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Archive for 29. Oktober 2017

Während draussen Sturmtief Herwart Äste abbricht, Bäume umschmeisst und für Hamburg eine Sturmflut 2-3 m über normales Tidehochwasser angesagt ist, erinnere ich mich an den Berliner Abschiedsabend.

Schon an den vergangenen Tagen sahen wir insbesondere ab Nachmittag an „unserem Fernsehturm-Kran“ Stare.

Munteres Treiben, An- und Abflüge.

Sitzordnungen wurden erprobt und verworfen, neu getestet.

Auf der Straßenseite beobachteten wir das Treiben um Schlafbäume herum.

Rein in den Schlafbaum – und wieder raus.

Schlafbaum umkreisen – vor der Einflugschneise, ja, ja, die letzten Flüge von Air Berlin.

Husch, wieder rein.

Ruhe im Karton.

Nee, doch noch nicht.

Inzwischen wurde der Star zum Vogel des Jahres 2018 gewählt. Dass gegenwärtig Vogelbestände teils massiv zurückgehen, ist angesichts des krassen, vielfach nachgewiesenen Insektenindividuen- und -artenverlusts, der Landschaftsverarmung „Dank“ unserer Steuer-fehlsubventionierten Industrie-Landwirtschaft nicht wirklich erstaunlich. (Es soll ja Leute geben, die sich freuen, dass die Windschutzscheibe seit einigen Jahren beim Autofahren insektenfrei bleibt.) – Was treiben wir Menschen für ein Schindluder mit der Umwelt, unserem eigenen Lebensraum?!

Im Beitrag „über den Dächern“ am 23. Oktober hatte ich ja schon angedeutet, dass ich den Sonnenuntergang am letzten Berlin-Abend allein auf dem Balkon erleben wollte. Nun also …

So geht der Nachmittag mit dem beschriebenen „Schattenspiel Winken“ langsam in den Abend über.

Blick Richtung Sonnenuntergang, nix los am Fernsehturm-Kran.

Letzte Sonnenstrahlen beleuchten die Baumwipfel des Hinterhofs.

Zwar bin ich nun allein auf dem Balkon, langweile mich aber nicht. Gelegentliche Besucher wärmen sich an der Hauswand.

Einen Admiral konnte ich nicht fotografieren, der suchte wohl nach Nachtunterschlupf.

Nord-Kran – die Sonne ist hinter einem Schornstein verschwunden.

Nord-Kran – Star-Anflug.

Der Nord-Kran füllt sich.

Auch der Fernsehturm-Kran wird getestet.

Ganz klar: der Fernsehturm-Kran hat den Vorzug.

Der Anflug wird stärker.

Die Plätze werden belegt.

Da, plötzlich – Abflug, Landen hinter Nah-Horizont.

Detail – Schattenspiele.

Nun wird der Nord-Kran wieder angeflogen.

Massenansturm.

Und alle wieder hoch …

Hoch – und abdrehen.

Blick auf die Straßenseite – am gestrigen Schlafbaum ist nichts zu sehen.

Der Nord-Kran wird nun von Nebelkrähen besetzt.

Nebelkrähen auch anderswo.

Nebelkrähe im Abflug.

Gemeinsam weg.

Das also war „mein“ Sonnenuntergang. Morgen geht`s noch in den Mauerpark und dann reisen wir per Bahn Elbe-abwärts.

 

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