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Archive for Juni 2011

Weltnaturerbe „Buchenwälder“ – da gratuliere ich Dir ganz herzlich, Nationalpark Kellerwald-Edersee!

Da freut sich auch Socke von de Dreyster Drift, der unter anderem in Buchenwäldern begeistert Pilze im Erdboden sucht, findet und auffrisst.

Socke, prima zu Wege für seine gut 8 Jahre!

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Größtes Tauffest an der Elbe“ so ist es aus Presse, Radio, TV und Internet zu erfahren.

Ob die vielen zu Taufenden und ihre Feiergäste wissen, worauf sie sich einlassen, wie es dem Tidefluss Elbe in seiner Hamburger Strecke gerade geht ? !

Die Elbe steht gerade kurz vor dem Tode. Ihr Sauerstoffgehalt hat sich, wie kaum zuvor seit den „Abwasserjahrzehnten“ bis Ende der 1980er jetzt zu einem Extremniedrigwert von ca. 1 mg/l entwickelt. Die Qualitätsgewinne der Milliarden Euro Steuergelder für die Abwasserreinigung scheinen verspielt. Der Fluss ist über Kilometer fischfrei – eine Barriere für Wanderfische. Oberlieger bis Sachsen und Tschechien werden wohl auf ihren „Sachsenlachs“ weiter warten müssen.

Wer das Ziel gesunder Fließgewässer kennt, weiss um den Wert von mindestens 6 mg Sauerstoff / l Wasser – der war schon Anfang Juni 2011 deutlich unterschritten. Selbst wenn dieser Wert im Tidebereich nicht allgemein anerkannt sein sollte, ist das, was die Elbe gerade durchmacht, wohl als Kulturschande für eins der reichsten Länder der Erde zu werten. Hier also die aktuellen Werte aus dem Wassergütemessnetz:

Obwohl die Elbe mal gerade die 20 Grad-Marke überschritten hat, ist der Sauerstoff schon nahe Null - leben wir im Jahr 2011 ?

Die selbe Sauerstoffkurve, nun gekoppelt mit dem Tidepegel. Ebbe und Flut haben - durch den Ausbau des Flusses - in Hamburg einen Tidehub von ca. 3,60 m. Komisch ist, dass der Sauerstoff nicht, wie üblich und noch Anfang Juni, dem Tidehub angepasst verläuft, sondern "Zusatzhuckel" aufweist. - Was geschieht da in der Hamburger Elbestrecke ? !"

Im Internationalen Umwelthauptstadtjahr 2011 hätte die Elbe weiss Gott anderes verdient.

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… unter anderem im Erneuern seiner Sky-Line.

Warum dieses Bild und dieser Artikel auch unter der Rubrik „Gewässerschutz“ läuft? Na, weil durch Hamburg doch zum Beispiel die Elbe fließt.

Frühmorgens, auf glühenden Schienen ...

... geht die Fahrt mit dem Metronom Richtung Freie und Hansestadt.

Warum eigentlich muss jede IGA solch ein Natur-Killer sein?!

So früh, bei flach stehender Sonne, sieht man die Elbphilharmonie blitzen - auch was für`s Geld. - Die schwarze Dunstglocke zeigt, dass in Sachen Luftverbesserung noch einiges drin ist . . .

Gut nur, dass HH noch Reste grüner Kunst der Altvorderen übrig hat - Beispiel anderer Städte heute für angepasstes Bauen in Zeiten des Klimawandels. - Möge diese Einsicht auch hier endlich wieder die einfallslosen Kahlplätze beleben.

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Mai – Juni, jetzt ist wieder die Zeit der Maifliege, auch Große Eintagsfliege genannt. Wie alle anderen Bachbewohner ist auch sie Nutznießer der Gewässerrestaurierungen, bei denen die Lebensraumstruktur von wüster Einfalt zu bunter Vielfalt entwickelt wird. Nicht zuletzt standorttypische Bäume (pdf, 5 MB) am Ufer sind wesentlicher Bestandteil hierzu.

Ein Larvenfoto und ein treffliches Gedicht finden sich hier.

Sieht so aus, als müsse sich die Maifliege noch einmal häuten, um ihre Hochzeitsform zu erlangen.

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So, nach fast einem Monat ist es wohl an der Zeit, das Reise-Rätsel vom 6. Mai aufzulösen.

Dieser Mozart war nicht mein Fußabtreter in Salzburg ...

... Er liegt im Hotel Mozart in ...

So, jetzt ist`s raus.

Die internationale Konferenz HydroEco 2011 hatte nach Wien geladen. Auf der Internetseite werden in absehbarer Zeit die meisten Präsentationen nachlesbar sein.

Der Hausherr, Prof. Nachtnebel, beschrieb in einem launigen Vortrag, dass Modellierer oft allzu wenig vom Objekt wissen. Dennoch - und das wurde dem schmunzelnden Publikum gut hergeleitet - "funktonieren die Modelle irgendwie...".  :-)

Der Hausherr, Prof. Nachtnebel, beschrieb in einem launigen Vortrag, dass Modellierer oft allzu wenig vom Objekt wissen. Dennoch - und das wurde dem schmunzelnden Publikum gut hergeleitet - "funktonieren die Modelle irgendwie..." . 🙂

Am Beispiel Mona Lisa zeigte Prof. Nachtnebel, wie das Bild aus - zunächst unscharf wirkenden - Puzzlesteinen/Einzeleindrücken entsteht.

Beeindruckt hat die – notwendige – Interdisziplinarität, mit der gewässerbezogene Themen vorgestellt und diskutiert wurden. Das Einzugsgebiet mit seinen Herausforderungen wie z.B. exzessive Bodennutzung mit entsprechend inakzeptabler Erosion, Grundwasserentnahme für Trinkwasser- und Beregnungszwecke, die – verschärft durch den laufenden Klimawandel – Probleme bringt für Quellen, „headwaters“ – also Laich- und Aufwuchsgebiete vieler gefährdeter Tierarten und den Standort hier charakteristischer Pflanzenarten. Beim Thema Wasserentnahme darf der Hinweis auf die im flächenhaften Ausmaß inzwischen dramatische Auswirkung der Flächendränung nicht vergessen werden – vielerorts hat sie bereits die Wirkung wie Intensivversiegelung im bebauten Raum und hat die Abflusscharakteristik des Einzugsgebiets völlig verändert, die Bodenqualität ist zerstört und die Eutrophierung der Folgegewässer drastisch erhöht. – Bäume, Galerie- und Auwald in ihrer Bedeutung für den Lebensraum, Hitze/Kühle/Wassermenge im Hinblick auf Klimawandel passten gut ins Internationale Jahr der Wälder 2011. Dazu gibt es noch immer nicht genug zu hören. –  Die fortbestehende Gefährdung der Meere durch z.B. Stickstoffüberdüngung aus Landwirtschaft und Verkehr wurde – wie seit Jahrzehnten – klar beschrieben einschließlich notweniger Maßnahmen, die diesen beiden heiligen Kühen bislang nicht als grundlegend erforderlicher Handlungsrahmen vorgegeben werden.

Die Einzugsgebiete sind übermäßig gestresst.

Es ist nicht immer leicht, vom örtlichen Eindruck auf das Ganze zu schließen - und umgekehrt. Nur übergreifendes Betrachten und handwerklich sauberes Arbeiten bringen gemeinsam ein qualifiziertes Ergebnis.

Algenblüte - schon wieder früh in Nord- und Ostsee, gekoppelt mit Sauerstoffschwund im Tiefenwasser und Massentod. Die Ursachen sind bekannt - der Stickstoff aus der Landwirtschaft wird trotzdem nicht entsprechend runtergefahren. Wie lange soll der Steuerzahler noch für Umweltzerstörung zur Kasse gebeten werden ? !

Nicht vergessen werden darf natürlich die Grundlagenforschung im Hinblick z.B. auf den Klimawandel. Auch dazu gab es hervorragende Eindrücke.

Wie verhalten sich die so wichtigen Grundwasserorganismen im Klimawandel ?

Natürlich will jedes Tierchen sein Pläsierchen - und verabschiedet sich, wenn es ihm nicht mehr gefällt.

Sehr interessant waren auch die zahlreicher werdenden Langzeitbetrachtungen – hier ein Link zum eigenen Beispiel. Möge die Politik sich die hieraus erkennbaren dringend nötigen Handlungsschritte endlich zu eigen machen, statt sogar selbst entwickelte rechtliche Vorgaben wie die Wasserrahmrenrichtlinie mit fixiertem Zieljahr 2015 ins – 2fach verschobene – Ausnahmejahr 2027 zu verdrängen.

Nachtrag: Nichts ist vollkommen. So fehlte auch hier eines – die Fischspezialisten des Veranstaltungsinstituts. Schade! Aber zur Not kann man von denen ja Gutes lesen.

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