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Archive for 19. Mai 2017

In einem Beitrag vom 15. Mai wies ich auf die Stichworte „Wilde Weiden“ und „Nationalpark Hainich“ hin – Auerochsen und – fast – flächig blühenden Bärlauch gab es in ersten Fotos zu sehen. Nach und nach folgen nun Teil-Aspekte dieser für uns ausserordentlich spannenden Unternehmung – wir haben die Zeit genossen (Positives wie Negatives gleichsam feststellend).

Wir sind über Land gefahren – im Lüneburg-Uelzener Raum beherrschten die Farben Blau, Grün, Gelb und Braun flächig das Bild – gelegentlich unterbrochen von Dreidimensionalem. Intensive Nutzung der Böden kennzeichnet unser Land. E- und Immissionsschutz ist dabei nicht festzustellen.

Schön bunt – zweifellos, und da hört für Nur-Hingucker die Angelegenheit wohl auf. Aber das Fehlen von Schutzstreifen allerorten und das halbjährliche ungeschützte Freiliegen des Bodens bei Mais-Anbau schreit seit Jahrzehnten (die Situation verschlimmert sich immer weiter, man mag es kaum glauben) nach Verbesserung. Einmal ganz davon abgesehen, dass eine Ahndung klarer Rechtsverstöße von zuständigen Verwaltungen oft genug unterbleibt. – Gerade erst hat in einem Hilfeschrei in anderer Sache eine Gerichtsvertreterin auf die Grundlagen unseres Landes hingewiesen – Legislative – Judikative – Exekutive. Wenn die zuständige Verwaltung geltendes Recht (UND Gerichtsurteile) nicht mehr beachtet bzw. „lieber reden“ möchte, dürfen wir uns über früher Unglaubliches wahrhaft nicht wundern.

Horizonte – Mais auf höchsten Punkten, flächenhaft. Der Boden – Wind- und Wassererosion das halbe Jahr schutzlos ausgeliefert.

Gleichartige Horizonte im Detail.

Je weiter wir nach Süden kommen, zeigt uns Löwenzahn als ein Anzeiger, dass die Jahreszeit dort weiter fortgeschritten ist als an unserem „Küsten“-Wohnort.

Wir nähern uns dem Harz, die Farben bleiben.

Der Brocken, frontal in der Ferne – wir umrunden den Harz auf der Ost-Route.

Raps in voller Blüte – angesichts vorangegangener Regentage und der steigenden Tagestemperatur entwickelt sich ein intensiver Geruch, der unsere Fahrt begleitet.

Es sind sogar Insekten da – angesichts des Verlusts von ca. 80 % der Populationsstärken ein lange nicht gesehenes Bild an der Autofront. Uns schien, die Windschutzscheibe war ein wahrer Bienen-Killer – alles voll Nektar …

Angekommen in Jena – hinter dem Hotel grüßt der Hummelsberg mit Mäusekopf.

Ein Zeichen – ah deshalb „begrüßten“ uns so zahlreiche Menschen vor dem Hotel.

Nach der Fahrt mit nur kurzen Pausen gönnen wir unseren Beinen Bewegung. Die Teufelslöcher, Naturdenkmal in Muschelkalk, liegen nicht weit entfernt.

Kleine Quelle aus Muschelkalk am Naturdenkmal Teufelslöcher.

Und noch eine Quelle – abhängig von Nährstoffen und Licht wachsen hier andere Algen als im Ablauf der ersten.

Uns erwarten in den folgenden Tagen lange Wanderungen. So trainieren wir ein wenig am Hang – eindeutig: Einheimische, ob mit oder ohne Hund, kraxeln deutlich schneller. Schon hier sind wir beeindruckt von der ausserordentlichen Fülle an Baum-, Strauch- und Stauden-Arten.

Gegen Abend strahlt die Sonne Regen – wir werden sehen, sind jedenfalls gut ausgerüstet.

Blick Richtung Saale auf Auwaldreste – dort, so nehme ich mir vor, werde ich gleich morgen früh vor dem „Offiziellen“ hingehen.

Nanu, zittrige Finger? – Demnächst folgt mehr zu unseren Aktivitäten. Gute Nacht!

 

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