Feeds:
Beiträge
Kommentare

Rechtzeitig am Deich angekommen. Die Abendsonne spiegelt sich im Treppengeländer.

Kurz vor Sonnenuntergang, Blick auf Leuchtfeuer am niedersächsischen Ufer der Elbe, dahinter Windräder der Stader Geest.

Durch wilde Wolkenformationen dringt das Sonnenlicht.

So richtig wird das mit einem Sonnenuntergang heute aber nichts.

Dafür wird klar, dass es hinterm (Wolken-)Horizont weiter geht.

Abradeln über den Saatlandsdamm – klitzekleine Bäume vor riesigem Himmel.

 

Advertisements

Im Beitrag vom 13. November hatte ich den Leithammel vorgestellt. Er führte eine kleine Herde – Ochsen (?!). Inzwischen waren ihm die Ochsen – durch Umtrieb, Verkauf, Herstellen von Fleisch- und Wurstwaren, was auch immer – verloren gegangen.

Er hat eine neue Herde gefunden.

Der Leithammel vor Nonnengänsen – man glaubt`s ja nicht.

Fast scheint es, als umrunde der Hammel seine Untertanen und hielte sie in Kreisform.

Das ist aber nur Schein.

Da fliegt ein Hubschrauber über die Marsch.

Entsetzt stieben die Nonnengänse auf, der Himmel ist voll.

Und wieder ist der Leithammel allein.

Hinter der Wetterfront – so sind wir gestern Abend gestartet und trocken wieder zu Hause angekommen.

Heute Morgen – der Regen ist durch, Kopfweiden-Allee leuchtet in der Morgensonne.

„Die Fotos sehen immer aus wie Urlaub.“ sagt unsere Tochter. So fühlen wir uns auch.

Über den Deich geguckt – schick, vor der nächsten Front zu bleiben.

Im Detail – Morgenstimmung über Wedeler Marsch und Süßwasserwatt.

Deichschafe und Graugänse vor Elbe und Süßwasserwatt.

Und dann war da noch Treibjagd angesagt. Man sagt gern „Viele Hasen sind des Jägers Tod“.

Teil der Warnwesten-geschützten Schützenreihe.

Ach ja, der Spruch – heute war es umgekehrt, wie der Blick in die Anhänger belegte.

 

Es weihnachtet sehr, auch weiterhin werden gern Bücher verschenkt. Oft werde ich gefragt, warum ich „Lebendige Bäche und Flüsse – Praxistipps zur Gewässerunterhaltung und Revitalisierung von Tieflandgewässern“ nicht neu auflege. Immerhin stammt das Buch aus dem Jahr 2000.

Der kleine Bestseller – best practice für Fliessgewässer auf Moräne / in der Geest.

Die Antwort ist leider banal. Auch im Jahr 17 nach Inkrafttreten der Wasserrahmenrichtlinie herrscht in den meisten Gewässerstrecken harte Unterhaltung vor. Ein flächenhafter Blick auf Satellitenbilder im Internet enthüllt erschreckend, dass auch vom Thema Randstreifen, ganz zu schweigen von standortgerechtem Baumbewuchs der Ufer, gar Auwaldentwicklung so gut wie nichts zu sehen ist.

Warum also ein Buch neu auflegen, das langjährig bewährte „best practice“ nach wie vor für alle Interessierten anwendungsnah vermittelt?

Übrigens vermitteln mir Fachkollegen wie praktizierende Laien bis hin nach Bayern, Baden-Württemberg, auch Österreich und Schweiz, dass die im Buch für Tieflandgewässer aufgeführten Grundlagen, Probleme sowie Lösungsmöglichkeiten genau so für deren „Flachlandgewässer“ gelten. Ich leite daraus ab, ein „Flachlandgewässer“ anderswo ist wie ein Tieflandgewässer (der Geest), nur in einem höheren Stockwerk.

Manch einer mag meine Ansichten nicht teilen. Nun, vielleicht habe ich einen Knick in der Pupille (ganz sicher sogar, bei dem Alter – die Brille ist entsprechend vom Fachmann). – Der Blick ist also weiterhin scharf. Was ich so sehe, belegen die folgenden zwei Fotos – heutige Realität.

Sieht aus wie ein mal wieder unsinnig dicht an ein Gewässer geplanter Fuß- und Radweg in Vorbereitung. Ist es aber nicht.

Auch weiterhin werden Jahr für Jahr Bäche und kleine Flüsse streckenhaft von Uferböschung zu Uferböschung gemäht und gebaggert, quantitativ potentiell reiche Lebensräume entleert und „die Insassen“ auf Land getrocknet.

Ein Mäander, ein Mäander! – Das Leben endet auf der Uferböschung, zurück bleibt eine öde Wüstenei.

Beliebige Mengen gleichartiger Fotos von Strecken nahezu jeden Bachs, insbesondere in den quellnahen Bereichen (dort, wo die Spezialisten wohnen (würden)), könnten hier folgen. Das erspare ich mir und den Leserinnen und Lesern meines Blogs.

Wer die Sache positiv sehen möchte, sucht hier im Blog z.B. mit dem Stichwort „Restaurieren“ oder „Kies“, Holzinteressierte gehen in die Rubrik „Hölzchen und Stöckchen“. Es bleibt viel zu tun, es gibt viele Möglichkeiten für alle, die ihren Bach vor der Haustür verbessern möchten.

Sofern „Madsen und Tent (2000)“ noch nicht Lesestoff war: Das kann geändert werden. Wie oben gestartet – Weihnachten steht fast vor der Tür.

Bleibt für 2018 ff. zu hoffen, dass sich möglichst alle am Gewässer Werkelnden verpflichtet fühlen / werden, sich im Sinn von Fachlichkeit und Recht zu qualifizieren, z.B. hier – und diese Grundlagen ab sofort auch anzuwenden.

 

Im Bund gerade gescheitert, gleichwohl überall farblich zu finden – nicht nur in Schleswig-Holstein.

Die Farben Jamaikas.

Und hier im Original.

„Grün ist Leben“ sagt die Homepage der Baumschulen.

Aus Sicht des Bodenschutzes muss ergänzt werden: Und Schwarz (von Herbst bis Frühjahr) bedeutet Missachten der Bodenfunktionen, Optimieren von Erosion.

Aus Sicht unseres Lebensraums Erde zu dieser speziellen Farbe Gelb steht die klare Erkenntnis: Solch Gelb ist der Tod – flächenhaft.

Passend zur Weihnachtszeit (ganzjährig zu fotografieren): Oh, Du giftiger Weihnachtsbaum!

Glyphosat flächig in Nadelholz.

Glyphosat-Gelb vor Laubholz.

Glyphosat-Gelb quantitativ längs jedem Grenzmeter.

Glyphosat-Gelb: Klotzen und Kleckern schliessen sich nicht aus.

Bloß die Spritze nicht beim Queren von Wegen abstellen …

Als gäbe es ausser Gift keine andere Praxis für flächenhaften Einsatz …

LandArt – Mäander „strukturiert“ auf totgespritzter Fahrstrecke.

Damit nicht nur Gelb zu sehen ist: Schwarz-Grün bei Nässe.

Und noch ein Bisschen LandArt – früher vermied man, mit ungeeignetem Gerät zu falscher Zeit auf ungeeignetem Gelände zu fahren.

Und wenn`s dann richtig nass wird …

Für 2018 habe ich Richtung der grünen Gewerbe bzw. Industrien wie Baumschulen und Agrar nur ein paar bescheidene Wünsche:

  • Mögen die Agrar- und Baumschulverbände und -vereine die schwarzen Schafe in ihren Reihen in unseren gesetzlichen Rahmen zurück-geleiten.
  • Mögen sie sich mehr um Fachliches, verbunden mit Qualität kümmern als um Lobbyismus. – Es macht uns zur Subvention zwangsveranlagten Steuerzahlern keinen Spaß, in den Newslettern wiederholt von der Notwendigkeit von Glyphosat, gar Neonicotinoiden zu lesen angesichts des grassierenden Individuen- und Artenverlusts in unserer Landschaft.

Von unserer Politik wünsche ich mir, dass sie endlich wieder die hinreichend vorliegenden – und jährlich neu kommenden – Sachverständigengutachten als Grundlage ihres Handelns nimmt – statt blindlings Eigennutz-Lobbyismus von Verbänden hinterherzuhecheln.
(Man wird sich doch mal was wünschen dürfen.)

Ach, noch ein Wunsch an die Politik, insbesondere derzeit im Bund: Bitte nicht nur von Verantwortung reden.

Der NDR hat den vorletzten Monat im Jahr zum YESvember umbenannt – keine schlechte Idee …

Donnerstag gegen Abend donnert`s zwar nicht, aber es ist grau, der Hafen verwaist.

Da sieht der Freitag Morgen gleich ganz anders aus – auf an die Elbe!

Zu früh, oder was? Wir sind mutterseelenallein – ein ganz anderer Hafen- und Strand-Genuss!

Der Morgen bietet auch andere Herbst-Spuren im Sand.

Zum Abschluss des Vergnügens gibt es noch Seegang auf dem Piratenschiff – ein Muss bei jedem Strandbesuch.

Mit dem NDR sagen wir YES!  🙂

Am Ende eines sonnigen Herbsttags will ich den Sonnenuntergang an der Elbe vom Schulauer Hafen aus erleben.

Raus beim Friseur – wie, der Roland als dunkle Silhouette, Sonnenuntergang schon vorbei?

Warten auf Grün fürs Radeln – durch Häuserschlucht wird der Roland doch noch beleuchtet.

Richtung Elbe beeindruckende Wolkenformationen am Horizont – das Licht geht heute wohl früher aus.

Ich nähere mich dem Schulauer Hafen – der Kästchenhorizont heisst, habe ich nachgeschlagen bei marinetraffic, Cartagena Express.

Blick auf die Elbe vom Schulauer Hafen aus – die Cartagena Express ist ein mittlerer Containerfrachter mit 333 m Länge.

Marinetraffic sagt, das Schiff sei 2017 gebaut – es werden also nicht nur Monster um und über 400 m neu auf den Kiel gesetzt. Die können ja gern auf passenderem Fahrwasser fahren als ausgerechnet auf 120 km Binnenfahrt auf der Elbe – mit allen Konsequenzen für Steuerzahler, Anlieger der Unterelbe und die Ökologie (z.B. Wanderfisch Meerforelle).

Da fährt sie hin – gen Nordsee.

Da ist also der durch den Wolkenhorizont verfrühte Sonnenuntergang – gewesen.

Auf dem Rückweg, Blick über die Wedeler Au, am Theaterschiff Batavia vorbei, sehe ich die Sonne doch noch einmal.

Zu Hause wird`s gemütlich.