Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 1. Juli 2011

Es gab eine Zeit, da dachte man daran, organisch reiche Abfälle zu entschärfen und gleichzeitig zu nutzen. Die mikrobioelle Umwandlung zu Biogas und Wärme, zu nährstoffreichen Flüssigkeiten und Feststoffen, die je nach Beschaffenheit genutzt oder in dann geringerer Menge deponiert werden könnten, war und bleibt eine hervorragende Idee.

Biogas-Anlage - wenn alle Immissionsschutzvorgaben eingehalten werden, eine feine Sache !

Organisch reiche Abfälle können genutzt werden - eine gute Idee !

Schließlich folgt das Ganze dem in der Natur seit Jahrmillionen erprobten Prinzip "Aus jedem Scheiss lässt sich noch das Beste machen." - hier 2mal "Metallica", blauschwarz und goldgrün.

Dann machten wohlmeinende Politiker ein Gesetz. Ob nun Unwissen oder / und Nähe zu bestimmten Interessentenkreisen das Ergebnis verschoben, man weiss es nicht …

Herausgekommen jedenfalls ist eine Verschwendung von Steuermitteln, gekoppelt an eine schier unglaubliche Verschandelung der Landschaft, Vernichtung von Lebensvielfalt durch Maisanbau. Statt der Entschärfung auch der Güllethemen Gestank, Boden- und Wasserbelastung ergab sich eine Umwandlung und Überdüngung auch ärmster, ehemaliger Dauergrünlandflächen, die auf keine Kuhhaut geht.

Ob sandig oder anmoorig - wie arm der Boden auch ist, Mais passt (gut subventioniert !) überall hin.

Der Autofahrer wundert sich: warum muss ich – zusammen mit jeder Menge anderer betroffener Privat- und Berufsfahrer – hier auf der Bundesstraße (!!) Tempo 50-60 km/h fahren? Überholen geht leider nicht angesichts des herrschenden Gegenverkehrs. – Und dann, Kilometer später, löst sich das Geheimnis.

Lösung des Verkehrsstau: ein - von uns Steuerzahlern finanzierter - Groß-Trecker, der über Kilometer Maissilage durch die Gegend fährt.

... und die stinkt dann, offen gelagert, bei Sonne, Wind und Wetter die Gegend zu.

Es ist an der Zeit, schädliche Subventionen endlich zu streichen.

Biogas: ja, betriebsnahe landwirtschaftliche Anlagen: ja, große Zentralanlagen für Intensivabfall: ja – aber keine Zusatzproduktion von „Kunst-Müll“ auf Kosten des steuerzahlenden Bürgers, der Landschaft sowie von Boden, Luft und Wasser bis hin zu den Meeren.

Nachtrag: Heute auf der Bundesstraße 75 … – Tempo 50 ist angesagt.

Mais Richtung Biogasanlage: Das sieht nicht nur schief aus - das ist schief! Beim Fahren wankt der Anhänger und verschiebt sich in seinen Ebenen gegeneinander, dass das "Gerät" einen absolut unsicheren Eindruck hinterlässt.

Es sind also nicht nur die Profi-Fahrzeuge, wie im Foto ganz oben gesehen. Auch Alt-Trecker mit reichlich zusammengebastelt aussehenden Anhängern transportieren die Fracht über mehr als 10 Kilometer und sorgen auf Hauptverkehrsstraßen für Stau. Das gehört verboten und nicht subventioniert!

Read Full Post »

So ein Himmel am 1. Juli!

Otter-Kreisel bei Sonne und Sturm - was für ein Farbenspiel !

Aber der schon tagelang andauernde starke Wind wirkt sich auf die lebensfeindliche Situation der Hamburger Elbe überhaupt nicht aus – kein Wunder, bei der gegebenen Übertiefe. Dabei haben wir nicht einmal besonders hohe Wassertemperaturen.

In Bunthaus, oberhalb Hamburgs in der "flachen" Elbe: akzeptable Sauerstoffwerte, deren Minima aber zeigen, dass beim derzeit sommerlich geringen Abfluss während der Flut schlechteres Wasser aus dem Hafenbereich aufwärts gedrückt wird.

Seemannshöft, am westlichen Ausgang des Hafens: Die Elbe-Strecke mit lebensfeindlichen Sauerstoffgehalten ist 10er Kilometer lang! Das ist daran zu erkennen, dass der Tidegang - Ebbe und Flut - fast keinen Einfluss auf die Sauerstoffwerte hat. Und der in den letzten Tagen stärker gewordene Sturm kann das Wiederabsinken der Sauerstoffgehalte hier in der nicht flussgerechten übertiefen Strecke nicht kompensieren. - Man wundert sich (oder auch nicht)!

Warten wir mal einen wärmeren Sommer und die Einweihung des Kohle-Großkraftwerks Moorburg ab. Aber dann ist den Fischen und ihren Nachfahren der zu geringe Sauerstoffgehalt der Elbe fast egal – sie enden trotz technischer Maßnahmen massenhaft im Rechen des Kühlwassereinsaugbauwerks.

Read Full Post »