Feeds:
Beiträge
Kommentare

Alle warteten darauf, die einen auf das Wiederöffnen der Frei- und Hallenbäder, die anderen auf Regen, ganz viele auf beides. Nicht mehr lange, dann sind alle (zumindest ein Bisschen) zufrieden.

Nun soll es nach Wetterbericht also sein – der langersehnte Regen kommt. Vorher wird aber noch geradelt.

Da kommt etwas von Südsüdwest hochgezogen.

Wir wollen noch fix radeln, gucken den nördlichen Himmel an. Der passt uns besser.

Auf der Tour sieht es fast so aus, als hätten uns Ausläufer des Geschehens überholt.

Wir radeln quasi unter der Kante.

Auf dem Rückweg – am Südhorizont, im Niedersächsischen regnet es.

Durchhalten, bald sind wir zu Hause.

Vor dem Fahrradhäuschen, Blick nach oben – ok!

Der anschliessende Blick auf das Wetterradar zeigt, dass die breite Front von Südsüdwest zur Elbe gezogen ist. Dort verharrt sie, wendet sich eine Weile nach Nordwest – „Die Elbe ist keine Wasserscheide!“ sagen die Fachleute. Wer hier lebt, meint, oft genug anderes wahrzunehmen und zu erleben.

Jetzt, eine halbe Stunde nach Rückkehr rumpelt es ordentlich und regelmäßig. Der Regen beginnt.

Die sonnigen Pfingsttage haben wir übrigens in Ludwigslust verbracht. Das musste sein. Mehr darüber demnächst.

Der Himmel in Corona-Zeiten – himmelblau. – Schafe auf dem Elbe-Hauptdeich.

Blick Geest-wärts, Frühlingsmarschwiese unter Himmelblau.

Wer es sich nicht klarmacht(e), merkt(e) es vielleicht gar nicht. An dieses Himmelblau werden wir alle noch lange zurückdenken.

An Corona sicherlich auch. Auf diese spezielle Erfahrung hätten wir lieber verzichtet mit all ihrem Drum und Dran. – Aber auf das Himmelblau ? ! ?

Neulich gab es schon einen Vorgeschmack.

Soll das wieder so und intensiver werden?

Der Mensch will immer hoch hinaus?

Immer höher, immer weiter?

Bis in die letzten Winkel der Erde sind wir doch vorgestoßen – inklusive Anflug, dann „Traumschiff“, Ozeanien rund?!

So manche Eskapade wird da wohl gedreht worden sein.

Hoffen wir auf Umdenken allerorten.

Wer Ursachen schafft, muss auch für Verträglichkeit sorgen – sei es für Boden, Wasser, Luft oder Lärm – sei es für Mensch, Tier und Pflanze, Landschaften und ihre Entstehung sowie Historie nicht zu vergessen. – Wir sollten das schaffen.

Herzliche Grüße aus dem Dornröschenschloss!

Gestern radelte ich in größerem Halbkreis hier im südlichen Schleswig-Holstein Nordwest – Nordost. Da ich – zeitig – wieder nach Hause wollte, wählte ich anschliessend eine direkte Nord-Süd-Verbindung – immer an der Landesgrenze SH – HH längs.

Da kommt dann bald der nördliche Teil des Sandmoorwegs – das Wildgehege Klövensteen naht (bzw. ich komme dem Wildgehege immer näher).

Bunte Wiesenlandschaft grün – gelb – rot – weiss und so weiter. Ob sooo viel Ampfer im Pferdeheu eine besondere Geschmacksrichtung gibt?

Wildgehege Klövensteen, aktuell: Corona-Trail zum Aussichtspunkt des Hirschgeheges.

Bei unserem Besuch am Sonnabend, 23. Mai, vgl. vorigen Beitrag, hatten wir diese Station ausgelassen. Wir wollten nicht zur Gruppenbildung beitragen.

Ich nutze die günstige Gelegenheit und sehe von oben – ein Kanadagans-Paar. (Die anderen haben sich wohl schnell versteckt, eine ganze Gruppe ist von dieser Wiese begeistert.)

Auch ein Graureiher nutzt das Angebot, Stillgewässer in der Wiese.

Es sind auch Hirsche da …
Zu Hirschkühen hat sich, rechts liegend, auch ein junges männliches Tier gesellt.

Wo sind die Geweihträger?

In der Waldpartie, dicht am Sandmoorweg, stechen rotbraune Flecken hervor. Versteckt? – Als wäre den männlichen Hirschen peinlich, dass sie derzeit kein Geweih zu bieten haben …

Das wird schon wieder!

Beim Abgang über den Corona-Trail stoße ich auf eine Variante des im vorigen Beitrag gezeigten, auf dem Kopf stehenden Baumstumpfs.

Eine Sitzgruppe – Holz vom Könner.

Hervorragend – ein eindrucksvoller Tisch, ein Lob dem KettenSägeKünstler!

Gut fortgebildet komme ich zu Hause an.

Der Besuch im Wildgehege Klövensteen ist momentan durch einige Besonderheiten gekennzeichnet. So ist das Waschbärgehege vollständig abgebaut, man darf auf die Zukunft gespannt sein. Das große Wildschweingehege ist tierleer (abgesehen von fliegenden und durchlaufenden wilden Gästen), da umfangreiche Umgestaltung im Gang ist. – Natürlich hinterlässt die heutige Zeit auch Corona-Spuren.

Wir betreten das Wildgehege Klövensteen, einen Ort, wo Vogelfedern in Blumentöpfen wachsen.

Und da sitzt schon ein ganz dicker Befiederter, oben.

Ein weiterer Uhu sitzt am Boden – entgegen allen Beschreibungen in Büchern scheint hier gebrütet zu werden. Offenbar kann Natur nicht lesen.

Aber es gibt nicht nur Tierisches zu sehen – mysteriöse schwefelgelbe Ringe zum Beispiel. Der Schlammrest in der Mitte wird ausgiebig von Kindern zum Reinspringen genutzt.

Vom Wildschweingehege berichtete ich bereits. Selbstverständlich ist ein solch Corona-gefährlicher Treff wie der Aussichtsturm gesperrt.

Aus gleichem Grund ist ein Rundweg ausgeschildert. Man verlässt jetzt das Wildgehege nicht wieder durch den Eingang.

Die Mufflons haben sich zahlreich vermehrt.

Die unterschiedlich alten Widder präsentieren sich.

Baumstümpfe bieten An- und Einsichten.

Baumwurzel … – da hat doch wieder einer falschrum gepflanzt! „Das Grüne nach oben!“

… Alle trampeln auf Baumwurzeln rum …
So können Sehende sehen, wie umfassend Baumwurzelsysteme Bodenerosion vermeiden (bis sie kaputt oder ganz weg sind – meine Gewässerberichte sind voll von der Bedeutung der Bäume).

Die alte Hühnerrasse, das Lachshuhn, hinterlässt einen sehr guten Eindruck.

Die Pommerngänse sind entweder über die Besucher erregt oder haben interne Diskussionen – sie sind ordentlich laut.

Draussen liegt allerhand geschlagene Kiefer. Wer genauer hinsieht, erkennt Käfer(larven)spuren und Bohrlöcher.

Wo soviel Biomasse liegt, sind Nutzer nicht fern – vom Holz und von den Primärnutzern.

Wenn dieses beeindruckende, große Insekt man nicht der Helfer der Forstwirtschaft, eine Riesenschlupfwespe / „Holzwespen-Schlupfwespe“ ist.

Und dann ist dan noch eine … ? archäologische Fundstätte ? … Knochen, schwefelgelb bedeckt?!?

Bei Rundumblick klärt sich die Situation – im vorigen Foto waren diverse Äste von Massen von Pollen bedeckt, so, wie sich die Pollen auch an Rändern inzwischen versickerter Pfützen heute eindrucksvoll in Szene setzen.

Da waren gar keine Wildschweine im Beitrag? Gesehen haben wir einige wenige. Mehr Information über die Tiere im Wildgehege Klövensteen gibt`s online.

Spaziergänge im Frühlingswald sind ein abwechslungsreicher Genuss. So ist eine Überquerung von Landesgrenzen SH – HH in den Klövensteen eine unserer regelhaften Aktivitäten, nicht zuletzt wenn Besuch aus der Bundeshauptstadt etwas unternehmen möchte. Südlich des Klövensteen verläuft die Wedeler Au durch abwechslungsreiches eiszeitgeprägtes Gelände der Hamburger Geest, bevor sie im Schleswig-Holsteinischen, zum Mühlenteich in Wedel aufgestaut, jenseits des Wehrs in die Marsch abstürzt.

„Hier oben“ ist „Tierchen-Gucken“ eine beliebte Angelegenheit.

Wir parken im Sandmoorweg an der Querung mit der Wedeler Au. Auch 2020 hat der Bach im Mai bereits extrem geringen Abfluss.

Ein kleiner Waldspaziergang bis wir unsere Untersuchungsstelle erreichen, erhöht die Spannung.

Angekommen. Bis vor wenigen Jahren lief hier in überbreitem, kaputt gebautem und -unterhaltenem Bachbett (gelbe Linien, symbolisch) kraftlos das Wasser der Wedeler Au Richtung Schleswig-Holstein. Die blaue und die grüne Teillinie rechts symbolisieren die wiedergewonnene „arbeitende Breite“ im Niedrig- und Mittelwasserprofil.

Darüber hinaus ist es noch gar nicht lange her, dass anstelle eines lebendigen Bachs stinkendes Abwasserableiten hier die Realität bestimmte. Zum Glück hat sich das geändert – zielgerichteter Abwasserrohrleitungs- und Kläranlagenbau seit Mitte der 1970er brachte die Gewässerqualität chemisch in die Richtung der geologisch bedingten Lokalverhältnisse.

Was fehlte, war die Lebensraumqualität. Der widmen sich seit Jahr(zehnt)en das hier zuständige Bezirksamt Altona sowie eine Vielzahl Engagierter, koordiniert vom NABU-Landesverband Hamburg. Die Stadtteilgruppe NABU Hamburg-West stellt die fortlaufende Beobachtung der Lebensraumverbesserungen aus Stein und Holz sicher.

Nun geht`s los. Heute haben wir das große Haushaltssieb am Besenstiel dabei.

Das wäre, vgl. Beitrag vom 21. Mai, am Amphibien-Teich im Sven-Simon-Park „zu fängig“ gewesen.   🙂

Aus Holzgetreibsel und organischem Sediment zeigen sich erste Würmchen.

Von unter Wasser liegenden, angetriebenen Ästen schüttelt die Fängerin unter anderem Eintagsfliegenlarven ab.

Und dann ist der Kies dran, mit Stiefelrubbeln etwas aufgewühlt, das Sieb in den Abstrom gehalten. – Das kribbelt und krabbelt. Gut das Sieb ausklopfen.

Und da sind sie, die Starter der Nahrungskette im naturnahen Bach: Bachflohkrebse jeden Alters, erkennbar an der Vielfalt der Größe (hier nur ein Beispielfoto). Sie zerkleinern ins Wasser fallende Blätter und bieten so einer Vielzahl weiterer Arten eine gute Nahrungsgrundlage.

Die Masse an jüngsten Stadien zeigt, dass die natürliche Vermehrung sehr gut klappt, der Lebensraum für den gesamten Entwicklungszyklus also offenbar gut ist.

Dazu gesellt sich die ein und andere Zweiflüglerlarve.

Damit lassen wir`s gut sein. Die Untersuchung sollte uns einen Eindruck vermitteln – und nicht den Lebensraum zerstören.

Wir wandern zurück, nutzen für ein kleines Picknick die oben gezeigte Bank.

Letzte Tiersichtung nahe unserem Parkplatz, Wedeler Au neben dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke – ein Stockentenpaar.

Da noch Wanderlust besteht, setzen wir das Auto um – Parkplatz Wildgehege Klövensteen. Dazu demnächst mehr.

In den vergangenen, langzeitig trockenen Jahren stellte sich unsere Vogeltränke, gern auch als Bad genutzt, trotz ihrer Kleinheit als Anziehungspunkt für Vögel heraus. Und nicht nur das, wie am noch etwas umständlich gehängten Vorgängerexemplar, Bericht vom 29 Mai 2018, zu sehen war.

Allerdings war angesichts heftigen Beschnitts von Büschen und Bäumen im Herbst 2017 ringsum die Vielfalt der Vögel zunächst sehr begrenzt – die Busch- und Bodenbrüter waren fast vollständig nach anderswo verzogen. – Das hat sich – möge die Beeinflussung der Gärtnerpraxis anhalten! – inzwischen geändert. Besonders freuen wir uns über die Rückkehr der Mönchsgrasmücken. Und, dass nach Nichtauslösen einer Wildtierkamera, gelegentlich mit zitternder Hand Fotos halbwegs gelingen.

Gestern gelang es: Mönchsgrasmücke, Weibchen, sitzt in der Vogeltränke.

Ich probier`s mal.

Ist da auch niemand?

Aaaaaahhhh ! ! !

Und nochmal …

Das muss ich weiterempfehlen!

Kurz danach traf ein Männchen, Kappe schwarz, ein. Eine Kohlmeise gesellte sich dazu – sowas geht ja gar nicht!

Bevor ich mich wieder ans Fenster, getarnt vom Plissee, angeschlichen hatte, war noch ein Spatzenweibchen erschienen.

Das war dann offenbar so ein Gewusel und Gestreite, dass alle ausser dem Spatzenweibchen schnellstens verschwanden.

Dem reichte es aus, in Ruhe zu trinken.

Das nachfolgende, ebenfalls einzeln trinkende Männchen habe ich nicht mehr fotografieren können.

Neben dem Eichhörnchen, Kohl- und Blaumeisen, Spatzen und Amseln, die die häufigsten Besucher sind, kommen regelmäßig Rotkehlchen und gelegentlich so große wie Wacholderdrossel (Herbst und Winter), Ringeltaube und Elster.

Auf das Wiedererscheinen von Heckenbraunelle, Zaunkönig und Kleiber warten wir noch.

P.S.: So ganz stimmt das oben Gesagte zur Wildtierkamera übrigens nicht. Neben uns, Nachbarn, dem Gärtner als Auslöser hat in der Testphase eine einzige Auslösung durch Vogel stattgefunden.   🙂

Am 25. Juli 2019 hat eine Kohlmeise die Kamera offenbar für einen Nistkasten gehalten. Ausführlich studierte sie, wieso die Linse nicht das Einschlüpfloch freigibt. Und zu allem Überfluss badete gerade im Hintergrund ein Amselhahn.

Eigentlich wollte ich mal wieder über den Klövensteen berichten, Tiere in Wedeler Au und Wildgehege. Aktuelles lässt mich neuste Fotos präsentieren (Klövensteen folgt demnächst).

Regenschauer und Sturmböen haben es beschleunigt. Luftiges wird zu Zweidimensionalem.

Solche dichten, langen Teppiche auf öffentlichem Grund Richtung Ende Mai kennen wir seit unserem Herzug nach Wedel.

Kastanien-Alleen sind ganz schön produktiv. Wer massenhaft Kastanien zum Basteln oder Abliefern zur Wildfütterung sammeln will, muss mit den Blüten leben – alle anderen müssen das auch.

Also schön Vorsicht! liebe Fußgänger und Radfahrer in nächster Zeit. Erfahrungsgemäß nimmt unser Bauhof diese Pracht, die sich kompostierend und anfeuchtend entwickelt und zu potentieller Rutschbahn wird, nicht (so bald in den nächsten Wochen!) auf.

P.S.: „Wunder gibt es immer wieder!“ – Neu in 2020, 25. Mai: Heute Vormittag ist ein Kehrwagen durchgefahren. Jetzt werden die erstgefallenen Kastanienblüten sicherlich zu prima Kompost.