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Archive for 16. Februar 2015

Intensiv hatten sich in den 1990ern zuständige Verwaltungen und interessierte Kreise um Verbesserungen an der Wümme, Weser-Einzugsgebiet, gekümmert. Von der Mündung her wurden sukzessiv Gewässerentwicklungspläne erstellt. Plötzlich war Schluss – es blieb ein großer weisser Fleck, der ausgerechnet die lange Strecke vom Quellgebiet der Wümme her sowie die Vielzahl der Nebenbäche dort unbearbeitet liess. Die Edmund Siemers-Stiftung griff das seinerzeit auf und finanzierte für diesen Raum den fehlenden Gewässerentwicklungsplan an. So konnte, wie vom Vorgehen her und inhaltlich üblich, unter Einbeziehen aller Beteiligten im Jahr 2000 auch hier ein Maßnahmenkatalog notwendigen Handelns vorgelegt werden.

Seitdem ist eine Menge Wasser Richtung Weser abgeflossen, im unteren Teil der Wümme viel an Verbesserungen erfolgt. Im der oberen Strecke, im Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung (!) jedoch, prägte mit Ausnahme einer Restaurierung am Todtgraben weiter harte Unterhaltung die lebensfeindlichen Gewässer-Wüsteneien.

Jetzt, 15 Jahre später, soll dem standorttypische Bachleben doch zu mehr Chancen verholfen werden. Das NLWKN hat für die Nebenbäche Jilsbach und Dammgraben erste Finanzierungen organisiert. Hier folgen ein paar Eindrücke vor dem Baustart.

Noch stürzt der im "Wüsteneien"-Link 2011 abgebildete Absturz des Jilsbach wie zuvor.

Noch stürzt der im „Wüsteneien“-Link 2011 abgebildete Absturz des Jilsbach wie zuvor.

Der Absturz soll nun durch eine Abfolge von Kies-/Geröllrauschen aufgefangen, die Durchgängigkeit für wandernde Organismen hergestellt werden.

Zwar muss der Jilsbach wegen einer im Naturschutzgebiet weiter intensiv genutzten Nachbarfläche in seinem kanalartigen Bett bleiben, aber das Bachleben soll zurückkehren.

Zwar muss der Jilsbach wegen einer im Naturschutzgebiet weiter intensiv genutzten Nachbarfläche in seinem kanalartigen Bett bleiben, aber das Bachleben soll zurückkehren.

Am benachbarten Bach, unglücklich mit dem Namen Damm"graben" versehen, deutet sich noch die Mäandertendenz des naturnahen Fliessens an. Die soll nun unterstützt werden.

Am benachbarten Bach, unglücklich mit dem Namen Damm“graben“ versehen, deutet sich noch die Mäandertendenz des naturnahen Fliessens an. Die soll nun unterstützt werden.

Wichtig ist selbstverständlich geeignetes Gerät, z.B. diese schicke Schaufel. Sie legt den Kies auch auf der gegenüberliegende Uferseite richtig ab.

Wichtig ist selbstverständlich geeignetes Gerät, z.B. diese schicke Schaufel. Sie legt den Kies auch auf der gegenüberliegende Uferseite richtig ab.

Neben Rauschen und wechselnden Seiteneinengungen wird vor einer scharfen Rechtskurve - vorn links ausserhalb des Fotos - eine Lenkbuhne angelegt.

Neben Rauschen und wechselnden Seiteneinengungen wird vor einer scharfen Rechtskurve – vorn links ausserhalb des Fotos – eine Lenkbuhne angelegt.

Wer noch nichts über Lenkbuhnen gelesen hat, findet das Thema über „Suche“ hier im Blog.

Überraschung beim Wegfahren. Der Kies war "auf dem Weg abzuschütten" bestellt. - Schlecht, wenn man von "hinten in der Sackgasse" kommt ...

Überraschung beim Wegfahren. Der Kies war „auf dem Weg abzuschütten“ bestellt. – Schlecht, wenn man von „hinten in der Sackgasse“ kommt …

Mit ein Bisschen Glück gelang der Heimweg dennoch.

Mehr zu diesen Bächen folgt demnächst je nach Baufortschritt.

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