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Archive for Februar 2010

Schnell ist die wochenlang aufgebaute Schneedecke geschmolzen. Dieser stoßartige Abfluss brachte keinerlei Problem.

Schneller Hochwasserabfluss bei rauer Bachstruktur.

Schneereste zeigen: der Bach floss nicht einmal bordvoll.

Im oberen Einzugsgebiet der Wümme floss das Wasser innerhalb der überbreiten Gewässerquerschnitte Richtung Weser ab.

Wie so oft zeigt diese Hochwasserrealität, dass zur Zeit keine Gewässerunterhaltung erforderlich ist.

Bezogen auf die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie, bessere Gewässerlebensräume zu entwickeln, müssen die Verantwortlichen offenbar noch immer ihr Gespür für das Ziel schärfen.

Erle, zum wiederholten Mal auf den Stock gesetzt.

Was haben wir hier zu erwarten: letzte kleine Erlenbestände werden fast quantitativ auf den Stock gesetzt, letzte stehen gelassene Exemplare sind zu Fahnenmasten degradiert.

Zu Fahnenmasten degradiert - letzte Einzelbäume.

Lassen wir uns überraschen, ob hier eine Restaurierung vorbereitet wird, oder die übliche harte unangepasste Gewässerunterhaltung zu erwarten ist.

Ziel erreicht, alles platt?! - Dies ist ein Bachoberlauf, ihm fehlen Randstreifen und der standorttypische Erlensaum.

Auch im Elbe-Einzugsgebiet, an der oberen Este, floss das Hochwasser in den überbreiten Querschnitten sehr schnell ab.

Uuuups, waren hier nicht noch kürzlich beidseitig Otterpassagen angelegt?

Kurzzeitig lagen die neu eingebauten Otterbermen unter dem Wasserspiegel.

Die Kies-Depots warten darauf, in den kommenden Jahren die Gewässersohle zu verbessern.

Kies-Depot bei Hochwasser - eine hervorragende Möglichkeit, die Gewässerstruktur Stück für Stück zu verbessern.

Aufmerksame Betrachtung von Totholz bringt hoffentlich mehr Akzeptanz: Nur wo es wirklich stört, darf es entfernt werden.

Liegendes Totholz - je länger es ist, desto stabiler liegt es, und je länger es liegt, desto positiver wirkt es sich aus . . .

Ansonsten hat es – auch wenn es oberhalb des Wasserspiegels liegt – unschätzbare Bedeutung, nicht nur für die Verbesserung der Gewässerstruktur.

Hochwasserabfluss - nur eine Seite der Medaille.

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Der Mitteldeutsche Wanderfisch e.V. hatte ins schöne Grimma an der Mulde eingeladen und viele Interessierte kamen angesichts des breit angelegten Programms.

Start in einen frühlingshaften Grimma-Tag

Ausgezeichnet organisiert fand das 4. Mulde-Wanderfisch-Symposium im Rathaus Grimma statt.

Auf der Anfahrt bei frühlingshaftem Wetter zeigte sich die subventionierte Landschaft wie anderswo als ausgeräumte Agrarsteppe – teils völlig an der Zeit vorbei ohne Bewuchs, der Erosion monatelang frei zugänglich.

Subventionierte Agrarsteppe – wo bleibt die Biologische Vielfalt? Hier jedenfalls nicht.

Erosionsmaximierung – unbewachsener Boden über Monate. Kein Wunder, dass unsere Gewässer nach jedem Regen so braun sind.

Mit notwendigem Gewässerschutz von der Quelle bis zum Meer hat das leider  nichts zu tun – oder klarer gesagt „Doch!“: Diese wesentliche Belastungsquelle wird nach wie vor überhaupt nicht zielführend angegangen.

Der Löwe wacht über uns.

Der Adler passt auch auf.

Die Veranstaltung fand gut bewacht statt.

Hier floss die Mulde – „talbreit und braun wie der Orinoko“ beim Hochwasser im August 2002, s. Pfeil.

Kleine Rundgänge während des Tages brachten lokale Einblicke – Zeichen des Hochwassers 2002 überall.

Spezialität: Rochlitzer Porphyr – versteinerte Vulkanasche.

Nanu – blauer Strich auf rotem Stein!?

Hochwasserchronik über Jahrhunderte.

Die letzten Grimma-Gletscher schmelzen ab.

Grimma-Gully, stark gezeichnet vom Salz- und Granulat-Einsatz.

Grimma-Brunnen.

Rathaus-Brunnen.

Behandelte Themen betrafen die Wasserrahmenrichtlinie, naturnahe Fischaufstiegsanlagen, die Situation der Forelle im Norddeutschen Tiefland, interessante Langzeitentwicklungen von Lachs und Meerforelle an der Wümme, den Stand des Lachsprogramms in Sachsen sowie einen flächenhaften Langzeitüberblick über Salmoniden in Mecklenburg-Vorpommern.

Dies allerdings, wenn auch direkt vor dem Rathaus fotografiert, ist kein von uns besprochener Wanderfisch.

Auf der Rückfahrt konnten auf dem Leipziger Bahnhof interessante alte Lokomotiven bewundert werden.

Auch im Leipziger Bahnhof such Deutschland den Super-Star.

Schickes Teil – alte Dampflok.

Fliegender Holländer – dieser Zug leistete schon vor 70 Jahren, was der ICE zwischen Hamburg und Berlin heute bringt.

Zurück zu Hause beeindruckte, in welch kurzer Zeit die ganzen Schneemassen weitgehend verschwunden waren.

Sausende Fahrt vorbei an Alt-Eichen und tauendem Schnee.

Donnerwetter, hier hat es auch mächtig getaut.

Mal sehen, wo bei DER Abtaugeschwindigkeit all das Wasser bleibt.

Die Frühblüher haben gewartet – jetzt legen sie los.

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Erstmals seit Wochen scheint länger die Sonne. Es beginnt zu tauen.

(Nachtrag 20.-24. Februar)

Mit der Sonne kommt – auch bei niedrigen Temperaturen – eine Menge Strahlungswärme. Gut für den, dessen Solaranlage offen ist.

Nein, das Dach hat sich nicht verworfen. Die Konturen der Solaranlage zeichnen sich ab.

Windgeschützte, beschienene Stellen in der Natur tauen fix auf.

Der ehemalige dicke Zylinder auf der Vogelbadewanne ist zum Schnee-Hütchen geworden.

Aber Achtung, wir sind noch eine Weile im Winter. Also müssen wir uns nicht wundern, dass die Schneesituation bleibt und die Schneehöhen wieder anwachsen.

Es geht wieder los. Den Regenmesser hatten wir wohl etwas früh wieder eingehängt.

Na, das hat ja allerhand gebracht.

Angesichts der erneut geschlossenen Schneedecke und der in diesem Jahr ultralangen Unzugänglichkeit von natürlichen Futterfundorten ist es also angebracht, Suchenden etwas zu bieten. Hier in lockerer Folge ein paar Besucher unseres Futterplatzes. Bald wird er abgebaut werden können.

So`n Grünling kann ganz schön frech werden.

Es nähert sich der Kernbeisser.

Erst mal gucken - ist das überhaupt was für mich?

Scheint ok zu sein . . .

Na, lecker doch - ich bin ja schon drin!

He, was wollen denn die anderen hier?

Der Knödel-Spatz.

Bergfink - immer ein bisschen scheu.

Ringeltauben - hinter Gittern?

Aufpassen.

Vorsicht, eine Taube passt weiter auf.

Keine Gefahr - schnell auch über das Futter hermachen.

Klar, jede Menge Meisen (hier: Kohl-) sind auch da: Weiden-, Tannen-, Schwanz- und Blaumeisen allemal.

... und - Abflug!

Was ist das? - Offenbar zu groß für die Vogelfütterung.

Kein Känguruh - ein Reh in Nachbars Garten. Bei dem Harschschnee hat es eine schwere Zeit, kann kaum über die Zäune springen. Am Tag drauf war es nach vorn zwischen den Häusern durch verschwunden.

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Der heutige Tag war ein besonderer!

(Nein, ich meine nicht den Wahnsinn, der gerade in Niedersachsen Gewässer und Natur vernichtet. Da der NDR-Link inzwischen gelöscht wurde, schalte ich hier einen anderen. – Offensichtlich hat der Rinderwahn gülleverklebte Hirne jetzt völlig zerstört . . . Der Weg ist frei für Mais-Anbau allerorten.)

Schwarz-gelb macht den Weg frei – von der Quelle bis zum Meer, Schluss mit Gewässer-, Natur- und Umweltschutz.

Schwach zeichnet sich etwas an meiner Bürowand ab.

Schwache Lichtstreifen erstaunen die Menschen.

Es wird immer stärker – was hat das zu bedeuten?!

Meine Güte, es wird immer stärker! Das Thermometer . . . – Klimawandel?

Vor etlichen Wochen las ich in der Zeitung so etwas wie „Die Älteren unter uns erstarrten und murmelten von „Sonne“.“.

Teufel auch – was für ein prima Ausblick aus meinem Büro. Wie gut, dass ich ein Frühaufsteher bin.

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… so höre ich es oft seit geraumer Zeit. Ok, seit ca. 6 Wochen haben wir das, was die Jahreszeit ausmacht – Winterwetter.

Socke von de Dreyster Drift pflügt durch neuen Pulverschnee.

Nicht nur ein Mann, auch ein Hund mit Bart hat keine Geheimnisse.

Specht-Werk – in der sonnig angestrahlten toten Lärche.

Meinen Sie das auch so, wie in der Überschrift gestöhnt? Stellen Sie sich einmal vor, was wir sagen würden, wenn die ganze Zeit der Niederschlag nicht als Schnee, sondern als Regen runter gekommen wäre. – Wir hätten 6 düstere, verregnete Wochen hinter uns. Nicht auszudenken . . .

Während unser Garten noch sonnig war, schichtet sich in freier Landschaft eine Nebeldecke ein.

Die Sonne verbirgt sich, mehr Nebel kommt auf.

Jetzt aber schnell hinterher, sonst sind meine Mitwanderer verschwunden.

Na, für die 2. Wochenhälfte soll es ja anders werden. Wird es auch „besser“, oder erwarten uns womöglich Regen und Glatteis.

„Gar schaurig ist`s übers Moor zu gehn . . .“ – Wir bleiben auf den Wegen.

Genießen wir also die helle Pracht – und gehen und fahren weiter vorsichtig.

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Kopf und Ohren geschützt - muss sein bei diesem Wind.

Für einen Spaziergang in Wald und Flur soll man ja immer die richtigen Klamotten an haben. Jetzt, bei lausigem Wind, ist das um so wichtiger.

Fachsimpelei - ist nun eine Fellmütze oder eine Kapuze besser?

Der wochenlang anhaltende Frost und die dicke Schneedecke legen es nahe, dass auch ansonsten zurückhaltende Vogelfütterer wie wir Futter anbieten. Neben den üblichen häufigen Gartenvögeln kommen jetzt in großer Schar Bergfinken und vereinzelt Kernbeisser.

Der Grünling wundert sich - so hoch war der Wasserstand der Vogelbadewanne im Sommer nie.

Dompfaff und Bergfinken lassen es sich schmecken.

Auch die Reste werden von der Meise nicht verschmäht.

Der Kernbeisser hält sich noch zurück.

Zurück ins Feld – glücklich ist, wem der Wind nicht von vorn kommt . . .

Hier kommt der waagerecht fliegende Schnee zum Glück von hinten.

Unser Kampfdackel, Socke von de Dreyster Drift, hat besonderen Spaß – Schubbern auf schneeig-eisigem Untergrund!

Hier, ja hier - ahh, Schubbern!

... und wälzen!

... in allen Lagen, wunderbar!

Das war wieder eine interessante Tour.

Jetzt weitersausen, wenn auch die Hunde-Bobbahn heute ungeräumt ist . . .

Ab nach Hause, geheizten Räumen entgegen.

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Restaurierte Este, Nds., auf dem Einladungs-Flyer NRW.

Am Sonnabend, 6. Februar 2010, fand in den Räumen der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA NRW) eine sehr informative Veranstaltung statt. Dr. Christoph Aschemeier vom Wassernetz NRW hatte geladen, Dr. Gerhard Laukötter, NUA NRW, stellte die Räumlichkeiten.

„Die Offiziellen“ gehen in die Endrunde – vor dem Start.

Genau hinsehen, damit anschließend alles gut steht.

So langsam füllen sich die Posterstandorte.

Nach einem Einführungsvortrag, wie Bachpaten mit geringem Aufwand große Erfolge für den Lebensraum Bach erzielen können, wurde die seit vielen Jahren in Rheinland-Pfalz laufende, beeindruckende Aktion Blau vorgestellt.
Anschließend zeigten Bachpaten, wie sie mit vielen Ideen aktiv sind und welche Erfolge sie verzeichnen, aber auch, welche Handlungsnotwendigkeiten – meist bei den zuständigen Verwaltungen und der Politik trotz klarer rechtlicher Handlungsvorgaben – noch bestehen.

Die Vortragspräsentation wird vorbereitet.

Die Internetplattform Flussnetzwerke NRW beeindruckte einerseits sehr, da sie eine gute Grundlage für übergreifende Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit darstellt. Als dringend nötig wurde allerdings neben dem bestehenden Angebot, das sich vorwiegend auf Messdaten konzentriert, die Erweiterung um die Kenntnisse aus dem aktiven Verbessern des Lebensraums Bach gesehen.
Weitere Vorstellungen konkreter Bachpatenprojekte begeisterten – so insbesondere ein Projekt, bei dem fast alle schulischen Fachbereiche mitmachen. Meist steht in einer engagierten Schule nur ein Lehrer, Biologie, Chemie oder Geographie, als Ansprechpartner zur Verfügung – sehr schade angesichts der komplexen Wirkung von Gewässern auf den Menschen. Hier wurden Ergebnisse präsentiert, die sich neben den für Bachpaten meist „üblichen“ naturwissenschaftlichen Fächern über Deutsch, Fremdsprachen, Religion, Musik bis hin zu Latein erstreckten: Der alte Plinius wusste vom Untersuchungsgewässer nichts. Für ihn wohnten rechts vom Rhein nur Barbaren – das sollte für seine Weltsicht reichen. Die weitergehende Recherche brachte aber in mittelalterlichen lateinischen Schriften tatsächlich Aussagen zum Untersuchungsgebiet und -gewässer. Meine Hochachtung für die Schüler und die betreuenden Lehrer!

Auch Fächer wie Religion bieten eine Fülle Beziehungen zu Gewässerthemen.

Weitere Eindrücke aus dem Fach Religion.

Last but not least schloss ein äußerst beeindruckender Vortrag über Langzeiterfahrungen in der Begleitung eines Bachs – fast 3 Jahrzehnte Ausdauer und Beharrlichkeit. Alle Achtung! Sehr deutlich wurde das notwendige Engagement beschrieben, wie – beginnend in der „Abwasser-Ära“ der 1970er und 1980er – interessierte Menschen von zuständiger Verwaltung und Politik nicht als Ansprechpartner verstanden wurden und oft genug rechtswidrige Tatbestände gedeckt wurden. In diesem Fall führte das nach fehlgeschlagenen Gesprächsversuchen zu aktiver Pressearbeit bis hin zur Verurteilung eines verantwortlichen Verwaltungsbeamten zu einer hohen Geldstrafe. – Inzwischen ist diese Initiative als fachlich versierte Gruppe breit anerkannt und wird bei Planungen und Gesprächen über die Ist-Situation aktiv einbezogen. So wünscht man sich das allerorten – dafür bleibt aber weiterhin viel zu tun.
Herzlichen Dank allen, die an der Veranstaltungsorganisation beteiligt waren, vor allem aber insbesondere den Bachpaten selbst, ohne die so viele gute Beispiele nicht zustande gekommen wären.

Das einleitende Foto dieses Artikels, diesmal aus Sicht des Fischotters.

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