, im Verhalten aber gleichartig, ziehen Fluss- und Meerneunaugen ebenfalls als Jungtiere bachab und kehren erwachsen aus Flussmündung und Meer zum Laichen in die Bäche zurück. Beide sind wie das standorttreue Bachneunauge Arten, die als wichtige Indikatoren der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie auf – hoffentlich zunehmend – gesundende Gewässersysteme hinweisen.

Meist fehlt es nach wie vor weitgehend an geeigneten Laichplätzen.

Wo diese wieder hergestellt werden, wie das z.B. 2017 beim 10. Wassercamp der Unterelbeschulen der Fall war, finden sich auch die Neunaugen wieder ein. Regelhaft Mitte April kann man so das Flussneunauge wieder beim Laichen beobachten.

3 Laichkuhlen haben die Flussneunaugen in diese Lenkbuhne gegraben. Eine beeindruckende Leistung.

Mehr über diesen Besuch der Osterau im Wildpark Eekholt, insbesondere die nun gut erkennbare arten- und individuenreiche Besiedlung der Kiese und Treibselsammler mit Wirbellosen folgt demnächst.

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Vor zwei Wochen, als der Frühling mit Blattaustrieb noch auf sich warten liess, haben wir den Almthof besucht. Dieser Bauernhof liegt westlich von Hamburg in Appen auf der Geest südlich der Pinnau-Aue.

Ich erinnere mich an frühere Urlaube auf der Nordseeinsel Borkum. Dort wohnten wir in einer Pension mit Landwirtschaft. Abends, wenn gemolken wurde, waren die Touristen-Kinder eingeladen, zuzugucken und mitzumachen. Wir halbwegs Ländlichen aus dem Waldecker Land wunderten uns, wie der Bauer den Stadtkindern aus NRW oder aus der damaligen „Insel“ Westberlin erklärte, woher Milch, Kakao, und Kaffeesahne stammten: aus jeweils einem der vier Zipfel unten an der Kuh (der vierte konnte wahlweise programmiert werden) …

Wir wussten das natürlich besser. – Heute hat so mancher Bauernhof seine Tore für Besucher geöffnet und bietet neben sportlicher Bewegung Erlebnisse und Erkenntnisse der besonderen Art. Der Almthof, Link siehe oben, gehört dazu. Es handelt sich um einen konventionellen Hof, der der Kundschaft bäuerliche Realität dieser Art  näher bringen möchte.

Weite Ackerflächen warten noch auf Bestellung. Maisflächen liegen fast ein halbes Jahr offen, frei Wind und Wasser ausgesetzt.

Ein Minischaf-Mann erwartet die Besucher.

Die Minischaf-Frau ist gerade wieder Mutter geworden, das Lamm noch ganz klein.

Im Kuhstall können sich die Kühe frei ihren Lieblingsstandort aussuchen.

Der Besuch von Massagegeräten ist eine gern gesuchte Abwechslung.

Werdende Kuh-Mütter haben einen eigenen Freilaufstall.

Regelmäßig wird den Tieren frisches Futter gebracht.

Auch ältere Kälber fressen die frisch angelieferte Silage gern.

Dazu gibt`s frisches Wasser.

Jüngere Kälber erhalten selbstverständlich Milch.

Ja, aber wo kommt denn nun die Milch her?!

Die kommt hier aus dem Milch-Automat, auch Milchtankstelle genannt, täglich frisch. – Nein, im Ernst, wer nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr kommt, kann das Melken im „Melkkarussell“ selbst aktuell erleben.

Ansonsten muss man sich mit einem Modell zufrieden geben, kann es ausführlich studieren und auch selbst Hand anlegen.

Das wollen die Kinder dann schon ganz genau wissen.

Neben Tieren kann auch Technik in verschiedenen Grössen erforscht werden.

Seltene Sekunde, die Strohburg, kinderfrei! – Hier tobt das Leben, gehen, rennen, klettern, springen, verstecken – unglaublich, was hier die meiste Zeit des Tages abgeht.

Wer möchte, kann auch per Treckerrundfahrt die Landschaft um den Almthof herum kennenlernen.

Wieder ist eine Tour gestartet.

Ein Ententeich kommt in Sicht beim Verlassen des Hofgeländes.

Schon beeindruckend, die schleswig-holsteinische Knicklandschaft. Wäre sie doch überall so gut erhalten geblieben wie hier im Umfeld des Almthofs.

Am Rand der Geest, im Übergang zur Pinnau-Aue, wächst Birken- und anderer Bruchwald auf Binnendünen.

Grünland mit feuchteren Bereichen ist großflächig vorhanden.

Pferde weiden.

Wer hat hier gerade „Esel“ gesagt?! – Die Rundfahrt ist zu Ende, der spannende Tag setzt sich noch etliche Zeit fort.

Schön, dass wir diesen Tipp bekommen haben. Das wird nicht unser letzter Besuch auf dem Almthof gewesen sein.

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