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Wir treffen uns auf dem Waldparkplatz querab Hanna Reemtsma Haus. Die Antwort auf die Frage „Bach oder Teich“ erscheint schwierig. So gehen wir erstmal los, der Weg wird beim Gehen entstehen.

„Das ist falschrum.“ Kein Problem, also andersrum auf dem Weg an die Wedeler Au. Alles Weitere findet sich, je nach Faszination des Vormittags und Kondition.

Durch eine Partie Kiefern …

… in das schmale Öffentliche Grün an der Wedeler Au, HH.

Komisch, überall scheinen die Wege nicht kompatibel mit der Entwicklung der „Pflege“fahrzeuge – oder ist das andersrum?!

Ein fast neuer Eindruck nach Niedrigwasserjahren – die Wedeler Au fliesst mit mehr als Mittelwasser.

Der Graben am Rand der schmalen Aue prangt weiter in prächtigem Orange. Inzwischen flockt der Eisenocker, altert. (Bis auf Eisenbakterien alles tot.)

Deutlich über Mittelwasser.

Sogar ein kleiner Altarm ist eingestaut.

Reste winterlichen Geschehens lassen den Namen Eisvogel anders erscheinen, Infoschild des Bezirksamtes Altona über die gelaufene Restaurierung.

Das ging ja fix, schon ist die Bachrunde um, wir tauchen in den Buchenwald Richtung Großer Fischteich ein – der, den ich mehrfach so erbärmlich leer zeigte.

Hier hat der Niederschlag bisher keine Wirkung gezeigt – der Zulauf zum Teich ist trocken, das Herbstlaub liegt unverändert.

Buchenwurzelhorizont am Ufer des Großen Fischteichs.

Waagerechter wassergeprägter Wurzelhorizont – weit ab vom Wasser.

Immerhin ist die Röhrichtzone am Rand wasserbenetzt. Bis sich unter den Wurzeln Wasserorganismen verstecken können, wird wohl noch viel Zeit vergehen.

Die Entenrast-Äste sind verwaist, der Große Fischteich zum Gutteil vereist.

Westende mit Flachufer, Trauerweiden und Sturzbäumen.

Langsam staut die Flachwasserzone ein.

Hier, in kleiner eisfreier Zone um den illustren Sturzbaum, hielt sich ein einsamer Kormoran auf.

Der hatte wohl unter „Großer Fischteich“ mehr verstanden, tauchte ein-, zweimal und flog dann nach mehrmaligem Umkreisen des Teichs ab.

Wo kein Zufluss – und offenbar drinnen keine Quellen – da kein Abfluss.

Über uns zwitschert es plötzlich. Eifrig sucht ein Vogelschwarm, mehrere Dutzend Schwanzmeisen, Knospen und Rinde der Altbäume ab – und zack, sind sie wieder verschwunden.

Eisstudie – leicht ziehender Wind treibt oberflächige Eisflöckchen an Eisrand.

Ein Stück weiter. Da war es noch unter Null, die Flöckchen froren an.

Inzwischen haben wir wieder eine wärmere Phase – warmer Regen im Januar.

Ob Amphibien und Fische im Frühjahr 2021 wohl ein gefülltes Flachwassergebiet im Großen Teich nutzen können – für Vermehrung und Heranwachsen der nächsten Generation?

Seit 2017 hat sich an der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, einiges getan. Den vorstehend verlinkten Starttext ergänzten 2020 unter anderem hier im Blog die Berichte vom 2., 18. und 29. Oktober.

So kam es, dass Interessierte aus dem Alster-Einzugsgebiet jüngst ansehen wollten, wie Lebensraumverbesserungen im ländlich genutzten Umfeld z.B. an der Rönne möglich wären.

Wir haben günstige Bedingungen zum Gucken. Erhöhter Wasserstand nach „gut Regen“ ist auf Mittelwasser plus 25 cm gefallen, das Wasser hat sich nach Schmutzschub aufgeklärt.

Der „Fischmann“ guckt in den Bach, der „Ottermann“ krabbelt unter die Brücke.

Begeistert wird über die Krabbel-Tour berichtet, dass unter der Brücke Spuren vom Fischotter zu finden sind.

Unsere Methode „Kies-Depot“ – drin wie draussen (Reserve zum Nachfüttern) beeindruckt.

Wie erwartet, hat das kleine Hochwasser ordentlich Kies aus der Böschung abgeräumt und an für den Bach „richtig“ erscheinender Stelle unter Wasser platziert.

Vervielfältigte Struktur, Turbulenz.

Wichtiges Element dieser Strecke ist die nicht gemähte Ufervegetation. Sie ergänzt die Struktur- und Strömungsvielfalt, bietet Organismen Versteck.

Auf angelegten Rauschen sowie vom Bach hintransportiertem Kies sehen wir – hier – eine angelaichte Stelle.

Hier ein Meerforellenlaichbett – vom Laichplatz, der zur Kuhle wurde, ist der Kies (die Eier drin) zum helleren Haufen aufgetürmt.

Und noch ein Laichbett.

Das vorhandene Gefälle zeigt, dass noch mehr vorhandener Höhenunterschied für weitere Verbesserungen Chancen bietet – hinten: das elektrisierte, feuerrote Spielmobil.

Es ist immer wieder verblüffend, wie das Norddeutsche Tiefland mit seinen wechselnden Verhältnissen auf Moräne Einsichten möglich macht. (Leider gibt es – auch in Fachkreisen – immer noch Menschen, die „Tiefland“ mit dem Teillebensraum „Marsch“ [so gut wie keine Höhenunterschiede] verwechseln. Dieses Verhalten verhindert Lebensraumverbesserungen in Moränenbächen noch immer vielerorts. – Möge sich das ändern! – – Für mich überraschend war vor 20 Jahren, dass von Bayern bis Schweiz und Österreich Restaurierungswillige auch ihre Verhältnisse des „Flachlands“ mit „unserem Tiefland“ in Form und Wirkung vergleichbar sahen [und immer mehr Menschen seitdem sehen!] und das seinerzeit transportierte Wissen, s. vorstehenden Link, bis heute nutzen. Besten Dank!)

Und noch (nicht nur dieses) ein Laichbett.

Noch jede Menge Rampengefälle …

Strukturvielfalt im Wechsel Anströmung und Rampenstart.

„Ja!“ Es besteht Einigkeit, das hier Gesehene kann andernorts übernommen werden. – Demnächst mehr dazu.

Nachdem „meine“ Efeu-Eiche des vorigen Beitrags so großen Zuspruch fand, habe ich heute Nachmittag aus einem Baum-Ensemble, Einfahrt Wedeler Autal vom Egenbüttelweg her, Baum-Silhouetten mit Efeu fotografiert.

BaumEnsemble aus Weiden, Eichen, Erlen und Birken – teils Efeu-bewachsen.

Die Efeu-Eiche.

Eine Efeu-Erle, säulenförmig, da mittendrin.

Efeu-Birken am Schluss dieser dreidimensional bewachsenen Baumpartie.

Alle diese Bäume haben eine starke Krone, teils von tief unten an lebendige Äste. Es besteht also kein Bedarf, Efeu zu kappen, gar ganze Bäume mit ihrem Bewuchs zu fällen.

Wenn ich etwas zu wünschen hätte, dann dass Grün“pflegern“ allüberall die Augen aufgehen mögen.

Solche Bäume, gar Baumpartien wie hier, bieten nicht nur Blüten und Früchte der „Träger“. Sie bieten auch die späte Nektar- und Pollenspende für Insekten sowie die üppige winterliche Nahrungsquelle aus Samen des Efeus. Alle möglichen Vogelsorten, Standvögel und auch winterlich einfallende Vorgleschwärme, z.B. Wacholderdrosseln, wissen das zu schätzen.

Wir wollen ja nicht meckern, brauchen weiter den Regen. [Kleine Meldung aus meiner Geburtsgegend, man glaubt es nicht: NDR „Weser braucht jetzt schon Wasser aus dem Edersee“ – Manno! Der See, sonst um diese Zeit ca. 70 %, steigend, gefüllt, hat es man gerade auf 35 % geschafft!]

Wenn Radeln erwünscht ist, bleibt im Januar und zu anderen wechselhaften Zeiten das Wetter-Radar.

Und dann kommt auch schonmal ein Morgen, an dem plötzlich blauer Himmel das Regiment übernimmt, wo der Wetterbericht …

Sowas nutzen wir natürlich. Ich hänge noch eine Schleife extra-km dran.

Sehenswert, Ortsrand Wedel – die Bankette der Umgehungsschleichstrecke zeigt die Fahrweisen. Das Wetter: Sonne auf prall gefüllten Schlaglöchern.

Nach Queren der Pinneberger Straße, im Baumschulland – Fahrzeuge haben durch Bewegen der Pfützen einen zwar schmalen, aber schönen Fahrstreifen gespült.

(Das ist nicht überall so. Wo in der Vergangenheit Grüne Berufe Wetterruhe hielten, brettern jetzt Geräte jeder Art auch auf Wasser-getränkten Flächen, tragen in ihren Profilen Massen an Boden auf Fahrwege und -straßen. – Ein Bodenschutzgesetz, das (Mutter-!)Boden schützt, gibt es in Deutschland noch immer nicht.

Etwas weiter, Blick zurück – Zweistreifenweg im Gegenlicht.

Nein, Efeu bringt keine Bäume, hier Eichen, um!

Baumschulfläche in Ruhe, Morgensonne-Impression.

Eine – hier im Blog gelegentlich gezeigte – tote Alteiche zwischen Altbaumbestand und Knicks.

Im Feuchteren: Schwarzerle(n).

Die Vormittagsrunde endet sonnig.

Nachmittags, stürmisch geworden, muss auf den Himmel geachtet werden. – Und los!

„Rechts das“ ist weg, bedenkt jetzt Hamburg.

Uuuups, „links das“ (das hinten, im Norden, ist mir egal, zieht vorbei) rast weit schneller als erwartet heran.

Kein Problem, wenn Kreuzungen ermöglichen, die angedachte Tour zu verkürzen. Mit Glück hat das diesmal „erreicht den Hof mit Müh und Not“ so ziemlich geklappt.  🙂

Sonntag Vormittag, Regen vorbei, günstiger Wind – auf an die Elbe, vielleicht zur Rund-Tour per Rad im Uhrzeigersinn.

Ja, das hat geklappt – Blick vom Deich bei Hetlingen zur Elbe, über Schilfffelder, hinten links das Süßwasserwatt, frei.

Wie im vorigen Foto bereits erahnbar: Die Sonne bricht sich Bahn!

Sonntags, Sonne über der Elbe …

Da fällt doch vielen etwas ein.

Ja, ganz vielen. Der Parkplatz ist bereits gut gefüllt. Zum Glück „verlaufen“ sich diese Besucherzahlen noch.

Der Corona-Beginn im vorigen Frühjahr kommt in den Sinn. Spitzenziele wie Hetlingen, Hetlinger Schanze und viele andere wurden wochenends von Sicherheitskräften – nicht zuletzt wegen Überfüllung, wie gerade im Harz und anderswo – gesperrt.

Hier ist noch Luft. Möge das Verhalten aller Beteiligten dazu beitragen, dass sich die Situation verbessert.

Junger Besuch hatte sich eingeladen für eine Wanderung in den Holmer Sandbergen. Statt wie oft üblich von Osten anzuwandern, schlugen wir eine abwechslungsreiche Berg-und-Tal-Tour vom westlichen Parkplatz her vor, weitgehend über von Kiefern überwachsene ehemalige Binnendünen.

So ging es am Start, parallel zum Hauptweg, über einen Dünengrat los.

… und runter.

Wieder oben, bizarre Sturzkiefer an Dünenkante.

Unten in der Fläche wurde ein Nurdach-Abenteuerhaus gebaut.

Wie das bei Dünen so ist, folgt eine der anderen – das Auf und Ab geht weiter.

Schneemenschen halten im Kleinklima der Dünennordseite durch.

Waldwichtel und Zauberer begleiten unseren Weg – es geht munter voran.

Und wieder hoch – Erosions(schutz)-Studie Kiefernwurzeln.

Wir sind am Feuerlöschteich angekommen. So langsam umgibt Wasser die Insel wieder ringsum.

Von „voll“ und für seine Aufgabe nutzbar ist der Feuerlöschteich aber weiterhin lange entfernt.

Ich stehe an der Wasserkante, meine Begleiterinnen oben am Uferrand.

Stamm einer Sturzkiefer – Material-, Bewuchs- und Kleinklimaunterschiede.

Eine Altbirke im Vergehen – Holzpilz und Moose.

Hinter Kiefern sehen wir einen weissen Hügel.

Das ist die freigelegte südöstliche Dünenpartie.

Auf dem höchsten Punkt beenden wir unsere Wanderung, treten den Rückweg an. Das fast flächige Weiss liegt an der Aufnahme von Norden her, zeigt kleinklimatisch bedingt die zu gutem Teil liegengebliebene Schneedecke.

Stellenweise offen gehalten werden die verschiedenen Dünenflächen durch Mensch und Tier.

Die meisten Flächen weisen aber bereits kurz nach Kahllegen schnelle Sukzession – die Natur will reparieren, da Wind-getriebene Dynamik hier nicht funktioniert.

Wir gehen zurück – vorbei an einer Sturzkiefer mit Flechten und Moos, Farn nebendran.

Und immer wieder Kleinklima, Flechten, Moose.

„Vorsicht!!!“ ruft es hinter uns.

Ein Cross-Biker rast durch feuchten, weichen Boden an uns vorbei. Um angepasstes Fahren – bezogen auf Weg und womöglich Anwesende – geht es offenbar nicht.

Querab entdecken wir eine große Stechpalme, Ilex – vielleicht Zeugnis vergangener Vegetation.

Und wieder rauf und runter – johlend nähern sich weitere Cross-Biker, uns diesmal entgegenkommend.

Was auf trockenem, festem Trampelpfad noch nebensächlich erscheint …

… stellt sich in den feuchteren, weichen Bodenpartien als zunehmende Zerstörung eines Pfads für ruhige Erholung dar.

Cross-Biker sollte man wie Reiter behandeln – für eigene Strecken ist hier kein Platz, nur feste Wege halten ihnen Stand.

Zwischen Dünen und Baumschulgelände liegt ein Reitweg.

Der wird begeistert von Pferd und Mensch genutzt.

It`s a long way … – fast haben wir das Auto erreicht.

Schnell ist die Zeit vergangen. Wir wundern uns über die gemeinsame Streckenleistung.

Vorgestern war es so weit.

Zumindest auf Rasen hatte sich eine offenbar liegenbleibende dünne Schneedecke gebildet – wie hell das Ganze gleich wirkt!

Immerhin.

Mehr geworden – gestern Morgen, Schnee auch auf (hier Straßenlampen-beleuchtet Efeu-)Hecken.

Aus Sülldorf, HH, erreicht uns ein Kunstwerk, das von den Aktiven zur S-Bahn orientiert wurde – gleich feststellbar, die Begeisterung Vorbeifahrender.

Nachmittags, radelnd, die andere Realität – aus Schnee wird, teils salziges, Schmutzwasser.

… teils fliesst es direkt über die Kanalisation Gewässern zu.

Da wären wir also bei den Stichworten Wasserrückhalt und Straßenabwasserreinigung.

Abends ist auf Rasen noch Schnee zu erkennen. Dauernieseln setzt sich fort.

Heute nun ist die weisse Pracht, zumindest hier in Wedel, wieder ganz weg.

Die nächste Aufhellung soll nach Wetterbericht erst nächsten Mittwoch durch Sonne erfolgen.

Eins vorweg (aus der Übersichtskarte, an jedem Parkplatz / Zugang zu sehen):

Hier gibt es keine Hundeauslaufzone!

Eine der nächsten befindet sich nahebei im Sven-Simon-Park.

„Heide“ ist baummäßig meist verknüpft mit der Kiefer (und Birke).

„Heide“ benötigt als aus Übernutzung entstandene Kulturlandschaft regelhafte Unterhaltung („Pflege“). Die ist – da die Natur die Wunden heilen möchte – aufwändig und kostenträchtig. – Hier sieht man das an alternder Fläche, „Pflege“ wäre angesagt.

Wo der Boden es zuliess / zulässt sind auch Laubbäume zu erwarten. Davon gibt es in der Wittenbergener Heide und Nachbarflächen imposante Exemplare.

Offenbar seit langer Zeit immer wieder, dann nicht mehr genutzter, vielstämmiger Altbaum.

Die Laokoon-Gruppe, auch Schlangenbaum, Schlangeneiche – nicht nur hier, Klettererlebnis für viele Altersgruppen.

Vielstämmige Altbuche am Elbhang.

Blick vom Elbhang – Leuchtfeuer Wittenbergen, Insel Neßsand.

Am Elbhang, Rutschbahn in lehmiger Moräne.

Blick südsüdost – die Kulisse der Hafenindustrie.

Südblick – Neßsand, Harburger Berge.

Südblick, Detail – Neßsand, Harburger Berge.

Im Abgang über die Wittenbergener Heide fällt noch die eine oder andere Altbuche auf, die im alten Wurzelbereich Form- und Lebensraumvielfalt bietet, hier z.B. ein temporäres Stillgewässer.

„Lebensraumvielfalt“ – ich komme zurück auf die beiden ersten Fotos: Hunde-Phobiker sollten die Wittenbergener Heide meiden oder sehr bewusst hingehen. Die hiesigen Hundehalter sind eine ganz besondere Spezies, die nicht nur die Vorschriften missachtet, sondern bei allein freundlicher Ansprache (die Wege sind wegen der frei laufenden Anzahl Hunde teilweise nicht frei begehbar!) ein breitestes Spektrum an Antwortvielfalt bietet.

Wir als (ehemalige) Kampfdackel-Begleiter (oder -begleitete?) wissen um solch Realität jenseits des sozialen Rahmens.

Nachdem Berlin-Weihnachten in Wedel stattfand, war Wedel-Silvester in Hamburgs Westen dran.

Am frühen Abend, der Vollmond hinter jagenden Wolken gelegentlich sichtbar.

Noch weihnachtlich erleuchtete, stille Nachbarschaft.

Jung und Alt erfreuten sich im Rahmen des Erlaubten – Knallerbsen und Wunderkerzen, mehr braucht es nicht!

So kann man auch mit kleinen Sachen Jungen und Alten Freude machen. Von uns aus dürfte das gern so bleiben. Anderswo auf der Erde, haben wir gelernt, wird 4.0-Feuerwerk bereits mit leuchtenden Drohnen praktiziert – ganz ohne Rauch und Gestank.

Die Deutsche Umwelthilfe bringt es auf den Punkt, Klick für Mitmachinteressierte inklusive. Lärm, Gestank und unerträgliche Feinstaubproduktion müssen nicht sein.

Natürlich wurde auch angemessen gegessen und getrunken.

Tags drauf, am Neujahrstag, ging es per Rad „an die Küste“, Nordufer der Elbe.

Auf dem Sperrwerk Wedeler Au, Blick Nord, Binnenelbe.

Wenn man Graureiher als Flugbild im Sinn hat – riesengroße Flügel … -, wundert man sich bei Silbermöwe nebendran (und gar die „riesigen“ Schafe), was so ein Reiher eigentlich für ein kleiner Spacken ist.

Blick südwärts auf die Elbe – der klitzekleine Bach Wedeler Au sieht im Mündungsbereich zwischen Tidehoch- und -niedrigwasser (Dank Elbwasser) viel größer aus, als er real ist.

Wie wir erwartet hatten, trafen wir an dieser Stelle und auf der gesamten Rundtour trotz Feiertag, der normalerweise den Elbdeich zügig füllt, fast keine Menschenseele. – „Frohes Neues Jahr!“ wünschten sich die Wenigen gegenseitig mit einem Lächeln.

Versierte sagen selbstverständlich nicht „Eier“, sondern Laich, wenn es um Fische geht.

Lange hatten wir angesichts der anhaltenden Trockenheit mit Niedrigwasserabfluss seit April 2020 gezittert – keine Anzeichen von Laichfischen! Und das selbst nach Eintreten der Winterschonzeit (Schleswig-Holstein: ab 1. Oktober, speziell für Kieslaicher, Salmoniden).

Wo blieben die Fische?! – Damit kein Irrtum aufkommt: Die Salmonidenschonzeit gilt regulär weiter bis 28. Februar.

Und damit auch klar ist, dass Verstöße gegen gesetzliche Regelungen kein Kavaliersdelikt sind, gilt für Fischwilderei im Strafgesetzbuch eine Strafe bis zu 2 Jahre Haft, Einzug der Fischereigeräte vorweg, selbstverständlich. – Schon in der Vergangenheit falsche „Milde“ von Staatsanwaltschaft und Gerichten ist vorbei, mindestens seit intensiv durch öffentliche Hand und privates Engagement Gewässerlebensräume zunehmend verbessert werden.

Zurück zum realen Jahresendgeschehen 2020.

Wie die Natur es eigentlich immer macht, sie macht, was sie will … und was sie muss.

Die Fische tauchten auf, der vorweihnachtliche Regen spätestens brachte sie nach und nach auf die Kiesbetten. Dort waren sie ordentlich aktiv und die Kiesbetten sehen z.B. so aus:

Laichkuhle und großes Laichbett – „Bioturbation“ nennt man so etwas, wenn Tierisches abgeht z.B. auf Gewässergrund.

Oder so …

Kleineres Laichbett.

Wer Glück hat und nicht stört, kann das Geschehen sogar aufnehmen.

Bitte nicht stören – Akteure sind schwer beschäftigt!

Den zugehörigen Film und weitere erhielt ich mit Nutzungserlaubnis vom engagierten Bachschützer, hier nun glücklicher Kameramann, WW aus T, SH. – Leider erlaubt dieses System kein Einstellen von Filmen. Aber ich habe eine Hilfslösung gefunden (ist doch prima, dass ich meine Homepage „salmonidenfreund.de“ dafür nutzen kann). Bitte den Ton anstellen, es wird laut.

Wie im vorigen Beitrag angedeutet, war noch das Vorbereiten für Treibselsammler in 2021 im Sinn. Es passte nochmal, gut bestückt trafen sich Engagierte an einem Knick. Unser Dank gebührt dem NABU Pinneberg, der als Grundstückseigentümer diese Aktion ermöglichte.

Und das sah dann so aus.

Am Knick, vor Arbeitsbeginn.

Der Wert eines Knicks ist nicht zuletzt an der uralten, vielfältigen Basis erkennbar.

Sägen geeigneter Stecken und Rausziehen.

Passend schneiden und von Seitenästen säubern.

Der Hänger ist voll.

Alles gesichert. – Wir haben fertig für dieses Jahr (ausser „Bäche-gucken“, selbstverständlich).

Hiermit danke ich für Interesse und Engagement und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern meines Blogs sowie allen Beteiligten an den Aktionen 2020 einen Guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und glückliches Neues Jahr – 2021!