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Archive for 20. Februar 2015

Das ging ja alles – nach kleinem Baustopp und von mir nicht als gut empfundener, auferlegter Einbauänderung – fix von der Hand bzw. der Baggerschaufel.

Kleiner Hinweis vorweg zur prima Firma, die hier arbeitet: Trotz meiner Initialen am Fahrzeug ist das nicht mein Großgerät. Schade, eigentlich.   :-)

Kleiner Hinweis vorweg zur prima Firma, die hier arbeitet: Trotz meiner Initialen am Fahrzeug ist das nicht mein Großgerät. Schade, eigentlich. 🙂

Schon sind die Kiese/Gerölle eingebracht. Nun sollen die Bäche und die Zeit zeigen, was daraus wird. Zeitlich jedenfalls reicht es gut für eventuell noch vereinzelt vorhandene Bachneunaugen. Die können bald als erste laichen.

Hier folgen die „Nachher-Fotos“ zum vorangegangenen Beitrag.

Eigentlich sollte hier eine abwärts vom Hochwasserkolken liegende Rausche mit Einengung den Abriss unter der Brücke auffangen, damit Fische und Wirbellose "einsteigen" können.

Eigentlich sollte hier eine abwärts vom Hochwasserkolken liegende Rausche mit Einengung den Abriss unter der Brücke auffangen, damit Fische und Wirbellose „einsteigen“ können.

Nun waren wir gezwungen den Kolk zu verfüllen – in meinen Augen eine Todsünde. Es gibt bessere Möglichkeiten, zumal z.Z. noch keine Berme beiderseits unter der Brücke  sowie ein durchgehendes Kiesbett akzeptiert wird.

DARUM stelle ich mich so an! Wo Wasser von Hartem kommend auf "Weiches" trifft, gibt es eine fortschreitende Erosion. Die Verfüllung hat für springende Fische den Anlaufraum beseitigt. Hier werden sie nun wie der Ochs vorm Tor - wie zuvor - demnächst stehen.

DARUM stelle ich mich so an! Wo Wasser von Hartem kommend auf „Weiches“ trifft, gibt es eine fortschreitende Erosion. Die Verfüllung hat für springende Fische den Anlaufraum beseitigt. Hier werden sie nun wie der Ochs vorm Tor – wie zuvor – demnächst stehen.

Durchblick, nicht Durchgängigkeit - eine schräge Angelegenheit. Hoffen wir mal auf die Zukunft mit an der Einengung abwärts kommender weiterer Sohlaufhöhung.

Durchblick, nicht Durchgängigkeit – eine schräge Angelegenheit. Hoffen wir mal auf die Zukunft mit an der abwärts sichtbaren Einengung kommender weiterer Sohlaufhöhung.

Blick aus der Strecke, nun mit wechselnden Einengungen versehen, bachauf Richtung Brücke. Auch dies ein Resultat der Änderungsauflage. Angesichts des Einbaus "im Keller" wird hier unnötig Boden vom (überhohen) Ufer erodiert werden und abwärts gebaggert werden müssen. - Sohlgleiten mit beidseitigem Uferschutz waren der Plan ...

Blick aus der Strecke, nun mit wechselnden Einengungen versehen, bachauf Richtung Brücke. Auch dies ein Resultat der Änderungsauflage. Angesichts des Einbaus „im Keller“ wird hier unnötig Boden vom (überhohen) Ufer erodiert werden und abwärts gebaggert werden müssen. – Sohlgleiten mit beidseitigem Uferschutz waren der Plan …

Hoffen wir also auch hier auf künftige Nachbesserung – immerhin gut, dass das Strukturmaterial schonmal „drin ist“.

Und weiter geht`s zum Damm“graben“.

Das interne Unterstützen der Mäandertendenz ist gut gelungen. Rinnenbildung und vor sowie hinter den Einbringorten entstandene Ruheräume geben dem Bach nun verschiedene Teillebensräume anstelle der vorherigen Sandwüste.

Das interne Unterstützen der Mäandertendenz ist gut gelungen. Rinnenbildung und vor sowie hinter den Einbringorten entstandene Ruheräume geben dem Bach nun verschiedene Teillebensräume anstelle der vorherigen Sandwüste.

Das Prinzip ist gut sichtbar. Der Kiesknubbel provoziert eine Stromrinne und seitliche Ruhe-/Sedimentationsräume. Vielfalt der Sohle wird Vielfalt an Organismen in Art und Zahl mit sich bringen.

Das Prinzip ist gut sichtbar. Der Kiesknubbel provoziert eine Stromrinne und seitliche Ruhe-/Sedimentationsräume. Vielfalt der Sohle wird Vielfalt an Organismen in Art und Zahl mit sich bringen.

Sehr gut gelungen ist auch die Lenkbuhne am Dammgraben. Vorn rechts muss noch das Ufer etwas angeschüttet werden, um ein Ausbrechen des Bachs an unerwünschter Stelle zu verhindern.

Sehr gut gelungen ist auch die Lenkbuhne am Dammgraben. Vorn rechts muss noch das Ufer etwas angeschüttet werden, um ein Ausbrechen des Bachs an unerwünschter Stelle zu verhindern.

Blick bachab auf die rechtwinklige Kurve. Die Lenkbuhne mit ihrer Ausrichtung gegen die Strömung bringt Turbulenz ans rechte Ufer und nimmt wie beabsichtigt den Druck aus dem linken.

Blick bachab auf die rechtwinklige Kurve. Die Lenkbuhne mit ihrer Ausrichtung gegen die Strömung bringt Turbulenz ans rechte Ufer und nimmt wie beabsichtigt den Druck aus dem linken.

So "verschwindet" der Bach zwischen den Erlen an der Überfahrt. Wie hier zeigen nur an wenigen Stellen unserer Bäche noch beidseitig stehende Altbäume den naturnahen Zustand, unter anderem mit seinem viel schmaleren und lebendigeren Profil als die fortwährend kaputt gebaggerten Agrar-Einöden.

So „verschwindet“ der Bach zwischen den Erlen an der Überfahrt. Wie hier zeigen nur an wenigen Stellen unserer Bäche noch beidseitig stehende Altbäume den naturnahen Zustand, unter anderem mit seinem viel schmaleren und lebendigeren Profil als die fortwährend kaputt gebaggerten Agrar-Einöden.

Jetzt bleibt also abzuwarten, wie überraschend schnell „die Natur“ die Veränderungen Wert schätzt.

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