Feeds:
Beiträge
Kommentare

Zur Zeit ist allerhand zu lesen über die anstehende weitere Vertiefung der Elbe. Parallel dazu tauchen Meldungen über „größere“ Containerfrachter auf, die zwar nicht (wesentlich) länger als die bisherigen maximal 400 m, aber breiter, Richtung 60 m werden.

Manch eine(r) wundert sich.

Die Verwunderung reicht vom Hamburger Elbebereich bis hin nach Cuxhaven, Elbmündung in die Nordsee. Je nach Örtlichkeit gibt es ganz unterschiedliche Fragestellungen. Ich gebe hier einen Link zum – ungekürzten – Kommentar eines mit der Elbe seit Jahrzehnten vertrauten Wasserbauers zum Besten.

Advertisements

Im Beitrag vom 26. Dezember 2018 hatte ich darüber informiert, dass Unentwegte und nicht durch andere Aktivitäten, Jahresübergangsurlaub oder grippalen Infekt Verhinderte an der städtischen Mühlenau, Pinneberg, locker mit Kiesharken ins neue Jahr starten wollen.

So trafen sich am Sonnabend, 5. Januar 2019, 12 Aktive mit Schaufeln und Harken an der Mühlenau, Parkplatz Bad Pinneberg. Neben generell Interessierten waren Mitglieder vom Wasserverband Mühlenau, vom Sportanglerverein Elmshorn-Barmstedt sowie von den NABU-Ortsgruppen Pinneberg, Schenefeld/Halstenbek und Wedel sowie vom Verein zum Schutz des Tävsmoors vertreten.

Zunächst gab es eine kleine Einführung.

[Foto: Hans Rutar] Zunächst gab es eine kleine Einführung, soweit erforderlich: Wer brachte den Kies an die Mühlenau, warum liegt er hier, was soll das Ganze, wie basteln wir einen besseren Gewässerlebensraum. – Leserinnen und Leser dieses Blogs sind bereits informiert.

Nicht zuletzt wurde auf vorhandene Erosionen an den Ufern hingewiesen, die in ihrem Ausmass gemindert werden sollen.

Weiter frei möglicher Abfluss und Erosionsschutz sind wesentliche Gesichtspunkte bei unserer Arbeit für einen besseren Gewässerlebensraum.

Und so blieb ein Teil der Aktiven am westlichsten der 5 Punkte.

Beispiel für Uferschutz bachauf des punktuellen Kies-Depots.

Harken querab Bad / Rosengarten.

Bachab der Brücke am Rosengarten – 3 Kies-Depots wandeln sich (das dritte, westllichste am Horizont des Fotos).

… zu Lenkbuhnen, Unterwassernasen bei Mittelwasser (z.Z. herrscht als Folge der Regenarmut seit April 2018 noch Niedrigwasserabfluss).

Nummer 4, bachauf der Rosengartenbrücke – Kies neu liegt auf Kies alt (2017).

Nummer 5 – der oberste, östlichste „Kies-Knubbel“.

Hier steht für die Unterwassernase nicht so viel Material zur Verfügung, da aufgrund einer langgestreckten Ufererosion durch Hunde zunächst der Uferweg zu sichern war.

Das Freimachen der waagerechten Fläche am Weg gehört mit zu unserem Harken / Schaufeln.

Die Unterwassernase entsteht.

Je nach Arbeitsfortschritt wenden sich die Aktiven – kleine Pause selbstverständlich – weiteren Depots zu.

So lassen wir das heute mal. Das Wasser kann frei fliessen, erste Unterwasserkiese sind besiedelbar.

Die schräg gegenüberliegenden Lenkbuhnen bachab Rosengartenbrücke.

Mit Normalisierung der Abflussmenge wird die Mühlenau die flach geharkten niedrigsten, noch frei liegenden Flächen ebenfalls als Gewässerlebensraum entdecken. Wir beobachten weiter, wie sich diese Positionen entwickeln.

Bachab der S-Bahnquerung / bachauf Mühlenstraße warten weitere Kiesdepots.

Neuer Kies im Rahmen der Förderung durch den Regionalpark Wedeler Au, geschüttet vom Bauhof Pinneberg, steht ab März an neuen Positionen in Aussicht.

Herzlichen Dank allen Aktiven!

So lassen wir uns den Jahresstart gefallen – Wassererlebnisbereich Wedeler Au – Kies, Findlinge, Baumstämme, besonnt.

Binnenelbe Sperrwerk Wedeler Au – Eisnacht lässt Graureiher Freiwasser suchen.

Sonne auf der Elbe, Strand Wedel – Elbinsel voraus.

Zurückradeln in der Marsch.

Beeindruckend, aus Flachlandsicht im Norddeutschen Tiefland.

Von der Geestkante aus – letzte Baulücke geschlossen: Sonnenuntergang, zu betrachten aus der ersten Reihe.

Nach Sonnenuntergang – aus der 4. / 5. Reihe …

Ab morgen soll es erstmal grau werden, ein Bisschen Regen dazu. – Kein Problem, erste 2019-Farben sind getankt.

2018 mit seinem Niederschlagsdefizit ab April bis Ende des Jahres hatte insofern Vorteile, dass uns Bäche und kleine Flüsse mehr denn je zeigten, was sie benötigen.

Und so trafen sich Unentwegte am Sonnabend, 5. Januar, zum ersten Kies-Harken oder -Schaufeln an Pinnebergs Mühlenau (vgl. Beitrag vom 6. Januar 2019).

Dem Kies mal zeigen, was eine Harke / ein Rechen ist.

Genügend Kies ist vor Ort.

Je nach Teilnehmerzahl wird der Einsatzort ggf. auch anderswo gewählt.

Wir sind gespannt, was uns die Gewässerorganismen an Arten- und Individuenzahl 2019 als Reaktion auf besseren Lebensraum berichten werden.

Am 20. Dezember 2017 hatte ich hier über die extrem lebensunfreundliche Gewässerstruktur der Moorbek bachab der Bebauung Norderstedts berichtet. Spuren von Fischen, die so gut wie vergeblich nach Laichmöglichkeiten suchten, stellten einen makabren „Höhepunkt“ dar.

Die Moorbek kommt von Norderstedt und ist der Hauptbach der Mühlenau, die über die Pinnau der Elbe zustrebt. Bachab Norderstedt liegen, verschärfend zur schlechten Sohlstruktur, noch ein einfacher und ein doppelter Absturz, die bachauf wandernden Orgismen den Weg versperrten. Dem kann grundsätzlich abgeholfen werden.

Im Beitrag vom 10. Oktober 2018 sehen Interessierte, wie im Stadtpark Norderstedts („Moorbek-Park“) erstes Restaurieren durch den NABU mit Unterstützung von Stadt und Kreis sowie weiteren Aktiven aus der Bevölkerung stattfand.

Bereits 2017 für die bachab liegenden Abstürze besprochene und 2018 vorgesehene Verbesserungen verzögerten sich zunächst wegen Nichtbefahrbarkeit des Umfelds, dann wegen Bedenken während der Sommertrockenheit 2018. Nun veranlasste ein erheblicher Uferschaden am oberen Bauwerk den Wasserverband, dort im Rahmen der Gewässerunterhaltung für Abhilfe zu sorgen. Dies konnte genutzt werden, beide Bereiche naturnäher zu gestalten.

Der untere Teil des Doppelabsturzes – vorher.

Die erhebliche, am oberen, verfallenden Teil des Doppelabsturzes stattfindende Ufererosion führte zur Gesamtaktion.

Ein verabredeter Anruf, ich möge doch mal „zur Abnahme“ kommen, liess mich anfahren, anwandern. – Holla, das sieht ja wirklich nach was aus …

Blick bachauf – der Doppelabsturz nach Bauwerks- und Uferreparatur sowie naturnaher Beschickung mit Kies.

Mitten im Geschehen – Blick bachab.

Mitten im Geschehen – Blick bachauf.

Gesamteindruck des ehemaligen Doppelabsturzes – Blick bachab.

Bachauf des Doppelabsturzes kommt die Moorbek um eine 90-Grad-Kurve. Die galt es zu entschärfen.

Der Kies bietet – wie am Absturz – nun Möglichkeit zu standorttypischerer Eigendynamik.

Der Ausklang der scharfen Kurve, Blick bachab.

Wechselnde Wasserstände werden den Kies profilieren. An den Abstürzen werden sich (Beginn bereits zu sehen) Kolke bilden. Das ist Natur und erwünscht.

Beobachten der Entwicklung über die Zeit und ggf. Nachschütten der Folge-Rausche wird die Situation für Wanderorganismen durchgängig halten.

Das Umfeld ist ebenfalls im Blick. „Wilde Reiterfurten“ werden geschlossen, Reiten im Bach geht gar nicht!, eine offizielle Furt wird bleiben.

Fast habe ich den bachab liegenden Absturz erreicht. Hier ist die wackere Strukturierungsmannschaft noch am Werk.

Wie hier vorgesehen, blieb der Absturzkolk zum Teil erhalten. Hochwasser wird ihn dynamisch anpassen.

Der Höhenunterschied ist stufig angepasst. Das wird in den nächsten Jahren bachab ergänzt.

Letzte Kiesreste vom Transportwagen werden vom Bagger in die Böschung geschüttet.

Statt „Keep your boots muddy!“, Version 1 …

… hiess es gestern „Keep your boots wet.“, Version 2.

Die anderen sind schon auf dem Trockenen. Gemeinsam sind wir der Auffassung, dass für 2018 Vorgesehenes erfolgreich erledigt ist.

Blick bachab – wir haben 2019 noch was vor.

Auf dem Weg zum Auto – auch bachab des Doppelabsturzes werden wir 2019 den lebensfeindlichen Canyon zum lebendigen Bach gestalten.

Dank gebührt dem Wasserverband, dem NABU Norderstedt und – nicht zuletzt – den fachkundig geschulten und praktizierenden Mitarbeitern der Unterhaltungsfirma. Allen Beteiligten wünsche ich an dieser Stelle eine schöne Weihnachtszeit und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2019!

Mehr Forellen laichten.

Im Beitrag vom 9. Dezember hatte ich berichtet, dass etliche Forellen die Kiese der Mühlenau beim Laichgeschäft bewegt hatten. Die typischen „Schlaglöcher“ und die bachab aufgehäuften Laichhügel charakterisieren wieder einmal die neue Bachlandschaft.

Nachdem ein kleiner Regenschub passierte (der in vielen Fällen kaum Mittelwasserabflüsse erreichte oder nur kurz überschritt), habe ich mir die Stellen und weitere Punkte noch einmal angesehen – und war überwältigt.

Der „lange Schuss“, im Frühjahr 2018 durch Bekiesen hergestellt, ist nun per „Bio-Turbation“ zweigeteilt.

Mittendrin ist ein Laichbett entstanden.

Mitte „langer Schuss“, neues Laichbett – Blick bachab.

Das Laichbett im Anstrom „langer Schuss“ ist erheblich vergrößert.

Was haben die Forellen aus meiner Lenkbuhne gemacht!?

Unter Verwendung jeglichen habhaften Kieses haben die Forellen eine Rausche quer über die gesamte Bachbreite gebastelt. Da müssen wahre Riesen am Werk gewesen sein.

Bachab der örtlichen rauen Rampe ist zwischen Röhricht ein weiteres großes Laichbett entstanden.

Beeindruckend!

Und weiter geht`s, zu in dieser Laich-Saison noch nicht begangener Strecke.

Schon auf Distanz ist Oberflächenturbulenz zu erkennen. Irgendwer hat da gearbeitet.

Ein großes Laichbett.

Im Anstrom der bachab folgenden rauen Rampe haben sich ebenfalls Forellen versucht – die hätten gern mehr Kies gehabt.

Bachab der rauen Rampe fanden die Forellen hier ausreichend Material zur Landschaftsgestaltung.

Und ein Stück weiter Mühlenau-abwärts …

Ein spezieller Ort liegt an einer Wiesenüberfahrt. Hier hatten wir einen Lkw Kies platziert.

Der gelbe Rahmen hebt den Eindruck des vorigen, identischen Fotos hervor: wahre Riesen müssen das gewesen sein, die hier den Kies aus dem Grund „gefräst“ und zum Laichhügel haben. aufgetürmt.

Direkt bachab der „Riesen-Laichbank“ liegt eine alte Kiesbank, die 2017 belaicht war. Ihre durch Algenwuchs verursachte dunkle Ansicht zeigt, dass hier dieses Jahr (noch) nicht gelaicht wurde.

Auch oberhalb der Wiesenüberfahrt befindet sich ein Laichbett.

Blick bachab von der Wiesenüberfahrt, an der Turbulenz erkennbar das Riesenlaichbett und die alte, (2018 noch) ungenutzte alte Kiesbank.

Sowas muss man gesehen haben. Gewässer-Restaurieren macht nicht nur Spass, sondern lohnt sich auch für die Natur ringsum.

All diese aufbereiteten Kleinlandschaften werden nicht nur den sich entwickelnden Jungforellen, sondern auch allen Kleinlebewesen des Bachs Lebensraum bieten. Im Frühjahr erwarten wir die Neunaugen, zumindest Bach- und Fluss-.

Die Grundeigentümer und die anderen Beteiligten waren vom Bekiesen im Oktober so begeistert, dass ein weiteres Lkw-Äquivalent in Form von 14 t Kies angeliefert wurde. Gestern wurden damit verschiedene Stellen im Ufer beschickt. Wir werden beobachten, was der Bach damit anstellt, ggf. nacharbeiten – und uns Richtung Frühjahr über die Besiedlung mit Gewässerorganismen informieren.

Parken an der Kleinen Twiete, Uetersen.

Die Überfahrt über den Ohrtbrooksgraben dient nun Fußgängern und Radfahrern als Umleitung für die Sperrung an der Großen Twiete (abgängige Brücke! Heutzutage nach Jahren des Aussitzens fast überall anzutreffen).

Überfahrt Kleine Twiete – der Ohrtbrooksgraben fliesst frei ab. Das muss weiter sichergestellt sein.

Da liegt der neue Kies, arbeitstechnisch günstig platziert.

Blick bachauf. Unser Oktober-Kies liegt prima. Wir ergänzen an zwei Stellen an der Böschungsoberkante Erosionsschutz.

Blick bachab über die aktuell zu beschickende Strecke.

Schnell wird der Kieshaufen kleiner.

Mehrere volle Frontladerschaufeln wurden am Ende der heutigen Bearbeitungsstrecke eingebracht.

Damit wird in der rechtwinkligen Kurve mit erheblicher Uferunterspülung das Ausbrechen des Bachs in die Mähwiese gemindert. Diese Stelle werden wir speziell im Blick behalten, ggf. 2019 eine Lenkbuhne ergänzen. Material, was dem Bach hier „nicht gefällt“, wird er in Eigendynamik transportieren und an geeigneter Stelle in der Gewässersohle platzieren.

Kurve folgt Kurve – erstaunlich für solch ausgebauten „Graben“.

Solche Stellen bringen für Restaurierungen anderswo immer den besten Lerneffekt.

Blick bachab zur Grundstücksgrenze – es bleibt für 2019 genug an zu verbessernder Strecke.

Der Lagerplatz wird blank geräumt. Später wird verbliebener Kies mit Rechen per Hand von der Mähwiese entfernt.

Vorhandene Lenkbuhnen / Rauschen werden geprüft. Hier wurde die starke Anströmung vom Baumstubben am Ufer weg etwas Richtung Bachmitte dirigiert.

Der Baumstubben als eine der wenigen Uferstrukturen soll möglichst lange erhalten bleiben. Wir sind gespannt, was die Samen bachauf stehender Bäume uns an Natursaat auf den Kiesschüttungen präsentieren werden.

Überfahrt Kleine Twiete nach Abschluss der Arbeiten – alles ok, das Wasser fliesst weiter frei ab.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten! Wir sehen uns im nächsten Jahr.