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Archive for 18. Oktober 2017

Unter dem Titel „Leitfaden – Werkzeuge zur Fließgewässerplanung – Leitfaden für die Optimierung bei der Fließgewässerentwicklungsplanung“ haben die Autoren Dr.-Ing. Henning Giese und Dr.-Ing. Stefan Greuner-Pönicke beim SVH-Verlag ihre gemeinsame Dissertation veröffentlicht.

Hier im Blog und auf meiner Homepage informiere ich im Wesentlichen über instream-Restaurieren in stark genutzter Kulturlandschaft, das aufgrund seiner Wirkung innerhalb des vorhandenen Gerinnes keine Negativwirkung für die umgebende Nutzung verursacht. So sind bei fachgerechter Ausführung mit geringem Aufwand gute Ergebnisse für die Gewässer- und Uferökologie zu erreichen. Solche Lebensraumverbesserungen werden von Wasserbehörden daher zustimmend als positiver Beitrag im Rahmen der Gewässerunterhaltung angesehen.

Bei größeren Maßnahmen, die sich auf das Umfeld, möglichst die gesamte Aue beziehen, sind Planungs- und Genehmigungsprozesse erforderlich. Hierdurch und entsprechend der Flächeninanspruchnahme entstehen um Größenordnungen höhere Kosten. Um so notwendiger ist es, einen hohen fachlichen Standard zum Erreichen einer vernünftigen Kosten-Nutzen-Relation zu gewährleisten.

Leider muss nach so mancher „Renaturierung“ festgestellt werden, dass die Ziele nicht hinreichend erreicht sind.

Hier setzen die praxiserfahrenen Autoren Giese und Greuner-Pönicke an. Sie geben wesentliche Hinweise, wie im Planungsprozess größerer Maßnahmen sichergestellt wird, immer wieder festzustellende Fehler zu vermeiden und generell den Planungsprozess zu optimieren.

Der Marketingtext der Autoren umreisst den Inhalts des Buchs, so dass ich im Weiteren auf eigenes Texten verzichte.

Über 80 % der Fließgewässer erreichen die seit dem Jahr 2000 geltenden Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) trotz umfangreicher Maßnahmen und Mitteleinsätze nicht. Für mehr Erfolg bei der Fließgewässerentwicklungsplanung soll der hier vorgestellte Leitfaden helfen, Planungen bezüglich Leitbild, Substrat, Breitenvarianz und Strömungsdynamik zu optimieren.

Das Positiv-Beispiel der Maßnahmen Steinau / Büchen (Typ 16) zeigt, dass spezielle Geometrien für den guten ökologischen Zustand, wirbellose Zielarten und deren Habitatbedingungen verantwortlich sind. Der Leitfaden zeigt das erforderliche Vorgehen im Planungsprozess mit einfachen „Werkzeugen“. Aufwendige hydronumerische Modellierungen sind für leitbildgerechte Habitatbedingungen nicht nötig.

Eine Checkliste dient einer internen und externen Qualitätskontrolle von Planunterlagen.

Das Buch ist über den SVH-Verlag zu beziehen.

Zwei Abbildungen der Autoren ergänze ich zum Verständnis.

Standorttypische Sedimente bieten standorttypischen Wirbellosen Lebensraum.

Das Induzieren der Eigendynamik eines Gewässers in die Landschaft hinein (oder das Verändern des Laufs mit Baggern) ist ein planungsrechtlich relevanter Prozess. Bei Planung, Genehmigung, Baueinrichung und Baubegleitung kommt es auf spezielle Fachkenntnis an.

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