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Archive for 4. Juli 2011

Gülle – Niedersachsen stinkt zum Himmel – fast ganzjährig.
Aber nicht nur hier lassen sich die zugehörigen Errungenschaften erleben, wie der Auszug aus einem NRW-Gedicht zeigt:

„… Dann floss die braune Gülle –
beschissen war der Tag –
und Ammoniak in Fülle
in Frühlingslüften stak. …“

Vorm Haus blühen die Rosen ...

Mohn und Umgebung sehen prima aus ...

Eine Schwebfliege begeistert sich am Spitzwegerich.

Da können wir ja mal wieder „raus ins Grüne“.

Alte, bemooste Eiche - wie sagen die Reporter immer so schön - "unberührte Natur!". - Na ja!

Der heckenartige Wegsaum leistet schon seinen Teil bei der Anpassung an den Klimawandel - erfrischende Kühle! - Aber, was sehen wir am Horizont?

Ach richtig, wir sind in Niedersachsen. "Wo ich geh und steh, ich Güllewagen seh!" - Und was ein ordentlicher Güllewagen ist, der hat natürlich keine emissionsmindernden Schleppschläuche oder so, sondern den 08/15-Hochschleuderer. - Ist ja auch schlau, und gerade jetzt im Sommer bei Wärme. Da kann man die 33 % Stickstoff"verlust" in die Luft (in Wald und Meer!) abziehen und mehr auf die Fläche bringen ...

Güllestart auf gedränter, bachnaher Strecke. Gewitter sind angesagt.

Manchmal hat der Wetterfrosch ja auch Recht - so pladdert es denn, was es pladdern will. - Kann man bald wieder güllen, Etliches wird schließlich auf kurzem Weg durch den Drän wegtransportiert.

Wir reden seit mehr als 3 Jahrzehnten von Meeresschutz. Notwendiges wie Abwasserreinigung wurde erledigt, der Saure Regen wurde mit konsequentem Schwefeldioxid-Verringern entschärft. Aber die „Heilige Kuh“, die hochsubventionierte Landwirtschaft, ist bis heute nicht einmal hinreichend auf rechtskonformes Verhalten eingestimmt. Die Zahlen der Wissenschaft und der untersuchenden Fachverwaltungen belegen dieses Nichtstun. Ammoniak stinkt weiter zum Himmel.

Agrar-Ammoniak belastet - seit Jahrzehnten unverändert - das Umfeld. Stickstoffflüchter, Wälder und Meere leiden weiter.

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