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Archive for 28. Februar 2010

Schnell ist die wochenlang aufgebaute Schneedecke geschmolzen. Dieser stoßartige Abfluss brachte keinerlei Problem.

Schneller Hochwasserabfluss bei rauer Bachstruktur.

Schneereste zeigen: der Bach floss nicht einmal bordvoll.

Im oberen Einzugsgebiet der Wümme floss das Wasser innerhalb der überbreiten Gewässerquerschnitte Richtung Weser ab.

Wie so oft zeigt diese Hochwasserrealität, dass zur Zeit keine Gewässerunterhaltung erforderlich ist.

Bezogen auf die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie, bessere Gewässerlebensräume zu entwickeln, müssen die Verantwortlichen offenbar noch immer ihr Gespür für das Ziel schärfen.

Erle, zum wiederholten Mal auf den Stock gesetzt.

Was haben wir hier zu erwarten: letzte kleine Erlenbestände werden fast quantitativ auf den Stock gesetzt, letzte stehen gelassene Exemplare sind zu Fahnenmasten degradiert.

Zu Fahnenmasten degradiert - letzte Einzelbäume.

Lassen wir uns überraschen, ob hier eine Restaurierung vorbereitet wird, oder die übliche harte unangepasste Gewässerunterhaltung zu erwarten ist.

Ziel erreicht, alles platt?! - Dies ist ein Bachoberlauf, ihm fehlen Randstreifen und der standorttypische Erlensaum.

Auch im Elbe-Einzugsgebiet, an der oberen Este, floss das Hochwasser in den überbreiten Querschnitten sehr schnell ab.

Uuuups, waren hier nicht noch kürzlich beidseitig Otterpassagen angelegt?

Kurzzeitig lagen die neu eingebauten Otterbermen unter dem Wasserspiegel.

Die Kies-Depots warten darauf, in den kommenden Jahren die Gewässersohle zu verbessern.

Kies-Depot bei Hochwasser - eine hervorragende Möglichkeit, die Gewässerstruktur Stück für Stück zu verbessern.

Aufmerksame Betrachtung von Totholz bringt hoffentlich mehr Akzeptanz: Nur wo es wirklich stört, darf es entfernt werden.

Liegendes Totholz - je länger es ist, desto stabiler liegt es, und je länger es liegt, desto positiver wirkt es sich aus . . .

Ansonsten hat es – auch wenn es oberhalb des Wasserspiegels liegt – unschätzbare Bedeutung, nicht nur für die Verbesserung der Gewässerstruktur.

Hochwasserabfluss - nur eine Seite der Medaille.

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Der Mitteldeutsche Wanderfisch e.V. hatte ins schöne Grimma an der Mulde eingeladen und viele Interessierte kamen angesichts des breit angelegten Programms.

Start in einen frühlingshaften Grimma-Tag

Ausgezeichnet organisiert fand das 4. Mulde-Wanderfisch-Symposium im Rathaus Grimma statt.

Auf der Anfahrt bei frühlingshaftem Wetter zeigte sich die subventionierte Landschaft wie anderswo als ausgeräumte Agrarsteppe – teils völlig an der Zeit vorbei ohne Bewuchs, der Erosion monatelang frei zugänglich.

Subventionierte Agrarsteppe – wo bleibt die Biologische Vielfalt? Hier jedenfalls nicht.

Erosionsmaximierung – unbewachsener Boden über Monate. Kein Wunder, dass unsere Gewässer nach jedem Regen so braun sind.

Mit notwendigem Gewässerschutz von der Quelle bis zum Meer hat das leider  nichts zu tun – oder klarer gesagt „Doch!“: Diese wesentliche Belastungsquelle wird nach wie vor überhaupt nicht zielführend angegangen.

Der Löwe wacht über uns.

Der Adler passt auch auf.

Die Veranstaltung fand gut bewacht statt.

Hier floss die Mulde – „talbreit und braun wie der Orinoko“ beim Hochwasser im August 2002, s. Pfeil.

Kleine Rundgänge während des Tages brachten lokale Einblicke – Zeichen des Hochwassers 2002 überall.

Spezialität: Rochlitzer Porphyr – versteinerte Vulkanasche.

Nanu – blauer Strich auf rotem Stein!?

Hochwasserchronik über Jahrhunderte.

Die letzten Grimma-Gletscher schmelzen ab.

Grimma-Gully, stark gezeichnet vom Salz- und Granulat-Einsatz.

Grimma-Brunnen.

Rathaus-Brunnen.

Behandelte Themen betrafen die Wasserrahmenrichtlinie, naturnahe Fischaufstiegsanlagen, die Situation der Forelle im Norddeutschen Tiefland, interessante Langzeitentwicklungen von Lachs und Meerforelle an der Wümme, den Stand des Lachsprogramms in Sachsen sowie einen flächenhaften Langzeitüberblick über Salmoniden in Mecklenburg-Vorpommern.

Dies allerdings, wenn auch direkt vor dem Rathaus fotografiert, ist kein von uns besprochener Wanderfisch.

Auf der Rückfahrt konnten auf dem Leipziger Bahnhof interessante alte Lokomotiven bewundert werden.

Auch im Leipziger Bahnhof such Deutschland den Super-Star.

Schickes Teil – alte Dampflok.

Fliegender Holländer – dieser Zug leistete schon vor 70 Jahren, was der ICE zwischen Hamburg und Berlin heute bringt.

Zurück zu Hause beeindruckte, in welch kurzer Zeit die ganzen Schneemassen weitgehend verschwunden waren.

Sausende Fahrt vorbei an Alt-Eichen und tauendem Schnee.

Donnerwetter, hier hat es auch mächtig getaut.

Mal sehen, wo bei DER Abtaugeschwindigkeit all das Wasser bleibt.

Die Frühblüher haben gewartet – jetzt legen sie los.

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